Gott und du für deine Schule

Christsein im Alltag leben? Ist ganz schön schwer. Christsein in der Schule leben? Ist oft noch viel schwerer. Daher gibt es den Schülerbibelkreis, kurz SBK. Man trifft sich mit Mitschülern, die sonst genauso alleine da ständen wie ich selbst.

Schon im Alten Testament heißt es: „Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft!“ (Prediger 4,9)

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Wie schön ist es, so etwas auch in der Schule zu erleben. Die Bibel lesen, singen, Gemeinschaft haben. Als ich in die 11. Stufe einer staatlichen Schule ging, hatte meine Freundin Sonja die Idee, einen SBK zu gründen und diese Vorstellung gefiel mir. Ich wusste von mehreren Mädels, die bestimmt mitmachen würden. Unser Bonus war eine Lehrerin, von der wir wussten, dass sie überzeugte Christin ist. Die Chance haben wir genutzt und sie in die Vorbereitungen mit integriert. Schnell hatten wir einen Namen gefunden. Da wir uns immer in der ersten großen Pause trafen, nannten wir uns pray[k]time, ein Mix aus Gebets- und Pausenzeit.

Bei unseren ersten Treffen waren wir sehr motiviert. Wir konnten uns durch kurze Andachten ermutigen, füreinander, unsere Mitschüler und die Lehrer beten. Wir hatten eine gute Gemeinschaft, es kamen immer acht bis zehn Leute. Wir konnten einander helfen und ermutigen.

Willst du auch so eine Gemeinschaft in der Schule haben und nicht alleine als Christ dastehen? Willst du von deinen Mitschülern gestützt werden, falls du zu fallen drohst? Willst du anderen eine Stütze sein? Dann bete für einen SBK, suche dir einen christlichen Mitschüler und starte einen eigenen Schülerbibelkreis!
Du wirst Gott auch im Schulstress erleben!

Annika Hommel
hat letztes Jahr Abi gemacht und war seitdem auf der Kurzbibelschule in Burgstädt und als Volontärin in den USA.

Edyta-Pawlowska / shutterstock

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Tipps für den Start

Und los geht’s?

Die Idee einen SBK an meiner Schule zu gründen bekam ich auf einer Jugendfreizeit. Dort entstand auch der Kontakt zu einer Mitarbeiterin der Schüler-SMD. Sie begleitete mich bei den ersten Schritten. Ein paar möchte ich euch aufschreiben:

01 Suche dir Unterstützung
Suche andere Christen an deiner Schule, mit denen du gemeinsam anfängst. betet für den SBK und versucht herauszufinden, was Gott mit euch vorhat. Bitte auch Menschen von außerhalb, beispielsweise aus deiner Gemeinde, für das Projekt zu beten.

02 Absprachen
Der nächste Schritt besteht darin, einen Termin bei der Schulleitung zu vereinbaren und ihnen das Projekt vorzustellen. In unserem Fall hatte es schon mal einen SBK gegeben, der unserer Rektorin positiv in Erinnerung geblieben war. Das Konzept gefiel ihr. Wir mussten ein paar Regeln einhalten, bekamen aber grünes Licht, weiter zu planen.

03 Werbung
Nun ging es darum, andere Christen unserer Schule einzuladen. Um für unseren Kreis zu werben, schrieben wir unseren Namen und unsere Ziele in Kurzform auf Din- A4-Zettel und hängten diese aus. Man kann das Ganze auch etwas erweitern: Flyer ausdrucken, Plakate machen oder sogar an Schulfesten einladen. „Mund-zu-Mundpropaganda“ ist besonders gut, um auch spontan weitere Freunde mitzunehmen.

04 Planung
Wenn du einen SBK gründen willst, dann bete viel dafür und plane gut. Nach den grundsätzlichen Planungen zum Rahmen und Ablauf kommt die regelmäßige Planung der wöchentlichen Treffen. Dazu gehört zum Beispiel, dass man Verantwortungen aufteilt: Wer macht die Andacht? Wer kümmert sich um den Schlüssel, damit ein offener raum bereitsteht? Wer besorgt Gitarre und Liederbücher? Andachten müssen aufgrund der kurzen Zeit prägnant sein. Deshalb ist auch hier eine intensive Vorbereitung erforderlich.

Auf der Internetseite der Studentenmission Deutschland gibt es noch weitere Tipps zur Gründung eines SBK‘s:
http://www.smd.org/schueler-smd

Sonja Schmidt
beginnt in diesem Sommer eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Seit dem Abi war sie für ein halbes Jahr als Volontärin in Israel.

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