Vom Sklaven zum Vizepräsidenten

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Vom Tellerwäscher zum Millionär, vom einfachen Arbeiter zum Fußballprofi….Geschichten die das Leben manchmal schreibt. Geschichten, die wir alle lieben und gerne hören. In den nächsten Tagen wollen wir uns mit einer Person beschäftigen, deren steiler Aufstieg bisher alles Vergleichbare weit übertrumpft. Wir wollen das Leben eines Sklaven betrachten, der mit Gottes Hilfe neben dem König der mächtigste Mann eines großen Reiches wurde. Weißt du schon, vom wem hier die Rede ist?

 

Tag 1: Josefs schwerer Stand

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Josef wurde von seinem Vater sehr geliebt. Doch diese innige Vater-Sohn-Beziehung hatte auch eine Schattenseite und sollte Josef zum Verhängnis werden. Schau dir einmal 1.Mose 37,1-4 an. Erkennst du die Folgen von Jakobs besonderen Vaterliebe zu Josef?

Als ob es nicht schon schwierig genug wäre, verstärkte Josef diese Spannungen zwischen seinen Geschwistern und ihm letztlich noch einmal. Suche in den Versen 5-11 nach den Gründen dafür. Was meinst du? Provozierte hier Josef seine Geschwister nur unnötig und war es tatsächlich Gottes Reden?

Hast du auch schon einmal richtig Stress gehabt, weil du etwas von Gott erzählt hast? Lies einmal Römer 8,28. Vertraue auf Gott, auch wenn du auf Widerstände stößt und habe keine Angst. Gott ist immer bei dir und hat über alles die Kontrolle.

 

Tag 2: Josefs Abstieg

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Josefs Geschwister sind sauer…und zwar so richtig. Voller Wut begehen sie schließlich eine große Dummheit. Lies in 1.Mose 37,12-28 nach, was Josefs Brüder machten.

Schrecklich oder? Könntest du einer Person so etwas antun? Sei dir bewusst, dass Eifersucht und Hass auch bei uns zu schlimmen Taten führen können, die wir uns vielleicht selbst niemals zutrauen würden.

Nachdem die Geschwister Josef „beseitigt“ hatten, war ihre Schandtat noch immer nicht zu Ende. Lies in den Versen 31-35 weiter, was die Brüder taten.

Eindrücklich können wir hier sehen, was Eifersucht und Hass mit Menschen machen kann und wie böse Taten zu nur noch mehr Bosheit führen. Gibt es in deinem Leben Leute, auf die du eifersüchtig oder wütend bist? Gehe im Gebet zu Gott. Bitte um Vergebung und sei bereit auch selbst zu vergeben. Lass deine Eifersucht und deinen Hass nicht wachsen und Schaden anrichten. Reiße sie mit Gottes Hilfe aus deinem Leben und lass ihren Platz durch Liebe ersetzen. Schau doch mal, was in Römer 12,21 steht! Jesus will einen Sieger aus dir machen!

 

Tag 3: Josefs Aufstieg

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Josef wurde verraten und verkauft von seinen eigenen Geschwistern. Doch auch wenn er sich vielleicht so fühlte, war er nicht allein. Lies in 1.Mose 39,1-2 nach, wer Josef Beistand leistete.

Kennst du das Gefühl, mit deinen Problemen alleine zu sein? Sei dir bewusst, dass Gott auch bei dir zu jederzeit ist. Schau dir nun in den Versen 3-6 an, was das für Josef ganz praktisch bedeutete. Wodurch wurde Gottes Anwesenheit und Gegenwart in dieser Situation sichtbar?

Was für eine Wendung! Erinnere dich an den Vers in Römer 8,28 zurück. Auch wenn du dich richtig schlecht fühlst, traurig bist oder Angst hast – das heißt nicht, dass Gott abwesend ist. Gott macht seine Gegenwart nicht von unseren Gefühlen und unseren Gemütszustand abhängig. Er führt uns aus Notlagen heraus, egal wie aussichtslos es oft aussieht. Danke Gott dafür und lebe in dem Bewusstsein, dass er die ganze Zeit bei dir ist.

 

Tag 4: Josefs Treue und Ehrfurcht vor Gott

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Durch Gottes Hilfe ging es Josef besser, als er sich es vermutlich erträumt hätte. Trotzdem hatte Josef immer wieder mit Versuchungen und Anfechtungen zu kämpfen. Über eine ganz besonders hartnäckige Versuchung kannst du in 1.Mose 39,7-20 lesen.

Welcher Versuchung muss Josef jeden Tag widerstehen und was war seine Reaktion darauf? Was war Josefs Argument, um nicht auf diese Versuchung einzugehen und was sagt das über seine Beziehung zu Gott aus?

Überlege dir, was du von Josef im Umgang mit Versuchungen lernen kannst. Leite dir aus seinem Beispiel zwei praktische Anwendungen ab, die dir im Kampf gegen Versuchungen hilfreich sein können.
(Tipp: Worauf ist sein Blick gerichtet, woran erinnert er sich und was tut Josef, als es nicht mehr anders geht?)

 

Tag 5: Josefs erneuter Abstieg

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Stell dir vor du wärst Josef. Du wurdest in die Sklaverei verkauft, dachtest schon dein Leben ist vorbei und nun bist du Verwalter über einige Besitztümer deines Herrn und dir geht es richtig gut. Du darfst Gottes Gegenwart und Eingreifen eindrücklich an deinem eigenen Leben sehen. Obwohl du täglich versucht wirst, hältst du Stand und bleibst sowohl deinem Herrn als auch Gott treu. Was würdest du von Gott erwarten, wenn du in Zukunft schaust?

Was meinst du, wie hat Josef sich gefühlt, als plötzlich wieder alles auseinander brach und er unschuldig im Gefängnis saß? Lies nun 1.Mose 39,21 – 40,22 und schaue, wie Gott antwortet.

Keine Klage oder Beschwerden. Josef vertraut Gott weiterhin und wird belohnt. Wodurch ist Gottes Gegenwart und erneutes Eingreifen in dieser Situation zu erkennen?

Wo wirst du ungerecht behandelt und was ist deine Reaktion darauf? Lies nun einmal Philipper 2,14-15 und bitte Gott, dass du auch in solchen Situationen alles zu seiner Ehre tust. Lerne von Josef – wie du siehst lohnt es sich!

 

Tag 6: Josefs erneuter Aufstieg

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Josef hat wieder Hoffnung aus dem Gefängnis rauszukommen. Bestimmt würde der Oberste der Mundschenke ein gutes Wort für ihn einlegen und schon bald würde er endlich wieder Tageslicht sehen. Lies in 1.Mose 40,23 – 41,14, wie die Geschichte weiterging.

Das hatte sich Josef sicher anders gedacht. Wie lange musste er darauf warten, bis der Oberste der Mundschenke ein gutes Wort beim Pharao für ihn einlegt und er aus dem Gefängnis geholt wird?

Trotzdem lesen wir erneut von keiner Klage oder ähnlichem. Was sagt Josef zum Pharao (V16) und was sagt das über sein Vertrauen zu Gott aus? Ist er im Gefängnis bitter oder hart geworden?

Josef hörte zwei Jahre nichts und hoffte weiterhin darauf, aus dem Gefängnis zu kommen. Auch in unserem Leben gibt es oft „Dürrezeiten“, in denen wir ausharren und auf Gott vertrauen müssen. Wie kannst du dich darauf vorbereiten und was wird deine Kraftquelle sein? Lies zum Abschluss noch den ermutigenden Vers aus 1. Petrus 5,10.

 

Tag 7: Josef neuer Stand

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Josef steht nun vor dem Pharao und vor der Aufgabe dessen Träume zu deuten. In 1.Mose 41,25-46 kannst du nachlesen, ob Josef Erfolg hatte.
Was war die Folge von Josefs Traumdeutungen? Was erkannte der Pharao (V38-39)?

Ist das nicht genial? Aus einem tiefen Brunnen gezogen und in die Sklaverei verkauft, herrschte Josef 13 Jahre später als zweitmächtigster Mann in Ägypten. Lies dazu den Vers aus Lukas 1,37.

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass Gott nichts außer Kontrolle gerät? Was traust du Gott zu? Glaubst du, dass er dir in jeder Not helfen kann und will? Nimm dir nun etwas Zeit und bete für zwei Dinge, die du von Josef lernen und in deinem Leben umsetzen willst. Glaube daran, dass Gott dich verändern kann und lass dich von ihm gebrauchen.

 

Zum Schluss noch ein Video, in dem die Geschichte noch einmal auf eine lustige Art und Weise erzählt wird

PS: Wenn du wissen möchtest, wie es mit Josef in Ägypten weitergeht und ob er seine Geschwister und seinen Vater jemals wiedersehen wird, dann empfehle ich dir die Kapitel 42-48 zu lesen. Egal ob du die Geschichte kennst oder nicht – du wirst sehen es wird sich lohnen, denn es gibt noch eine Menge anderer Dinge, die wir von Josef lernen können.