Unsere Beziehung zu Gott

Kann man an Gott glauben und ihn dennoch nicht kennen? Viele Menschen glauben irgendwie, dass es einen Gott gibt, doch fehlt ihnen eine entscheidende Sache dabei: die persönliche Beziehung. In dieser Woche wollen wir uns daher mit dem Thema „Beziehung“ befassen und praktische Schlüsse daraus ziehen, um in unserer Beziehung zu Gott zu wachsen.

Day 1: Gottvertrauen gesucht

Jakob hatte es nicht immer leicht mit seinem Schwiegervater Laban. Zum einen wurde er als Arbeitskraft ausgenutzt und dann sogar bei seiner eigenen Hochzeit betrogen. Nicht verwunderlich also, dass auch Jakob sich zu wehren wusste und in die Trickkiste griff, bis er schließlich einen Auftrag von Gott bekam. Lies dazu die Geschichte aus 1.Mose 31,1-42.

Was war Gottes Auftrag an Jakob und wie führte Jakob diesen aus? Was war Labans Reaktion darauf und wozu führte dies alles letztendlich (V36)?

Was denkst du? War es richtig von Jakob seinen Auszug heimlich durchzuführen oder hätte er einfach auch ganz offen zu Laban sein können? (Tipp: Lies noch einmal Gottes Anweisung an Jakob in Vers 3). Woran mangelte es Jakob hier in seiner Beziehung zu Gott?

Wie sieht es bei dir aus? Nimmst du Gott beim Wort oder vertraust du noch zusätzlich auf deine eigenen Weisheiten? Lies zum Abschluss noch Sprüche 3,5-6. Vertraue auf Gott und erlebe sein Eingreifen!

 

Day 2: Gott fürchten?

Wie wir im Alten Testament immer wieder lesen können, war Israel reich beschenkt mit Gottes Segen. In 2.Mose 1,7-22 kannst du sehen, wie sich dieser Segen unter anderem sichtbar zeigte.

Der Pharao wollte diesem Segen ein Ende setzen, doch er wurde von mutigen Hebammen daran gehindert. Was war der Grund dafür, dass sie sogar ihr Leben riskierten, um die hebräischen Säuglinge zu schützen?

Ist das nicht beeindruckend? Obwohl sie Gott vermutlich kaum kannten, riskierten sie zu seiner Ehre ihr Leben. Was war Gottes Reaktion darauf?

Die Hebammen hatten ganz nach Lukas 12,4-5 gehandelt und Gottesfurcht gezeigt. Lies zum Abschluss auch noch den Vers aus Sprüche 9,10. Überlege dir für diese Woche ganz praktisch zwei Dinge, die du tun kannst, um Gott zu ehren.

 

Day 3: Gott und den Nächsten lieben

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Im Neuen Testament können wir lesen wie Jesus selbst sagt, dass das gesamte Gesetz Gottes auf zwei Grundgeboten basiert (Mt 22,36-40): Gott und unseren Nächsten zu lieben. Das ist das Erfolgsrezept für eine gesunde Beziehung. Wie das ganz praktisch aussieht kannst du einmal in 5.Mose 5,6-22 nachlesen.

Versuche nun die Gebote Gottes in die beiden Kategorien „Liebe zu Gott“ und „Liebe zu unserem Nächsten“ aufzuteilen. Lies anschließend Jakobus 2,10. Sind diese Gebote voneinander trennbar?

Stelle dir einmal eine Münze vor. Gottes – und Nächstenliebe sind zwei Seiten derselben Münze. Je mehr wir Gott lieben, desto mehr wird auch unsere Liebe für unseren Nächsten zunehmen und umgekehrt. Überlege dir, wie du diese Woche Gottes – und Nächstenliebe ganz praktisch zeigen und ausleben kannst.

 

Day 4: Gott führt

Wenn wir etwas über die Beziehung zwischen Gott und Menschen lernen möchten, gibt uns vor allem das Volk Israel im Alten Testament einige anschauliche Beispiele. Lies einmal 2.Mose 13,17-22 und gib an, was du daraus über die Beziehung zwischen Gott und dem Volk Israel sagen kannst.

Bereits in der Antike hielt man es sehr ähnlich. Damit bei einer großen Armeekolonie auch alle wussten, wo es lang geht, lies man sich ein ganz bestimmtes System einfallen. Die Vorhut trug immer ein flaches Becken mit brennen Kohlen bei sich. Nachts sah man das Feuer meilenweit und am Tag goss man Wasser darüber, wodurch großer Dampf ausgelöst wurde. So wusste die Nachhut immer, wo es langgeht und konnte Anschluss finden.

Und heute? Wenn wir als Christen Gottes Wegweisung suchen, können wir leider nicht auf eine Wolkensäule zurückgreifen. Allerdings dürfen auch wir eine Navigationshilfe haben. Lies Psalm 119,105. Wie können wir Gottes Willen für uns erkennen? Benutze Gottes Navigationssystem und du wirst sehen, wie es dich immer ein Stückchen näher zu ihm bringt.

 

Day 5: Gottes Wille setzt sich durch

Als Geschöpfe hat Gott uns einen freien Willen gegeben. Wir können uns für ihn entscheiden oder auch uns gegen ihn auflehnen… doch können wir ihn auch daran hindern, seine Pläne mit anderen durchzuführen? Lies dazu einmal 1.Mose 37,18-28.

Gott hatte einen Plan mit Josef. Wie er durch Josefs Traum wenige Verse zuvor deutlich machte, soll Josef einmal so mächtig werden, dass sich seine Brüder vor ihm verneigen. Doch nun wird Josef in die Sklaverei verkauft. Wurde Gottes Plan durchkreuzt? Was kannst du daraus lernen?

Gottes Plan führte Josef von Kanaan nach Ägypten und machte ihn vom Sklaven zum zweitmächtigsten Mann des Landes. Weder seine Brüder, Sklavenhändler oder der Ägypter Potifa konnten etwas daran ändern. Gottes Pläne werden sich durchsetzen. Auch wenn uns andere zusetzen und schaden können, Gottes wunderbaren Plan mit uns können sie nicht verhindern. Halte an Gott fest und du wirst sehen, wie er auch durch dich und in deinem Leben wirkt. Vertraue auf ihn, auch wenn deine Umstände vielleicht gerade schwierig sind. Gott macht keine Fehler!

 

Day 6: Wer mit dem Feuer spielt…

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Durch unser Gewissen und durch Gottes Wort wissen wir meist ganz genau, wenn etwas Sünde ist. Trotzdem fällt es uns oft schwer, sündige Dinge zu meiden. Damit uns unser Gewissen nicht sofort anklagt, versuchen wir oft die Sünde zu „umgehen“ um reinen Gewissens unseren Wünschen nachzugehen. Lies dazu einmal die Geschichte aus 4.Mose 22,9-20 und 4.Mose 23,1-12.

Bileam nahm Balaks Auftrag an und war bereit Israel zu verfluchen, allerdings erst nachdem er den Herrn dazu befragt hatte. Was sagte Gott zu Bileam und was machte dieser letztendlich?

Damit hatte Balak nicht gerechnet. Auch nachdem er Bileam noch zwei weitere Male dazu drängte das Volk zu verfluchen (4.Mose 23,12-24,25), sprach dieser dem Volk Gottes Segen aus. Schließlich gab der König auf und kehrte zu seinem Ort zurück. Doch wie du in 4.Mose 25,1-5 und 31,15-17 lesen kannst, war die Geschichte damit noch nicht vorbei…

Drei Mal hatte Bileam nun gesehen, dass Gott sein Volk nicht verfluchen würde, sondern es vielmehr segnete. Trotzdem lies er nicht locker. Was tat Bileam, um doch noch Balaks Auftrag durchzuführen und Israel zu schaden? Was war die Folge davon?

Wenn wir mit der Sünde spielen, dann spielen wir mit dem Feuer. Nicht umsonst finden wir in der Bibel immer wieder die Aufforderung, der Sünde zu fliehen. Nimm Sünde ernst und lasse dich nicht auf sie ein. Danke Gott dafür, dass du mit seiner Hilfe Versuchungen in deinem Leben widerstehen kannst.

 

Day 7: Glaube und soziale Verantwortung

„Geiz ist geil!“. Dieser Slogan war viele Jahre der Werbespruch einer größeren Firma, die es dadurch schaffte, dass ihr Name ständig in den Köpfen der Kunden war. Doch die Bibel sagt uns etwas ganz anderes. Lies dazu einmal Maleachi 3,8-12.

Ungefähr 100 Jahre waren vergangen, seit dem die Juden vom Exil in Babylon wieder in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Jerusalem und der zweite Tempel waren wieder aufgebaut, doch die Begeisterung für Gott hatte längst abgenommen. Obwohl sie nur für sich selbst lebten, verstanden sie nicht, warum Gott mit ihnen unzufrieden war. Was war unter anderem eines der Dinge, die Gott missfielen?

Mit diesem Geiz beraubten sie nicht nur Gott, sondern schadeten auch noch anderen Personen. Lies dazu 5.Mose 26,12-13. Wer wurde alles in Mitleidenschaft gezogen und was verheißt Gott in Maleachi 3,8-12 denen, die ihm vertrauen und bereit sind zu geben?

Maleachi versuchte, die gemeinsame Verantwortung für den öffentlichen Gottesdienst und die Bedürftigen neu zu wecken. Er wusste, dass Gehorsam gegenüber Gott mehr bedeutete, als nur einen privaten Glauben zu haben. Unsere Beziehung zu Gott hat soziale Auswirkungen. Gibst du regelmäßig etwas für Bedürftige? Betest du für die Nöte und Probleme andere? Denke an Gottes Versprechen für diejenigen, die ihm vertrauen und fröhlich geben (2.Korinther 9,7). Überlege dir ganz praktisch, wie du jeden Monat mindestens zwei Personen unterstützen kannst.