Tierische Vorbilder

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Freund, Haustier, Nutztier oder Nahrungsmittel… für uns Menschen erfüllen Tiere eine Vielzahl an verschiedenen Zwecken. In dieser Woche wollen wir uns mit verschieden Tieren beschäftigen um von ihnen zu lernen. Dabei betrachten wir vor allem ihr Verhalten, mit dem Ziel, biblische Prinzipien daraus abzuleiten.

 

Day 1: Die Gans – das „V“ steht für „voll schlau“

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Sie dient nicht nur als Festtagsbraten – Nein, die Gans hat auch noch einige andere erstaunliche und bemerkenswerte Dinge aufzuweisen.

Weil beim Flug gegen den Wind sehr viel Energie gebraucht wird, fliegen Gänse immer zusammen und in V-Formation. Die Leitgans fliegt dabei ganz vorne. In ihrem Windschatten fliegen die Gänse direkt hinter ihr, welche wiederum den Windschatten für die anderen Gänse vergrößern. Je weiter hinten eine Gans in der Formation fliegt, desto leichter ist das Fliegen. Wenn eine Leitgans müde wird, wechselt sie einfach den Platz. So unterstützen sie sich gegenseitig und meistern ihre oft langen Strecken bis zum Ziel.

Gemeinsam zum Ziel…ein Prinzip, dass wir auch in der Bibel finden. Lies dazu einmal Galater 6,2. Was sollen wir füreinander tun?

Bei Gott gibt es keine Einzelkämpfer. Gott hat uns als Glaubensgeschwister zusammengestellt, damit wir uns gegenseitig helfen, unsere Lasten tragen und ihm dienen. Darüber hinaus möchte Gott selbst deine Lasten tragen (Matthäus 11,28) und dir Kraft geben. Nimm sein tolles Angebot an und erlebe, wie viel leichter das Leben wird, wenn du deine Lasten mit anderen teilst.

 

Day 2: Der Pinguin – kuscheln um zu überleben

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Kaiserpinguine leben in Gegenden, in denen bis zu Minus 40 Grad herrschen können. Diese Temperaturen sind selbst für Pinguine lebensbedrohlich. Um sich zu schützen, kauern sich die Pinguine deshalb zu einer Gruppe von Hunderten oder Tausenden zusammen. So gelingt es ihnen sich gegenseitig ausreichend Wärme zu spenden. Selbstlos stellen sich dabei die größeren Pinguine ganz nach außen, um die jungen oder schwachen Pinguine zu schützen.

Eine beeindruckende Opferbereitschaft, zu der auch wir in Philipper 2,3-11 aufgefordert werden. Was wird hier von uns Christen erwartet? Wer war uns darin das größte Vorbild und warum?

Gott möchte, dass wir zusammenhalten und aufeinander Acht nehmen. Achte in nächster Zeit einmal bewusst darauf, wo es Menschen in deiner Umgebung gibt, die deine Hilfe benötigen könnten. Nimm dich ihnen an und erlebe die Freude, die dir Gott durch diesen Dienst schenken wird.

 

Day 3: Das Gleithörnchen – einfach mal los fliegen

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Vorab: Es ist kein gleitendes Eichhörnchen. Vielmehr könnte man es noch als Flughörnchen bezeichnen. Wittert das kleine Tier eine Gefahr, springt und gleitet es zwischen den Bäumen und Ästen hin und her. Dabei hat es aber keinen speziellen Landeplatz oder ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen. Das Gleithörnchen springt, gleitet und vertraut darauf, dass Äste da sind, die es bei seiner Landung weich auffangen.

Kein langes abwegen oder planen… um zu überleben setzt sich das Gleithörnchen sofort in Bewegung. Lies nun einmal 2.Korinther 5,7. Was verstehst du darunter?

Gott hält was er verspricht. Wenn wir vielleicht manchmal nicht wissen, was wir als nächstes tun sollen, dürfen wir wie das Gleithörnchen einfach im Vertrauen vorangehen. Durch sein Eingreifen und wenn wir in seinem Wort lesen, werden wir erkennen, wo Gott uns als nächstes haben möchte. Gott ist für uns genauso da, wie die Zweige, die das Gleithörnchen auffangen. Er lässt uns nicht im Stich.

Danke Gott dafür, frage nach seinem Willen und gehe im Vertrauen mutig voran.

 

Day 4: Der Kondor – nur die Harten kommen in`Garten

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Erst wenn ein Kondor zwischen sechs und neun Monate alt ist, macht er seine ersten Flugversuche. Um dann letztendlich auch wirklich fliegen zu können, braucht der Vogel ein ganzes Jahr. Immer wieder erleidet der Kondor bei seinen Flugversuchen Absturz für Absturz und zahlreiche, missglückte Flugversuche. Doch der Kondor gibt nicht auf. Er übt weiter, stürzt ab und probiert es erneut, bis er eines Tages fliegen kann.

Der Kondor besitzt eine bemerkenswerte Einstellung, die nach Hebräer 10,35-36 auch von uns gefordert wird.

Nimm dir etwas Zeit und suche dir fünf Verheißungen von Gott aus der Bibel, die auch für dich gelten und die für dich persönlich am wichtigsten sind. Denkst du Gott hält seine Versprechen?

Gibt es in deinem Leben gerade eine schwere Zeit? Gibt es Dinge, die dich belasten? Lies noch einmal Vers 35. Wie wunderbar ist es doch, das zu wissen. Lass dich von dieser Gewissheit und von dem was uns bei Gott erwarten wird motivieren, um durchzuhalten. Bitte Gott um Kraft und du wirst sehen, wie er dich durch trägt.

 

Day 5: Der Elefant – Achtung, Baum fällt!

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Elefanten profitieren bei der Nahrungssuche – und Aufnahme sehr von ihrem langen Rüssel. Ganze 11 Liter kann ein Elefant darin aufnehmen. Auch Blätter oder Früchte von Bäumen können sie dank ihrem Rüssel gut erreichen. Allerdings gilt das nicht automatisch für alle in der Herde. Damit auch die Kleinen unter ihnen nicht zu kurz kommen, legen sie den Baum einfach kurzerhand um. Durch diese gegenseitige Unterstützung gelingt es, dass alle in der Herde ausreichend zu fressen haben.

Einer für Alle und Alle für Einen… ein bekanntes Motto, das wir bereits in der Bibel in Apostelgeschichte 2,42-47 finden können.

Sowie der große Elefant mit dem Kleineren teilt, ist es Gottes Wille, dass wir mit Menschen in Not teilen. Überlege dir einmal, wo es in deiner nächsten Umgebung Menschen gibt, mit denen du etwas teilen könntest. Mache dir auch darüber Gedanken, was konkret du mit ihnen teilen könntest. Egal ob Geld, Kleidung oder Zeit… Gott wird dich dafür belohnen. Werde aktiv und erlebe die Freude, die im Geben und Teilen steckt.

 

Day 6: Der Ameisenbär – mit Rücksicht auf Verluste

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Wie der Name bereits verrät, fressen Ameisenbären neben Würmern und Termiten vor allem auch Ameisen. Mit ihrem Staubsauger artigen Rüssel können sie dabei sehr gut große Mengen zu sich nehmen. Umso beeindruckender ist es, dass sie trotz ihres großen Appetits niemals alle Kleintiere in einem Nest verzerren. Durch diese umsichtige Nahrungsaufnahme können sich die Insektenbevölkerungen immer wieder erholen, bis zur nächsten Begegnung mit dem Ameisenbären.

In Matthäus 25,1-30 können wir lesen, wie auch Jesus so ein verantwortungsvolles und umsichtiges Verhalten fordert. Wer wird in dieser Geschichte belohnt und wer wird bestraft? Was sind die Gründe dafür?

Wie den Knechten hat Gott auch dir Talente in Form von Fähigkeiten und Gaben gegeben. Nimm dir etwas Zeit und überlege einmal, mit welchen Dingen du von Gott beschenkt worden bist. Denke dabei auch an materielle Dinge, wie z.B. ein Zuhause. Danke Gott für diese Dinge und dass er dich damit gebrauchen möchte. Sei dir aber auch der Verantwortung bewusst, die damit einhergeht. Wem Gott viel schenkt, von dem wird er auch viel verlangen. Setzte alles zu Gottes Ehre ein und du wirst sehen, wie es Früchte bringen wird.

 

Day 7: Der Seeteufel – Wenn Licht ins Verderben führt

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Weil der Seeteufel auf seiner Stirn eine Art Angel mit einem Köder besitzt, wird er auch gerne Anglerfisch genannt. Der Köder gleicht dabei einer Laterne, die durch das Licht andere Fische anlockt. Gerade weil der Seeteufel in sehr tiefen und dunklen Gewässern lebt, ist das für viele neugierige Fische eine tödliche Verlockung. Sind die Fische bereits nahe am Licht angekommen, ist es meist schon zu spät. Sie können den scharfen Zähnen ihres Widersachers nicht mehr entfliehen und werden verspeist.

Auch in der Bibel werden wir davor gewarnt, wie gefährlich es ist, seinen Begierden nachzugehen und der Versuchung nicht zu widerstehen. Lies dazu einmal Jakobus 1,14-15. Was wird hier als Folge genannt, wenn wir unseren Begierden nachgehen?

Gibt es in deinem Leben Versuchungen, mit denen du zu kämpfen hast? Kämpfst du dagegen an, oder lässt du dich einfach gehen? Lies nun einmal Hebräer 2,18 und 1.Korinther 10,13. Lass dich davon ermutigen und gehe den Kampf gegen die Versuchungen in deinem Leben mit Gottes Hilfe und in festen Vertrauen zu ihm an. Du wirst Gottes Eingreifen erleben und voller Freude feststellen, dass Gott seine Zusagen hält.