Tierische Vorbilder III

Freund, Haustier, Erbe, Nutztier oder Nahrungsmittel… für uns Menschen erfüllen Tiere eine Vielzahl an verschiedenen Zwecken. In dieser Woche wollen wir uns erneut mit verschieden Tieren beschäftigen um von ihnen zu lernen. Dabei betrachten wir vor allem ihr Verhalten und ihre besonderen Eigenschaften, mit dem Ziel, biblische Prinzipien daraus abzuleiten.

 

Day 1: Der Delfin – ich hab euch alle lieb

Sind es nicht gerade Einzelgänger, dann bleiben die meisten Tiere normalerweise unter sich. Man wird im Tierreich vermutlich kaum eine Gruppe finde, die zusammengewürfelt aus Tieren verschiedenster Arten besteht. Anders ist hier der Delfin. Selbst mit Buckelwale, großen Tümmlern oder auch Thunfischen schwimmen und spielen die Delfine im Meer, als wären es Artgenossen.

Der Delfin gibt uns damit ein Vorbild, zu dem wir auch bereits in der Bibel in Römer 15,1-7 aufgefordert werden. Wozu fordert Paulus hier auf? Worin liegt das Ziel, bzw. warum sollen wir dieser Aufforderung folgen?

Weil Jesus war nicht nur selbstlos und liebevoll zu seinen Mitmenschen, er starb sogar für uns am Kreuz. Ohne Jesus gäbe es keine Rettung. Nimm dir Jesu Liebe zum Vorbild. Gehe in den nächsten Wochen bewusst auf Personen zu, die von anderen gemieden werden. Bete für sie und du wirst sehen, wie Gott dir Liebe schenken wird. Stelle fest, dass es am Ende vielmehr ein Gewinn als ein Opfer bringen ist.

 

Day 2: Der Strauß – suchst du Stress, oder was?

Strauße sind die größten und schwersten Vögel der Erde. Sie können zwar nicht fliegen, sind aber sehr schnell und ausdauernd (bis zu 65 km/h). Lauert Gefahr, spielen sie auch schon einmal gerne den „toten Strauß“, in dem sie ihren langen Hals flach auf den Boden legen, so dass nur der Körper zu sehen ist. Verstecken muss sich ein Strauß aber eigentlich nicht, denn mit seinem starken Tritt könnte er sogar einen Löwen erschlagen. Besonderes Merkmal: Strauße streiten… und zwar immer. Egal ob um das Weibchen, das Gebiet oder Futter… ständig gibt es was zu meckern.

Eigentlich wollen wir uns ja bestimmte Eigenschaften der Tiere als Vorbilder nehmen. Heute nehmen wir uns eine Eigenschaft des Straußes heraus, um genau das Gegenteil zu tun. Lies dazu Philipper 2,14-16. Wozu fordert uns der Text hier auf und warum sollen wir so handeln? In welchen Bereichen deines Lebens fällt dir das besonders schwer?

Kennst du das? Zimmer aufräumen, Staub saugen, spülen… Aufgaben, die oft einfach nur lästig sind? Als Jesus gekreuzigt wurde, der hatte er eine Aufgabe zu erledigen, die weitaus schlimmer war. Er wurde beleidigt, bespuckt und gefoltert. Trotzdem erfüllte er diese Aufgabe ohne Murren und Beschwerden. Er tat es aus Liebe. Wenn du das nächste Mal eine lästige Aufgabe zu erledigen hast, dann schau auf Jesus. Tue es aus Lieb zu ihm und denke auch an das gute Zeugnis, das du dadurch für andere bist. Wusstest du, dass du auch von Jesus erzählen kannst, ohne dabei reden zu müssen?

 

Day 3: Gorilla – harte Schale, weicher Kern

Groß, furchterregend und gewalttätig – ein Bild von Gorillas, das ihnen eigentlich nicht gerecht wird. Gorillas sind nämlich durchaus auch sehr friedliche Tiere. Wenn es Stress untereinander gibt, dann geht es in erster Linie darum, Stärke zu demonstrieren. Das tun sie durch zornige Schreie, durch Schlagen auf die Brust oder den Boden oder auch durch das Schlagen und zerren von Pflanzen. Was sehr aggressiv und gefährlich erscheint, ist aber vor allem dafür gedacht, dass der Gegner abgeschreckt wird und es nicht zu einem Kampf kommt.

Gorillas versuchen, durch klare Signale und Kommunikation, Streit und Auseinandersetzungen zu verhindern. Auch in Jakobus 1,19-22 können wir von Ähnlichem lesen. Wozu werden wir hier aufgefordert? Was denkst du, kann passieren, wenn wir dem nicht nachkommen. Lies dazu auch noch die Verse aus Kapitel 3,1-18.

Wie schnell schlagen wir im Streit zu (verbal), wenn sich uns die Möglichkeit dazu bietet. Hier wollen wir von den Gorillas lernen. Denke daran, wenn du dich das nächste Mal über eine Person ärgerst. Versuche nicht gleich etwas zu erwidern. Komm zur Ruhe, bitte Gott um Hilfe und denke erst einmal nach. Du wirst sehen, wie dir Gott eine klare Sicht auf die Dinge gibt. Erlebe, wie Gott dir dabei hilft unnötigen Ärger zu verhindern oder dich dazu befähigt, einen Konflikt in Liebe zu klären.

 

Day 4: Das Chamäleon – bloß nicht auffallen!

Chamäleons leben überall auf der Welt verteilt in feuchten und warmen Gebieten. Es gibt ca. 100 verschiedene Arten. Das absolutes Aushängeschild: Ihre Wandelbarkeit. Sie sind in der Lage, einen so krassen Farbwechsel zustande zu bringen, dass sie komplett an ihre Umgebung angepasst sind. Für Feinde wird es so sehr schwer, dass Chamäleon zu erkennen.

Wieder wollen wir von dem Chamäleon vor allem lernen, in dem wir nicht das tun, was es tut. Schau einmal rein in Römer 12,9-21 und gib an, wozu vor allem Vers 21 auffordert. Welche Dinge werden hier als „Gutes tun“ aufgelistet? Überlege dir auch, wie du den Vers ganz praktisch umsetzen kannst.

Wenn wir Jesus nachfolgen, werden wir oft Anfechtungen erleben. Egal ob man ausgelacht wird oder sogar richtig Probleme bekommt… nicht immer ist Christ sein angenehm. Gerne würde man am liebsten nicht auffallen. Doch genau das ist unsere Aufgabe. Wir sollen ein Licht sein, damit andere Jesus durch uns erkennen. Es geht nicht um uns, sondern dass andere gerettet werden. Gerade weil das aber oft so eine schwere Aufgabe ist, brauchen wir Jesus dafür. Verbringe immer mehr Zeit mit ihm. Durch seine Liebe wirst du immer mehr verändert werden und leuchten, so dass alle ihn sehen können.

 

Day 5: Der Blauwahl – na dann, Mahlzeit!

Der Blauwahl ist wortwörtlich ein „dicker Brocken“. In seinem ersten Lebensjahr wächst der Blauwahl unglaublich schnell. Obwohl sich das Neugeborene ausschließlich von der Muttermilch ernährt, nimmt es dadurch täglich unschlagbare 90 kg zu!!! Übertragen auf uns wäre das, wie wenn man täglich das Gewicht eines Mannes zulegen würde. Da hätte man reichlich zu tun…

Ob du es glaubst oder nicht – auch dazu gibt es einen passenden Bibelvers. Lies nun 1.Petrus 2,1-3. Fordert der Apostel Paulus hier zum Milch trinken auf (Tipp: geistliche Milch)? Was könnte mit Milch gemeint sein, bzw. wodurch bekommen wir Wachstum in unserem Glaubensleben?

Um als Christ immer mehr in seinem Glauben zu wachsen, also gestärkt zu werden, brauchen wir Nahrung. Diese Nahrung ist Gottes Wort selbst. Wir werden nicht unbedingt 90 kg täglich zunehmen, aber genügend Kraft dafür bekommen, um im Glauben Fortschritte zu machen. Wie das Kind seinen Eltern immer ähnlicher werden möchte, soll das auch unser Ziel im Bezug auf Jesus sein. Ein erster Anfang ist das tägliche Bibellesen. Nimm dir jeden Tag eine feste Zeit, um aus Gottes Wort zu lesen. Bitte ihn auch darum, dass er dir hilft, das Gelesene zu verstehen. Du wirst sehen, wie dein Hunger größer wird…

 

Day 6: Das Schaf – ich folge nur, wen ich auch kenne

Wusstest du, das ein Schaf alleine völlig hilflos ist. Ohne die Hilfe eines Hirten, kann ein Schaf weder frische Nahrung noch Wasser finden. Auch um sich zu verteidigen, braucht sie die Hilfe des Menschen oder des Schäferhundes. Wäre niemand da, der sie immer wieder zu sich holt und die Richtung weist, würde sie sich auch noch hoffnungslos verirren.

Der wohl bekannteste Hirte der Bibel war David. Er verbrachte viel Zeit mit den Schafen. Lies einmal den Psalm 23, den sozusagen ein echter „Experte“ verfasst hat. Zu welcher wichtigen Erkenntnis kommt David? Was sagt er über ein Leben mit Gott?

Jedes Schaf braucht einen Hirten, der es beschützt und führt. Ein guter Hirte kennt seine Schafe und sie ihn. Ein Schaf bleibt so lange im Gatter, bis es die eine, vertraute Stimme hört. So sollte es auch in unserem Leben mit Jesus sein. Wir sollen seine Stimme und ihm alleine Folgen. Nur er weist uns den Weg. Wie steht es mit dir? Auf wen setzt du in deinem Leben? Nimm dir einmal bewusst Zeit und danke Gott für alles, was er dir in letzter Zeit geschenkt hat. Du wirst feststellen, das es nur einen guten Hirten gibt und es sich lohnt, ihm zu folgen.

 

Day 7: Fuchs – ich werde dich nicht verlassen!

Denkt man an den Fuchs, dann fällt einem vor allem ein Wort ein: listig! Der Fuchs hat jedoch auch eine gute Seite, die den Menschen leider immer mehr verloren geht. Anders wie bei den meisten Tierarten, bleibt ein Fuchspäärchen bis ans Lebensende zusammen. Zusammen ziehen sie jährlich ihren Nachwuchs auf. Während die Füchsin das Kind zur Welt bringt, geht der Fuchs auf die Jagd. Er beschützt seine Familie und bleibt ihr treu.

Treue ist etwas, das Sicherheit und Ruhe gibt und ein Zeichen großer Liebe ist. Kein Wunder also, dass wir davon viel in der Bibel lesen. Schau dir dazu einmal Psalm 36,1-13 an. Wie wird Gott in Vers 6 beschrieben? Hast du schon mal versucht, den Abstand bis zum Himmel zu erfassen?

Gott ist treu – und zwar so sehr, dass wir es nicht begreifen können. Bereits sein stellvertretender Tod am Kreuz für uns macht das deutlich. Ist das nicht ein starker Trost. Gott ist uns treu. Lies dazu noch 1.Johannes 1,8-9. Lerne den Vers auswendig und danke Gott dafür. Du wirst sehen, wie viel Trost und Kraft es dir in schweren Zeiten bringt, wenn du an diese Wahrheit denkst.