Tierische Vorbilder II

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Freund, Haustier, Nutztier oder Nahrungsmittel… für uns Menschen erfüllen Tiere eine Vielzahl an verschiedenen Zwecken. In dieser Woche wollen wir uns erneut mit verschieden Tieren beschäftigen um von ihnen zu lernen. Dabei betrachten wir vor allem ihr Verhalten, mit dem Ziel, biblische Prinzipien daraus abzuleiten.

 

Day 1: Der Pfau – Hochmut kommt vor dem Fall

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Das Pfauenmännchen besitzt grün und golden schillernde Federn mit augenförmigen, blaugefärbten Mustern. Zu einem Rad aufgestellt, ist es das Hauptziel des männlichen Pfaus, ein Weibchen zu beeindrucken. Stolzierend präsentiert er bei der Balz sein Gefieder und versucht damit, Weibchen anzulocken. Leider erregt der Pfau damit nicht nur seinesgleichen, sondern auch Tieger und andere Tiere, bei denen er auf der Speisekarte steht.

Der Pfau spielt ein gefährliches Spiel. Um sich zu präsentieren und Aufmerksamkeit zu bekommen, riskiert er sogar sein Leben. Lies dazu einmal Jakobus 4,6 und Sprüche 16,18. Für wen oder was investierst du deine Zeit? Steht Jesus in deinem Leben im Mittelpunkt?

Vielleicht fragst du dich, was die Fragen mit Stolz und Angeberei zu tun haben. Doch wenn Gott nicht im Mittelpunkt unseres Lebens steht, dann haben wir genau mit diesen Dingen ein großes Problem. Wenn Gott nicht Mittelpunkt unseres Lebens ist, sagen wir damit aus, dass wir unser Leben selbst auf die Reihe bekommen und ihn nicht brauchen. Wir sind stolz und halten viel von uns selbst.

Sei demütig in dem du dich jeden Tag neu in die Abhängigkeit von Gott stellst. Beginne und beende den Tag mit Gott in Dankbarkeit und mache ihn zum Mittelpunkt deines Lebens. Nimm dir auch immer wieder kurze Zeiten während des Tages, um mit Gott zu reden und mit ihm Zeit zu verbringen. Du wirst sehen, wie Stolz und Egoismus immer mehr verschwinden und deine Freude an Gott immer größer wird. Lass dich darauf ein!

 

Day 2: Löwenaffen – hilfsbereit zu jeder Zeit

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Löwenaffen sind kleine Affen und haben ein weiches, seidiges Fell. Ihre prächtige Mähne ähnelt der eines Löwen, weshalb sie vermutlich auch ihren Namen erhalten haben. Das beeindruckende Merkmal des Löwenaffen ist jedoch nicht seine Mähne, sondern seine große Hilfsbereitschaft. Löwenaffen leben lange Zeit in Familien ähnlichen Gruppen zusammen. Während das Muttertier nach der Geburt das Junge stillt, helfen die anderen und übernehmen viele Aufgaben. Die älteren Geschwister und auch andere männliche Affen passen z.B. auf das Kleine auf, tragen es umher und beschützen es.

Durch ihre Hilfsbereitschaft leben die Löwenaffen ganz nach dem biblischen Prinzip aus Apostelgeschichte 20,55 und  2,41-47. Wie gingen die ersten Christen miteinander um? Viel es ihnen schwer? Was war die Folge davon?

Überlege dir, wo es in deiner Familie oder in deiner Gemeinde Menschen gibt, die Probleme haben oder deine Hilfe brauchen könnten. Mache dir ganz konkret einige Gedanken darüber, wie du in nächster Zeit eine Person ganz praktisch unterstützen und ihr helfen kannst. Werde anderen zum Segen und erlebe auch selbst den Segen und die Freude, die im Geben steckt.

 

Day 3: Der Leopard – harte Schale, weicher Kern

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Der als schneller Jäger bekannte Leopard besitzt große, scharfe Zähne und ein riesiges Maul, um die Knochen kleiner Tiere zu zermalmen. Allerdings kann der Leopard sehr wohl auch sanft und zärtlich sein. Um ein Junges an einen anderen Ort zu bringen, benutzt der Leopard seine riesigen Zähne und sein starkes Maul, um den Nachwuchs am Nackenfell zu packen. Danach wird das Jungtier wieder sanft abgesetzt ohne verletzt zu werden. So gewaltig und gefährlich der Leopard auch sein mag, ist er ebenso in der Lage, auch gütig und sanft zu sein.

Diese Eigenschaft des Leopards ist auf den ersten Blick nicht wirklich erkennbar. Eine Eigenschaft, die uns wiederum auszeichnen sollte. Lies dazu die Bibelverse aus Philipper 4,5 und 1.Korinther 6,4-7.

Was bedeutet es, milde und sanftmütig zu sein? Warum ist es wichtig, so zu leben?

Denke einmal an eine Person in deinem Umfeld, bei der es dir schwer fällt, nett, geduldig und liebevoll zu sein. Bete ab heute zwei Wochen lang jeden Tag für diese Person. Bitte Gott darum Kraft, Liebe, Geduld und Freundlichkeit für diese Person zu haben. Du wirst erleben, wie Gott deine Einstellung verändert und wie er dich befähigt, jeden Menschen zu lieben. Sei anderen ein Vorbild und mache es wie Jesus. Gehe zu denen, die jeder meidet und erzähle von Gott, in dem du einfach nur deinen Nächsten liebst.

 

Day 4: Der Papagei – einfach nur nachgeplappert?

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Papageien leben vor allem in tropischen Ländern und besitzen die großartige Fähigkeit, Stimmen und Geräusche zu imitieren. Sie können z.B. das Klingeln eines Telefons so gut nachmachen, dass man im ersten Moment nicht unterscheiden kann, was vom Papagei kommt und was vom Telefon.

Die meisten Papageien sind also hervorragende Imitatoren. Wie sieht es mit uns aus? Lies dazu einmal den Vers aus Jakobus 1,22-27.

Oft ist es schwer bei uns Christen zu erkennen, wenn es uns geistlich nicht gut geht. Um keine Schwäche zu zeigen, reden wir oft weiter in unserer frommen, christlichen Sprache. Dabei schaut es in unserem Herzen oft ganz anders aus. Kennst du dieses Problem? Gibst du dich nach Außen so, wie du dich gerade auch wirklich fühlst?

Gott möchte authentische Nachfolger. Er möchte, dass wir es ernst mit dem Glauben meinen und aus Überzeugung das tun, was uns die Bibel sagt. Es gibt keinen Grund sich zu schämen, wenn es uns einmal nicht gut geht. Im Gegenteil – es ist sehr wichtig Schwäche einzugestehen, damit sich Gott durch uns verherrlichen kann (2.Korinther 12,9). Lebe authentisch und sei kein Jesus Imitator, sondern ein Jesus Nachfolger. Du wirst sehen, wie viel mehr Gewinn es ist, Jesus nachzufolgen anstatt nur zu imitieren.

 

Day 5: Das Zebra – Lieben lohnt sich

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Zebras sind Herden Tiere und meist zusammen unterwegs. Dabei beschützen sie sich gegenseitig. Ist die Herde in Bewegung, geben die langsameren Tiere das Tempo an, während die Stärkeren auf die Gefahren für die Herde achten. Bei Dunkelheit stellen sie sich so zusammen, dass die gesamte Herde wie ein einziges Tier aussieht. Solange das Zebra in der Gruppe steht und sich nicht von der Herde entfernt, ist es normalerweise vor Angriffen des Feindes sicher.

Auch in der Bibel können wir lesen, dass wir stärker und sicherer sind, wenn wir zusammenbleiben. Anders formuliert könnte man sagen, dass es die gegenseitige Liebe ist, die uns vor mancherlei Gefahren und Angriffen bewahren kann. Lies dazu einmal die bekannten Verse aus 1. Korinther 13,4-7.

Wenn wir fest in der Liebe stehen, dann sind wir geschützt vor Hass, Neid, Eifersucht, Frustration… Satan, Gottes Feind, möchte uns von Gottes Familie abziehen, damit wir isoliert sind. Dadurch gelingt es ihm, uns viel leichter zur Sünde zu verführen.

Welcher Aspekt der Liebe fällt dir besonders schwer? Suche dir drei Aspekte der Liebe aus, die du in nächster Zeit bewusst ausleben möchtest. Überlege dir auch, wie du es praktisch schaffst, in der „Herde“ zu bleiben. Besuche Teenie oder Jugendstunden, Hauskreise, Gottesdienst oder andere Veranstaltungen, wo du unter Gottes Wort kommst und Gemeinschaft mit anderen Christen haben kannst. Du wirst sehen, dass es dir nicht nur Schutz gibt, sondern auch richtig Freude machen kann, mit anderen Christen regelmäßig Gemeinschaft zu haben.

 

Day 6: Der Präriehund – Achtung, Alarm!

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Wenn ein Präriehund Ärger und Gefahr wittert, dann rennt er zu seinem Bau im Untergrund und versteckt sich dort. Zuvor allerdings stößt der Präriehund noch einmal ein lautes Warngebell für alle anderen Tiere aus. So wissen sie, dass sie sich auch Schutz suchen und in Sicherheit bringen müssen. Der Präriehund gibt anderen das, was er auch selbst gerne gehabt hätte – er warnt vor Gefahren.

Auch in der Bibel können wir dieses Prinzip entdecken. Lies dazu einmal Matthäus 7,12. Wozu werden wir hier aufgefordert? Was denkst du ist eines der größten Probleme des Menschen? Was führt dazu, dass es sich häufig um uns dreht?

Wie der Präriehund, sollen wir uns auch um das Wohlergehen der anderen sorgen. Wie so oft können wir uns auch hier Jesus als Vorbild nehmen. Für uns hat Jesus sogar sein Leben gegeben. Nie war eine Person selbstloser und um das Wohl anderer bedacht, als Jesus. Lasst uns so handeln, wie Jesus es getan hat. Nimm dir diese Woche bewusst vor, ganz nach dem Motto W.W.J.D. (what would Jesus do?) zu leben. Nimm dir vor, zwei Personen nach Anliegen zu fragen und für sie eine Woche lang jeden Tag zu beten. Erlebe die Freude die darin steckt, selbstlos für andere da zu sein und Liebe zu geben.

 

Day 7: Die Biene – ohne Fleiß kein Preis

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Die normale Arbeiterbiene hat eine Vielzahl an Aufgaben: Honigzubereitung, Schutz des Stockes, Wabenherstellung, Füttern der Königin und Larven, Reinigung des Stockes und Betreuung der Drohnen sind einige davon. Damit es dem Bienenvolk gut geht und alle überleben, arbeiten sie jeden Tag fleißig zum Wohl aller.

Auch die Bibel fordert uns auf, „fleißige Bienchen“ zu sein. Lies dazu einmal Kolosser 3,23. Worauf kommt es vor allem an?

Kennst du das? Du machst eine Arbeit und fragst dich, wozu das gut sein soll? Toiletten putzen, Geschirr abwaschen, Kehren… wozu?

Gott möchte, dass wir das für ihn tun. Es geht nicht darum, Menschen zu gefallen, sondern Gott zu ehren. Das was wir tun, sollen wir mit Freuden tun, weil es eine Aufgabe ist, die uns Gott gegeben hat. Wenn jemand sein Leben lässt, nur damit du leben kannst, würdest du nicht alles für diese Person tun? Genau das hat Jesus für dich getan. Mache dir das bewusst, wenn du das nächste Mal wieder vor einer Arbeit stehst, auf die du eigentlich gar keine Lust hast. Du wirst sehen, wie auch diese Arbeit Freude machen kann, wenn du sie zur Ehre Gottes tust.