Sorgen

Schlechte Noten in der Schule, Krankheit, Stress in der Arbeit… Wir müssen nicht lange überlegen, schon fallen uns eine Menge Dinge ein, die uns Sorgen bereiten. Doch warum ist das eigentlich so und was können wir dagegen tun? In den nächsten 7 Tagen wollen wir uns Antworten auf diese Fragen holen und schauen, was Gott uns in der Bibel dazu sagt…

 

Tag 1: Alles eine Frage der Perspektive

Kennst du das? Zwei Menschen betrachten die gleiche Sache, haben aber unterschiedliche Sichtweisen darauf. Während der Eine sich Sorgen macht, geht der Andere völlig unbekümmert damit um, weil er alles aus einer anderen Perspektive sieht. Schau dir nun einmal die Geschichte aus Matthäus 14,22-33 an. Hier kannst du von einer ähnlichen Situation lesen.

Ist das nicht unglaublich? Im ersten Moment steigt Petrus einfach aus dem Boot und geht völlig unbekümmert auf dem Wasser spazieren! Wie ist das möglich? Worauf waren sein Blick und seine Gedanken gerichtet?

Und dann passierte es doch noch…Petrus geht baden. Überlege dir, wie diese Situation plötzlich so kippen konnte. Worauf lag sein Fokus?

Aus dieser Geschichte können wir viel lernen. Egal wie unüberwindbar und unmöglich manche Situationen für uns scheinen mögen, mit der richtigen Perspektive werden wir sie meistern. Schau auf Jesus und betrachte die Dinge aus seinen Augen.

 

Tag 2: Gebet statt Sorgen

Wie wir nun schon festgestellt haben, entstehen Sorgen oft, wenn wir unseren Blick von Jesus abwenden und auf die Umstände um uns herum sehen. Auch Paulus erkannte dieses Problem und gab diesbezüglich einen Rat an die Philipper weiter. Lese dir dazu die kurze Passage aus Philipper 5,1-9 durch.

Vor allem in Vers 6 und können wir von zwei Anweisungen lesen, die Paulus den Philippern hier bezüglich Sorgen weitergibt. Kannst du erkennen, welche?

Bereits im nächsten Vers gibt Paulus dann eine tolle Verheißung weiter. Was verspricht uns Gott, wenn wir zu ihm kommen und ihm im Gebet all unsere Ängste und Sorgen bringen?

Danke Gott dafür und versuche nun ganz praktisch, nach diesen Versen zu handeln. Überlege dir, was dir aktuell Sorgen und Ängste bereitet und sage es Gott im Gebet. Erlebe, wie Gott dir deine Sorgen nimmt und hilft.

 

Tag 3: Achte auf Gottes alltägliche Fürsorge!

Hast du dir schon einmal Sorgen über etwas wirklich Existenzielles gemacht? Musstest du im Nachhinein sogar manchmal darüber schmunzeln, dass du dir überhaupt Sorgen gemacht hast? Es ist schon erstaunlich, wie belanglos die Dinge oft sind, die uns bedrücken. Noch deutlicher wird das, wenn du den Text aus Matthäus 6,25-30 liest.

Gleich zu Beginn fordert Jesus hier dazu auf, sich keine Sorgen zu machen. Achte einmal besonders auf die Vergleiche in den Versen 26 und 28-30. Was denkst du? Wenn Jesus sich selbst um das Gras kümmert, wie viel mehr wird er sich dann wohl um dich sorgen?

Sind das nicht ermutigende Vergleiche? Überlege dir, was dir in deinem Leben Sorgen bereitet, bzw. bereiten könnte. Lese den Textabschnitt nochmals. Danke Gott für seine unglaubliche Fürsorge und beobachte, wie er treu zu seinem Wort steht und dir helfen wird.

 

Tag 4: Wofür schlägt dein Herz?

Hast du schon einmal lange für etwas gespart oder hart gearbeitet, um etwas Bestimmtes zu besitzen? Von welchen Dingen könntest du dich nur schwer trennen? Was ist dir besonders wichtig?

Eine Menge Fragen, doch ist der Sinn dahinter sehr wichtig. Gott warnt uns nämlich davor, den falschen Dingen Priorität zu geben. Schau doch mal in Matthäus 6,19-24 rein.

Besonders in den Versen 21 und 24 warnt uns Jesus davor, zu viel Zeit und Gedanken auf etwas Bestimmtes zu richten. Was ist die Gefahr, wenn wir uns in bestimmten Dingen verlieren?

Alles was hier auf Erden ist, ist vergänglich. Jesus fordert deswegen vielmehr dazu auf, Schätze im Himmel zu sammeln. Was denkst du, könnte damit gemeint sein?

Jesus sagt, dass unser Herz bei den Dingen ist, die uns wichtig sind. Logisch, dass wir uns schnell Sorgen machen, wenn es vor allem vergängliche Dinge sind, um die sich bei uns alles dreht. Überprüfe, wie es in deinem Leben damit aussieht und setzte die richtigen Prioritäten.

 

Tag 5: Suche deine Hilfe an der richtigen Stelle!

Passiert es dir auch manchmal, dass du in Notsituationen im ersten Moment selbst versuchst Lösungen zu finden? Obwohl wir wissen, dass wir zu Jesus kommen können und er sich um uns kümmern wird, versuchen wir oft erst einmal auf eigene Faust unsere Probleme zu lösen. Auch hierzu hat Jesus deutliche Worte. Schau dir dazu einmal die Verse in Matthäus 3,31-34 an.

Was denkst du, von wem spricht Jesus, wenn er das Wort „Nationen“ gebraucht? Ist das nicht beruhigend zu wissen, dass unser Vater im Himmel bereits um all unsere Sorgen weiß? Lese dazu auch noch einen ermutigenden Vers aus 1.Petrus 5,6-7.

Wie denkst du nun? Macht es nicht Sinn, als aller erstes zu dem zu kommen, der bereits um alles weiß und der um uns besorgt ist? Schreibe dir einen der beiden Verse auf oder lerne sie auswendig. Denke daran, wenn du dir das nächste Mal Sorgen machst und suche deine Hilfe bei Jesus!

 

Tag 6: Werde aktiv und folge Jesus nach!

In den Evangelien finden wir eine Menge von Gleichnissen, in denen Jesus meist seinen Jüngern eine bestimmte Wahrheit vermitteln will. In dem Gleichnis vom Sämann in Markus 4,1-20 finden wir ein Gleichnis, dass uns etwas über Sorgen im Zusammenhang mit Nachfolge sagt. Nimm dir ruhig Zeit, diesen ganzen Abschnitt zu lesen.

Jesus nennt hier mehrere Dinge, die einer wirksamen Nachfolge im Wege stehen. Betrachte dabei vor allem Vers 18 und 19. Was wird hier als Grund für eine gescheiterte Nachfolge genannt?

In Vers 20 zeigt Jesus nun auf, wann echte Nachfolge wirklich möglich ist. Unsere Sorgen und unsere Gier hindern uns daran. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, dann muss unser Fokus und unsere Konzentration ganz auf ihm liegen. Viele Sorgen werden dann auch gar nicht erst aufkommen. Erinnere dich dazu noch einmal an das Beispiel mit Petrus von Tag 1.

Nur wenn wir Gottes Wort hören und aktiv werden, macht Nachfolge wirklich Sinn und bringt Frucht. Was verstehst du darunter „Frucht zu bringen“?

 

Tag 7: Vertrauen als Grundvoraussetzung

In den letzten Tagen hast du viel darüber gelesen, was Gott bezüglich Sorgen sagt. Es wurde deutlich, dass Gott möchte, dass wir uns nicht sorgen und ihm alles abgeben, was uns belastet. Dafür braucht es aber vor allem eine Grundvoraussetzung. Schaue dir dazu die beeindruckende Szene kurz vor Jesu Kreuzigung in Lukas 22,93-44 an.

Jesus hätte hier jedes Recht gehabt, sich Sorgen zu machen. Doch wir lesen nichts davon. Trotz Todesangst hinterfragte er niemals den Willen des Vaters oder machte sich Sorgen, dass Gottes Plan fehlschlagen würde. Was war der Grund dafür?

Reflektion: Vertraust du auf Gott? Worauf ist dein Blick, deine Gedanken und deine Kraft gerichtet? Für was schlägt dein Herz? Wofür investierst du deine Kraft und Zeit? Vor was hast du Angst? Glaubst du an all die Verheißungen, die du in dieser Woche gelesen hast? Gehe nun ins Gebet. Gebe Gott all deine Sorgen und Lasten ab. Danke ihm, dass er für dich sorgt und du ihm alles abgeben darfst.