Schluss mit dem Schlendrian

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Motiviert, engagiert und am Ende dann doch wieder irgendwo stecken geblieben? In dieser Woche wollen wir uns den Propheten Haggai anschauen. Seine Botschaft ging an Gläubige, die gut gestartet sind aber mit der Zeit Gott immer mehr zur Nebensache gemacht haben. Immer mehr haben sie sich auf ihre eigenen Ziele im Leben konzentriert und Gott zur Seite geschoben. Kennst du das? Dann wird dir diese Botschaft sehr hilfreich sein!

 

Situation:

Trotz mehrfacher Warnung durch Gott und Propheten trieben die Israeliten immer wieder Götzendienst und rebellierten gegen Gott. So kam es, wie es kommen musste. Nachdem zuvor schon das Nordreich Israel untergegangen war, erfasste Gottes Gericht einige Zeit später auch das Südreich Juda. Im Jahre 586/587 v.Chr. wurde die Stadt durch den babylonischen König Nebukadnezar eingenommen. Die Stadtmauer wurde eingerissen, die Häuser zerstört, die Stadt in Brand gesteckt und ein Großteil der Bevölkerung nach Babylon verschleppt. Doch Gott vergaß sein Volk nicht und 70 Jahre später durften einige Juden durch einen Erlass des damaligen Perserkönigs Kyrus wieder nach Juda zurückkehren. Sie hatten die Erlaubnis bekommen, die Stadt und auch den Tempel wieder auf zu bauen. Eifrig machten sie sich ans Werk und schon bald war der Grundstein für den Tempel gelegt. Das gefiel den Samaritern die in der Gegend lebten jedoch gar nicht. So kam es, dass die Samariter beim amtierenden babylonischen König einen Baustopp für Juda erwirkten. Das entmutigte die Israeliten sehr und sie stellten ihre Arbeit ein. Sechzehn Jahre lang herrschte Funkstille, bis Gott durch Haggai plötzlich wieder zu seinem Volk sprach… (2.Könige 25 und Esra 1-5)

 

Tag 1: Was bleibt unterm Strich?

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Alles läuft gerade richtig gut… und dann das! Kennst du diese Situation? Völlig unerwartet und scheinbar zum unpassendsten Moment kommt plötzlich ein Problem und bremst dich total aus. Auch die Israeliten erlebten diese Situation und resignierten daraufhin ganze 16 Jahre. Lies dazu einmal Haggai 1,1-6 und 1,9-11.

Wie zeigte sich die Resignation der Israeliten ganz praktisch? Was hatten sie in den 16 Jahren getrieben und was blieb auf der Strecke? Was war die Folge davon?

In Vers 5 fordert Gott sein Volk auf, einmal Bilanz zu ziehen und ihr aktuelles Leben zu überprüfen. Wie sieht es bei dir aus? Hast auch du Bereiche in deinem Leben, wo Frust und Resignation herrscht? Steht Gott noch an erster Stelle in deinem Leben? Lass Gottes Wort an die Israeliten auch für dich gelten und ziehe einmal Bilanz…

 

Tag 2: Menschenlogik vs. Gottes Logik

Klar und deutlich malte Gott den Israeliten vor Augen, wie träge sie geworden waren. Vielleicht hast auch du gestern festgestellt, dass es Bereiche in deinem Leben gibt, wo Gott nicht mehr an erster Stelle steht. Doch wenn Gott uns Baustellen in unserem Leben zeigt, dann gibt er immer auch eine Lösung dazu. Lies nun Haggai 1,7-8.

Wozu fordert Gott die Israeliten in Vers 8 auf? Was müssen sie tun, um wieder aus ihrer misslichen Lage zu kommen?

Was kannst du tun, um aus deiner misslichen Lage zu kommen? Lies dazu einmal Matthäus 6,33.

 

Tag 3: Funkstille war gestern

Sechzehn Jahre lang großes Schweigen. Keine Stimme, kein Zeichen…nichts! Doch dann plötzlich redet Gott wieder zu seinem Volk. Und wenn Gott redet, dann passiert etwas. Lies nun Haggai 1,12-15.

Gottes Wort schlug ein. Woran lässt sich erkennen, dass Gottes Botschaft Wirkung zeigte?

Gott „erweckte“ den Geist des Volkes… Wie könnte das bei dir aussehen? Lies dazu Johannes 7,37-39. Jeden Christen hat Gott mit seinem wunderbaren Heiligen Geist ausgerüstet. Er ist die Verbindung zwischen Gott und seinen Kindern. Durch ihn verstehen wir die Bibel. Durch ihn befähigt uns Gott auch das zu tun, was er von uns möchte.

Tipp: Schalte alle Ablenkungen ab, lies die Bibel und bitte Gott, dass er ganz konkret in dein Leben redet. Tue was er dir durch sein Wort zeigt und erlebe sein Wirken.

 

Tag 4: Jüngerschaft erleben

 

 

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Gottes Reden wirkt und der Tempelbau wird wieder fortgesetzt. Haggai wird dadurch zu einem der wenigen Propheten, die miterleben durften, wie ihre Predigt sehr bald etwas bewirkte. Lies dazu einmal Esra 5,1-2 und 6,14.

 

In nur drei Versen wird das zusammengefasst, was wir im ganzen ersten Kapitel von Haggai lesen können. Doch eine Sache fällt dabei besonders auf. Wer wird neben Haggai noch genannt? Lies dazu noch Markus 6,7. Welches biblische Prinzip kannst du in Haggais Arbeitsweise erkennen?

Überlege dir, warum es wichtig ist, im Team zu arbeiten. Egal ob Mentoring, Freundschaft oder einfach nur regelmäßiger Austausch…Habe Mut und suche dir ggf. eine Person, mit der du dir eine Zusammenarbeit gut vorstellen kannst. Trefft euch zum Beten, Bibellesen und setzt gemeinsam das um, was Gott euch aufs Herz legt! Schon bald wirst du / werdet ihr merken, dass Jüngerschaft auch heute noch ganz praktisch funktioniert. Viel Freude dabei!

 

Tag 5: Ausrüstung ist alles!

Gott sprach zu seinem Volk, zeigte ihnen ihre Vergehen auf und gab ihnen gleichzeitig aber auch einen Ausweg aus ihrer Notlage. Sicherlich war es sehr unangenehm für die Israeliten, als sie erkannten, wie sehr Gott in ihrem Leben zur Nebensache geworden war. Doch nun sorgt Gott wieder für Ermutigung. Lies dazu Haggai 2,1-9.

Wozu fordert Gott die einzelnen Personen in Vers 4 auf? Welchen Zuspruch gibt er ihnen?

In Vers 5 wird Gottes Zuspruch dann noch einmal konkreter. Welche zwei Dinge sind es, die Gott hier verspricht? Lies einmal Epheser 6,10-17. Als was könnte man diese Dinge noch beschreiben?

Merke: Schau nicht auf die Umstände, sondern mache von deinen Waffen Gebrauch, die Gott dir zum Überwinden gegeben hat.

 

Tag 6: „Schein“ oder „heilig“?

Nachdem Gott einige ermutigende Worte an das Volk gerichtet hatte, redet er nun in den Versen 10-19 direkt zu Haggai…

In den Versen 10-14 macht Gott deutlich, dass die Opfer der Israeliten in seinen Augen „unrein“ sind. Obwohl sie gemäß dem Gesetz dargebracht wurden, sind sie nichtig. Warum?

Woran erinnert Gott das Volk in den Versen 15-17? Welche Zusage gibt Gott anschließend?

Überprüfe einmal deine Aktivitäten „für den Herrn“. Tust du wirklich alles zur Ehre Gottes oder ist viele mehr „Schein“ als „Sein“? Bitte Gott ggf. um Vergebung und lass dich verändern!

 

Tag 7: Der Auftrag steht! Bist du bereit?

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Mit seiner letzten Botschaft weist Gott durch Haggai weit über den Wiederaufbau Jerusalems hinaus. Lies dazu Haggai 1,20-23.

An wen sind diese Worte gerichtet? Welches Versprechen gibt Gott hier in Vers 23?

Zu der damaligen Zeit war ein Siegelring ein Beweis der Zugehörigkeit, ein Eigentumszeichen und ein Symbol von Autorität. Lies nun Lukas 3,23-38 und forsche nach. Kannst du Serubbabel finden? Wodurch wurde Serubbabel große Ehre zuteil?

Wie sieht es mit dir aus? Zwischen David und dem Sohn Davids (Jesus) finden wir Serubbabel. Es wirkt wie eine Staffette des Glaubens, die auch durch Serubbabel erhalten bleibt. Geht es auch mit dir/durch dich weiter? Gebe deinen Glauben weiter und erlebe, wie Gott dein Leben segnen wird.