Klagelieder

Die Beschreibung „Klagelieder“ beschreibt den Inhalt des Buches bereits sehr treffend. In Form von Gedichten wird voller Schmerz über die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch das babylonische Heer berichtet. Zusammen werden wir diese Woche die Klagelieder einmal genauer unter die Lupe nehmen und lernen, wie man sich als Kind Gottes in schweren Zeiten verhält.

 

Day 1: Setze deine Prioritäten richtig

Es ist stark anzunehmen, dass es Jeremia war, der die Klagelieder verfasste. Lies einmal Kapitel 1,1-11 und stelle fest, was genau Jeremia beweint.

Durch welches Beispiel macht Jeremia den heftigen Fall Israels deutlich und wie kam es dazu?

Die Israeliten fühlten sich sicher. Sie kümmerten sich nur um ihre Dinge und ließen Gott links liegen. Lies nun die Verse 12-22 und stelle fest, wie alles plötzlich ganz anders kam, als sich so mancher Bürger in Israel dachte. Nenne mindestens fünf Strafen in diesem Abschnitt, die Gott über das Volk brachte.

Egoismus, Streben nach Macht und falsche Freunde… für Israels Fall gibt es viele Gründe. Lerne von Israel und schaue auf Jesus. Mache Jesus zum Zentrum deines Lebens. Folge nicht eigenen Zielen nach und setzt auch nicht auf falsche Sicherheiten. Folge Jesus nach und stelle fest, dass du in und mit ihm alles hast, was du brauchst.

 

Day 2: Sei dir deiner Verantwortung bewusst

Israels Handeln hat Konsequenzen und so lässt Gott durch Jeremia die Zerstörung Jerusalems voraussagen. Lies dazu die Verse aus Klagelieder 2,1-10.

Um mit Gott Gemeinschaft zu haben, waren Opfer im Tempel Gottes nötig. Dafür wiederum war auch ein Altar notwendig. Ohne diese Dinge konnte es keinen Gottesdienst geben. Wie war es um diese Dinge bestellt (V6-V7)? Was bedeutete das für die Menschen?

Gott war wie ein Feind für sein geliebtes Volk geworden. Wie schwer das wohl für Gott gewesen sein mag? Warum denkst du, war diese Maßnahme dennoch notwendig?

Gott setzte Priester, Älteste und später auch Könige ein, um das Volk zu führen. Diese Leute hatten eine große Verantwortung gegenüber Gott und so wird auch Gottes Zorn ihnen gegenüber noch einmal extra betont. Ihr schlechter Einfluss war sicherlich auch ein Grund dafür gewesen, dass sich das Volk von Gott abwandte. Auch dir hat Gott Verantwortung gegeben, in dem er dir verschiedene Dinge anvertraut hat (Gaben und Fähigkeiten), um ihm damit zu dienen. Werde dir deiner Verantwortung bewusst und setze deine Begabungen und Stärken zu seiner Ehre ein.

 

Day 3: Unterstütze Menschen in Not durch dein Gebet

Im nächsten Abschnitt beschreibt Jeremia die unausweichlichen Begleitumstände des Krieges. Lies die Verse 11-22 und beschreibe, was für schlimme Szenen sich in Jerusalem abspielen.

Selbst Israels Feinde spotteten nun über die hilflose Bevölkerung. Wie hätte dieses furchtbare Ereignis verhindert werden können und wozu fordert Jeremia das Volk nun auf (19)?

Frauen, Kinder, Priester, junge Männer, Greise…das Unglück über Jerusalem traf die gesamte Bevölkerung. Auch heute noch gibt es viele Kriege auf der Welt, die ähnliche Szenarien hervorrufen. Nimm dir Jeremias Aufruf an das Volk zu Herzen. Bete für all die vielen Menschen, die in Kriegsgebieten die schlimmsten Nöte leiden. Bete auch für alle Christen, die um des Glaubens Willen verfolgt und ebenfalls schlimme Dinge durchleben müssen.

Tipp: unter http://www.opendoors.at kannst du ganz konkrete Gebetsanliegen dafür bekommen.

 

Day 4: Rechne mit Gottes Hilfe in schweren Zeiten

Deutlich und eindrücklich wurde in den Klageliedern bisher die schlimme Situation geschildert, in der sich das Volk in Jerusalem befand. Nun beschreibt Jeremia, wie er selbst auch schlimmste Leiden durchmacht. Lies dazu Klagelieder 3,1-24

Wir wissen nicht genau warum Jeremia leiden musste und wer ihm so zusetzte. Trotzdem beschreibt der Prophet deutlich, was er erleiden musste. Kannst du dir vorstellen, dass manche Menschen sogar noch schlimmer Leiden mussten? Lies dazu die bekannten Verse aus Matthäus 27,27-31 und 2.Korinther 5,21. Welche Verse in unserem Abschnitt könnten auch zu dem passen, was Jesus erleiden musste?

Wodurch will Jeremia sein Leid mindern? Was lässt ihn wieder froh werden?

Machst auch du gerade Zeiten durch, die wirklich schwer und schmerzhaft sind? Nimm dir Jeremia zum Beispiel und wende dich an Gott. Wie Jeremia darfst du sicher wissen, dass Gottes Gande niemals ein Ende hat und sein Erbarmen nie aufhört. Lese erneut die Verse 22-24 und lese sie laut. Bitte Gott um Hilfe und danke ihm gleichzeitig dafür, dass er dich nie im Stich lassen wird.

 

Day 5: Hab keine Angst davor, anderen von Jesus zu erzählen

Nach all dem Leid beschreibt Jeremia nun, wie viel Trost bei Gott zu finden ist. Lies Klagelieder 3,25-51 und beschreibe, welche Mut machende Dinge du hier über Gott findest (25-36).

Jeremia hat wieder Mut gefasst. Deutlich macht er klar, dass nichts ohne Gottes Wissen geschehen kann und fordert das Volk dazu auf, zu Gott umzukehren. Doch vermutlich kommen Jeremias Botschaften beim Volk nicht gut an. Lies nun einmal den restlichen Abschnitt des Textes in den Versen 52-66.

Was machte das Volk mit Jeremia und wie ging es ihm dabei(52-54)? Lies dazu auch Jeremia 38,6.

Wenn wir wie Jeremia Gottes Botschaft weitersagen, bleiben uns Unannehmlichkeiten oder sogar Bedrängnis und große Not nicht erspart. Doch Gott half Jeremia und rettete ihn aus dem Brunnen. Auch wir dürfen bei all dem Leid wissen, das Gott uns zu jeder Zeit beisteht und uns durchträgt. Sei mutig. Fürchte dich nicht und erzähle anderen Meschen von Gott. Erlebe, wie Gott bei dir ist und dich für Großes gebrauchen möchte.

 

Day 6: Werde aktiv und helfe Menschen in deiner Umgebung, die Nöte haben

Erneut beschreibt Jeremia einzelne Szenen, die sich im zerstörten Jerusalem abspielen. Lies Klagelieder 4,7-22 und versuche alle beschriebenen Szenen zu finden.

Anders wie in heutigen Kriegsberichten, hebt Jeremia das Leid und die Not Einzelner hervor. Wem gibt er die Schuld für diese Situation (13-14)?

Lies einmal die Verse aus 5.Mose 28,65. Gottes Wort trifft immer ein! Was passierte mit den Juden (15-20)?

Teilweise grausam und brutal sind die Schilderungen, die Jeremia macht. Doch leider ist genau das die bittere Folge von Kriegen auf der ganzen Welt. Wie Jeremia aber auch zeigt, gibt es durch Gott in jeder Situation Hoffnung. Überlege dir einmal ganz praktisch, wie du dazu beitragen kannst, dass Menschen in Not wieder neue Hoffnung schöpfen. Wie kannst du Menschen in deiner Umgebung ganz praktisch in ihrer Not helfen?

 

Day 7: Bete zu Gott und erlebe, wie Gott Gebete erhört

War anfangs noch von Stolz und Übermut von Seiten des Volkes zu lesen, so hatte sich die Sichtweise der Juden mittlerweile stark verändert. Lies nun das letzte Kapitel der Klagelieder.

Da wo früher Überheblichkeit war, herrschte nun Resignation. Nenne mindestens acht Dinge, die die aktuelle Situation und Einstellung des Volkes beschreiben. Was vergaßen sie aber trotzt all dem Leid nicht (19)? Was war ihr Wunsch?

Das letzte Kapitel endet mir einer eher negativen Aussage, bzw. einer unsicheren Frage. Doch trotz allem liebt Gott sein Volk und erhörte ihr Gebet letztlich (Esra 6,15). Viele Jahre später sollte Jerusalem samt Tempel wieder aufgebaut werden. Was für ein Trost zu wissen, dass Gott Gebete erhört! Schreibe dir deine nächsten Gebetsanliegen samt Datum auf. Immer wenn Gott eines deiner Gebete erhört hat, streiche es durch und schreibe das Datum dazu. Du wirst staunen, wie viele deiner Gebete Gott erhört! Vergiss nicht, Gott dann auch dafür zu danken :).