I’m not ashamed

In seinem Brief an die Gemeinden in Rom sagt Paulus, dass er sich nicht für die rettende Botschaft schämt. Schließlich ist sie Gottes Kraft und rettet jeden, der ihr glaubt (Römer 1,16). Wie sieht das bei uns aus? Fällt es uns immer leicht, Gottes Wort weiterzugeben? Diese Woche wollen wir uns sieben Glaubensbilder anschauen, die wie Paulus mutig und voller Freude ihren Glauben auslebten. Wir wollen uns wieder dazu motivieren lassen, Gottes Wort mutig und mit Freude in die Welt rauszutragen.

 

Day 1: Keine Kompromisse

Wenn wir über Menschen in der Bibel reden die mutig ihren Glauben auslebten, dann darf Daniel dabei nicht fehlen. Warum? Das kannst du in Daniel 1,1-21 nachlesen.

Hätten Daniel und seine Freunde das vorgesetzte Essen angenommen, hätten sie sich unrein gemacht. Mit Sicherheit wurde das Fleisch nicht nach Gottes Vorgaben geschlachtet und außerdem wurden die Tiere zusammen mit dem Wein einem heidnischen Gott geopfert. Vor welchem Problem standen die vier Freunde?

Ihre Stadt wurde zerstört, sie wurden verschleppt und vielleicht starben auch einige ihrer Freunde im Krieg. Doch anstatt Gott zu verwerfen und die Vorzüge des babylonischen Lebens zu genießen, blieben sie Gott treu. Was war die Folge davon?

Egal wie die Folgen sein könnten, wenn wir an Gottes Wort festhalten… Gott ist treu. Wir dürfen uns ganz auf ihn verlassen und keine Kompromisse eingehen. Überlege einmal, ob es vielleicht in deinem Leben Bereiche gibt, in denen du Kompromisse eingehst. Gibt es Dinge, die nicht gut sind, worauf du aber auch nicht verzichten möchtest? Bitte Gott um Hilfe, diese Dinge sein zu lassen. Verbringe deine Zeit stattdessen mit Gott. Erlebe, wie Gott deine Treue segnet. Du wirst mehr Freude erleben, als es dir etwas Anderes bringen könnte.

 

Day 2: Ehrfurcht vor Gott

Paulus stand einmal wieder vor Gericht. Nach mehreren Anhörungen und um ihn vor den aufgebrachten Juden zu schützen, wurde Paulus schließlich vor den römischen Stadthalter Felix geschickt. Was in dieser Anhörung alles passierte, kannst du in Apostelgeschichte 24,10-23 nachlesen.

Felix wusste genug über den Glauben, um zu wissen, dass Paulus unschuldig war. Allerdings war es für ihn politisch auch sehr wichtig, dass er Gunst bei den Juden hatte. Trotzdem macht es den Anschein, dass er hoffte von Paulus Bestechungsgeld zu bekommen (26), um ihn dann schließlich frei zu lassen. Doch Paulus ging nicht darauf ein und blieb zwei weitere Jahre in Haft. Warum wählte Paulus nicht den einfachen Weg des „Freikaufs“? (Tipp: Vers 16) Was hatte das für Auswirkungen und wie wurde Paulus von Gott gebraucht?

Paulus hatte große Ehrfurcht vor Gott. Auch wenn er dadurch in einer ungemütlichen Lage blieb, war es für ihn das Wichtigste Gott zu gehorchen. Wie sieht das bei dir aus? Ist es auch für dich das Wichtigste Gott zu gehorchen? Vertraue auf Gott und nicht auf deine eigene Weisheit. Auch in schweren Zeiten ist Gott bei dir und will dich gebrauchen.

 

Day 3: Freude auf das Zukünftige

Wie auch Paulus wird Stephanus verurteilt. Bevor sein Todesurteil verkündigt wird, hat er jedoch noch einmal die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Lies einmal in Apostelgeschichte 7,1-59 nach, wie er diese Gelegenheit nutzt (auch wenn es viele Verse sind – es lohnt sich!).

Stephanus denkt nicht einmal daran irgendwelche Reden zu schwingen, um sich evtl. aus dieser Notlage zu befreien. Worauf ist sein Blick gerichtet? Was ist sein großes Herzensanliegen? Was ist ihm wirklich wichtig?

Nachdem Stephanus noch einmal Jesus verkündigte, wurden die Juden noch wilder. Als Stephanus dann schließlich sogar noch einen kurzen Blick in den Himmel bekommt, ist das Maß voll. Die Juden steinigen Stephanus. Was ist Stephanus letzte Handlung? Warum war er zu solch einer Liebe fähig?

Wir können hier viel von Stephanus lernen. All das Leid und sogar der sichere Tod konnten ihn nicht abbringen, Jesus zu verkündigen. Sogar in seinem letzten Atemzug steckte pure Liebe. Stephanus sah die Herrlichkeit Gottes. Er wusste, was ihm bevorsteht. Er hatte das Ziel vor Augen. Schau auf Jesus und auf das, was dir bevorsteht, wenn du an ihn glaubst. Halte deinen Blick darauf gerichtet und du wirst sehen, wie du Freude selbst in schweren Zeiten erleben wirst.

 

Day 4: Freude in der Verkündigung

In den letzten beiden Tagen haben wir gesehen, dass es als Nachfolger Jesu auch oft Zeiten des Leidens gibt. Heute wollen wir uns einmal einige Personen ansehen, die von großer Freude in ihrem Dienst berichten konnten. Lies dazu einmal Lukas 10,1-24.

Jesus schickt siebzig Jünger auf die Reise, um das Evangelium zu verkünden. Was berichten sie ihm? Warum konnten sie all das erleben?

Voller Euphorie kommen die Jünger nach einiger Zeit zurück und erzählen Jesus alles. Was sagt Jesus zu ihnen? Worauf sollen sie sich wirklich freuen?

Wenn wir Jesus im Glauben annehmen, dann dürfen wir uns seine Kinder nennen. Sind wir uns bewusst, was das bedeutet? Freuen wir uns noch darüber oder ist es einfach „normal“ geworden?

Als seine Kinder möchte Jesus uns gebrauchen, auch anderen die frohe Botschaft zu bringen. Auch wenn es schwere Zeiten geben wird, so auch ebenso Zeiten, wo wir Gottes Größe eindrücklich sehen dürfen. Lasse dich von Gott gebrauchen und erlebe die Freude, die auch die siebzig Jünger erlebten. Versuche diese Woche ganz bewusst, einer Person von Jesus zu erzählen.

 

Day 5: Mit Gottes Wirken rechnen

Die siebzig Jünger hatten einiges mit Jesus erlebt. Auch heute wollen wir wieder eine Person betrachten, die Zeuge von Gottes eindrücklichem Handeln wurde. Lies dazu einmal die Geschichte aus 1.Könige 18,17-40.

Mutig stellt sich Elia dem König und fordert die Baalspriester zu einer ultimativen Challenge auf, um den einzig wahren Gott zu ermitteln. Wie gingen die Baalspriester vor und was kam dabei heraus?

Nun war Elia an der Reihe. Würde Gott jetzt nicht eingreifen, würde er sich nicht nur blamieren, sondern vermutlich auch sein Leben verlieren. Doch Elia war fest entschlossen und überzeugt, dass sein Gott der wahre Gott ist. Wodurch wurde das sichtbar? Warum erschwerte Elia die Bedingungen? Was war das Ergebnis?

Jetzt war klar, dass Elia dem wahren Gott folgte. Das ganze Volk erkannte nun die Wahrheit und bekannte, dass der HERR Gott ist. Elia war mutig, weil er fest mit Gottes Eingreifen rechnete. Nimm dir Elia zum Vorbild und traue Gott etwas zu. Wenn du das nächste Mal anderen von Jesus erzählst, dann tue es mit Überzeugung, in dem du an diese Geschichte denkst. Du darfst dir sicher sein, dass der einzig wahre Gott hinter dir steht. Gehe mutig voran.

 

Day 6: Nach Gottes Wort leben

Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit sich so viel Wissen über Gott anzuhäufen wie wir. Nicht alle Menschen besitzen eine Bibel – aber hindert sie das daran, nach Gottes Wort zu leben und es weiterzugeben? Die Antwort auf diese Frage können wir in 2.Könige 22,1-12 & 23,1-3 finden.

Josias Urgroßvater war durch und durch gottlos. Sein Großvater war es den Großteil seines Lebens und sein Vater lebenslang. Was kannst du über Josias Beziehung zu Gott sagen?

Mit Sicherheit konnte er nicht all zu viel über Gott wissen und folgte trotzdem Gott nach. Durch welche Handlung Josias wird das deutlich? Warum war es mutig von Josia, den Tempel zu renovieren und später dem Götzendienst ein Ende zu setzen?

Josia fand einige Schriften aus Gottes Wort. Wie veränderte das Josia und welche Auswirkungen hatte das?

Obwohl er vielleicht nur wenig wusste, folgte Josia entschlossen Gott nach. Ihm war es egal, ob das Volk vielleicht sogar gegen ihn rebellieren würde. Er wollte nach Gottes Wort leben. Nimm dir Josia zum Vorbild. Du musst nicht erst Gottes Wort studiert haben, um danach zu leben. Sei treu in dem, was du weißt. Folge Gott nach und werde wie Josia zum Segen für andere.

 

Day 7: Gebet

Wie bereits zu Beginn, wollen wir uns auch zum Ende noch einmal mit Daniel beschäftigen. Lies dazu die Begebenheit aus Daniel 6,1-12.17.21-24.

Daniel ging es richtig gut. Er hatte eine hohe Stellung und ein schönes Leben. Er hätte nicht einmal Gott verwerfen müssen oder Dinge, die gegen Gott wären. Was war das Einzige, was ihm verboten war zu tun? Warum tat es Daniel trotzdem? Was für Folgen hatte das letzten Endes?

Nimm dir auch hier Daniel zum Vorbild. Pflege die Gemeinschaft mit Gott durch das Gebet. Nur aus einer intakten Beziehung zu Gott heraus bekommen wir Kraft und die Freude daran, Gottes Wort zu verkündigen. Je begeisterter ich von Gott bin, desto leichter wird es mir fallen, anderen von ihm zu erzählen. Nimm dir eine feste Zeit am Tag für das Gebet. Verzichte nicht darauf. Du wirst sehen, wie es dich verändern wird.