Gleichnisse Jesu

Wenn wir die Evangelien lesen, stellen wir schnell fest, dass Jesus sehr oft in Gleichnissen zu seinen Jüngern aber auch zu den Volksmengen sprach. Dadurch gab Jesus denjenigen, die ein echtes Bedürfnis nach ihm hatten, die Möglichkeit, geistliche Wahrheiten besonders verständlich und anschaulich zu erfahren. Wir wollen uns deshalb diese Woche sieben Gleichnisse anschauen und mehr über Gott und seiner Nachfolge lernen.

 

Day 1: Turmbau und Kriegsführung

Immer wieder waren es oft große Volksmengen, die Jesus folgten. Doch nur die wenigsten davon waren wirkliche Nachfolger Jesu. Lies den Abschnitt aus Lukas 14,25-35 und finde heraus, was es wirklich heißt, Jesus nachzufolgen.

Gleich in den ersten drei Versen macht Jesus deutlich, was echte Nachfolge beinhaltet. Lies dazu auch noch folgenden Verse aus 5.Mose 33,8-9, Matthäus 10,37 und 22,37-40. Was meint Jesus mit „Hass“? Was verlangt Jesu von einem Menschen, der ihm wirklich nachfolgt?

Nachdem Jesus deutlich machte was Nachfolge bedeutet, gibt er drei Gleichnisse weiter. Was wollte Jesus den Menschen mit diesen Gleichnissen sagen?

Jesus nachzufolgen bedeutet bereit zu sein, alles für ihn aufzugeben. Jesus muss der Mittelpunkt in unserem Leben sein. Lies dazu einmal Galater 2,19-20. Gibt es vielleicht Dinge und Bereiche in deinem Leben, die Jesus als Mittelpunkt deines Lebens verdrängen? Bitte Gott darum, dass er dir dabei hilft, der Mittelpunkt in deinem Leben zu werden. Beschäftige dich durch Gebet und Bibellesen immer mehr mit ihm und du wirst sehen, wie du ganz automatisch Lust auf mehr bekommst.

 

Day 2: Das Kamel und das Nadelöhr

Gestern konnten wir uns anschauen, was es ganz praktisch bedeuten kann, Jesus nachzufolgen. Heute wollen wir einer wichtigen Frage nachgehen, die die Jünger Jesus diesbezüglich stellten. Lies dazu Matthäus 19,16-26.

Ein reicher Mann kommt zu Jesus und stellt ihm eine sehr entscheidende Frage. Wie lautet diese? Welche falsche Sichtweise hatte er und auch noch viele andere Menschen damals wie heute über Gott?

Entmutigt verlässt der reiche Mann Jesus. Die Bedingungen der Nachfolge sind für ihn zu schwer. Was ist sein Problem? Was verdeutlicht Jesus durch das Gleichnis mit dem Kamel und dem Nadelöhr?

Nun sind auch die Jünger ein wenig geschockt über die vermeintlich hohen Bedingungen der Nachfolge. Doch Jesus gibt die Lösung (26). Lies dazu auch noch Epheser 2,8 und Römer 3,21-27. Nimm dir nun ganz bewusst Zeit über diese Wahrheit nachzudenken und danke Gott dafür.

 

Day 3: Der dienende Knecht

Jesus lehrte die Jünger vieles. In Lukas 17 kannst du z.B. lesen, wie Jesus die Jünger über Vergebung, Glauben und Verführung zur Sünde aufklärte. Aber auch noch ein anderes Thema spielt in diesem Kapitel eine Rolle. Lies dazu Lukas 17,7-10.

Jesus beschreibt einen Knecht zur damaligen Zeit und das Verhältnis zu seinem Herren. Was war die Aufgabe eines Knechts? War es ungerecht von dem Herrn, seinen Knecht so zu behandeln (8)?

Am Ende des Gleichnisses gibt Jesus eine Deutung ab. Wer denkst du, ist mit „Knecht“ und wer mit „Herr“ gemeint? Lies dazu auch Philipper 1,1.

Das Wort „unnütz“ kann auch mit „unwürdig“ übersetzt werden. Was denkst du, wollte Jesus den Jüngern damit sagen?

Gott ist der Schöpfer des Universums, er hat dich und mich gemacht. Gott ist also nicht auf uns angewiesen, er bräuchte uns nicht. Wie schön ist es doch, dass Gott uns aber dennoch gebrauchen möchte. Lies dazu Johannes 15,8 und Matthäus 28,19-20. Bleibe demütig und lass dich von Gott gebrauchen. Nimm dir für die nächsten beiden Wochen vor, mindestens einer Person von Jesus zu erzählen.

 

Day 4: Der bittende Freund

Als Jesus von den Jüngern gefragt wurde wie man den wohl am besten Beten würde, zeigte er ihnen das so bekannte „Vater unser“. Anschließend lehrte er sie weiter über das Gebet, in dem er ihnen ein Gleichnis erzählte. Lies dazu einmal die Verse aus Lukas 11, 5-8.

Zur Zeit Jesu war es üblich, dass die Menschen schon kurz nach Sonnenuntergang zu Bett gingen. Oft schlief auch die ganze Familie in einem Raum, so dass es schwierig für den Freund gewesen wäre, der Bitte des Hilfesuchenden nachzukommen, ohne seine Familie zu wecken. Allerdings war Gastfreundschaft auch ein sehr wichtiges Gut in der damaligen Gesellschaft und von hohem Stellenwert. In welcher schwierigen Lage steckte der Hilfesuchende und was bedeutete das wiederum für seinen Freund im Haus? Warum würde der Freund letztendlich doch aufstehen?

Das Wort „Unverschämtheit“ kann auch mit „Zudringlichkeit“ oder „beharrliches Bitten“ übersetzt werden. Was denkst du, wollte Jesus den Jüngern damit sagen?

Wie steht es mit dir? Kommst du mit deinen Nöten und Problemen zu Gott? Glaubst du auch, dass Gott dir helfen wird? Lies zum Abschluss die ermutigenden Verse 9-13 und danke Gott für seine große Vaterliebe.

 

Day 5: Vom Senfkorn und Sauerteig

Wieder einmal sprach Jesus zur Volksmenge. Diesmal wollte Jesus den Menschen deutlich machen, wie es sich mit seinem Reich verhält. Lies dazu Matthäus 13,31-33.

Jesus spricht davon, wie sich sein Reich ausbreitet. Wer/Was was könnte in dem Gleichnis für den Mann stehen, Wer/Was für das Senfkorn und Wer/Was für die Vögel? (Tipp: was war es, das Jesus ständig weitergab?)

Das Senfkorn zählte in Palästina zu den kleinsten Samen. Es war nur Stecknadelkopf groß, aber es konnte die Größe eines Feigenbaumes erreichen. Ähnlich verhält es sich bei dem Sauerteig, der so stark wirkt, bis das ganze Mehl durchsäuert war. Was möchte Jesus mit diesen beiden Gleichnissen sagen? Lies dazu auch noch die Verse aus Hebräer 4,12-13.

Durch sein Wort, das Evangelium, wird Gott Wachstum schenken und in den Herzen der Menschen wirken. Bist du dir bewusst, was für eine Kraft in Gottes Wort steckt? Nimm dir für diese Woche täglich eine feste Zeit von 20 min vor, um zusätzlich zu deiner Stillen Zeit in der Bibel zu lesen. Erlebe, wie Gottes Wort auch in dir zu wirken und wachsen beginnt.

 

Day 6: Der unbarmherzige Knecht

Petrus fragte Jesus eine sehr wichtige Frage: „Wie oft muss ich einer Person vergeben?“ Jesu Antwort darauf war deutlich: „immer!“. Vermutlich staunte Petrus nicht schlecht über Jesu Antwort. Doch damit nicht genug… Lies nun das Gleichnis in Matthäus 18,21-35.

Einer der Knechte des Königs hat ein Problem. Es ist für ihn nicht möglich, seine Schuld ab zu bezahlen. Wie trat er damit vor den König und was war die Reaktion des Königs darauf? Was war das Besondere an seinem „Urteil“?

Wie in vielen Gleichnissen kann man auch hier wieder einige Dinge auf uns übertragen. Wer denkst du wohl ist mit dem König gemeint und wer könnte den Knecht darstellen? Kommt dir diese Situation bekannt vor? Lies dazu Römer 3,10-12 und Johannes 1,9.

Obwohl dem Knecht all seine Schuld erlassen wurde, war er erbarmungslos zu demjenigen, der ihm wiederum etwas schuldig war. Was machte Jesus dem Petrus letztlich deutlich? Warum sollen wir anderen Menschen vergeben?

Gibt es Personen in deinem Leben, die dir Unrecht getan haben? Schau auf Jesus. Werde dir bewusst, dass er dir auch deine Schuld vergeben und sogar dein Leben gerettet hat. Vergib, wie auch Jesus dir vergeben hat.

 

Day 7: Vom reichen Kornbauer

Als Jesus mit der Volksmenge unterwegs ist, kommt plötzlich eine Person aus der Volksmenge hervor und bringt ihm sein Problem. Er möchte, dass Jesus über eine bestimmte Sache richtet. Wieder antwortet Jesus darauf mit einem Gleichnis. Lies nun zum Schluss Lukas 12,13-21.34.

Was war das Problem aus Sicht des benachteiligten Bruders und was war das wirkliche Problem? Was wollte Jesus den Zuhörern mit seinem Gleichnis sagen?

Vermutlich hast du kein Problem damit, dass du neue Scheunen bauen musst, um dort deine Ernte unterzubringen. Dass der reiche Bauer dieses Problem hatte, zeigte wie erfolgreich er war. Was denkst du, wem er das zu verdanken hatte? Wie denkt der Bauer über seinen Reichtum? Was hätte er mit seinem Überfluss auch tun können?

Gott versorgt uns und beschenkt uns reichlich. Sicherlich findest du schnell einige Sachen, für die du Gott danken kannst. Aber sind wir wirklich noch dankbar dafür? Sind wir vielleicht auch wie der reiche Bauer und darauf aus, ein möglichst ruhiges Leben zu führen? Nimm dir heute bewusst Zeit und danke Gott ganz konkret für alle Dinge, mit denen er dich beschenkt hat. Überlege dir, wie du deinen Wohlstand und deinen Überfluss zu seiner Ehre einsetzen kannst und du wirst sehen, welcher Segen darin liegt.