Esra

Als das Persische Reich das Babylonische Reich besiegte, kam der persische König Kyrus an die Macht. Er gewährte den unterworfenen Völkern lokale Selbständigkeit und ermutigte alle Weggeführten, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. So kam es, dass sich auch eine erste Gruppe Juden unter Serubbabel auf den Weg in die Heimat machte. 80 Jahre später folgte die zweite Gruppe unter der Führung des Priesters Esra…

 

Day 1: Edikt des Kyrus

Der persische König Kyrus erlaubte es einigen Juden, wieder in die Heimat zurückzukehren. Lies dazu Esra 1,1-11. Welchen Auftrag gab er den Juden und warum war das alles so besonders?

Bereits im ersten Vers können wir einen weiteren Grund erfahren, warum Gott seinem Volk eine Rückkehr ermöglichte. Findest du den Grund? Lies dazu Jeremia 25,1-14 und 29,10.

Gott benutzte einen weltlichen Herrscher, um sein Volk wieder in die Heimat zurückzuführen. Sogar die Mittel zum Aufbau des Tempels lies er den Juden durch Kyrus geben. Ganz deutlich zeigte Gott damit, dass er die Fäden der Weltpolitik in der Hand hat. Er kann Politiker gebrauchen, um Gutes zu tun. Bete diese Woche ganz bewusst für die Politiker deines Landes. Selbst im Neuen Testament wird schon dazu aufgerufen (1.Timotheus 2,1-3).

 

Day 2: Die Rückkehrer

Schließlich war es soweit und eine erste Gruppe trat die Heimreise an. Lies dir in Esra 2,1-70 einmal durch, wer zu diesen „Pionieren“ alles zählte.

Bestimmt bist du jetzt ein wenig erschlagen von all den Namen. Deswegen wollen wir uns nun auf die wenigen Verse 61-62 und 68-69. Was war das Problem von einigen Rückkehrern und welche Folgen hatte das?

Trotzdem dürfen wir von großer Freude lesen, die unter den Juden herrschte. Wodurch wird dies deutlich?

Nicht nur von Kyrus, sondern auch von den Juden selbst kamen viele freiwillige Spenden für den Aufbau des Tempels. Dabei gaben sie vor allem aus Dankbarkeit, weil Gott ihnen ihre alte Heimat zurückgab. Auch uns machte Gott ein Geschenk. Auch wir dürfen durch den Glauben an Jesu Tod und Auferstehung einmal eine neue Heimat haben, in der wir sogar für immer leben dürfen. Hast du Gott auch schon einmal freiwillig und aus Dankbarkeit etwas „zurückgegeben“?

 

Day 3: Start des Tempelbaus

Die erste Gruppe der Juden war angekommen. Nun ging es los, den großen Plan in die Tat umzusetzen. Lies Esra 3,1-13 und stelle fest, wie die ersten Schritte der Juden praktisch aussahen.

Gott schenkte Gelingen und so konnten die Juden tatsächlich mit dem Tempelbau beginnen. Welche ersten Fortschritte wurden dabei gemacht?

Obwohl das ganze Volk mit Eifer und gemeinschaftlich am Tempel baute, war es nicht das erste, das sie taten. Was machten die Juden bevor sie mit den Arbeiten begannen (1-6)? Was war ihnen das Wichtigste?

Als die ersten Arbeiten erfolgten, gab es ganz unterschiedliche Reaktionen. Warum denkst du weinten die Älteren unter den Juden? Kannst du auch vor Freude jubeln über das, was Jesus für dich getan hat und tut?

 

Day 4: Baustopp

Der Feind schläft nicht. Kaum hatten die Juden Erfolg, kam auch schon der erste Wiederstand. Lies Esra 4,1-24 und erfahre mehr über die auftretenden Schwierigkeiten.

Als die Feinde Israels vom Aufbau des Tempels hörten, versuchten sie die Juden zu stören. Durch welche Maßnahmen versuchten sie den Tempelbau zu verhindern, bzw. wie gelang es ihnen letztlich?

Noch voller Euphorie gestartet, stand nun plötzlich alles still. Wie denkst du, dass sich die Juden nun fühlten? Gab es auch in deinem Leben Situationen, in denen du das Handeln Gottes nicht verstehen konntest? Lies dazu Sprüche 3,5-6. Vertraue auf Gott auch in Situationen, die du nicht verstehen kannst. Gott macht keine Fehler und wird zur rechten Zeit helfen.

 

Day 5: Fertigstellung von Tempel und Mauer

16 Jahre lang Ruhe in Jerusalem. Leider wirkte sich diese Zeit nicht sehr positiv auf das Volk aus (siehe Power Message: Schluss mit dem Schlendrian (Haggai) ). Durch mehrere Propheten sprach Gott immer wieder zu seinem Volk, bis sich plötzlich wieder etwas rührte in Israel. Lies dazu Esra 5-6.

Der Befehl zum Baustopp hatte immer noch seine Gültigkeit und trotzdem begannen die Juden wieder mit dem Aufbau. Natürlich blieb das nicht unbemerkt und schon bald mussten sie wieder Rede und Antwort stehen. Welche Argumente brachten die Ältesten, als sie sich vor Tattenai rechtfertigten? Was verschwiegen sie dabei?

Gott ist groß. Nach einigen Nachforschungen wurde schließlich das Edikt des Kyrus gefunden und der Bau genehmigt. Inwiefern gebraucht Gott wieder einen weltlichen Herrscher, um seinem Volk Gutes zu tun? Wodurch verbesserte sich die Situation des Volkes im Vergleich zu den Anfängen sogar noch?

Noch bevor sie Sicherheit darüber hatten, legten die Juden wieder mit dem Bau des Tempels los. Vertrauen bedeutet auch, mutig voranzugehen. Gibt es Bereiche in deinem Leben, wo du noch auf etwas wartest, aber eigentlich weißt, was du zu tun hast? Wage es und gehe voran.

 

Day 6: Esra kommt an

Nun wird es konkret. Gott wirkt weiter und so bekommt bald ein Mann namens Esra einen ganz bestimmten Auftrag. Lies mehr darüber in Esra 7-8.

Esra war ein gottesfürchtiger Mann. Offensichtlich hatte er auch einen guten Draht zum König und Gunst in dessen Augen gefunden. Nenne mindestens sechs Aufträge, die Esra vom König bekommen hat und wodurch Gottes gnädiges Handeln an Israel deutlich wird.

Was zeichnete Esra aus? Warum denkst du, dass Gott genau ihn auswählte für diese verantwortungsvolle Aufgabe? (Tipp: Vers 10)

Aus Esras Einstellung zu Gott und seinen Gesetzen kann man sehr gut ein Lebensmotto machen. Leben, Lesen, Lehren. Nimm dir dieses Motto zu Herzen. Wie sieht es bei dir aus mit dem Forschen und Handeln nach Gottes Willen für dein Leben?

 

Day 7: Esra räumt auf

Esra kommt endlich an. Doch was er nun erfährt und sieht, schockt ihn zutiefst. Lies nun zum Schluss die Kapitel 9-10. Was erfährt Esra und was ist seine Reaktion darauf?

Esras Entsetzen über die Sünde und sein Gebet bleiben nicht lange ungehört. Auch viele andere Juden kommen, um mit ihm über ihre Sünde zu trauern. In ihrer Trauer wächst aber auch der Glaube an Gottes Gnade wieder. Was wollen die Juden tun? Wie sieht ihre Buße ganz praktisch aus?

Das Volk meinte es ernst (19). Mit Gottes Hilfe durfte Esra so das Volk von ihrem verkehrten Weg zurück in die Gemeinschaft mit Gott führen. Wie sieht es in deinem Leben aus? Bekennst du Sünde vor Gott? Bist du bereit, Buße zu tun? In diesem Kapitel können wir deutlich sehen, wie schwer es ist, mit der Sünde zu brechen. Aber es wird auch deutlich: Wenn die Bereitschaft da ist, wird Gott ganz gewiss dabei helfen und Segen schenken.