Die Jünger Jesu Teil I

Bereits zu Beginn seines Dienstes auf der Erde wählte Gott 12 Männer aus, ihn zu begleiten, von ihm zu lernen und später auch von ihm zu zeugen. Man könnte sie auch als 12 Nachfolger oder 12 Jünger bezeichnen. Doch wer waren diese 12 Jünger? Warum wählte Gott sie aus? Diesen Fragen wollen wir in dieser Woche nachgehen und sehen, wie wir von den Jüngern lernen können…

 

Day 1: Nathanael

stux/pixabay.comAls Jesus den Philippus beruft, muss dieser die Neuigkeit gleich mit anderen teilen. Sofort läuft er zu Nathanael. Lies dazu den Abschnitt aus Johannes 1,43-51.

Philippus hat eine tolle Botschaft und überbringt diese speziell an Nathanael. Was könnte man daraus über die Beziehung zwischen den beiden, sowie generell über Nathanaels Haltung zu Gott schließen? Wie ist seine Antwort?

Schließlich kommt Nathanael zu Jesus, um sich selbst zu überzeugen. Als Jesus ihn sieht, überrascht er mit seinen Worten, die Nathanael beschreiben. Was sagt Jesus und was überzeugt Nathanael letztlich, dass Jesus der verheißene Messias ist?

Jesus beschreibt Nathanael als einen Mann ohne Trug. Er war aufrichtig und hatte ein reines Herz. Natürlich tat auch er Sünde und hatte z.B. Vorurteile, aber er war kein Heuchler. Sein Wunsch den Messias zu erkennen und seine Liebe zu Gott waren echt. Bedenkt man zudem, dass eines der größten Probleme der geistlichen Führung Israels vor allem die Heuchelei war, ist Nathanaels „Echtheit“ umso beeindruckender.

Lasst uns von Nathanael lernen und ein authentisches Leben führen. Lasst uns nicht nur reden, sondern vor allem Gott wohlgefällig leben. Bitte diese Woche Gott darum, dass er dir Bereiche in deinem Leben zeigt, wo dein Reden noch nicht mit deinem Tun übereinstimmt. Arbeite bewusst daran und werde immer mehr zu einem authentischen Christen, der durch sein Leben zu einem unüberhörbaren Zeugnis für Jesus wird.

 

Day 2: Judas (nicht Iskariot)

In der Bibel wird Judas unter drei verschiedenen Namen aufgeführt. Wahrscheinlich ist aber, dass Judas sein Geburtsname war. Zudem wird er zum einen als „Sohn des Jakobus“, als auch „Bruder des Jakobus“ bezeichnet. Auch wenn einige Unklarheit bezüglich seines Namens herrscht, so kann man doch eine klare Eigenschaft von Judas Charakter erkennen. Lies dazu einmal die Begebenheit aus Johannes 14,21-25.

Es ist nicht viel, was über Judas (nicht der Iskariot) in der Bibel berichtet wird, doch es gibt uns einen kleinen Einblick in seine Persönlichkeit. Was fragt Judas und was kannst du daraus über ihn schließen? Was fiel ihm scheinbar schwer zu glauben?

Mit einer ebenso liebevollen Antwort macht Jesus dem Judas klar, dass er nicht äußerlich die Macht der Welt übernehmen wird, sondern in den Herzen der Menschen. Gott wird bei denen sein, die ihn lieben und nach seinem Willen leben.

Jesus antwortete dem Judas hier wie ein liebevoller Meister, der seinem Schüler einen wertvollen Unterricht über den Heiligen Geist gibt. Auch wir sollten immer mehr wie Schüler sein, die aufmerksam zu den Füßen ihres Meisters liegen, um von ihm zu lernen. Nimm dir Judas Demut zum Vorbild und halte es für ein Privileg, dass Gott sich dir offenbart. Nutze dieses Geschenk und verbringe immer mehr Zeit mit Gott. Nimm dir diese Woche täglich 15 min mehr Zeit, um in der Bibel zu lesen.

 

Day 3: Jakobus, Sohn des Alphäus

Alexas_Fotos/pixabay.comWie du dir sicherlich durch seinen Namenszusatz denken kannst, ist Jakobus einer von mehreren Jüngern Jesu, die diesen Namen tragen. Trotzdem kann man die Bibelstellen aus Matthäus 10,13, Markus 3,18, Lukas 6,15 und Apostelgeschichte 1,13 diesem Jakobus zuordnen. Lies die Stellen einmal… Was fällt dir auf?

…Nein, die Stellen sind nicht falsch angegeben. Alles was wir über diesen Jakobus wissen, ist, dass wir nichts wissen. Ist das nicht auffällig unauffällig? Lies nun zusätzlich die Stelle aus Markus 15,40. Wie wird Jakobus noch genannt?

Es ist nicht sicher, ob sich der Zusatz von Jakobus Namen auf seine Körpergröße oder seine Stellung bezieht…klar ist aber, dass er trotz seiner Unbekanntheit, die gleichen Wunder und Zeichen und wie alle anderen Jünger tat. Was kannst du gerade wegen seiner Unbekanntheit von Jakobus lernen?

Wie sieht das bei dir aus? Bist du auch ein treuer Mann ohne große „Presse“? Ist es dir wichtig, dass die Leute erfahren, wie gut du eine Andacht im Jugendkreis oder wie fleißig du christliche Traktate verteilt hast? Lies dazu einmal Kolosser 3,23-14. Lerne von Jakobus und tue alles zur Ehre Gottes. Sei dir bewusst, dass Gott alles sieht und dich für deinen Dienst belohnen wird.

 

Day 4: Andreas

Andreas war zuerst ein Jünger des Johannes. Doch wie auch die anderen, folgte er schließlich dem Ruf Jesu. Mehr über Andreas kannst du in den Bibelstellen aus Johannes 1,40-42; 6,8-9; und 12,20-22 lesen.

Im Vergleich zu seinem Bruder Simon Petrus war Andreas eher unauffälliger. Man könnte auch sagen, dass er im Schatten seines Bruders stand. Einige Male wird sogar hinzugefügt, dass er der Bruder des Petrus war, so als ob ihn das zu etwas Besonderem machte. Trotzdem lesen wir nichts über Spannungen oder Ähnliches. Was fällt dir vielmehr an Andreas auf? Was war seine Stärke?

Auch wenn Andreas etwas ruhiger und unauffällig wirkte, so hatte er doch das große Verlangen danach, Menschen zu Jesus zu bringen. Es störte ihn nicht, dass andere vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekamen. Was für ein Vorbild. Lerne diese Woche von Andreas und bitte Gott darum, dass er dir hilft, einer Person von ihm zu erzählen. Sei mutig und lass dich wie Andreas gebrauchen, andere Menschen zu Jesus zu führen.

 

Day 5: Simon der Zelot

Simon ist vermutlich einer der „speziellsten“ Jünger Jesu. In einigen Stellen wird er auch mit dem Zusatz „Zelot“ bezeichnet. Damit wird deutlich, dass er vor seiner „Jüngerschaft“ in einer gefürchteten, extremistischen und gewalttätigen Sekte war. Um mehr über Simon zu erfahren, lies einmal die Verse aus Lukas 6,15, Matthäus 10,4 und Markus 3,18.

Ähnlich wie bei Jakobus, gibt es auch hier nicht viele Bibelstellen. Dennoch kann man gerade aufgrund seines Hintergrundes eine Aussage über Simon treffen. Was kannst du über Simon sagen, wenn du bedenkst, dass er einmal so etwas wie ein „Terrorist“ war? Welchen Namenszusatz hat Simon noch?

An Simon sieht man deutlich, wie spannend die Zusammensetzung der 12 Jünger war. Gott gebrauchte Simons Eifer und seine Charaktereigenschaften, um ihn für sein Reich einzusetzen. Bist auch du bereit, deine Gaben, Überzeugungen und Eigenschaften von Gott nutzen, und wenn nötig, ändern zu lassen, damit er dich gebrauchen kann?

Simon verließ seine Sekte, um Jesus zu folgen. Was bist du bereit, um Gottes Willen aufzugeben oder zu verlassen? Überprüfe, für was du deine Gaben und Stärken einsetzt und mit was du dich beschäftigst. Nimm dir Simon zum Vorbild, lass dich von Gott verändern und setze was du hast zu seiner Ehre ein.

 

Day 6: Judas Iskariot

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Auch wenn viele nichts mit der Bibel und dem Glauben zu tun haben wollen… den Namen Judas Iskariot kennen vermutlich die meisten Menschen. Trotz des schlechten Rufes, der ihm vorauseilt, war Judas einer von Jesu Jüngern. Um noch mehr über Judas zu erfahren, lies die Verse aus Johannes 12,3-8; 6,63-64 und Matthäus 26,20-25.

Judas wandelte ca. zwei Jahre lang fast täglich mit Gott. Überlege dir einmal, was er alles mit Gott erlebt hat, welche Privilegien er genießen durfte. Was würdest du tun, wenn du zwei Jahre lang jeden Tag mit Gott unterwegs sein könntest? Welche Fragen würdest du ihm stellen? Was würdest du von ihm wissen wollen?

Obwohl Judas Gottes Größe und Liebe so hautnah erlebte, war er nicht wie die anderen Jünger. Wo gab es Unterschiede? Wie verhielt er sich in der Gruppe?

Judas ist ein warnendes Beispiel für uns. Auch wir können jahrelang mit Gott unterwegs sein, in der Gemeinde sitzen oder an verschiedenen Gemeindeaktivitäten teilnehmen und doch kalt für Gott und sein Wirken bleiben. Was denkst du, könnte der Grund dafür sein? Was fehlte Judas?

Etwas weiter oben hast du schon die Frage beantwortet, was du tun würdest, wenn du zwei Jahre lang jeden Tag mit Gott unterwegs sein könntest. Weißt du was? Genau diese Möglichkeit bietet sich dir. Und zwar nicht nur zwei Jahre, sondern lebenslang. Ergreife sie jeden Tag aufs Neue und gehe mit Gott durch dein Leben. Frage ihn alles was du wissen möchtest und verbringe soviel Zeit mit ihm, wie du möchtest. Gott will Gemeinschaft mit dir haben.

 

Day 7: Thomas

Ähnlich wie Judas ist auch Thomas wegen einer ganz bestimmten Begebenheit vielen Menschen bekannt. Sie brachte ihm den Namenszusatz „der Zweifler“ ein. Lies einmal die Verse aus Johannes 11,6-16; 14,4-6 und 20,20-29 und du wirst feststellen, dass wir auch von Thomas viel Gutes lernen können.

In der Begebenheit in Johannes 11,6-16 können wir eine schöne Charaktereigenschaft des Thomas kennen lernen. Wie denkt Thomas darüber, dass Jesus nach Judäa ging? Was dabei ist positiv?

Auch wenn eine pessimistische Grundhaltung bei Thomas deutlich wird, so fällt auch seine absolute Bereitschaft auf, Jesus zu folgen, egal was es kostet. In der bekanntesten Begebenheit aus Johannes 20,20-29 wird Thomas vor allem sein Zweifeln „angekreidet“. Was ist allerdings sein Fazit, bzw. seine Aussage über Gott am Ende dieser Begebenheit?

Betrachten wir Thomas, dann wird schnell deutlich, dass er ein sehr sorgenvoller Mensch war. Obwohl er jahrelang mit Jesus unterwegs war, kamen Zweifel und Ängste bei ihm auf. Kennst du das? Bringe jeden Tag neu deine Anliegen und Nöte vor Gott, bevor du in den Tag startest.

Thomas ging davon aus, dass Jesus sterben würde, wenn er nach Judäa zurückgeht. Er war der erste der sagte, dass er Jesus sogar bis in den Tod folgen würde. Wie weit würden wir für Jesus gehen? Ist es uns oft nicht schon zu viel, wenn wir um seines Namens Willen ausgelacht werden? Vertraue auf Gott und folge ihm bedingungslos nach.