Der letzte Prophet

Durch das ganze Alte Testament hindurch können wir beobachten, wie Gott immer wieder durch Propheten zu seinem Volk spricht. Maleachi war so ein Prophet. Er war sogar ein ganz besonderer Prophet. Durch ihn sprach Gott das letzte Mal zu seinem Volk. Danach herrschte über 400 Jahre Funkstille, bis schließlich Johannes der Täufer in Erscheinung trat und Jesus ankündigte. Doch was hat Gott dem Volk als letztes gesagt? Genau dieser spannenden Frage wollen wir in den nächsten 7 Tagen nachgehen und das Buch Maleachi einmal genauer unter die Lupe nehmen…

 

Tag 1: Woran erkennen wir Gottes Liebe zu uns? (1,2-5)

Ich habe euch lieb! Besser könnte man eine Botschaft wohl kaum beginnen. Doch statt Dankbarkeit und Freude darüber, ist von einer ganz anderen Reaktion zu lesen. Schau mal rein in Maleachi 1,2-5.

Was unterstellen die Menschen hier Gott? Was könnte der Grund für ihre Gegenfrage gewesen sein?

Gott reagiert auf den Unmut seines Volkes und geht auf ihre Forderung ein. Was für einen „Beweis“ gibt Gott hier den Menschen, um ihnen seine Liebe deutlich zu machen? (Tipp: Esau steht für Edom, die Erzfeinde Israels und Nachkommen Esaus/ Jakob steht für das Volk Israel)

Zweifelst du auch manchmal an Gottes Liebe zu dir? Auch für dich hat Gott einen Liebesbeweis! Lies einmal Johannes 3,16 und du wirst erkennen, wie sehr auch du von Gott geliebt bist.

 

Tag 2: Womit verachten wir den Namen Gottes? (1,6-14)

Ich habe euch lieb, aber was ist mit euch? Nachdem Gott seine Liebe zu seinem Volk durch ein Beispiel deutlich zeigte, fordert er nun im Gegenzug auch Liebesbeweise vonseiten des Volkes. Lies dazu einmal Maleachi 1,6-14.

Was wirft Gott hier seinem Volk vor? Wie sah ihr „Liebesbeweis“ an Gott aus?

Wie sieht es bei dir aus? Gibst du Gott ein ähnliches Opfer wie die Priester? Gibst du Gott wirklich dein Bestes oder doch eher nur Entbehrliches und Reste? Stelle einmal die Zeit, die du mit Gott verbringst und die Zeit, die du für andere Sachen investierst, gegenüber. Vielleicht hilft es dir, diese Fragen zu beantworten. Lies Matthäus 6,21 und rücke ggf. dein Herz wieder an die richtige Stelle.

 

Tag 3: Warum sind wir Priester nicht würdig und untauglich? (2,1-9)

Deutlich und scharf kritisierte Gott das Verhalten des Volkes und ganz besonders das der Priester. Lies nun in Maleachi 2,1-9 wie Gott aus dieser Anklage Bilanz zieht und was das für die Priester bedeutet.

Was denkst du? Warum ist gerade das Gericht über die Priester besonders hart und warum richtet Gott diese Worte speziell an sie? Lies dazu auch einmal Lukas 12,48.

Wenn du an Jesus glaubst, hat Gott auch dich zu einem „Priester“ gemacht (1.Petrus 2,9; Offenbarung 1,6). Überlege dir ganz praktisch, was du tun kannst, um dieser Berufung nachzukommen und so ein Segen für deine Mitmenschen zu sein.

 

Tag 4: Warum werden unsere Gebete von Gott nicht erhört? (2,10-16)

Sonst immer nur Übermittler von Gottes Botschaften, meldet sich nun Maleachi selbst zu Wort. Auch er klagt das Volk an. Lies in Maleachi 2,10-16 nach, was der Prophet dem Volk hier vorwirft.

Was taten die Israeliten und wodurch handelten sie treulos?

Zuerst noch Gottes Rat verworfen und seine Gebote übertreten, wenden sich nun einige aus dem Volk Israel wieder an Gott. Betrübt und traurig müssen sie jedoch feststellen, dass Gott nicht antwortet. Was ist der Grund für Gottes Schweigen? Worüber beklagen sich die Menschen und was ist Maleachis Antwort darauf?

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass Gott deine Gebete nicht hört? Manchmal ist der Grund dafür ein unaufgeräumtes Leben. Gibt es vielleicht in deinem Leben Sünde, die du Gott noch nicht bekannt hast oder schlechte Dinge, die du nicht ändern möchtest? Gott hört dein Gebet, aber er möchte, dass du seinen Willen tust. Komm zu Gott, sei ehrlich und bringe ihm deine Lasten. Lass dich von ihm verändern und stelle fest, wie er dir antwortet (Jakobus 5,16).

 

Tag 5: Ist Gott das Verhalten und Handeln der Menschen egal? (2,17-3,5)

Hast du schon einmal gehört, dass Menschen Gott zur Last fallen können? In Maleachi 2,17-3,5 wirft der Prophet dem Volk genau das vor. Lies die Verse und überlege dir, warum hier so ein schwerer Vorwurf erhoben wird.

Gott lässt sich nicht verspotten. Lies dazu einmal die Verse Matthäus 12,36, die Jesus direkt zu den Pharisäern spricht. Was können wir daraus lernen und für unser eigenes Leben beachten?

In Kapitel 3,1-5 gibt Maleachi dann wieder Gottes direkte Rede weiter. Wichtig zu wissen ist, dass Gott hier eine prophetische Ankündigung macht. Neben dem Kommen des Johannes des Täufers und Jesus (V1) sagt Gott auch Gericht (V5) voraus. Gegen wen richtet sich dieses Gericht?

Lies einmal Johannes 5,24. Welches Versprechen gibt uns Jesus hier? Hast du sein Angebot schon angenommen?

 

Tag 6: Warum sollen die Menschen umkehren? (3,6-12)

Das gottlose Denken und Handeln des Volkes hat Konsequenzen. Doch es gibt auch einen Ausweg. Lies dazu Maleachi 3,6-12 und schau, was Gott dem Volk hier anbietet.

Gott hat sich nicht verändert (V6)! Wir können uns immer auf ihn verlassen und das was er sagt, gilt. Doch was sagt Gott eigentlich, welche ermutigenden Zusagen macht er seinem Volk und was sind die Bedingungen dafür? Gelten diese Zusagen wirklich auch für uns heute? Lies dazu auch Johannes 6,37-41 & Matthäus 6,24-33.

Gott will, dass alle Menschen umkehren und zu ihm kommen und keiner verloren geht (1.Timotheus 2,4). Er will Gemeinschaft mit dir. Nimm Gottes Angebot an und überlasse ihm die Führung in deinem Leben. Du wirst sehen, es lohnt sich!

 

Tag 7: Was nutzt es, Buße zu tun und Gottes Gebote tun? (3,13-24)

Kennst du das? Du liebst Jesus und folgst ihm nach. Dafür verzichtest du auf viele Dinge, die deine Freunde so tun. Doch obwohl sie ohne Gott leben, fällt ihnen alles zu und sie haben in vielen Dingen Erfolg. Wie in der Überschrift fragst du dich, was es denn dann überhaupt bringt, Gott nachzufolgen. Lies einmal Maleachi 3,13-24 und schau, was für eine Antwort der Text auf diese Frage gibt.

Welche Verheißung gibt Gott denen, die ihn lieben und ihm nachfolgen?

Lies nun einmal Jesaja 55,6-8. Gibt es Dinge, die du nicht verstehst? Findest du manche Dinge vielleicht ungerecht? Du darfst wissen, dass Gott einen perfekten Plan für dich hat. Wir müssen nicht alles wissen, denn es reicht, dass Gott alles weiß.

Wenn du Jesus liebst und an ihn glaubst, dann weißt du, dass du bereits alles hast was du brauchst. Schaue nicht auf andere, sondern schau auf Jesus! Lies nun zum Abschluss noch Psalm 1.