Beten wie Jesus

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Hast du dir auch schon einmal gewünscht, so mit Gott zu reden, als wäre er direkt vor dir? Durch das Gebet kannst du genau das tun! Es ist sogar ausdrücklich Gottes Wunsch. Ist das nicht genial? Der allmächtige Gott möchte uns zuhören aber auch zu uns reden. In dieser Woche wollen wir uns daher 7 Situationen ansehen, in denen Jesus selbst betet, um viel über das Gebet lernen und anwenden zu können.

 

Tag 1: Gebet als Rahmen unseres Lebens

Mehr geht nicht! Gott wird Mensch und kommt durch Jesus auf die Erde. Durch Jesu Reden und seinen Wandel auf der Erde, sollten möglichst viele Menschen den rettenden Glauben an Gott finden. In Lukas 3,21-22 wird beschrieben, wie Jesus diese schwere Aufgabe beginnt. Erkennst du, was er als Erstes tut?

Von Anfang an macht Gott höchstpersönlich deutlich, dass Jesus sein geliebter Sohn ist. Einen königlichen Empfang gab es aber trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil. Sieh dir in Lukas 23,32-46 an, was Jesus widerfahren ist. Was ist das Letzte, dass Jesus hier macht?

Jesus begann und beendete seinen Dienst auf der Erde mit Gebet. Man könnte sagen, sein Leben war eingerahmt von Gebet und zeigte die große Abhängigkeit, die Jesus zu seinem Vater hatte. Wie oft machst du dich durch Gebet von Gott abhängig?

Versuche in der nächsten Zeit bewusst deinen Tag mit Gott zu beginnen und auch wieder zu beenden. Du darfst einfach zu ihm reden und er wird dich hören. Du wirst erkennen, wie du Gott plötzlich viel bewusster in deinem Alltag wahrnimmst.

 

Tag 2: Gebet im stillen Kämmerlein

Als Jesus seinen Dienst auf der Erde begann, dauerte es nicht lange und er wurde schnell Gesprächsthema Nummer eins. Egal ob als Wunderheiler, Wanderprediger oder Lehrer…jeder in Israel hatte schon etwas über Jesus gehört. Schau dir dazu den Text aus Lukas 5,12-15 an.

Was für eine Gelegenheit! Immer mehr Menschen kommen, um sich selbst ein Bild von Jesus zu machen. Tausende wollen diesen Jesus hören. Stell dir vor, du wärst Jesus…in wie fern würdest du diese Situation nutzen?

Sehr wahrscheinlich wirst du erstaunt sein, wenn du nun einmal Lukas 5,16 und Markus 1,35 liest. Jesus uneigennützige Reaktion auf seine zunehmende Popularität ist beeindruckend. Was macht Jesus und wo tut er es?

Überlege, wie dein Gebetsleben in stressigen Zeiten ausschaut. Lerne hier von Jesus und gib dem Gebet die oberste Priorität. Mache den Versuch und setzte das Gebet bewusst an Erste Stelle. Du wirst sehen, es lohnt sich!

 

Tag 3: Beständiges Gebet als Entscheidungsgrundlage

Während seiner ganzen Zeit auf der Erde handelte Jesus immer nach dem Willen seines Vaters. Gottes Wille stand für ihn über allem. Nicht verwunderlich also, dass Jesus in Lukas 6,12-13 zu Gott betet, als er vor einer Entscheidung steht.

Was denkst du? War es eine wichtige Entscheidung, die Jesus hier traf? Achte einmal auf die Zeit, die Jesus im Gebet verbringt.

Halte dir nun einmal die Tatsache vor Augen, dass Jesus allwissend ist. Ist es nicht ein wenig komisch, dass Jesus trotzdem betet, obwohl er bereits alles weiß?

Jesus stand vor einer wichtigen Entscheidung und obwohl er bereits alles wusste, verharrte er eine ganze Nacht im Gebet – wie viel mehr sollten dann wir beten, die nicht wissen, was uns bevorsteht. Folge Jesus Beispiel und beziehe Gott in alle deine Entscheidungen mit ein. Du wirst sehen, dass Gott antwortet. Er bietet dir seine Hilfe an – du musst sie nur annehmen.

 

Tag 4: Gebet verändert

Wenn Jesus in Kontakt mit Menschen trat, kam es nicht selten vor, dass etwas Ungewöhnliches passierte. In Lukas 9,28-32 kannst du von solch einem beeindruckenden Ereignis lesen. Was passierte mit Jesus, während er betete?

Stell dir vor du wärst als einer der Jünger dabei gewesen. Was würde dir in so einem Moment durch den Kopf gehen?

Bereits im Alten Testament lesen wir von ähnlichen Ereignissen. Schau dir einmal die Geschichte von Mose aus 2.Mose 34,28-30 an. Was passierte mit Mose, während er Gemeinschaft mit Gott hatte und wie nahmen das die Menschen um ihn herum war?

Gebet verändert! Wenn Menschen viel Zeit mit Gottes verbringen, dann wird das sichtbare Auswirkungen haben, weil Gott heilig ist. Wenn wir mit Hilfe des Gebets in beständigem Kontakt mit Gott stehen, werden wir leuchten, so dass andere es sehen können. Probiere es aus und erlebe, wie Gott dich verändert!

 

Tag 5: Das Vaterunser

Jesus hatte eine ganz besondere Beziehung zum Vater. Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie sein Gebet wohl ausgesehen hat? Wie er redet, um was er bittet oder für was er dankt? In Lukas 11,1-4 können wir einen kleinen Einblick davon bekommen, wie Jesus gebetet haben könnte.

Fällt dir auf, wie Jesus sein Gebet hier beginnt? Mit Ehrfurcht und Sehnsucht tritt Jesus vor den Vater. Dann äußert er in Vers 2 einen beeindruckenden Wunsch. Kannst du diesen Wunsch teilen?

Im nächsten Vers bittet Jesus Gott dann um die tägliche Versorgung. Um was genau betet Jesus? Hast du schon einmal dafür gebetet, dass du genug zu essen und trinken hast?

Jesus lehrt seinen Jüngern auch, um Vergebung zu bitten. Dabei setzt er es als Selbstverständlichkeit voraus, dass wir selbst auch anderen vergeben. Vergibst du wirklich jedem, so wie es Jesus tut?

Zum Schluss gibt Jesus in Lukas 11,10-13 noch ein ermutigendes Versprechen weiter. Danke Gott dafür und erinnere dich daran, wenn du das nächste Mal betest.

 

Tag 6: Gebet als feste Gewohnheit

Oswald Sanders sagte einmal: „Wenn du einen Christen demütigen willst, dann frag ihn nach seinem Gebetsleben“. Obwohl wir um die Wichtigkeit des Gebets wissen, ist es in unserem Leben oft nicht mehr als eine kleine Randnotiz. Grund genug, um in Lukas 22,39-42 nachzulesen, was wir diesbezüglich von Jesus lernen können.

Für Jesus war das Gebet eine feste Gewohnheit. Es war ein fester Bestandteil des Tages, dem alles andere untergeordnet wurde. In der Bibel finden wir einige Vorbilder, die ebenso handelten. Schaue dir dazu einmal die Geschichte aus Daniel 6,5-8.11 an.

Ist das nicht beeindruckend? Was bedeutete das Gebet für Daniel und mit welchen Konsequenzen hatte Daniel zu rechnen?

Ähnlich wie Daniel gibt es auch heute noch viele Christen, die um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie zu Gott beten. Mit welchen Konsequenzen hast du zu rechnen, wenn du betest? Nimm dir Daniel zum Vorbild und mache das Gebet zu einem festen Bestandteil deines Lebens!

 

Tag 7: Gebetskampf

Kennst du das Gefühl, einfach nicht in der Stimmung für Gebet oder Bibel lesen zu sein? Sei beruhigt, mir dir ist alles in Ordnung. Jesus selbst sagt uns sogar voraus, dass wir mit vielen Anfechtungen zu rechnen haben, da Satan unser Gebet unter allen Umständen verhindern möchte. Lies nun die Begebenheit aus Matthäus 26,38-39 und schaue, wie beeindruckend Jesus mit solchen Anfechtungen umgeht.

Trotz Todesangst sucht Jesus das Gebet und akzeptiert sogar seinen Tod! Welche Aussage des Textes flößt dir den größten Respekt ein? Könntest du so ein Gebet beten?

Jesus hat Angst. Es ist nur zu gut verständlich, dass er im Anschluss an sein Gebet die Gemeinschaft mit seinen engsten Freunden sucht. Doch als er zu ihnen kommt, erlebt er eine Überraschung. Lies dazu die Verse 40-46.

Statt Unterstützung findet Jesus schlafende Jünger. Trotzdem betet Jesus weiter und bekommt in Lukas 22,43 eine andere Unterstützung von seinem Vater.

Lerne von Jesus und mache dein Gebet nicht von Gefühlen abhängig. Sei dir bewusst, dass der Teufel dein Gebet verhindern will. Sei dir aber ebenso bewusst, dass Gott dir helfen wird, wenn du ihn darum bittest!