Hebräerbrief Teil I

 

Für das Volk Israel wäre dieser Brief bestimmt am einfachsten zu verstehen. Für uns ist der Brief eher schwer zu knacken. Warum? Weil der Schreiber des Briefes davon ausgeht, dass die Leser sich Blind im Alten Testament auskennen. Er rennt förmlich durch das Alte Testament und bezieht sich in gefühlt jedem 2. Satz auf Verheißungen, Geschichten und Personen der vergangenen Zeit. Wir wollen uns nun an diesen Brief versuchen. Es lohnt sich beim Lesen eine Bibel zu verwenden, die Parallelstellen anzeigt 😊. Eine Garantie können wir hier geben: Wer den Hebräerbrief liest, wird Jesus neu bestaunen können!

 

 

Day 1: Wie Gott sich offenbarte

Bevor du das erste Kapitel liest, hier ein paar Infos: Der Schreiber möchte die Leser ermutigen, trotz Verfolgung Jesus treu zu bleiben und macht deutlich, dass Jesus größer als alles andere ist. Dazu setzt er viele Psalmverse ein.  Wie viele Zitate aus dem Alten Testament kannst du im ersten Kapitel festmachen?

Auf welchen Wegen hat Gott zu den Menschen geredet? Kannst du mit deinen eigenen Worten zusammenfassen, was der Schreiber in Vers 3 über Jesus sagt?

Durch Jesus hat Gott seine größte Offenbarung gezeigt. Wir sind leider keine Zeitzeugen von dieser Offenbarung gewesen, haben aber sein Wort, seinen Geist und seinen Zuspruch, das unsere Gebete in seinem Namen erhört werden. Lasst uns davon Gebrauch machen!

 

Day 2: Warum Jesus Mensch geworden ist

Wir merken relativ schnell, dass es dem Schreiber ernst ist. Er warnt in den folgenden Kapiteln immer wieder, an etwas festzuhalten. Lies dazu das zweite Kapitel. Warum müssen wir auf das achten, was wir von Gott gehört haben?

Warum schämt sich Jesus nicht, uns seine Geschwister zu nennen? Warum musste Jesus leiden (Vers 17-18)?

Was hat der Tod Jesu am Kreuz bewirkt (Vers 14-15)?

 

 

Day 3: Die wahre Ruhe

Gott wollte das verheißene Land für das Volk Israel zur Ruhestätte machen, wo sie mit seinem Frieden leben sollten. Lies dazu das dritte Kapitel. Warum konnten die Israeliten aber nicht in die Ruhe gehen?

Inwiefern ist es jetzt für uns eine Warnung? Was bewirkt Unglaube?

Was denkst du, warum möchte Gott uns Ruhe schenken? Weshalb brauchen wir Ruhe? Wie sieht bei dir Ruhe aus?

 

 

Day 4: Die Macht des Wortes Gottes

Noch einmal geht der Schreiber auf die Ruhe ein. Daraufhin spricht er eine Warnung aus und schlussfolgert einer der bekanntesten Verse über Gottes Wort. Lies das vierte Kapitel.

Was bedeutet es, dass Gottes Wort wie ein zweischneidiges Schwert ist?

Niemand kann sich in die Ruhe hineinmogeln, denn vor Gott liegen sogar unsere finstersten Gedanken offen. Wir können Gott nichts vormachen. Müssen wir aber auch nicht, denn wir dürfen immer Hilfe in Anspruch nehmen. Lies zum Schluss noch einmal die Verse 14 bis 16.

 

 

Day 5: Jesus als Hohepriester

Der Hohepriester nahm die Opfer entgegen und war sozusagen ein Mittler zwischen Gott und Mensch. Einmal im Jahr betrat er das Allerheiligste und bewirkte Sühne für das ganze Volk. Nun wird Jesus als Hohepriester beschrieben. Schau dir das fünfte Kapitel an.

Von wem wurde Jesus als Hoher Priester eingesetzt? Was lernte Jesus durch sein Leiden?

Der Schreiber endet wieder mit einer Mahnung. Denn die Leser des Briefes haben zwar alles gehört, aber haben es nicht umgesetzt. Lasst uns das auch zu einer Mahnung werden, dass wir nicht nur wissen, sondern auch tun!

 

 

Day 6: Gott hält, was er verspricht

Der Schreiber des Briefes möchte sich nicht länger mit den schon bekannten Lehren aufhalten. So geht er weiter und lenkt den Blick auf das Ziel. Schau in Kapitel 6 nach, wie das aussieht.

Was verspricht Gott (Vers 17-19)? Warum ist dieses ein sicheres Versprechen?

Am Ende dürfen wir festhalten, dass Gott nichts vergisst außer eins: Unsere Sünden (Vers 10)!

 Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann? Micha 7,18

 

 

Day 7: Jesus, Jesus, Jesus

Wer ist Melchisedek? Um dieses Kapitel besser zu verstehen lohnt es sich 1.Mose 14,17-24 durchzulesen. Lies danach das siebte Kapitel im Hebräerbrief. Worin gleichen sich Melchisedek und Jesus?

Was tut und tat Jesus alles für uns (Vers 22-28)?

In Vers 25 steht, dass Jesus nie aufhören wird, für uns einzustehen. Wir haben sozusagen einen Verteidiger für unsere Schuld in Jesus. Mit keinem Verteidiger der Welt würden wir ihn eintauschen! Und mit keinem Geld der Welt wäre dieser Einsatz zu bezahlen. Ist das nicht ein Grund, Gott zu loben und einfach Danke zu sagen?