Die Römerstraße

Die Bibel ist Gottes Wort. Jesus, Gottes Sohn, ist der verheißene Erlöser. Er hat uns die gute Botschaft, das Evangelium, gebracht. Soweit alles klar, oder? Aber was genau ist eigentlich das Evangelium? Um das zu verstehen kann die Römerstraße eine Hilfe sein. Hier wird anhand des Römerbriefes das Evangelium Schritt für Schritt erklärt. Und wir werden uns in den nächsten 7 Tagen die Schritte etwas genauer anschauen!

 

Day 1: Wer ist Gott?

Warum hat Gott eigentlich das Recht, Gesetze zu bestimmen, Lob entgegen zu nehmen und als einziger Gott angebetet zu werden? Das können wir mit 3 seiner Eigenschaften beantworten: Er ist ewig, einzigartig und allmächtig. Deswegen kommt alles Geschaffene von ihm. In Römer 1,18-32 steht, wie wir Menschen damit umgehen. Lies die Verse.

Ist es richtig, wie wir mit Gott und seinen Werken umgehen? Warum ist es richtig oder warum ist es falsch?

Welche Auswirkung hat diese Auflehnung gegenüber Gott für uns Menschen? In Vers 32 steht, dass wir deswegen des Todes würdig sind! Der erste Schritt der Römerstraße zeigt also, wer Gott ist und wie wir sind.

 

 

Day 2: Wer ist gerecht?

Stell dir ein Gerichtssaal vor. Du bist schuldig in einer Sache. Dann gibst du deine Verteidigungsrede: „Herr Richter, in dieser einen Schuld bekenne ich mich schuldig. Aber diese eine Schuld kann ich locker wieder gut machen durch meine 463 guten Taten! Erst heute morgen habe ich einem Obdachlosen 5€ gegeben.“ Wie wird der Richter entscheiden? Er wird dir trotzdem die Strafe erteilen, denn deine vielen guten Sachen können deine Eine falsche Tat nicht ungeschehen machen. Wenn du wirklich straffrei vor dem Richter sein möchtest, muss da eine Person ohne Schuld in dieser Sache stehen. Erst dann kannst du für gerecht erklärt werden. Schau dir dazu jetzt Römer 3,21-31 an.

Wie kannst du gerecht erklärt werden? Steht bei dir Jesus vor dem Richter? Oder musst du dich noch selber vor dem Richter verantworten?

In Vers 23 steht, dass wir alle Sünder sind. Wir sind also alle auf einen Schuldlosen im Gerichtssaal angewiesen. Die zweite Abzweigung in der Römerstraße zeigt uns also, dass wir von jemanden abhängig sind, wenn es um Gerechtigkeit geht.

 

 

Day 3:  Nichts ist unmöglich- Toyota?

Dieser Werbespruch könnte viel besser mit Jesus enden statt mit einem Auto. Denn Jesus macht es möglich, dass wir Frieden mit Gott haben. Er hat das Unmögliche Möglich gemacht. Im Gerichtssaal hat er zum Richter gesagt: „Herr Richter, ich nehme die Strafe für diese schuldige Person auf mich.“ Geht sowas im Gerichtssaal? Ja, in Gottes Gerichtssaal wurde es Möglich gemacht. Dazu kannst du in Römer 5,1-11 lesen, wie Paulus das ganze umschreibt.

Worin zeigt Gott uns seine Liebe?

Gut für uns, dass Gott uns seine Liebe zeigt. Als dritten Schritt auf der Römerstraße haben wir also Gottes Liebe entdeckt. Ist dein Herz schon damit aufgefüllt (Vers 5)?

 

 

Day 4: Echte Freiheit

Nun sind wir von der Schuld freigesprochen! Das ist echt befreiend. Doch damit ist die Straße des Lebens noch nicht beendet. Oft ruft das Echo der Sünde in unser Leben rein. Sollen wir diesen Rufen folgen? Schau nach, was dazu in Römer 6,7-23 steht.

Wenn man von etwas freigemacht werden muss, heißt es auch, dass man gefangen war. Wovon waren wir gefangen?

Was ist der Lohn der Sünde? Was ist das Geschenk Gottes? Was hast du deiner Meinung nach verdient, den Lohn oder das Geschenk? Der 4. Abschnitt auf der Römerstraße zeigt, dass Jesus uns die Freiheit als Geschenk anbietet.

 

 

Day 5: Die Herzensbotschaft

Was muss ich denn jetzt genau tun, um errettet zu werden? Paulus kann die Antwort in einem Satz zusammenfassen. Ein Blick in Römer 10,5-11 soll helfen, seinen Gedankengang dabei zu verstehen.

Welche Rolle spielen dabei dein Herz und dein Mund?

Die 5. Haltestelle auf der Römerstraße ist also das Bekenntnis vor Gott (Herz) und vor Mensch (Mund). Bist du in deinem Leben schon bei dieser Station gelandet?

 

 

Day 6: Das wichtigste Telefonat

Auf deinem Handy gibt’s auf dem Sperrbildschirm zu jeder Zeit die Möglichkeit, einen Notruf abzugeben. Am anderen Ende der Leitung halten sich dann Leute bereit, deinen Notruf entgegen zu nehmen. Wir sind in dieser Welt auch alle auf so einen Notruf angewiesen, denn wenn wir unsern Notruf nicht abgeben, dann erliegen wir unseren „Verletzungen“. In Römer 10,12-17 steht, wer an der Leitung auf deinen Anruf wartet.

Hast du diesen Notruf schon abgegeben? Es rettet kein Leben, die Nummer des Notrufs zu kennen oder die Möglichkeit zum Anrufen zu haben. Leben kann erst gerettet werden, wenn der Notruf abgegeben wurde.

Der vorletzte Schritt auf der Römerstraße handelt also vom Kontakt aufnehmen mit Gott. Denn Wissen allein rettet nicht!

 

 

Day 7: Q&A Zeit

Fast jede Internetseite hat eine Q&A Seite (Fragen und Antworten). Wir sind jetzt am Ende der Römerstraße. Aber nicht alle Fragen sind beantwortet. Kann ich das Evangelium denn nun annehmen, obwohl es noch offene Fragen gibt? Lies dazu Römer 11,33-36.

Hat das die Frage beantwortet? Nicht direkt. Und das war auch die Absicht dahinter. Denn der Abschluss sollte zeigen, dass wir nie alles begreifen oder verstehen werden. Gott ist zu hoch für uns Menschen. Hast du also noch Fragen? Gib sie an Gott ab, er nimmt sie gerne an.

Was will Paulus mit Vers 36 aussagen? Auch wenn wir nicht alles verstehen, dürfen wir wissen, dass Gott alles überblickt. Ist Gott schon dein Lebensüberblicker?