Helden für den Herrn

Ironman, Supermann, Hulk, Captain America… wer liebt sie nicht, unsere Superhelden? Wie gerne würden wir doch so mutig und stark sein wie unsere Lieblingshelden. Wusstest du übrigens, dass es Superhelden wirklich gab und gibt? Vermutlich wirst du nun etwas überrascht sein, doch sogar die Bibel spricht schon davon…

 

Drei Männer, die mutig und furchtlos auf 15 hungrige Löwen zugehen. Ihr Ziel: Die Beute klauen. Ihr Plan: Furchtlos und entschlossen auf die Löwen zu zugehen, um sie dadurch einzuschüchtern und zum Zurückweichen zu bringen.

Verrückt wäre wohl noch ein wenig untertrieben, wollte man diese Aktion der Männer mit Worten beschreiben. Es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn ihre Aktion schief gegangen wäre und sie vielleicht sogar ihr Leben gekostet hätte. Doch sie überwanden ihre Furcht und vertrauten darauf, dass ihr Plan klappen würde. Gut möglich, dass sie in ihrem Stamm nun als Helden gefeiert werden.

Eine ähnliche Geschichte können wir auch in der Bibel finden. Eine Geschichte von drei Helden, die ebenfalls mutig waren, vorangingen und etwas Großes für ihren Herrn bewirkten.

Und drei von den dreißig Helden gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David, in die Höhle Adullam. Und die Truppe der Philister lagerte in der Ebene Refaïm. David war aber damals in der Bergfeste, und ein Posten der Philister war damals in Bethlehem. Und David verspürte ein Verlangen und sagte: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist? Da drangen die drei Helden in das Heerlager der Philister ein und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist, und nahmen es mit und brachten es David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer für den HERRN aus. Und er sagte: Fern sei es von mir vor dem HERRN, dass ich das tue! Ist es nicht das Blut der Männer, die um ihr Leben hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das haben die drei Helden getan.

[2.Samuel 23,13-17]

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es sich in diesem Text um die Begebenheit in 2.Sam 5,17ff. handelt. Dort wurde David gerade zum König gesalbt. Als die Philister von der Krönung hörten, machten sie sich sogleich auf, um gegen David Krieg zu führen. David verließ Jerusalem und zog in die Bergfeste hinab, während die Philister in der Ebene von Refaim lagerten. Da dieses Ereignis zur Erntezeit geschah, war es schon sehr trocken und wahrscheinlich wurde auch das Wasser langsam knapp. Es ist also nur zu gut verständlich, dass David Durst hatte. Ob er wohl damit gerechnet hatte, dass es tatsächlich Leute aus seinem Heer gab, die wahnsinnig genug waren seiner Bitte nachzukommen?

Die drei Helden waren es. Sie liebten ihren Herren und waren bereit, sofort loszuziehen, was auch immer sie das kosten würde. Es ist auffällig, dass sie nicht einmal namentlich genannt werden und trotzdem bedeutend genug sind, um eine kurze Geschichte in der Bibel zu bekommen. Bedeutsam war also nicht wer sie waren, sondern was sie getan hatten. Wir wollen uns daher zwei Dinge näher betrachten, die wir von ihnen lernen können.

Aus Liebe zu unserem Herrn

Egal ob durch Bibel lesen, Gebet, Lobpreis oder andere Bücher – täglich beschäftigen wir uns damit, was Gottes Wille für uns ist. Die entscheidende Frage dabei ist: Wird das, was wir hören und sehen für uns immer mehr zur Gewohnheit, oder werden wir davon bewegt?

Diese drei Männer dienten ihrem Herrn und zwar mit einer solchen Hingabe, dass sie sogar ihr Leben aufs Spiel setzten. Wir dienen dem Herrn der ganzen Welt, dem Schöpfer des Universums, dem König der Könige, dem Herrn der Herren – ist es für uns auch eine Ehre, ihm zu dienen oder sagen wir: „Na gut, dann mach ich es halt?“.

Johann Dober und David Nitschmann waren die ersten Missionare der Herrnhuter Brüdergemeinden. Sie lebten im 18 Jahrhundert. Wie viele Menschen vor ihnen, lasen sie in der Bibel, dass es Gottes Wille ist, das alle Menschen von ihm hören. Als die beiden dann eines Tages hörten, dass es viele Sklaven in der Karibik geben würde, die keine Chance darauf hätten, das Evangelium zu hören, trafen sie eine Entscheidung. Sie gaben alles auf was sie hatten und ließen sich selbst als Sklaven verkaufen. Durch ihr Handeln kamen tausende Menschen zum Glauben. Im 18 Jahrhundert war der Missionsgedanke tot, doch ihrem Beispiel folgten Tausende. Der Grund: Sie liebten Gott und waren bereit alles aufzugeben und den Willen ihres Herrn zu tun.

Lasst uns wie die drei Helden den Willen unseres Herrn hören und mit Freuden ausführen. Lasst uns wie die beiden Missionare Gottes Willen gerne tun und viel Frucht bringen.

Gehe mutig voran

Eine weitere und beeindruckende Eigenschaft der drei Männer ist ihr beispielloser Mut. Sie wollen 18 km laufen und in ein feindliches Heerlager eindringen, nur um ein bisschen Wasser zu holen und dann wieder zurücklaufen.

Ich meine, wer macht das? Weise Menschen wählen doch nur einen Kampf, den man gewinnen kann. Wäre das ganze schief gegangen, würde jeder sagen: „Das war ja klar. Das war ja auch einfach nur dumm“.

Es war unglaublich wie die drei Männer den Löwen die Beute wegschnappten, doch hätte es nicht geklappt, hätte sich die Geschichte ganz schön doof angehört. Aber sie machten es und es wurde zu einer großen Geschichte.

Wie sieht das bei uns aus? Wie oft trauen wir uns selbst kleine Dingen nicht zu, weil wir Angst haben, etwas könnte schief gehen? Dabei ist die Bibel voll von Zusprüchen, die Gott uns gibt, damit wir mutig vorangehen.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

[2.Timotheus 1,7]

David hat gegen einen Riesen gekämpft, Petrus ist aus dem Boot gestiegen, Zachäus ist auf einen Baum geklettert, der blinde Mann hat geschrien um Jesus zu begegnen und die blutflüssige Frau hat sich zu Jesus durchgedrängelt um ihn zu berühren.Diese Menschen haben alle etwas gewagt. Sie haben ein Stück aufgegeben um näher zu Jesus zu kommen und keiner von ihnen wusste, wie es ausgehen würde.

Lasst uns wieder mutig und im Vertrauen auf Gott vorangehen. Lasst uns das tun, wozu er uns berufen hat. Lasst uns allen Menschen von ihm erzählen.