Der stärkste Baum der Welt

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Am Tag über 50 Grad und nachts unter Null Grad, 400 Kilometer nur Sand und Steine, sonnengebleichte Tierknochen und kaum Niederschlag…die Ténéré-Wüste ist wahrlich kein lebensfreundlicher Ort. Nicht umsonst wird sie auch „Wüste der Wüsten“ und „schattenloser Höllenkessel genannt“. Und trotzdem gab es da diesen einen Baum…

Der Arbre du Ténéré (Baum der Ténéré) war einmal ein Teil einer größeren Baumgruppe, doch nach und nach verschwanden seine Kollegen, während er weiter bestehen blieb. Jahrzehnte lang stand er alleine und verlassen in Mitten dieser lebensfeindlichen Umgebung und trotzte Stürmen, Hitze und vor allem Menschen.

Valérie and Michel Mazeau/wikipedia/Arbre_du_Ténéré

Diese waren es auch, die in Form des französischen Militärs 1939 dem Geheimnis buchstäblich auf den Grund gingen. Dazu gruben sie ein paar Meter neben dem Baum ein tiefes Loch. Nach neun Monaten und satten 35 Metern dann das Ergebnis: Der Baum hatte seine Wurzeln an einer versickernden Wasserquelle!
Eine Erkenntnis, die allerdings nicht wirklich neu war. Ein Baum braucht Wasser um zu überleben! Dieser Fakt war bereits den Menschen in der Bibel bekannt. So können wir z.B. in Psalm 1,1-4 lesen:

Glücklich ist, wer nicht dem Rat gottloser Menschen folgt, wer nicht mit Sündern auf einer Seite steht, wer nicht mit solchen Leuten zusammensitzt, die über alles Heilige herziehen, sondern wer Freude hat am Gesetz des HERRN und darüber nachdenkt Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist, der Frucht trägt Jahr für Jahr und dessen Blätter nie verwelken. Was er sich vornimmt, das gelingt. [Hoffnung für alle]

Was für eine Zusage! Auch wir können so stark wie dieser Baum sein, der 50 Grad Hitze, Dürre und Stürmen wiederstand. Wie auch in der Wüste gibt es in unserem Leben Zeiten der Dürre, wo nichts vorangeht und wir uns total müde und schlapp fühlen. Auch Stürme gibt es in unserem Leben genug. Zugut kennen wir diese Zeiten, in der ein Problem auf das andere folgt und wir von unseren Sorgen regelrecht erdrückt werden. Wie schön ist es also, zu wissen, dass wir all diesen Dingen widerstehen können.

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Doch was müssen wir dafür tun? Wie können wir ein Baum sein, der am Wasser wurzelt? Der Psalm ist hier sehr deutlich: wir müssen uns an Gott wenden und ihm mit ganzem Herzen nachfolgen. Ganz praktisch bedeutet das, sich den schlechten Dingen immer mehr zu entziehen, in dem wir uns bewusst davon abwenden aber vor allem zu Gott hinwenden. Das tun wir, in dem wir uns mit ihm beschäftigen und Zeit verbringen. Über ihn „nachsinnen“ können wir dabei auf viele verschiedene Arten tun. Ein Gebet bevor wir mit dem Tag starten, ein Gebet in der Mittagspause, eine kleine Andacht jeden Tag, ein Bibelleseplan… einfach Zeit mit Gott verbringen und er wird uns verändern.

Wir werden Frucht bringen, in unserer Beziehung zu Gott wachsen und Gelingen in unserem Glaubensleben haben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Gemeinschaft mit Gott! Lasst uns wieder hinwenden zu Gott, der lebendigen Quelle, die niemals versiegt (Johannes 4,13-14). Lasst uns ein Werkzeug in Gottes Hände sein, das Wiederständen trotz und mit dem viel Nützliches geschaffen werden kann.