1. Thessalonicher

Stell dir vor, du hältst den ersten jemals geschriebenen Brief an einer Gemeinde in der Hand. Was würde da wohl drinstehen? Das werden wir auf jeden Fall diese Woche herausfinden, denn 1.Thessalonicher ist dieser Brief. Er wurde von Paulus geschrieben. Aufgrund von Verfolgung mussten er und Silvanus von dort fliehen und ihre neu gegründete Gemeinde alleine lassen. Nach einiger Zeit hört Paulus von einem seiner Mitarbeiter, wie es der Gemeinde geht. Das und noch anderes werden wir uns in den nächsten Tagen anschauen…

Day 1: Danke Gott!

Wenn Paulus an die Gemeinde in Thessalonich denkt, dann kann er Gott einfach nur Danke sagen. Lies dir dazu die ersten fünf Verse im Kapitel durch.

In den Versen am Anfang sagt Paulus kurz, wie sie das Evangelium an die Gemeinde weitergegeben haben. Wie genau sah das aus?

Woran denken Paulus und seine Mitarbeiter besonders, wenn sie für die Gemeinde beten? Lies auch die restlichen Verse im ersten Kapitel. Wir können vieles von den jungen Christen hier lernen. Worin waren sie zum Beispiel alles vorbildlich (Vers 7)?

 

Day 2: Vorbildlich, Paulus!

In Kapitel 2 gibt Paulus uns einen kleinen Einblick in die Gründung der Gemeinde. Sie arbeiteten so, dass Paulus, Silvanus und Timotheus der Gemeinde selber zum Vorbild wurden. Lies dazu die ersten 12 Verse vom zweiten Kapitel.

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Paulus stellt hier zweimal einen Vergleich auf. Diese Vergleiche zeigen, wie sie als Mitarbeiter mit den Leuten aus der Gemeinde umgegangen sind. Wie sehen diese Vergleiche aus?

Briefe von Paulus sind immer vollgepackt mit für uns vorbildlichen Dingen. Um das hier etwas abzurunden, machen wir einfach einen Schnelldurchlauf:

  1. Du machst eine harte Zeit durch wie Paulus und Co.? Wer kann dir dann neunen Mut schenken? (Vers 2)
  2. Es geht im Leben nicht darum, den Menschen zu gefallen. Aber worum geht’s denn dann, wenn wir zum Beispiel reden? (Vers 4b)
  3. Manchmal hat man einfach keine Lust, sein Leben mit anderen zu teilen. Doch es gibt ein Geheimrezept, wodurch uns selbst das keine Mühe mehr macht. Wie sah das bei Paulus aus? (Vers 9)

Day 3: Widerstand ist zwecklos!

Widerstand gibt’s nicht nur in der Elektrizität. Schon früh mussten Missionare und Gemeinden erfahren, dass sie nicht überall willkommen sind. Auch Paulus und Co. haben es zu spüren bekommen. Lies dazu 1. Thessalonicher 2,13-20.

Paulus erfuhr unter den Juden Widerstand und die Thessalonicher von den Griechen (ihren Landsleuten). Doch da war noch ein anderer Widerstand bei Paulus (Vers 18). Daher konnte er die Christen in Thessalonich nicht besuchen. Was sagt es über seine Arbeit aus, dass er so einen Widerstand erfahren musste?

Auch David erfuhr oft so einen Widerstand. Darüber hat er viele Psalmen geschrieben. Sie können uns jetzt helfen, mit schweren Zeiten umzugehen. Schau dir dazu doch Psalm 18 an.

 

Day 4: Wie geht’s den Thessalonichern?

Aus Sorge um die Christen, die eine schwere Zeit wegen dem Widerstand erfuhren, haben Paulus und Silvanus Timotheus losgeschickt. Er sollte gucken, wie es ihnen dabei geht. War alles umsonst? Haben sie den Glauben aufgegeben? Schau nach, was dazu in 1.Thessalonicher 3,1-8 steht.

Wie steht‘s um den Glauben der Thessalonicher? Wie geht es nun Paulus und Co., als sie diese Nachricht hören?

Weiter geht es in Vers 9 bis 13 mit einem Gebet von Paulus. Wofür sagt er Danke? Um was bittet er?

 

Day 5: Gottes Wille

Gibt es jemanden in deinen Leben, von dem du dich zurechtweisen lässt? Es ist gut, wenn man einen Freund hat, der einem ehrlich helfen kann. Paulus war für die Gemeinde auch so ein Ermahner. Schau in 1.Thessalonicher 4,1-12 nach, was er der Gemeinde noch zu sagen hat.

Was ist der Wille Gottes für diese Gemeinde? Wie kann die Gemeinde dem Willen Gottes nach gehen? Wie können wir den Willen Gottes in unserem Leben umsetzen? Worin müssen wir ermahnt werden?

Zu was sind wir berufen (Vers 7)? Gehen wir unserer Berufung nach? Lies dazu Psalm 51, 4-14.

 

Day 6: Q&A mit Paulus

Kennst du das, wenn du eine Frage hast, die dich einfach nicht mehr loslässt? So ging es auch der Gemeinde in Thessalonich. Sie hatten eine Frage, die richtig in ihrem Herzen gebrannt hat. Lies dazu 1. Thessalonicher 4,13-18.

Paulus beantwortet die Frage der Gemeinde. Dazu gibt er auch noch einen Einblick in die Zukunft. Schau noch einmal nach, wie genau wird Jesus wiederkommen?

Doch damit schließt Paulus nicht ab. Nun, da ihre Frage beantwortet ist, haben sie direkt eine neue Verantwortung. Wie sieht diese aus (Vers 18)? Mit welchen Worten können wir das gleiche tun?

 

Day 7: Neunfache Weisheit

Im letzten Kapitel gibt Paulus der Gemeinde noch einmal einen Schwung voll Weisheit mit auf dem Weg. Lies zuerst einmal das fünfte Kapitel.

Auch hier werden wir einen Schnelldurchgang machen und die neun Weisheiten des Paulus kurz aufgreifen.

  1. Statt ein Gute Nacht Lied sind Energy Drinks und Kaffee angesagt. Was sollen wir in unserer Zeit hier auf der Erde nicht tun (Vers 6)? *geistlich gesehen
  2. O.S.! Was sollen wir mit den anderen in Not tun (Vers 11)?
  3. Weg mit dem Schlendrian! Was tun, wenn er da ist (Vers 14)?
  4. Ein Mord Motiv in vielen Filmen. Aber sollen wir auch Vergeltung üben? (Vers 15)
  5. „Clap along if you feel like happiness is the truth“ was würde Paulus darüber sagen? (Vers 16)
  6. Was ist damit (Vers 17)?
  7. Immer D.A.N.K.E. sagen? Wie ist das möglich? (Vers 18)
  8. Schonmal einen Frühjahrsputz in deinem Leben gemacht? Was müsste man dabei beachten? (Vers 21)
  9. Halt, Stopp! Ich befinde mich in einer Quarantäne. Vor was hält sie mich ab? (Vers 22)

Bad Days

Bad Day`s are God`s Day`s: Wenn wir ein Leben mit Christus führen, dann dürfen wir eine Menge Freude in unserem Leben erfahren. Jedoch bedeutet das nicht, dass wir deswegen völlig frei von jeglichem Leid, Trauer oder Schmerzen sind. Jesus selbst sagt voraus, dass es durchaus auch schwere Zeiten und Anfechtungen im Leben eines Christen geben wird. Wir wollen nun einige Glaubensvorbilder betrachten, die solche „Bad Days“ durchlebten. Wir wollen von ihnen lernen und durch Gottes Handeln an seinem Volk auch Gott selbst wieder ein wenig besser kennenlernen.

 

Bad Day 1: Elia & Isebel

Unser erster Kandidat hatte wirklich einen besonders ereignisreichen Tag. Schau einmal rein in 1. Könige 19 und du wirst sehen, warum es ein echter „Bad Day“ für Elia war.

Kurz zuvor zeigte sich Gott eindrucksvoll, in dem er Elias Gebet durch vom Himmel kommendes Feuer erhörte (Kapitel 18). Das alles scheint bei Elia nun ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Wie ist seine Reaktion auf die Bedrohung Isebels?

Wie auch schon zuvor greift Gott aber auch hier ein und offenbart seine Fürsorge. Zeige auf, wo Gott sich zeigt, wo er zuhört, ermutigt, einen Auftrag gibt und Elia nicht alleine lässt.

Elia erlebt Gott auf ganz besondere Weise. Was hat Gott zu Elias Bestem genommen und was gegeben? Lerne am Beispiel Elias und rechne fest mit Gottes Schutz und Versorgung, gerade wenn alles gegen dich läuft. Gott ist die ganze Zeit bei dir und wir dich nie im Stich lassen. Lies zum Abschluss Hebräer 13,5 und danke Gott für sein ermutigendes Versprechen.

 

Bad Day 2: Jesus wird verurteilt

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Es gab schon einige richterliche Fehlentscheidungen, aber diese dürfte wohl der größte juristische Skandal in der gesamten Menschheitsgeschichte gewesen sein. Lies dazu einmal Lukas 23, 1-53 und du wirst schnell merken, warum es ein absoluter „Bad Day“ für Jesus war.

Der Gerichtsprozess um Jesus dauerte einige Zeit an und war von großem öffentlichen Interesse. Schließlich kam Pilatus in der Rolle als Richter zu seinem Urteilsspruch. Wie lautete sein Urteil? Für welches Vergehen hatte er Jesus verurteilt?

Vermutlich denkst auch du, dass das ziemlich ungerecht war von Pilatus oder bist sogar darüber empört. Hast du dir auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo Gott in dieser Situation eigentlich war und warum er nicht eingreift? Lies dazu einmal Matthäus 26,53.

Jesus vertraute auf Gott, denn er wusste, das alles seine Richtigkeit hatte (Lukas 22,42). Weißt du das auch? Warum ließ Gott diese Ungerechtigkeit zu? Welche Folgen hatte das für uns? Lies dazu einmal 2.Korinther 5,21.

Jesus hat den Tod auf sich genommen für uns, bzw. für dich ganz persönlich. Er möchte Gemeinschaft mit dir haben und dir ewiges Leben schenken. Nimm sein Geschenk an, in dem du daran glaubst und erlebe Freude und einen Frieden, den nur Gott dir geben kann.

 

Bad Day 3: David in Psalm 57

Bevor du den Psalm liest, stell dir die Situation vor, wie sie wirklich war: Du bist David, versteckst dich in einer Höhle vor deinem größten Feind, der nur deinen Tod will. Du bist ihm eben begegnet und hättest ihn umbringen können (1.Samuel 24,4). Wie geht es jetzt weiter? Du hast gerade einen totalen „Bad Day“… vielleicht sogar  deinen letzten? Was ist, wenn Saul dich findet? Du schreibst dein Gebet in einem Psalm. Lies jetzt den Psalm 57 noch einmal mit diesen Hintergedanken!

Wie geht David mit seinem Bad Day um (und sind wir ehrlich, er hatte nicht nur einen davon)? Wie viele wunderbare Psalmen er aber doch geschrieben hat! Findest du einen anderen Psalm, der an einem“ Bad Day“ geschrieben wurde?

Was ist das Besondere an Davids Umgang mit „Bad Days“ und wie gehst du mit solchen Tagen um? Nimm dir David zum Vorbild und denke an sein Verhalten, wenn du einmal gerade wieder einen dieser speziellen Tage durchlebst. Lobe und preise Gott, denn du darfst dir seiner Hilfe sicher sein.

 

Bad Day 4: Jona in Ninive

Lies einmal den Text aus Jona 4. Warum findet Jona, dass er gerade einen „Bad Day“ erlebt?

Kennst du das? Oft wäre ein „Bad Day“ gar nicht so übel, wenn wir ihn nicht selbst dazu gemacht hätten. Warum wäre dieser Tag eigentlich ein wunderschöner Tag und warum ist er es für Jona nicht?

Geht es dir manchmal auch so, dass du wie Jona deine ganz konkreten Vorstellungen und Pläne über eine ganz bestimmte Sache hast? Welche Lektion musste Jona hier von Gott lernen und was kannst du aus Jona`s „Bad Day“ lernen?

 

Bad Day 5: Paulus auf wilder Fahrt

Falls du das bekannte „Matrosenlied“ kennst… nicht immer ist eine Schifffahrt lustig und schön. Lies dazu einmal Apostelgeschichte 27.

Versetze dich einmal in die Lage der Passagiere. Stell dir vor, du bist auch ein Gefangener. Liste auf, was diese Schifffahrt alles zu einem „Bad Day“ macht. Liste nun auf, wie Paulus damit umgeht.

Manchmal müssen wir Dinge im Vertrauen auf Gott so annehmen wie sie kommen, ohne jemals das „warum“ zu verstehen. Oft gibt es aber auch Situationen, wo wir im Nachhinein Gottes Handeln verstehen und seinen genialen Plan sehen dürfen. Lies nun die ersten zehn Verse aus Kapitel 29. Kannst du erkennen, warum Gott dieses Schiffsunglück zugelassen hat? Was waren die Folgen davon?

Nimm dir Paulus zum Vorbild. Das Schiff war kurz vor dem Untergehen, aber statt zu klagen dankte er Gott in aller Ruhe noch für das Essen. Lies nun einmal Philipper 4,6-7. Nimm dir für den nächsten „Bad Day“ ganz konkret vor, dieses Vers anzuwenden und als aller erstes zu Gott zu kommen. Erlebe inneren Frieden und tiefe Ruhe durch Gott, auch wenn um dich herum gerade alles untergeht.

 

Bad Day 6: Mose und das Volk Israel

40 Jahre in der Wüste herumwandern, mit einem Volk, dass immer wieder gegen Gott rebellierte… selbstverständlich hatte auch Mose den ein oder anderen „Bad Day“ zu überstehen. Lies dazu einmal Lese 4. Mose 11,10-23.

Wenn du die Geschichte von Mose und dem Volk bereits einmal gelesen hast, dann kannst du Moses Laune bestimmt ein wenig nachvollziehen. Besonders Vers 15 zeigt, wie Mose sich fühlt. Beschreibe seine aktuelle Lage!

Mose kann nicht mehr und plötzlich platzt alles aus ihm heraus. Wie reagiert Gott auf Moses Aussprache und wie nimmt Mose das auf? Betrachte nun noch einmal den letzten Vers. Welche Lektion wollte Gott Mose hiermit erteilen?

Und du? Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du nicht leisten kannst, was Gott von dir verlangt? Lies dazu einmal die Verse aus 2.Timotheus 1,7, Psalm 73,26 und Jesaja 40,30-31. Du darfst dir sicher sein, dass Gott dir immer genügend Kraft für das gibt, was er gerade von dir möchte. Wenn du trotzdem einmal nicht mehr kannst, dann komme zu Gott im Gebet und er wird dich wieder aufrichten.

 

Bad Day 7: Hiob

Wenn du die Geschichte von Hiob kennst, dann wirst du nicht überrascht sein, hier auch von Hiob zu lesen. Wenn es einen Mann gab, der wirklich alles verloren hatte, dann Hiob. Lies dazu einmal Hiob 1,6-22.

Ist das nicht furchtbar und doch gleichzeitig auch beeindruckend? Hiob hat gerade alles verloren… lies noch einmal wie er darauf in den Versen 21-22 reagiert. Lies nun Hiob 3. Wie kannst du diese beiden Antworten von Hiob verbinden?

Überlege, wie du Hiob als Freund jetzt zur Seite stehen würdest. Du hast alle „Bad Days“ im Hinterkopf.

Lies zum Abschluss den Vers aus Jakobus 1,12 und lerne ihn auswendig. Du wirst sehen, wie hilfreich er dir sein wird, wenn du dich in einem „Bad Day“ befindest und daran denkst.

Jakobus 1,12: glückselig der Mann, der Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.

Zum Schluss kannst du hier noch ein paar gute Gedanken veranschaulicht und zusammengefasst zum Thema „Bad Days“ hören:

 

 

 

 

Der Brief an die Philipper

Diese Woche wollen wir wieder ein ganzes Buch aus der Bibel betrachten. Es ist ein Brief an eine Gemeinde in einer römischen Kolonie. Der Brief an die Philipper wurde von Paulus im Gefängnis verfasst. Zu der Zeit wusste er nicht, ob er wieder freikommen oder hingerichtet werden würde.

 

Day 1: Danke!

Dankbarkeit verspürt Paulus, wenn er an die von ihm und Timotheus gegründete Gemeinde denkt. Wir merken dabei schon von Beginn an, dass es ein Brief voller Freude ist. Lies dazu Philipper 1,1-11.

Welches Anliegen formuliert Paulus in Vers 9? Warum bittet er darum (Vers 10+ 11)?

Dieses Gebet zeigt, was sich Paulus für seine Gemeinde wünscht und was ihm wichtig ist. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und formuliere ein Gebet für dich oder deine Gemeinde. Überlege dabei, was du dir für dich oder deine Gemeinde wünscht.

 

Day 2: Gefangenschaft…

Paulus denkt in Philipper 1,12-26 über seine Gefangenschaft nach und erzählt, dass das Sterben für ihn ein Gewinn wäre, aber sein Leben für seine Mitmenschen nötiger wäre. Lies den Abschnitt. Kannst du seine Meinung über Sterben und Leben nachvollziehen?

Wieso ist das Sterben für Paulus ein Gewinn (Vers 21)? Worin liegt der Preis für ihn (Vers 23)?

Zusatzfrage: Dreimal gibt es für Paulus etwas zum „freuen“. Was macht Paulus in diesem Abschnitt denn Freude?

 

Day 3: Ein Musterleben

Lies zu Anfang Philipper 1,27- 2,5. Paulus schreibt hier besonders im Blick auf Jesus Christus. In Vers 27 und 29 und 2,5 beschreibt er drei Dinge, die wir nach dem Vorbild von Christus tun sollten. Um was handelt es sich jeweils?

Dann steht in Philipper 2,6-11 der Höhepunkt des Briefes. Welche Seite von Jesus wird hier hervorgehoben? Was hat diese Seite von ihm zur Folge (in Bezug auf sich selber und die Umwelt)?

Weiter geht es dann mit den Versen 12 bis 18. Wie können wir besonders gut wie Himmelslichter in der Welt leuchten (Vers 16)?

 

Day 4: Zwei Beispiele

In Philipper 2,19-30 stellt Paulus uns zwei Menschen vor, die uns als Beispiel dienen sollen. In was ist Timotheus uns ein Beispiel?

Auch Epaphroditus tut etwas Beispielhaftes. Worin ist er uns ein Vorbild?

Diese zwei Männer sind unterschiedlich und geben uns daher auch zwei verschiedene Vorbilder. Überlege einmal: Worin kannst du für andere ein Beispiel sein?

 

Day 5: Paulus als Beispiel

Es geht nun weiter mit Paulus selbst. Lies dazu das dritte Kapitel. Er zählt in Vers 4 bis 6 ein paar Pluspunkte auf, die ihm unter den Pharisäern hoch angerechnet worden wären. Aber er stellt fest, dass das für ihn nur noch Dreck ist! Was ist für ihn aber keineswegs Dreck (Vers 7- 14)?

Paulus ist ein Jäger. Aber was jagt er denn? Denke einmal darüber nach, warum Paulus jagen muss und es ihm nicht einfach in den Schoß fällt.

Zum Schluss betitelt Paulus uns als Himmelsbürger! Was bedeutet es für dich, ein Himmelsbürger sein zu dürfen?

 

Day 6: Die Herausforderung

Zum Ende hin sehen wir, dass die Gemeinde in manchen Dingen strauchelt. So ermahnt Paulus ein paar einzelne Leute. Lies dazu Philipper 4,1-9. Doch worin dürfen sich alle sicher sein (Vers 3b)?

Besonders in diesem Abschnitt wird deutlich, warum dieser Brief auch „ein Brief voller Freude“ genannt werden kann. Warum betont Paulus das immer wieder (Vers 5)?

Dann gibt uns Paulus ein Versprechen Gottes mit auf den Weg. Um was für ein Versprechen handelt es sich und unter welcher Bedingung können wir es dann erleben (Vers 6+7)?

 

Day 7: Alles und nichts

Im Anschluss zeigt uns Paulus noch einmal, dass wir Gott in den unterschiedlichsten Lebenslagen dankbar sein können. Lies dazu Philipper 4,10-23.

Wie schafft Paulus es, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein (Vers 12-13)?

Schau dir noch einmal Vers 19 an. Was bedeutet das für dich und mich?

Tierische Vorbilder

Freund, Haustier, Nutztier oder Nahrungsmittel… für uns Menschen erfüllen Tiere eine Vielzahl an verschiedenen Zwecken. In dieser Woche wollen wir uns mit verschieden Tieren beschäftigen um von ihnen zu lernen. Dabei betrachten wir vor allem ihr Verhalten, mit dem Ziel, biblische Prinzipien daraus abzuleiten.

 

Day 1: Die Gans – das „V“ steht für „voll schlau“

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Sie dient nicht nur als Festtagsbraten – Nein, die Gans hat auch noch einige andere erstaunliche und bemerkenswerte Dinge aufzuweisen.

Weil beim Flug gegen den Wind sehr viel Energie gebraucht wird, fliegen Gänse immer zusammen und in V-Formation. Die Leitgans fliegt dabei ganz vorne. In ihrem Windschatten fliegen die Gänse direkt hinter ihr, welche wiederum den Windschatten für die anderen Gänse vergrößern. Je weiter hinten eine Gans in der Formation fliegt, desto leichter ist das Fliegen. Wenn eine Leitgans müde wird, wechselt sie einfach den Platz. So unterstützen sie sich gegenseitig und meistern ihre oft langen Strecken bis zum Ziel.

Gemeinsam zum Ziel…ein Prinzip, dass wir auch in der Bibel finden. Lies dazu einmal Galater 6,2. Was sollen wir füreinander tun?

Bei Gott gibt es keine Einzelkämpfer. Gott hat uns als Glaubensgeschwister zusammengestellt, damit wir uns gegenseitig helfen, unsere Lasten tragen und ihm dienen. Darüber hinaus möchte Gott selbst deine Lasten tragen (Matthäus 11,28) und dir Kraft geben. Nimm sein tolles Angebot an und erlebe, wie viel leichter das Leben wird, wenn du deine Lasten mit anderen teilst.

 

Day 2: Der Pinguin – kuscheln um zu überleben

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Kaiserpinguine leben in Gegenden, in denen bis zu Minus 40 Grad herrschen können. Diese Temperaturen sind selbst für Pinguine lebensbedrohlich. Um sich zu schützen, kauern sich die Pinguine deshalb zu einer Gruppe von Hunderten oder Tausenden zusammen. So gelingt es ihnen sich gegenseitig ausreichend Wärme zu spenden. Selbstlos stellen sich dabei die größeren Pinguine ganz nach außen, um die jungen oder schwachen Pinguine zu schützen.

Eine beeindruckende Opferbereitschaft, zu der auch wir in Philipper 2,3-11 aufgefordert werden. Was wird hier von uns Christen erwartet? Wer war uns darin das größte Vorbild und warum?

Gott möchte, dass wir zusammenhalten und aufeinander Acht nehmen. Achte in nächster Zeit einmal bewusst darauf, wo es Menschen in deiner Umgebung gibt, die deine Hilfe benötigen könnten. Nimm dich ihnen an und erlebe die Freude, die dir Gott durch diesen Dienst schenken wird.

 

Day 3: Das Gleithörnchen – einfach mal los fliegen

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Vorab: Es ist kein gleitendes Eichhörnchen. Vielmehr könnte man es noch als Flughörnchen bezeichnen. Wittert das kleine Tier eine Gefahr, springt und gleitet es zwischen den Bäumen und Ästen hin und her. Dabei hat es aber keinen speziellen Landeplatz oder ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen. Das Gleithörnchen springt, gleitet und vertraut darauf, dass Äste da sind, die es bei seiner Landung weich auffangen.

Kein langes abwegen oder planen… um zu überleben setzt sich das Gleithörnchen sofort in Bewegung. Lies nun einmal 2.Korinther 5,7. Was verstehst du darunter?

Gott hält was er verspricht. Wenn wir vielleicht manchmal nicht wissen, was wir als nächstes tun sollen, dürfen wir wie das Gleithörnchen einfach im Vertrauen vorangehen. Durch sein Eingreifen und wenn wir in seinem Wort lesen, werden wir erkennen, wo Gott uns als nächstes haben möchte. Gott ist für uns genauso da, wie die Zweige, die das Gleithörnchen auffangen. Er lässt uns nicht im Stich.

Danke Gott dafür, frage nach seinem Willen und gehe im Vertrauen mutig voran.

 

Day 4: Der Kondor – nur die Harten kommen in`Garten

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Erst wenn ein Kondor zwischen sechs und neun Monate alt ist, macht er seine ersten Flugversuche. Um dann letztendlich auch wirklich fliegen zu können, braucht der Vogel ein ganzes Jahr. Immer wieder erleidet der Kondor bei seinen Flugversuchen Absturz für Absturz und zahlreiche, missglückte Flugversuche. Doch der Kondor gibt nicht auf. Er übt weiter, stürzt ab und probiert es erneut, bis er eines Tages fliegen kann.

Der Kondor besitzt eine bemerkenswerte Einstellung, die nach Hebräer 10,35-36 auch von uns gefordert wird.

Nimm dir etwas Zeit und suche dir fünf Verheißungen von Gott aus der Bibel, die auch für dich gelten und die für dich persönlich am wichtigsten sind. Denkst du Gott hält seine Versprechen?

Gibt es in deinem Leben gerade eine schwere Zeit? Gibt es Dinge, die dich belasten? Lies noch einmal Vers 35. Wie wunderbar ist es doch, das zu wissen. Lass dich von dieser Gewissheit und von dem was uns bei Gott erwarten wird motivieren, um durchzuhalten. Bitte Gott um Kraft und du wirst sehen, wie er dich durch trägt.

 

Day 5: Der Elefant – Achtung, Baum fällt!

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Elefanten profitieren bei der Nahrungssuche – und Aufnahme sehr von ihrem langen Rüssel. Ganze 11 Liter kann ein Elefant darin aufnehmen. Auch Blätter oder Früchte von Bäumen können sie dank ihrem Rüssel gut erreichen. Allerdings gilt das nicht automatisch für alle in der Herde. Damit auch die Kleinen unter ihnen nicht zu kurz kommen, legen sie den Baum einfach kurzerhand um. Durch diese gegenseitige Unterstützung gelingt es, dass alle in der Herde ausreichend zu fressen haben.

Einer für Alle und Alle für Einen… ein bekanntes Motto, das wir bereits in der Bibel in Apostelgeschichte 2,42-47 finden können.

Sowie der große Elefant mit dem Kleineren teilt, ist es Gottes Wille, dass wir mit Menschen in Not teilen. Überlege dir einmal, wo es in deiner nächsten Umgebung Menschen gibt, mit denen du etwas teilen könntest. Mache dir auch darüber Gedanken, was konkret du mit ihnen teilen könntest. Egal ob Geld, Kleidung oder Zeit… Gott wird dich dafür belohnen. Werde aktiv und erlebe die Freude, die im Geben und Teilen steckt.

 

Day 6: Der Ameisenbär – mit Rücksicht auf Verluste

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Wie der Name bereits verrät, fressen Ameisenbären neben Würmern und Termiten vor allem auch Ameisen. Mit ihrem Staubsauger artigen Rüssel können sie dabei sehr gut große Mengen zu sich nehmen. Umso beeindruckender ist es, dass sie trotz ihres großen Appetits niemals alle Kleintiere in einem Nest verzerren. Durch diese umsichtige Nahrungsaufnahme können sich die Insektenbevölkerungen immer wieder erholen, bis zur nächsten Begegnung mit dem Ameisenbären.

In Matthäus 25,1-30 können wir lesen, wie auch Jesus so ein verantwortungsvolles und umsichtiges Verhalten fordert. Wer wird in dieser Geschichte belohnt und wer wird bestraft? Was sind die Gründe dafür?

Wie den Knechten hat Gott auch dir Talente in Form von Fähigkeiten und Gaben gegeben. Nimm dir etwas Zeit und überlege einmal, mit welchen Dingen du von Gott beschenkt worden bist. Denke dabei auch an materielle Dinge, wie z.B. ein Zuhause. Danke Gott für diese Dinge und dass er dich damit gebrauchen möchte. Sei dir aber auch der Verantwortung bewusst, die damit einhergeht. Wem Gott viel schenkt, von dem wird er auch viel verlangen. Setzte alles zu Gottes Ehre ein und du wirst sehen, wie es Früchte bringen wird.

 

Day 7: Der Seeteufel – Wenn Licht ins Verderben führt

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Weil der Seeteufel auf seiner Stirn eine Art Angel mit einem Köder besitzt, wird er auch gerne Anglerfisch genannt. Der Köder gleicht dabei einer Laterne, die durch das Licht andere Fische anlockt. Gerade weil der Seeteufel in sehr tiefen und dunklen Gewässern lebt, ist das für viele neugierige Fische eine tödliche Verlockung. Sind die Fische bereits nahe am Licht angekommen, ist es meist schon zu spät. Sie können den scharfen Zähnen ihres Widersachers nicht mehr entfliehen und werden verspeist.

Auch in der Bibel werden wir davor gewarnt, wie gefährlich es ist, seinen Begierden nachzugehen und der Versuchung nicht zu widerstehen. Lies dazu einmal Jakobus 1,14-15. Was wird hier als Folge genannt, wenn wir unseren Begierden nachgehen?

Gibt es in deinem Leben Versuchungen, mit denen du zu kämpfen hast? Kämpfst du dagegen an, oder lässt du dich einfach gehen? Lies nun einmal Hebräer 2,18 und 1.Korinther 10,13. Lass dich davon ermutigen und gehe den Kampf gegen die Versuchungen in deinem Leben mit Gottes Hilfe und in festen Vertrauen zu ihm an. Du wirst Gottes Eingreifen erleben und voller Freude feststellen, dass Gott seine Zusagen hält.

Aus dem Tagebuch einer Bibel

Gottesdienst, Jugendstunde, Bibelkreis, Gebetsstunde oder Sonntagsschule – jede Woche aufs Neue ist die Bibel unser treuer Begleiter. Doch es ist ein Unterschied, ob die Bibel überall einfach nur dabei und zu Hause gut greifbar im Regal platziert ist oder ob sie auch wirklich gelesen und aufgeschlagen wird. Wie würde es aussehen, wenn deine Bibel Tagebuch schreibt? Was würde sie berichten?

Aus dem Tagebuch einer Bibel…

14. Januar:
Die ersten Tage des neuen Jahres hatte ich meine Ruhe gehabt, danach war es aber eine sehr intensive Zeit für mich. Jeden Tag wurde ich gelesen. Morgens und abends. Mein Besitzer war nämlich fest entschlossen, mich in diesem Jahr einmal vollständig durchzulesen. Jetzt ist es aber schon wieder ruhiger geworden und ich habe das Gefühl, bereits ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein.

11. Februar:
Heute wurde ich endlich wieder einmal in die Hand genommen. Allerdings wurde ich nicht geöffnet, sondern nur mit einem Staubwedel gekitzelt. Lachen konnte ich darüber aber irgendwie nicht. Dann wurde ich wieder an meinen Platz gestellt. Anscheinend war wohl heute großer Frühjahresputz angesagt.

8. März:
Heute war endlich wieder einmal viel los und ich habe fast drei Stunden gearbeitet. Mein Besitzer ist anscheinend morgen mit der Leitung in der Sonntagschule dran. Er hat einige Verse nachgeschlagen und trotzdem viele nicht gefunden, obwohl sie noch immer an der gleichen Stelle stehen. Sowie es aussieht, darf ich morgen sogar endlich wieder mit zur Sonntagsschule. Ich freue mich schon.

25. April:
Nach dem Sonntagschulausflug wurde ich wieder ins Regal gestellt und heute mal wieder abgestaubt. Auch wenn es wirklich kitzelt, ist mir gar nicht zum Lachen zumute.

10. Mai:
Heute kam der Großvater meines Besitzers zu Besuch. Ich dachte zuerst er hätte sich vergriffen, aber er hat tatsächlich nach mir gesucht. Er schlug Psalm 119,105 auf und ich spürte, wie eine Träne auf meine Seiten tropfte. Ich war ihm dafür nicht böse. Irgendwie war es ein schönes Gefühl.

13-15. Mai:
Jeden Nachmittag bin ich nun in Großvaters liebevollen Händen. Manchmal liest er laut, manchmal mit geschlossenen Augen und sogar gesungen hat er ein paar Verse.

16. Mai:
Großvater ist wieder abgereist. Zum Abschied nahm er mich dann noch einmal in die Hand, strich mit seinen Händen behutsam über meinen Einband, übergab mich meinem Besitzer und fand dabei tiefe Worte der Liebe und des Lobes für mich. Er scheint definitiv mehr von mir zu halten, als mein Besitzer.

3. Juni:
Heute wurde ich zum ersten Mal von der Tochter meines Besitzers genutzt. Sie legte schöne Blumen und sogar ein vierblättriges Kleeblatt in meine Seiten. Zuerst freute ich mich darüber, so schön geschmückt zu werden. Als ich dann plötzlich wieder unsanft zugeschlagen wurde, merkte ich, dass ich nun als Blumenpresse genutzt werde. Ich habe schon lauter grüne Flecken auf meinen Seiten. An diese neue Aufgabe muss ich mich erst noch gewöhnen.

20. Juli:
Heute wurde ich wieder aus dem Regal genommen. Leider wurde ich nicht aufgeschlagen, sondern direkt in einen Koffer gelegt. Da ich neben Kleidern, Schuhe und Unterwäsche liege, nehme ich stark an, dass es in den Urlaub geht. Ob ich dann vielleicht endlich wieder gelesen werde?

12. August:
Hmm…ich bin noch immer im Koffer. Alle anderen Sachen sind schon weg. Ob ich übersehen wurde? Ich wundere mich, warum ich überhaupt mitgenommen wurde. Ich habe meinen Platz im Koffer bisher nicht verlassen.

1. September:
Puh, ich wurde doch nicht im Koffer vergessen und auf die Komode gestellt. Einerseits bin ich ja wirklich froh darüber, denn im Koffer war es ziemlich dunkel und einsam, aber jetzt fühle ich mich irgendwie bedrängt. Vier Comics, Zwei Motorradzeitschriften und ein Bilderbuch liegen auf mir. Was würde ich dafür geben, wenn ich so oft gelesen würde, wie sie.

20. Oktober:
Endlich wurde ich wieder abgestaubt.

7. November:
Heute wurde ich von meinem Besitzer aus dem Regal geholt und tatsächlich wurde auch in mir gelesen. Ich habe gehört, dass Großvater sehr krank ist. Mein Besitzer schreibt ihm nun einen Brief und sucht deshalb nach ein paar ermutigenden Versen in mir. Eigentlich bin ich voll davon, aber er hat sehr lange gebraucht und geblättert, bis er etwas ermutigendes gefunden hat. Ich befürchte, er hat keine Ahnung, wie viel Gutes in mir steckt.

18. Dezember:
Nun ist es bald wieder soweit und es stehen einige Arbeitstage an. Vermutlich werde ich erst einmal unter Geschenkpapier und Paketen verschwinden und am 23ten hervorgeholt – das altbekannte Weihnachtsevangelium. Aber eigentlich freue ich mich schon, vor allem auch, weil ich sehr wahrscheinlich in den Wochen danach wieder regelmäßiger gelesen werde, bevor es wieder ruhiger wird.

Denn eines müssen wir wissen: Gottes Wort ist lebendig und voller Kraft. Das schärfste beidseitig geschliffene Schwert ist nicht so scharf wie dieses Wort, das Seele und Geist und Mark und Bein durchdringt und sich als Richter unserer geheimsten Wünsche und Gedanken erweist. Hebräer 4,12 (NGÜ)

Gottes Wort ist eine Waffe, doch mit einem großen Unterschied: Sie ist nicht da, um zu verletzen, sondern um uns zu erbauen. Sie gibt uns Kraft, zeigt echte Wirkung in unserem Leben und macht uns Bereiche deutlich, in denen wir Veränderung von Gott nötig haben. Sie hilft uns, Jesus immer mehr besser kennen zu lernen und in unserer persönlichen Beziehung zu ihm zu wachsen. Mache davon Gebrauch und erlebe auch Du, wie Gottes Wort dich verändert und in deiner Beziehung und Liebe zu Jesus wachsen lässt.

Der Kolosserbrief

Diese Woche wollen wir uns einem ganzen Brief der Bibel widmen. In dem Brief erhalten wir nicht nur einen Einblick in Paulus Gebetsleben, sondern gewinnen auch einen Blick auf die Herrschaft von Jesus über die ganze Schöpfung. Wir lesen von der Gefahr, wenn man die Wahrheit mit Unwahrheiten vermischt und wie das neue Leben als Christ aussieht. Das und noch mehr erwartet dich in dem Kolosserbrief.

 

Day 1: Paulus‘ Gebet

Der Brief geht an eine Gemeinde in Kolossä, eine Stadt der römischen Provinz Asia (heute Türkei). Die Gemeinde dort kennt Paulus nicht persönlich, wird aber von dem Gemeindegründer im Gefängnis besucht. Durch ihn erfährt er, wie es der Gemeinde ergeht. Lies dazu Kolosser 1,1-14.

Paulus teilt ihnen mit, dass er regelmäßig für sie betet. Wofür ist Paulus Gott so dankbar bei dieser Gemeinde (Verse 4-6)? Für was hört er nicht auf zu beten (Verse 9-12)?

Wir haben gleich am Anfang des Briefes einen kleinen Einblick in das Gebet von Paulus für die Gemeinde erhalten. Wir können uns heute daran ein Beispiel nehmen und wie Paulus Gott danken und unsere Anliegen für unsere Gemeinde vor ihn bringen.

 

Day 2: Das Gedicht über Jesus

Als nächstes lesen wir in dem Brief eine Art Gedicht über Jesus. Schaue dir dazu Kolosser 1,15-20 an. Was sieht Paulus alles in Jesus Christus?

Lies jetzt noch die Verse 21 bis 23. Das betrifft nun uns. Wir sind versöhnt worden durch sein Blut. Das heißt, wir dürfen uns in der Nähe von Jesus begeben! Lies noch einmal in Vers 22 nach, wie wir uns ihm nahen dürfen. Ist es nicht unglaublich, dass wir durch seine Versöhnung so vor Jesus stehen dürfen?

Heute wollen wir auf Jesus schauen und ihm einfach nur danken. Danken für seine Größe, die wir sehen dürfen. Für sein Erlösungswerk und dass wir dadurch mit Gott versöhnt wurden. Dafür, dass wir in seiner Nähe sein dürfen.

 

Day 3: Paulus Leiden und das Geheimnis des Glaubens

Paulus ist im Gefängnis, weil er Jesus als den Einzigen predigt, der Anbetung entgegennehmen darf. Das war in einer Umgebung als Unmöglich angesehen worden, wo Götter wie Hermes, Apollo und Aphrodite alle neben einander standen und angebetet wurden. Er wurde verfolgt und bestraft. Doch das Leiden sieht er als Teil seines Dienstes an die Gemeinde Christi. Lies dazu Kolosser 1,24-2,5.

Dabei spricht er auch von einem Geheimnis. Was ist das für ein Geheimnis? Konntest du schon einmal jemanden von diesem Geheimnis weitererzählen? Wenn ja, wie hat die Person darauf reagiert?

Noch eine geheimnisvolle Frage: Welche Schätze sind in Jesus verborgen (Vers 2-3)? Wie gut, dass wir nicht nur ein Geheimnis gelüftet haben, sondern auch eine besondere Schatzkarte hier in Kolosser finden! Heute können wir dafür beten, diese Schätze in Jesus zu finden und uns anzueignen.

 

Day 4: Achtung, Influencer!

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Wenn wir auf unseren Social Media Plattformen unterwegs sind, dann sehen wir sie überall: Influencer. Solche wie Huda Kattan oder Meghan Rienks und Joe Wicks wollen uns zeigen, wie man sich am besten schminkt, was man isst und welche Fitnessübung für uns am geeignetsten ist. Solche Influencer gab es auch vor 2000 Jahren und Paulus war nicht gut auf sie zu sprechen. Allerdings warnte Paulus vor ihnen nicht, weil sie schlechte Schminktipps hatten. Diese Influencer waren Philosophen, die Irrlehren unter den Christen verbreiteten. Lies dazu Kolosser 2,6-23.

Paulus sagt noch einmal, woran wir uns festhalten dürfen und was wir nicht brauchen. Was hat Jesus mit deinem Schuldschein getan? Wen hat er völlig entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt?

Wir dürfen aber Farbe bekennen. Und das hilft uns, bei Zweifel und Einfluss von Außerhalb standhaft zu bleiben. Lasst uns heute Mut haben, Farbe zu bekennen! Und das ist meistens entgegen dem, was die Influencer um uns herum vertreten.

 

 

Day 5: Der neue Mensch

Nun möchte Paulus den Kolossern einen himmlischen Sinn geben. Er ermutigt sie, den alten Menschen komplett auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen. Das kannst du in Kolosser 3,1-17 nachlesen.

Schau dir noch einmal an, was wir töten (Vers 5) und was wir ablegen sollten (Vers 8-9). Wenn man das getan hat, ist man ganz schön bloßgestellt. Aber wir müssen nicht dabei stehen bleiben, denn wir dürfen uns mit viel besseren Sachen wieder anziehen. Lies dazu die Verse 12ff.

In Vers 11 steht noch etwas ganz Besonderes. Was bedeutet diese Aussage für uns in Bezug auf andere unsere Mitmenschen?

 

Day 6: Das neue Zusammenleben

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Nachdem Paulus festgestellt hat, dass wir in Christus alle gleich sind, möchte er es auch praktisch ins Leben umsetzen. Wir alle haben unterschiedliche Pflichten, die wir wahrnehmen sollten. Es ist wie in einem Uhrwerk: Die Zahnräder müssen ihre Rolle einnehmen, damit alles funktioniert. Schau nach, wie es in Kolosser 3,18-4,1 geschrieben steht.

Wo findest du dich in den Versen wieder? Als Kind zuhause oder als einen Arbeiter? Egal wo, Gott hat dir eine Stellung mit ganz bestimmten Aufgaben zugeteilt. Kannst du sie wahrnehmen?

Ob wir arbeiten, irgendwo aushelfen oder zuhause den Eltern einen Dienst erweisen: Wir alle unterstehen dabei Jesus als unseren Herrn. Inwiefern ist es für dich gut zu wissen, dass du die Arbeit von Herzen für Jesus machen darfst?

 

Day 7: Schlussfolgerung

Am Ende des Briefes schreibt Paulus der Gemeinde noch etwas über Gebet und gibt ihnen noch Grüße mit auf dem Weg. Lies dazu Kolosser 4,2-18.

Welche Bemerkungen über das Gebet gibt er uns durch den Brief mit auf dem Weg? Was sagt Paulus zusätzlich über den Umgang mit unseren Worten?

Und dann gibt es zum Schluss noch Grüße an Personen, die wir nicht kennen. Aber schau dir die Personen noch einmal genauer an. Was sagt Paulus über die einzelnen Personen? Wir können uns an ihnen ein Beispiel nehmen für das, wofür sie in dem Brief hervorgehoben wurden.

 

Leben zur Zeit der Bibel II

 

Kein Internet, Auto, Fahrrad oder Smartphone…ja nicht einmal ein Dosentelefon! Das Leben zur Zeit der Bibel lässt viele Dinge vermissen, die für uns heute unverzichtbar sind und fest zum Alltagsleben gehören. Doch in der Bibel gibt es auch Dinge, die uns unbekannt sind. Diese Woche wollen wir daher die Themenreihe „Die Bibel verstehen“ mit einem zweiten Teil von „Leben zur Zeit der Bibel“ fortsetzen. Hierbei schauen wir uns Rituale, Probleme, alltägliches und sonstige Dinge an, die zur Zeit des Alten oder Neuen Testaments normal waren.

 

Day 1: Löser

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Um Bibeltexte und darin vorkommende Prinzipien zu verstehen, ist es oft wichtig den Hintergrund der entsprechenden Begebenheit zu kennen. Lies deshalb nun einmal den Punkt „Hintergrund“ und anschließend den Textabschnitt aus Rut 4, sowie 3.Mose 25,25.

Wie denkst du war die Situation für eine alleinstehende Frau in Israel? Was würde sich durch das Prinzip der „Lösung“ ändern?

Immer wieder wird auch von Jesus als unserem (Er-)Löser gesprochen. Wovon hat Jesus uns „gelöst“, bzw. freigekauft? Welchen Preis hat er bezahlen müssen?

Bist du dir bewusst, dass du durch deine Bekehrung zu Jesus gehörst? Folge ihm mit Freude nach, denn du bist frei! Es gibt keinen Grund, länger den Dingen hinterherzulaufen, die dich gefangen halten. Jesus hat dich befreit und er gibt dir auch die Kraft, diese Freiheit zu leben! Pflege deine Gemeinschaft mit Gott und verbringe immer mehr Zeit mit ihm. Du wirst sehen, wie viele unnütze Dinge immer unwichtiger werden und aus deinem Leben verschwinden.

Hintergrund: Aufgrund einer Hungersnot verließen eines Tages eine Frau namens Noomi, ihr Mann Elimelech und ihre beiden Söhne das Land Israel um nach Moab zu gehen. Dort siedelten sie sich an und beide Söhne heirateten moabitische Frauen. Innerhalb einiger Jahre starben jedoch alle Männer der Familie, so dass nur noch Noomi und ihre beiden Schwiegertöchter übrigblieben. Daraufhin ging Noomi wieder zurück in ihre alte Heimat Israel und mit ihr auch ihre Schwiegertochter Rut. Auf der Suche nach Versorgung führte Gott es so, dass Rut einem Mann namens Boas begegnete. Boas fand Gefallen an Rut und so sorgte er dafür, dass Rut immer genug Ähren auf dem Feld aufsammeln konnte und genug Nahrung hatte. Durch Noomis Rat hin, ging Rut am nächsten Abend zu Boas und bat ihn darum, dass er sie „lösen“ sollte. Boas war damit einverstanden, doch er musste vorher noch mit jemanden anderen reden, der vor ihm das Recht hatte, Noomis Besitz und Rut zu „lösen“. 

 

Day 2: Synagoge

Vor allem zur Zeit Jesu gab es überall in Israel Synagogen. Immer wenn der Apostel Paulus in eine neue Stadt kam, suchte er zuerst eine Synagoge auf, um dort zu lehren. Örtliche jüdische Gemeinden trafen sich dort, um die Heilige Schrift zu lesen und zu beten. Lies nun einmal 5.Mose 6,4-9.

Die ersten Worte in Vers 4 werden auch als „Schma“ Israels bezeichnet und sind zentrale Bestandteile des täglichen Gebets. Jeder Synagogengottesdienst beginnt also mit den Worten „Der Herr ist unser Gott, der Herr alleine!“.

Wie schaut es bei dir aus? Kannst du die ersten beiden Verse aus unserem Textabschnitt mit ganzem Herzen mitbeten? Ist Gott in deinem Leben an erster Stelle oder muss Gott sich diesen Platz mit anderen Dingen teilen? Bitte Gott, dass er das Wichtigste in deinem Leben bleibt oder wieder wird. Setze deine Kraft und Zeit für Gott ein und du wirst Gottes Segen erleben.

 

Day 3 Hohe Priester

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Gerade wenn du im Alten Testament unterwegs bist, wirst du immer wieder von sogenannten „Hohepriestern“ lesen. Sie gehörten zur geistlichen Führung des Volkes und nahmen eine wichtige Rolle ein. Lies dazu einmal den Text aus 3.Mose 16,34 und Hebräer 9,7.

Ein Hohepriester hatte viele Dienste, aber ein Dienst war besonders wichtig. Welche Aufgabe durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr durchführen? Warum war dieser Dienst wichtig?

Wie bereits erwähnt, lesen wir in der Bibel sehr oft etwas von Hohepriestern. Sogar Jesus wird in der Bibel auch als Hohepriester bezeichnet. Lies dazu die Bibelstelle aus Hebräer 5,5 und 10,10-12. Warum kann Jesus auch als Hohepriester bezeichnet werden?

Die Priester mussten ständig darauf achten, sich nicht durch irgendetwas zu verunreinigen und rein zu bleiben. Wie dankbar dürfen wir Jesus sein, dass er uns durch seinen Kreuzestod ein für alle mal von den Sünden rein gewaschen hat. Lasst und darauf achten, auch so zu leben wie es Gott gefällt und nicht mehr die alten sündigen Dinge tun, von denen Jesus uns befreit hat. Lasst uns Sünde ernst nehmen und nicht darauf einlassen (Jakobus 4,8). Wie schön ist es zu wissen, dass Gott uns immer nahe ist und uns dabei helfen wird.

 

Day 4: Das Leben in der Wüste

Ganze 40 Jahre lang wanderte das Volk Israel durch die Wüste. Vermutlich waren es über eine Million Menschen, die in der Wüste täglich auf Wasser und Nahrung angewiesen waren. Zudem mussten auch ihre großen Viehherden versorgt werden. Ein Menschen unmögliches Unterfangen…Lies dazu einmal 4 Mose 11,22-23.31-32/ 2 Mose 15,22-25/ 2 Mose 16,3-5.

Das Leben in der Wüste war nicht einfach für die Israeliten, aber nicht unmöglich. Wodurch konnte das Volk 40 Jahre lang in der Wüste überleben? Lies hierzu auch 5 Mose 8,3. Worauf kommt es wirklich an?

Obwohl das Volk Gottes Eingreifen und Handeln viele male auf eindrucksvolle Art und Weise erleben durfte, waren sie immer wieder unzufrieden. Wie sieht es bei dir aus? Glaubst du an Gottes Versorgung in jeder Lage? Wie lange bist du Gott dankbar, wenn er deine Gebete erhört?

Gott sorgt für seine Kinder. Bist du vielleicht auch gerade in einer Situation, wo du um Gottes Hilfe rufst? Du darfst dir sicher sein, dass Gott dich hört und versorgen wird. Vielleicht schaut das dann anders aus als du dir es vorstellst, aber Gott wird dir helfen. Danke Gott dafür und vertraue fest auf ihn. Seine Hilfe kommt spätestens rechtzeitig.

 

Day 5: Passafest

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Das Wort „Passa“ ist abgeleitet von einem Verb, das im weiteren Sinn auch die Bedeutung „über etwas hüpfen, unberührt lassen“ hat. Lies dazu einmal 2.Mose 12,1-14 und du wirst sehen, warum diese Bedeutung sehr gut passt.

Wie bei allen Anordnungen, die Gott den Menschen gibt, steckt auch hinter dem Passafest eine ganz bestimmte Absicht. Warum sollten alle Juden das Passafest feiern?

In der Bibel wird immer wieder von Jesus als Passalamm gesprochen. Lies dazu einmal Johannes 1,29. Siehst du Parallelen zwischen dem Passalamm und Jesus?

Wie sieht es mit dir aus? Gott hat dich zwar nicht aus Ägypten befreit, aber wenn du Jesus im Glauben angenommen hast, dann hast du die Befreiung von deiner Sündenschuld erlebt. Bist du Gott dafür dankbar? Wie oft denkst du daran? Nimm dir vor, Gott täglich dafür zu danken und du wirst sehen, wie Freude in dein Leben kommt.

 

Day 6: Sabbat

„Wen der Teufel zu Fall bringen möchte, den treibt er an“. Ein Zitat, in dem viel Wahres steckt. Kein Zufall, dass Burnout eine der „Modekrankheiten“ unserer Zeit ist. Lies einmal 1.Mose 2,1-3 und schaue, was Gott zu diesem Thema sagt.

Was tat Gott, nachdem er seine Arbeit vollendet hatte? Was denkst du: wird Gott müde und braucht auch Gott eine Pause? Für wen könnte diese „Pause“ gedacht sein? Lies nun 5.Mose 5,12-14.

Was sagt Gott hier über den „Sabbat“? Was sollten die Israeliten tun?

Das Wort „schabbat“ hat die Wurzelbedeutung „aufhören“ und passt somit sehr gut. Gott möchte, dass die Menschen auch eine Pause machen und zur Ruhe kommen. Er kennt uns ganz genau und weiß, was wir brauchen. Wir sollten diesen Tag nutzen, um uns wieder bewusst auf Gott auszurichten und Gemeinschaft mit ihm zu haben. Nur in Gott finden wir echte Ruhe.

Wie sieht das bei dir aus? Nimmst du dir einen Tag in der Woche, in dem du ganz bewusst keiner Arbeit nachgehst und dich ausruhst? Nutzt du deinen freien Tag, um ungestört Gemeinschaft mit Gott zu haben und alles loszuwerden, was dich so bewegt? Sei dir bewusst, dass Gott Zeit mit dir verbringen möchte und nimm sein Angebot an. Nimm dir Zeit für den, der dich so sehr liebt, wie es kein anderer kann.

 

Day 7: Witwen 

Aus verschiedenen Gründen gab es früher sehr viele Witwen. Wenn eine Witwe nicht wieder verheiratet wurde, musste sie versuchen, durch ihre Familienmitglieder versorgt zu werden. Ansonsten musste sie versuchen, alleine zurechtzukommen. Nicht selten endete eine Witwe als Sklavin, Prostituierte oder Bettlerin, um zu überleben. Gerade deswegen gab Gott verschiedene Anweisungen, die Witwen helfen sollten. Lies dazu einmal 5 Mose 24,19-21 und 5 Mose 14,29.

Auch im Neuen Testament werden die Gemeinden immer wieder aufgefordert, den Witwen zu helfen. Lies dazu einmal Jakobus 1,27. Warum denkst du, ist es wichtig Witwen zu besuchen und Zeit mit ihnen zu verbringen?

Wir Christen haben auch heute eine Verantwortung für die Menschen, die nicht selbst für sich sorgen können. Lies dazu einmal Galater 2,10. Überlege dir nur ganz konkret wie du in nächster Zeit notleidenden Menschen helfen könntest. Sei dir dabei bewusst, dass du selbst im Geben ein Empfänger bist. Helfe anderen in ihrer Not und du darfst dir sicher sein, dass Gott dich dafür segnen und beschenken wird.

Die Bibel verstehen und anwenden

In diesem vorletzten Beitrag zur Reihe „Die Bibel verstehen“ geht es um die Anwendung. Was zum Beispiel nützt mir heute ein Stammbaum oder die Geschichte von Josef und seinen Brüdern? In dieser Woche werden wir also durch verschiedene Texte der Bibel erfahren, wie wir sie heute umsetzen oder erfahren können.  

 

Day 1: Die Bibel im Gesamtbild

Um Gottes Wort verstehen zu können, ist es auch wichtig, den Kontext, also das damalige Umfeld zu bedenken. Wann, wo, wer und wozu sind nur einige Fragen, die man an einen Bibeltext stellen sollte, damit man ihn auch richtig versteht. Lies dazu in 2.Timotheus 3,14-4,4, was Paulus über Gottes Wort schreibt.

Ein paar W-Fragen: Was steht dort über die Bibel? Welche Kraft hat die heilige Schrift? Wer hat sie gegeben?

 Paulus verfasst diesen Brief an Timotheus und gibt ihm direkt die Anwendung dazu. Vergleiche Vers 16 und Vers 2 im 4. Kapitel.

 

Day 2: Glaube beeinflusst die Welt

Glaube versetzt Berge? Ja, dass kann der Glaube wirklich tun! Aber wie sieht denn jetzt der Glaube aus, der Berge versetzt? Schau dir dazu Apostelgeschichte 2,37-47 an.

Die ersten Christen haben das getan, was mit Gottes Wort übereinstimmt. Sie hatten zwar noch nicht die komplette Bibel, aber die Apostel haben ihnen das weitergegeben, was sie von Jesus lernten. Warum können wir hier sagen, dass sie einen Glauben hatten, der Berge versetzen könnte?

Was können wir von den ersten Christen lernen? Wie sind sie mit Gottes Wort umgegangen? Was bedeutet es also zu glauben? Was tat Gott, als er diesen Glauben sah (Vers 47b)?

 

Day 3: Prophetie verstehen

Ein großer Teil der Bibel ist die Prophetie. Wie sollen wir damit umgehen und was ist der Zweck der Prophetie? Lies Daniel 9,1-7 um zu sehen, wie Daniel mit einer Prophetie von Jeremia umging.

Wir sehen, dass die Prophetie nicht nur eine Vorhersage ist, sondern viel mehr die Offenbarung Gottes an jemanden (oder hier an sein Volk). Wozu bewegt diese Offenbarung Daniel? Welche Reaktion zeigt er?

Daniel konzentriert sich nicht auf Daten oder Zeitpläne oder auf die Worte zwischen den Zeilen, sondern auf sein Herz. Er interessiert sich nicht dafür, wann alles eintreffen würde, sondern warum Gott dies offenbart hatte. Zweck der Prophetie ist es, auf Gottes Wort zu hören und richtig darauf zu reagieren. Lasst uns Gott dafür danken, dass er uns Prophetien gegeben hat und Gott bitten, dass wir wie Daniel damit umgehen können.

 

Day 4: Babel und Pfingsten

Was haben Babel und Pfingsten gemeinsam? Beides sind Ereignisse, die etwas mit der Sprache zu tun haben. Lies dazu 1.Mose 11,1-9 und Apostelgeschichte 2,1-12. Welche Auswirkung hatte der jeweilige Eingriff bei der Sprache?

Warum verwirrte Gott die Sprache in Babel? Wozu machte Gott das Sprachwunder zu Pfingsten?

Gott zerstreut und sammelt die Menschen durch die Sprache. Auch wenn wir heute nicht alle Sprachen der Welt sprechen, hat Gott uns etwas anderes zur Überwindung der Barrieren gegeben. Damit können wir das Evangelium in die ganze Welt verbreiten. Was das ist, steht unter anderem in Johannes 20,21-22.

 

Day 5: Welchen Sinn es hat, das ich jetzt hier bin?

free bible images joseph

Wie erkenne ich den Sinn hinter den Wegen, die Gott mich führt? Nicht immer verstehen wir unsere Situation oder die Umstände, in denen wir leben. Genauso ging es bestimmt auch Josef, als er von seinen Brüdern verkauft, ins Gefängnis geworfen wurde und auf einmal der zweitmächtigste Mann Ägyptens war! Warum das alles? Lies nach, wie Josef den Plan Gottes seinen Brüdern erzählt: 1.Mose 45,1-8.

Josef konnte nicht einfach in die Bibel gucken, warum das alles mit ihm passierte. Gott hat sich ihm auch nicht durch einen Engel oder durch Worte gezeigt. Josef hat aber das genommen, was Gott ihm gab – seine Verheißung, sein Versprechen – und daran hielt er fest!  Wie geht es dir momentan? Verstehst du Gottes Plan mit dir nicht wirklich? Dann lass dich durch 1.Mose 50,20 ermutigen: „Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“

Josef verdrängte die Realität nicht. Aber er erkannte das alles als einen Teil von Gottes großem Plan. Das alles macht das Schlimme nicht ungeschehen. Es gibt dem Geschehenen aber einen Sinn. Der Perspektivwechsel ist dabei wichtig. Fallen dir Umstände oder Situationen ein, wo bei uns ein Perspektivwechsel dran wäre?

 

Day 6: Stammbäume Spiegel der Gnade

Ein Leben mit Gott umfasst nicht nur das, was wir tun. Unser Leben ist Teil einer langen Geschichte mit Gott. Die Chroniken oder Stammbäume in der Bibel spiegeln das wider. Wir sehen Gottes Wirken mit einer Familie darin. Lies dazu den Stammbaum von Adam bis Isaak in 1.Chronik 1,1-34.

Ganz schön viele Namen. Aber all diese Menschen sind Teil in Gottes Geschichte mit uns Menschen. Eine kleine Aufgabe: Kannst du von deiner Familie einen Stammbaum erstellen? Wie sieht die Geschichte deiner Familie aus? Zukunftsfrage: Wie soll sie weiter gehen?

So ein Rückblick auf einem Stammbaum kann für uns ein Spiegel für Gottes Gnade sein. Wir können in Dankbarkeit zurückblicken, Beziehungen wahrnehmen und mit Vertrauen nach vorne blicken. Daran können wir uns erinnern, wenn wir das nächste Mal wieder in der Bibel auf einen Haufen Namen stoßen!

 

Day 7: Gottes Wort ist nicht zu schwer

Ist Gottes Wort ein Buch mit sieben Siegeln? Nein, Gottes Wort ist nicht verborgen. Manches davon ist vielleicht schwer zu verstehen, doch die Grundbotschaft ist klar. Lies dazu 5.Mose 30,9-20.

Die Grundbotschaft lautet, dass Gott mit uns einen Plan hat und uns auch den Weg dafür schon vorbereitet hat. Er möchte dir seine Liebe zeigen! Die Schwierigkeit bei Gottes Wort liegt nicht beim Verstehen, sondern bei der Umsetzung. In Jakobus 1,22 steht: „Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!“. Lasst uns also Täter sein ?.

Gottes Wort umfasst 66 Büchern mit 738.765 Wörtern. Doch wie können wir das alles in die Tat umsetzen? Das Geheimrezept steht in Matthäus 22,37-40. Und das wird mit Philipper 2,13 besiegelt:Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.

 

Helden in der Bibel

Superman, Batman, Ironman, Spiderman… Wer hat als Kind nicht schon einmal davon geträumt, ein Held zu sein und die Welt zu retten? Auch in der Bibel gibt es einige Helden und sogar ein paar, die Superkräfte besitzen. In dieser Woche werden wir diese Helden einmal genauer unter die Lupe nehmen und sehen, was wir von ihnen lernen können…

 

Tag 1: Die Drei Helden

Jeder Superheld braucht einen Namen. In der Bibel lesen wir von drei Helden, die tatsächlich einen „ganz besonders kreativen“ Namen hatten. Sie hießen…die Drei Helden. Schau mal rein in 2.Samuel 23,13-17.

David hatte starken Durst und wünschte sich Wasser aus dem Brunnen von Betlehem. Was war das Problem daran?

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Kennst du das? Du weißt, dass du etwas Gutes tun könntest, aber das Risiko ist dir zu groß und du lässt es schließlich sein. Wie reagierten die drei Helden auf Davids Bitte und was sagt das über ihre Beziehung zu David aus?

Gibt es auch in deinem Leben Bereiche, wo du Gottes Wille nicht befolgst, weil dir das Risiko zu groß ist oder du zu faul bist? Nimm dir ein Vorbild an den drei Helden. Versuche in nächster Zeit an deine Arbeiten mit dem Bewusstsein ranzugehen, dass du es zu Gottes Ehre machst. Tue alles aus Liebe zu deinem Herrn und trete auch großen Herausforderungen mutig entgegen.

 

Tag 2: Unscheinbar aber tödlich

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Jeder Held hat diese eine Superkraft oder besonders starke körperliche Fähigkeiten. Unser nächster Held hat genau das nicht. Lies einmal Richter 3,15-30. Du wirst erstaunt sein, zu welchen großen Taten unser Held trotzdem fähig war.

Es ist nicht sicher, ob Ehud einfach nur ein Linkshänder war oder ob er einen kranken rechten Arm hatte. Auf jeden Fall hatte er aber eine Einschränkung. Doch trotzdem hielt ihn das nicht davon ab, Großes zu tun. Was war Ehuds Plan und was ist das Geniale daran?

Tipp: Da die meisten Soldaten Rechtshänder waren, wurde ein Schwert immer an der linken Hüfte getragen. Bei einer Kontrolle wurde also meistens hauptsächlich die linke Seite abgetastet…

Wie steht es mit dir? Fühlst du dich auch manchmal unbrauchbar, schwach und unwichtig? Gott hat jedem Menschen eine Gabe oder Fähigkeit gegeben, auch dir! Wenn du deine Stärken noch nicht erkannt hast, dann bitte Gott darum, dass er sie dir zeigt. Nimm dir ein Vorbild an Ehud. Trauer nicht über das, was du vielleicht nicht hast, sondern setzte ein, was du hast. Du wirst sehen, dann wirst auch du mit Gottes Hilfe Großes vollbringen können.

 

Tag 3: Zwei vs. Zwanzig

Obelix und die Römer, Phantomias und die Panzerknacker… ein echter Held kann es mit mehreren Personen gleichzeitig aufnehmen. Auch hierzu finden wir in der Bibel in 1. Samuel 14,1-15 eine passende Heldengeschichte.

Warum denkst du, hat Jonathan das gemacht? War sich Jonathan sicher, wie dieses Sache ausgehen würde?

Wie sieht es bei dir aus? Tust du nur Dinge, wo bei denen du dir sicher bist, wie sie ausgehen? Stehst auch du in nächster Zeit vor Entscheidungen oder Prüfungen und weißt nicht wie alles ausgeht? Lerne von Jonathan. Vertraue auf Gott und gehe das Problem an.

Lies zum Schluss noch Psalm 57. Gehe ins Gebet und gib Gott alles ab, was dich im Moment belastet und dir Sorgen macht.

 

Tag 4: Tierischer Held

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Eine sprechende Maus, sprechende Ninja-Schildkröten oder singende Eichhörnchen…nicht nur Menschen können Helden sein. Auch in der Bibel lesen wir in 4. Mose 22,21-35 von einem tierischen Helden.

Auch wenn Bileam etwas tut, was Gott erlaubt hat, ist aus dem Kontext zu erkennen, dass Bileams Herzenshaltung nicht mehr richtig war. Deswegen sollte sein Verhalten Konsequenzen haben und seinen Tod bringen. Wodurch wird das aber letztlich verhindert?

Welche Motive hat Bileams Lebensretter, seinem Herren so einen Dienst zu erweisen? Wie ging Bileam mit ihm um?

Geschlagen, gequält und trotzdem bereit für andere sein Leben zu geben… erkennst du die Parallele? Gibt es auch bei dir Situationen, wo du zu Unrecht leiden musst? Wie gehst du damit um? Lese dazu einmal 1. Petrus 2,19. Ertrage es, wenn dir Unrecht getan wird und schlage nicht zurück. Gott wird dich dafür belohnen.

 

Tag 5: Bärenstark

Was ist das typische Kennzeichen eines Superhelden? Er hat Kraft! Auch in der Bibel lesen wir von einem Helden, der sich vor allem über seine ungewöhnliche Kraft und Stärke definierte. Lies dazu einmal Richter 13,5.24-25 und 14,5-6.

Zu was war Simson berufen und was zeichnete ihn aus?

Simson war also von Gott mit einer ganz bestimmten Gabe ausgerüstet. Wie ging Simson mit seiner speziellen Fähigkeit um? Lies dazu einmal Richter 14,19; 14,4-5 und 16,17-22.

Gott ist unglaublich gnädig und so wendet er sich nach einiger Zeit Simson wieder zu. Lies nun Richter 16,23-31. Wie geht die Geschichte letztlich aus?

Wie steht es mit dir? Nutzt du deine Gaben und Fähigkeiten um Ansehen und Achtung zu bekommen oder setzt du sie zur Ehre Gottes ein? Vergiss nicht wer dich begabt hat und setzte alles was du hast für Gottes Reich ein. Du wirst sehen, wie du dadurch anderen zum Segen werden wirst.

 

Tag 6: Das Petmobil

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Jeder Held braucht nicht nur ein cooles Outfit, sondern auch ein starkes Gefährt. Tatsächlich finden wir in auch in 1. Mose 6,5-22 eine biblische Geschichte, wo der Held mit einem ganz besonderen Gefährt für Aufmerksamkeit sorgt.

Noah bekommt einen ganz speziellen Auftrag. Was ist daran so besonders und was ist Noahs Reaktion? Wie denkst du, haben die Leute um ihn herum darauf reagiert?

Gottes Wort erfüllte sich. Lies dazu 1.Mose 7, 7-10. 22-23. Nur Noah und seine Familie überlebte. Was war letztlich der Grund dafür? Was zeichnete Noah aus? Lies dazu auch Hebräer 11,17.

Hast du auch manchmal damit zu kämpfen, dass du Gottes Wille nicht verstehst? Nimm dir Noah zum Vorbild. Halte an Gottes Zusagen fest, vertraue ihm und glaube daran, dass er für dich nur das Beste will. Du wirst sehen, wie Gott deinen Gehorsam segnen wird.

 

Tag 7: Einer für Alle

Superhelden… beliebt wie eh und je. Vermutlich gibt es mittlerweile so viele verschiedene Helden, dass man gar nicht alle auflisten kann. Jeder kann irgendetwas ganz besonders oder hat irgendetwas heldenhaftes gemacht. Doch in der Bibel gibt es einen Helden, der alle übertrumpft und in den Schatten stellt. Ahnst du schon, um wen es sich handelt? Lies einmal Johannes 19,17-30 und 1. Petrus 2,21-24.

Was war das tragische am Tod von Jesus? Warum musste Jesus sterben? Hätte er die Kräfte gehabt, seinen Tod zu verhindern?
Es gibt nichts heldenhafteres, als das was Jesus für die gesamte Menschheit getan hat. Doch damit nicht genug. Lies nun Johannes 20,15-20. Wie endete Jesus Heldentat und was bedeutet das für dich?

Ist das nicht genial? Jesus ist für unsere Sünden stellvertretend am Kreuz gestorben und er ist wieder auferstanden. Wenn wir das im Glauben annehmen, dann dürfen wir ewiges Leben und ewige Gemeinschaft mit und bei ihm haben. Superheldengeschichten in der die Menschheit vor dem Bösen gerettet werden sind nicht fiktiv. Jesus Rettungsaktion ist echt und du kannst ein Teil davon sein! Hast du sein Angebot schon angenommen? Hast du Jesus heute schon dafür gedankt? Nimm dir vor, in Zukunft jeden Tag ganz bewusst Gott dafür zu danken. Du wirst sehen, wie es deine Beziehung zu Gott positiv verändert.

 

Leben zur Zeit der Bibel

Die Themenreihe „Die Bibel verstehen“ wird fortgesetzt mit dem Leben zur Zeit der Bibel. Hierbei schauen wir uns Rituale, Probleme, alltägliches und sonstige Dinge an, die zur Zeit des Alten oder Neuen Testaments normal waren.

 

Day 1: Beschneidung

Lies zu Anfang 1.Mose 17, 9-14. Was sagt Gott hier alles über die Beschneidung, als er es bei Abraham einführte?

Die Beschneidung ist ein Symbol für die Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk. Doch bald sahen die Hebräer in der Beschneidung etwas anderes, als was Gott vorgesehen hatte. Lies nach, wie sogar Petrus deswegen von Paulus zurechtgewiesen werden musste: Galater 2,11- 16.

Sie sahen die Beschneidung nicht mehr als Symbol an, sondern als Zeichen ihrer Überlegenheit gegenüber andere Völker. Auch heute kann es uns passieren, dass wir nur noch das Symbol sehen, die Bedeutung dahinter aber vergessen haben. Wir kennen alle die W.w.J.d. Armbänder. Sie sollten uns motivieren, so wie Jesus zu handeln. Aber nach und nach wurde es eher zu einem christlichen Accessoire. Fallen dir noch mehr Dinge ein?

 

Day 2: Unfruchtbarkeit

Im Alten Orient galt die Unfruchtbarkeit als Strafe und Schande. Damit der Stammbaum des Mannes weitergeführt werden konnte und auch eine Altersvorsorge bestand, war man auf Nachkommen angewiesen. Manchmal nahm sich ein Mann eine zweite Frau, damit dies geschehen konnte. Dies war der Fall in 1. Samuel 1,1-11. Lies nach, welche Auswirkungen die Unfruchtbarkeit hier hatte.

Auch die großen Männer Abraham, Isaak und Jakob hatten unfruchtbare Frauen. Dabei hatte Gott von Anfang an doch verheißen, dass er Abraham sehr, sehr fruchtbar machen werde. Und doch sind alle Frauen der Gründungsväter unfruchtbar?! Was hat Gott damit bezwecken wollen?

Unfruchtbarkeit war nichts Schönes, und doch hatte Gott viele Frauen in der Bibel unfruchtbar gemacht. Doch sie erfuhren dadurch erst recht den Segen. Denn Gott schenkte jeder Frau doch noch (mindestens) ein Kind. Dadurch haben sie alle ein großes Wunder erlebt! Gibt es heute auch Dinge, die in unserer Gesellschaft als etwas nicht gutes oder nicht vorteilhaft angesehen werden, Gott sie aber zum Segen setzen kann?

Ein Beispiel:

 

 

Day 3: Propheten, Schriftgelehrte und Gottes Wort

Zur Zeit des Alten Testaments gab es Leute in Israel, die Gottes Wort weitergaben, die Propheten. Propheten waren von Gott berufene Menschen, die dem Volk Gottes Willen weitergaben und erklärten. Sie prägten den Alltag der Israeliten, denn zu Anfang gab es keine Bibel, wie wir sie heute kennen. Lies dazu als Beispiel Jesaja 20,1-6.

Zurzeit von Jesus gab es schon das komplette Alte Testament. Dazu traten die Schriftgelehrten auf, um dieses Wort auszulegen und zu lehren. Nach einiger Zeit fügten sie noch Kommentare und Regeln hinzu, damit man auf keinen Fall eins der Gesetze brach. In Matthäus 23, 1-12 sagt Jesus, was er von den Schriftgelehrten hält. Diese „Sicherheitsregeln“ gibt es heute noch im Judentum, sie sind aber nicht in der Bibel zu finden. Gibt es solche Sicherheitsregeln auch in der Gemeinde?

Dann fingen die Apostel an, Jesu Worte festzuhalten und Dinge für die Gemeinde zu regeln. Die frühen Christen hatten also das Alte Testament, die Berichte von Jesus und die Briefe der Apostel. Diesen Schatz an Gottes Worten haben wir auch heute noch in der Bibel. Nun liegt es an uns, in diesem Schatz zu graben! Aber wir haben Hilfsmittel, um Gottes Wort besser zu verstehen. Eine Predigt oder ein Kommentarbuch zur Bibel kann da helfen. Fallen dir noch mehr Hilfsmittel ein, die uns nützlich sein können?

 

Day 4: Opfer im Alten Testament

Das Opfersystem der Israeliten war zur Zeit des Alten Testaments von Gott angeordnet. Diese hautnahe Realität der Tieropfer führte ihnen den ganzen Ernst der Sünde vor Augen, aber auch Gottes Heiligkeit. Die Opfer hatten dabei unterschiedliche Aussagen. Manche wurden regelmäßig gebracht, andere bei bestimmten Situationen. Eins davon war das Sündopfer. Lies in 3.Mose 5,1-6 nach, welche Aussage dieses Opfer hatte.

Es ging bei alldem nicht darum, Gott ein Tier zu opfern, sondern um die Aussage dahinter. Es kam dennoch zeitweise vor, dass die Israeliten die Opfer mit einer falschen Motivation gebracht haben. Was hat Gott davon gehalten (Amos 5,22 und Maleachi 1,10)?

Die Opfer waren zusätzlich ein Zugang zu der Gemeinschaft mit Gott. Sie warfen schon einen Schatten auf das endgültige Opfer durch Jesus am Kreuz. In Hebräer 10, 1-18 steht ein Vergleich zwischen dem jährlichen Opfer des Priesters und dem einmaligen Opfer Jesu. Wozu dienten also die jährlichen Opfer (Vers 3-4)?

Hier ein kurzes Video dazu:

 

 

Day 5: Feste und Feiertage

Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind Feste von uns und Sonntag ist unser Feiertag. Doch das waren nicht die Feste und Feiertage der Juden. Sie hatten andere Feste und Feiertage. Welche fallen dir ein? Eins davon wird in 2.Mose 20,8-11 beschrieben. Was wird hier beschrieben?

Der Sabbat wurde am siebten Tag gehalten. Der Samstag war übrigens der letzte Tag in der Woche und der Sonntag der erste. Wir haben uns neu orientiert und den Sonntag (der Tag von Jesu Auferstehung) als Feiertag festgehalten. Aber zurück zum Sabbat, warum war der Sabbat von Gott zum Ruhetag verordnet worden?

Gott gab seinem Volk Feste und Feiertage, um sich an etwas zu erinnern. Das Passah erinnert an die Rettung aus Ägypten, das Fest der Erstlinge erinnert an Gott als den Geber der Gaben und der Sabbat an das Ruhen nach der Schöpfung. Denk jetzt an die christlichen Feste, an was Erinnern sie uns?

 

Day 6: Aussatz

Unrein, unrein!“, rief ein Mann im Lager der Israeliten. Er war von Aussatz befallen und damit er die Leute um ihn herum nicht ansteckte, warnte er sie. Denn Aussatz war eine der gefürchtetsten Krankheiten im Alten Orient. Der Mann galt nun als unheilbar und hochansteckend. Gott traf viele Vorsichtsmaßnahmen, dass der Aussatz nicht im ganzen Lager ausbrach. Dazu kannst du 3.Mose 13, 40-46 lesen.

Lies jetzt Lukas 5,12-16. Was fällt dir hier auf? Wie geht Jesus mit dem Aussatz um?

Auch heute noch gibt es so etwas wie Aussatz. Doch nicht die sichtbare Krankheit, sondern das unreine, das an uns haftet. Egoismus, Neid, Lüge oder Heuchelei bedeckt uns manchmal wie so ein Aussatz. Gut, dass wir zu Jesus kommen dürfen und er uns davon frei machen möchte! Wir brauchen keine Scheu haben. Wenn Jesus sogar die Aussätzigen angerührt hat, dann wird er auch uns anrühren.

Hier ein kurzer Ausschnitt über Jesus und unreine Menschen:

 

Day 7: Tod durch Kreuzigung

Ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott, so steht es in 5.Mose 21,23. Es zeigte, dass derjenige nicht nur beim Volk wegen seiner Tat verachtet wurde, sondern vielmehr bei Gott. So war die Kreuzigung bei den Juden als das schlimmste Todesurteil bekannt. Die religiösen Anführer zurzeit Jesu forderten nun eben diesen Tod für Jesus. Sie wollten ihm die größtmögliche Strafe und Verachtung zeigen. Lies dazu Johannes 19,1-22.

Mit welchen Mitteln versuchten die Juden, Pilatus zu überreden, Jesus zu kreuzigen? Welche Erniedrigungen musste Jesus hier noch über sich ergehen lassen?

Lies zum Abschluss Galater 3,13. Jesus hat das für die Juden getan, die ihm dies antaten. Für seine Feinde hat er das getan. Für uns hat er das alles auf sich genommen. Damals, zurzeit Jesus, gehörte eine Kreuzigung zum Alltag. Es war Teil ihres Alltagslebens. Heute stehen bei uns an jeder Straßenecke Kreuze, auf den Friedhöfen und in unseren Häusern oder es hängt sogar ein Kreuz um unser Hals. Wenn du heute ein Kreuz siehst, dann danke Jesus für seine Tat am Kreuz! Dafür, dass er für uns zum Fluch wurde, damit wir Segen empfangen!

 

Hier ein Video zur Kreuzigung von Jesus nach dem Lukas Evangelium (Englisch):