Der kleine Mann von der George Street

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was das Verteilen von Traktaten bewirken kann? Der folgende Bericht von Pastor Dave Smethurst (London) gibt eine zeugnishafte Antwort darauf.
Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, von der ich Ihnen jetzt erzähle. All das begann vor ein paar Jahren in einer Baptistengemeinde im Kristallpalast im Süden von London. Wir waren schon am Ende des Sonntagsgottesdienstes angelangt, da stand ein Mann in den hinteren Reihen auf, hob seine Hand und fragte: “Entschuldigen Sie, Herr Pastor, darf ich noch ein kurzes Zeugnis geben?” Ich schaute auf meine Uhr und willigte einschränkend ein: “Ich gebe Ihnen drei Minuten.”

Sogleich begann der Mann mit seiner Geschichte:

“Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Sie erstreckt sich vom Geschäftsviertel von Sydney bis hin zu den Wohnvierteln, dem so genannten Rock. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: “Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?” – Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt. Ich nahm daraufhin Kontakt mit einem Freund auf, der Gott sei Dank Christ ist, und er führte mich zu Christus.”

Alle applaudierten und begrüßten ihn herzlich in ihrer Gemeinschaft, denn die Baptisten mögen Zeugnisse dieser Art. Eine Woche darauf flog ich nach Adelaide im Süden Australiens. Zehn Tage später, es war gerade in der Mitte einer dreitägigen Vortragsreihe in einer der dortigen Baptistengemeinden, kam eine Frau auf mich zu und ersuchte mich wegen einiger Ratschläge. Ich fragte sie zunächst nach ihrer Stellung zu Christus. Sie antwortete darauf wie folgt:

“Ich habe einmal in Sydney gewohnt und vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Freunde. Auf der George Street erledigte ich noch einige Einkäufe, als ein seltsamer, kleiner, weißhaariger Mann aus einem Geschäftseingang auf mich zukam und mir ein Traktat anbot mit den Worten: ‚Entschuldigung, meine Dame, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich war durch diese Worte beunruhigt. Wieder zu Hause in Adelaide, wo ich von einer Baptistengemeinde ganz in meiner Nähe wusste, suchte ich den dortigen Pastor auf. Nach dem Gespräch führte er mich zu Christus. So kann ich Ihnen sagen, dass ich jetzt Christ bin.”

Ich war jetzt doch sehr erstaunt. Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen und in so weit voneinander entfernten Orten hatte ich dasselbe Zeugnis gehört. Dann flog ich zu einem weiteren Dienst in der Mount Pleasant Church nach Perth im Westen von Australien. Als meine Vorträge dort beendet waren, lud mich der Gemeindeälteste zum Essen ein. Dabei erkundigte ich mich, wie er denn Christ geworden sei. Er erklärte mir:

“Mit 15 Jahren kam ich in diese Gemeinde, ohne jedoch eine wirkliche Beziehung zu Jesus zu haben. Ich machte einfach alles nur so mit, wie alle anderen auch. Aufgrund meiner geschäftlichen Fähigkeiten und Erfolge wuchs auch mein Einfluss in der Gemeinde. Vor drei Jahren war ich dann auf einer Geschäftsreise in Sydney. Ein widerlich und geradezu boshaft aussehender kleiner Mann trat aus einem Ladeneingang heraus und hielt mir eine religiöse Schrift hin – billiger Ramsch – und konfrontierte mich mit der Frage: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich ein Ältester bei den Baptisten sei. Er aber wollte mir gar nicht zuhören. Den ganzen Weg nach Hause von Sydney nach Perth kochte ich vor Zorn. Auf sein Mitgefühl hoffend, erzählte ich meinem Pastor von dieser merkwürdigen Begebenheit. Doch dieser wollte mir nicht zustimmen. Er hatte mich schon vor Jahren damit beunruhigt, dass ich keine Beziehung zu Jesus haben könnte, und er hatte Recht damit. So führte mich mein Pastor vor drei Jahren zu Jesus.”

Ich flog wieder zurück nach London und bald darauf sprach ich auf der Keswick-Versammlung im Lake-District. Dort berichtete ich von diesen drei sonderbaren Zeugnissen. Am Ende dieser Vortragsreihe kamen vier ältere Pastoren nach vorn und erzählten, dass auch sie, inzwischen 25 bis 30 Jahre zurückliegend, durch dieselbe Frage bei gleichzeitiger Übergabe einer kleinen Schrift auf der George Street gerettet wurden.

In der folgenden Woche flog ich zu einer ähnlichen Versammlung wie jener in Keswick und sprach vor Missionaren in der Karibik. Auch dort erzählte ich dieselben Zeugnisse. Am Ende meines Vortrags kamen drei Missionare nach vorn und erklärten, dass auch sie 15 bis 25 Jahre zuvor durch das Zeugnis und genau diese Frage eben jenes kleinen Mannes auf der George Street in Sydney gerettet wurden.

Meine nächste Vortragsreise führte mich war Atlanta, Georgia (USA). Dort hatte ich auf einer Versammlung von Schiffskaplanen zu reden. Drei Tage lang referierte ich hier zu über 1000 Schiffskaplanen. Danach lud mich der Hauptkaplan zu einem Essen ein. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, wie er einmal Christ geworden sei.

“Es war wie ein Wunder. Ich war Matrose auf einem Kriegsschiff und führte ein verwerfliches Leben. Wir führten Flottenübungen im Südpazifik durch und erneuerten im Hafen von Sydney unsere Vorräte. Wir ließen uns total gehen. Ich war völlig betrunken, stieg in einen falschen Bus ein und in der George Street wieder aus. Beim Aussteigen dachte ich, ein Gespenst zu sehen, als da ein Mann vor mir auftauchte, mir ein Traktat in die Hand drückte und sagte: ‚Seemann, bist du gerettet? Kommst du in den Himmel, wenn du heute Nacht stirbst?‘ – Die Furcht vor Gott ergriff mich unmittelbar. Ich war sofort nüchtern, rannte zurück zum Schiff und suchte den Kaplan auf. Er führte mich zu Christus. Bald begann ich mich unter seiner Anleitung für den Dienst vorzubereiten. Nun habe ich die Verantwortung über 1000 Schiffsgeistliche, die heute Seelen zu gewinnen suchen.”

Sechs Monate später flog ich zu einer Konferenz, zu der sich 5000 indische Missionare in einem abgelegenen Teil Nord-Ost-Indiens eingefunden hatten. Am Ende lud ihn der Missionsleiter zu einem einfachen Essen in sein kleines, bescheidenes Haus ein. Auch ihn fragte ich, wie er denn als Hindu zu Christus gekommen sei.

“Ich wuchs in einer sehr privilegierten Position auf. Im Auftrag der diplomatischen Vertretung Indiens bereiste ich die Welt. Ich bin sehr froh über die Vergebung und dass meine Sünde durch das Blut Christi abgewaschen wurde. Ich müsste mich
sehr schämen, wenn man herausfinden würde, was ich so alles getrieben habe. Ein Zeit lang führte mich der diplomatische Dienst nach Sydney. Ich erledigte noch ein paar Einkäufe und war beladen mit Spielzeug und Kleidung für meine Kinder. Ich ging gerade die George Street hinunter, als ein höflicher, weißhaariger, kleiner Mann vor mich hintrat, mir ein Traktat anbot und mir eine persönliche Frage stellte: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich bedankte mich sehr, aber diese Sache ließ mir keine Ruhe. Zurück in meiner Heimatstadt, suchte ich unseren Hindupriester auf. Er konnte mir nicht helfen, aber er gab mir den Rat, zu einem Missionar im Missionshaus am Ende der Straße zu gehen, um meine Neugier zu befriedigen. Das war ein guter Rat, denn an diesem Tag führte mich der Missionar zu Christus. Ich gab den Hinduismus sofort auf und begann, mich für den Missionsdienst vorzubereiten. Ich verließ den diplomatischen Dienst und bin nun heute durch Gottes Gnade in der Verantwortung über all diese Missionare, die zusammen schon 100 000 Menschen zu Christus geführt haben.”

Acht Monate später predigte ich in Sydney. Ich erkundigte mich bei dem dortigen Baptistenpastor, ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Er bestätigte mir: “Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor, aber ich glaube nicht, dass er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich.” Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Wir klopften an die Tür, und ein winziger, gebrechlicher, alter Mann begrüßte uns. Er bat uns, Platz zu nehmen und bereitete uns einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, dass er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Ich erzählte ihm von all den Zeugnissen der vergangenen drei Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner eigenen Geschichte:

“Ich war Matrose auf einem Australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, dass ich Ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der St. George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich bis zum heutigen Tag noch von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre.”

Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zu zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis zu etwa 150 000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze von der Spitze des Eisbergs. Nur Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor, der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich zweifle, dass sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschienen wäre. Ich bezweifle auch, dass jemals sein Foto mit Text in Billy Grahams “Entscheidung” aufgetaucht wäre. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Baptisten in Sydney kannte Mr.Genor, aber ich sage Ihnen, im Himmel ist sein Name berühmt. Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die Herrlichkeit.

 

Quelle:

Dieser Artikel ist mit freundlicher Genehmigung aus der Webseite „wernergitt.de“ entnommen.

Link: https://wernergitt.de/beitraege/deutsch/bibelorientiert/item/20019-der-kleine-mann-von-der-george-street

Paulus Brief an Titus

Titus war ein sehr angesehener und hochgeschätzter Mitarbeiter des Paulus. Er war bei wichtigen Ereignissen dabei und wurde zudem von Paulus mit der wichtigen Aufgabe betraut, Älteste in den Gemeinden auf der Insel Kreta einzusetzen. In dieser Woche wollen wir uns mit einem Brief von Paulus an Titus beschäftigen und einiges über praktisches Christsein und richtiges Verhalten in der Gemeinde lernen…

 

Day 1: Berufung und Auftrag

Wie in vielen seiner anderen Briefe, stellt sich Paulus erst einmal vor. Natürlich kennt er Titus sehr gut und deshalb ist seine „Vorstellung“ eher dazu gedacht, noch einmal seinen Stand und seine Berufung zu betonen. Lies nun einmal den Abschnitt aus Titus 1,1-4. Gerne kannst du hierfür auch andere Bibelübersetzungen benutzen, um den Text besser zu verstehen.

Bevor Paulus diesen Brief beginnt, spricht er erst einmal über seine Beziehung zu Gott und seine Berufung. Als was bezeichnet sich Paulus und was bedeuten diese beiden Begriffe? Welche zwei Dinge sieht Paulus hier als seinen Auftrag?

Paulus ist es sehr wichtig, dass Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Was denkst du, dass Paulus unter der „Wahrheit“ versteht? Welche zwei Aspekte von Wahrheit führt Paulus hier auf?

Am Ende des „Briefkopfes“ grüßt Paulus wie so oft den Empfänger des Briefes mit verschiedenen Segenswünschen. Wenn man die Briefe des Paulus liest, wirkt es einem schon fast als selbstverständlich, wenn Paulus seinen Freunden Dingen wie Frieden oder Segen von Gott wünscht. Doch wie selbstverständlich ist das in unserem Leben? Wünschen wir anderen Gottes Segen, Frieden oder ähnliches? Lies dazu einmal 1.Thessalonicher 5,11. Probiere es aus, jede Woche für eine bestimmte Person zu beten und diese auch zu ermutigen. Frage nach, wie es ihr geht und zeige ihr, dass du an sie denkst. Lass dich von Gott gebrauchen und erlebe die Freude, die im gegenseitigen Anteil nehmen steckt.

 

Day 2: Aufgaben eines Gemeindeleiters

Nach seiner kleinen „Einleitung“ teilt Paulus seinem Freund Titus den Grund seines Schreibens mit. Lies dazu den nächsten Abschnitt in Titus 1,5-9.

Paulus ließ Titus zurück, damit dieser in Ordnung bringen konnte, wo es den verschiedenen Gemeinden noch mangelt. Welchen Auftrag gab Paulus ihm diesbezüglich?

Damit Titus seine neue Aufgabe auch ausführen konnte, gab ihm Paulus ganz konkrete Auswahlkriterien für das Amt eines Ältesten, Gemeindeleiters oder Pastors mit. Findest du alle 15? Überlege dir auch, wie diese Dinge jeweils ganz praktisch aussehen sollten.

Auch wenn sich Paulus Anweisungen hier auf das Ältestenamt beziehen, dürfen wir wissen, dass wir ebenfalls diese Dinge für unser Leben anstreben sollten. Suche dir deshalb zwei Kriterien aus Paulus Liste aus und versuche diese Eigenschaften mit Gottes Hilfe in den nächsten Wochen ganz bewusst auszuleben. Lass dich von Gott verändern und staune über sein Wirken in dir.

 

 

Day 3: Warnung vor Irrlehrern

Die Insel Kreta war in der Antike bekannt für ihren schlechten Ruf. Bezeichnete man jemand als „du Kreter!“, bedeutete das so viel wie „du Lügner!“. Mache dir am besten selbst ein Bild davon wie die Kreter lebten und lies dazu den Abschnitt aus Titus 1,10-16.

Sicherlich wirst du nun verstehen, warum Paulus hier ausdrücklich eine Warnung an Titus aussprach. Finde heraus, was die falschen Lehren dieser „Irrlehrer“ sind (V14&16). Was sagt Paulus über ihre moralische Gesinnung und wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll?

Im letzten Vers des Abschnittes zeigt Paulus auf, dass Titus diese Irrlehrer unter anderem daran erkennen kann, dass sie zwar vorgeben Gott zu kennen, aber ihn durch ihr Handeln und Verhalten verleugnen. Wie wir leben, zeigt, ob wir auch wirklich glauben. Lies dazu noch den Vers aus Matthäus 7,16-17.20. Überlege dir einmal ganz praktisch, wie es dir diese Woche gelingen kann, dass du nur durch dein Verhalten deiner Umgebung ein Zeugnis von Jesu Liebe sein kannst.

 

Day 4: Richtiges Verhalten in der Gemeinde

Nachdem Paulus die Gemeinde deutlich vor schlechten Einflüssen warnte, gibt er nun eine genaue Vorstellung davon, wie sich die Christen stattdessen verhalten sollten. Lies dazu den Textabschnitt aus Titus 2,1-10.

In seiner Auflistung nennt Paulus einige Anweisungen und gibt zugleich auch den Grund dafür an. Welche drei Gründe erwähnt Paulus als Ursprung seiner Anweisungen?

In seinem Auftrag an die Gemeinde wendet sich Paulus insgesamt an fünf verschiedene Gruppen. Finde jede Gruppe heraus und ordne ihnen die entsprechenden Anweisungen zu. Zu welcher Gruppe gehörst du? Nimm dir eine Anweisung heraus und überlege dir, wie du diese ganz praktisch in deinem Leben umsetzen kannst. Erlebe den Segen, der darin liegt, wenn du Gott wohlgefällig lebst.

 

Day 5: Gottes heilsame Gnade

Im Anschluss an seine genauen Anweisungen erklärt Paulus nun in den Versen 11-12, warum es so wichtig ist, nach Gottes Wort zu leben. Lies nun beide Verse und nenne den Grund für Paulus genauen „Verhaltenskatalog“.

Nachdem nun das „Warum“ geklärt ist, lies die Verse 13-1, um auch das „Wie“ herauszufinden. Wie kann es uns gelingen, immer mehr nach Gottes Wort zu leben?

Denke einmal über Folgendes nach: Jeden Sonntag denken wir in ganz besonderer Weise daran, was Jesus für uns am Kreuz getan hat. Wir loben und preisen Gott dafür und freuen uns an seinem großen „Liebesbeweis“. Doch wie schaut das im Alltag aus? Denken wir täglich an das, was Jesus für uns getan hat? Denken wir daran, dass Jesus wiederkommen wird? Woraus ziehen wir unsere Kraft und unsere Freude, täglich so zu leben, wie es Gott gefällt?

 

Day 6: Christsein im Alltag

Nachdem Paulus schon einige Anweisungen für richtiges Verhalten in der Gemeinde weitergab, kommt er nun noch auf ein ganz spezielles Thema zu sprechen. Lies dazu den Text aus Titus 3,1-8.

Paulus spricht hier über das Verhalten gegenüber dem Saat und der Gesellschaft. Wie sollen wir uns als Christen gegenüber unseren Vorgesetzten, bzw. der Obrigkeit allgemein, verhalten?

Um seine Aufforderung zu Gehorsam noch deutlicher zu machen, greift Paulus auf die Vergangenheit zurück und erinnert die Gläubigen an etwas. Warum sollen wir im Gehorsam gegenüber der Obrigkeit leben?

Kennst du das? Du fährst auf einer Landstraße und weit und breit kein Auto. Plötzlich siehst du ein Schild, dass dich auffordert nur noch 60km/h zu fahren. Es macht in deinen Augen keinen Sinn, aber trotzdem steht das Schild an dieser Stelle. Wie reagierst du? Folgst du den Regeln und Gesetzen des Staates, auch wenn du sie nicht nachvollziehen kannst? Überlege einmal in welchen Situationen es dir besonders schwer fällt, den alltäglichen Regeln und Gesetzen zu folgen. Bitte Gott darum und versuche in den nächsten Wochen dich ganz bewusst daran zu halten. Werde durch dein Verhalten ein Zeugnis für andere.

 

Day 7: Warnung vor Streitfragen

Bevor Paulus sich von seinem lieben Freund verabschiedet, gibt er ihm noch einen kleinen Rat weiter. Lies dazu nun die letzten Verse aus Titus 3,9-15.

In seinen letzten Worten spricht Paulus ein Thema an, das auch aktuell immer wieder dazu führt, dass viele Kirchen und Gemeinden zerstritten sind und lieber gegeneinander statt zusammen kämpfen. Welchen Rat gibt Paulus hier? Lies dazu auch Philipper 3,13-14.

Gibt es in deiner Gemeinde auch Streitpunkte, die eigentlich unnötig sind? Gibt es in deinem Umfeld Christen, die du meidest, weil sie in einigen Punkten anders denken? Halte dich an Paulus Rat und setze deine Kraft und Energie für das ein, was wirklich wichtig und entscheidend ist: Die Verkündigung des Evangeliums.

Reflektion: Welcher Punkt ist dir in dieser Woche besonders wichtig geworden? Konntest du schon etwas praktisch umsetzen? Lies dir noch einmal alle praktischen Anwendungen durch und bitte Gott, dass er dir bei der Umsetzung auch in der nächsten Woche hilft.

 

 

Die Schatzkammer Davids II

Wie bereits im ersten Teil, wollen wir uns auch diese Woche wieder mit sieben Psalmen aus dem Leben Davids beschäftigen. Egal ob als Hirte oder als Herrscher über Israel – David hatte eine Menge mit Gott erlebt. Er ging durch Verfolgung, kämpfte gegen einen Riesen und wurde sogar von seinem eigenen Sohn angegriffen. In allen Höhen und Tiefen blieb er dabei aber Gott treu und drückte seine Gefühlslagen und Gedanken oft in Psalmen aus. Nicht umsonst können wir seine Werke auch als „Schatzkammer“ bezeichnen…

Day 1: Psalm 11: Allein bei Gott ist Sicherheit

Dieser Psalm ist einer von vielen Psalmen, bei denen sich vermuten lässt, in welcher Situation sich David befand. Lies einmal den ganzen Psalm und rate, zu welcher Situation in Davids leben der Psalm passen könnte.

In den ersten Versen bekommt David einen Rat. Was wird ihm nahegelegt und wie reagiert er darauf? Was sagt Davids Antwort über seine Beziehung zu Gott aus?

David führt seine Antwort nun weiter aus und begründet sie zudem. Was sagt er über Gott bzw. warum braucht David selbst in der Not keine Angst zu haben?

Auch als Christen kommen wir oft in Nöte oder haben mit Problemen zu kämpfen. Wie David stellt sich dann auch für uns die Frage: fliehen wir und tun  alles, um mit der Bedrängnis fertig zu werden oder vertrauen wir auf Gott und lassen ihn für uns kämpfen? Stelle dir diese Frage einmal ganz persönlich und bete bewusst dafür, dass du in der nächsten schweren Situation von Beginn an und ganz bewusst auf Gott vertraust. Wenn du möchtest, kannst du als praktische Hilfe den letzten Vers des Psalms auswendig lernen.

 

Day 2: Psalm 16: Zuversicht in Christus

Wie bereits bei Psalm 11, gibt es auch hier die Vermutung, dass David diese Zeilen während der Flucht vor Saul geschrieben hat. Lies den ganzen Psalm 16 und du wirst feststellen, dass es trotz allem ein Psalm der Freude ist.

In den Versen 1-9 nennt David einige Gründe, warum er Zuflucht bei Gott findet. Finde heraus, warum David auch in Bedrängnis so voller Freude und Zuversicht ist.

Doch nicht nur durch Davids Zuversicht trotz Bedrängnis ist dieser Psalm ganz besonders.  Lies noch einmal Vers 10 und zusätzlich den Abschnitt aus Apostelgeschichte 2,21-36. Auf wen beziehen sich diese Verse?

David beginnt diesen Psalm mit einer Bitte um Bewahrung und beendet ihn mit der Gewissheit, dass in Gottes Gegenwart ewige Rettung ist. Durch Jesu Tod am Kreuz dürfen auch wir diese Gewissheit haben. Daraus dürfen wir unsere Freude und Zuversicht ziehen, auch wenn wir in Not und Bedrängnis sind. Hast du auch bereits diese Gewissheit auf ewige Rettung? Lies dazu einmal Johannes 3,16 und nimm Jesus Angebot an. Erlebe wie David die Zuversicht und Freude, die in Christus liegt.

 

Day 3: Psalm 19: Gott zeigt sich in seinem Wort und seiner Schöpfung

Wie die Überschrift verrät, lässt sich dieser Psalm sehr gut in zwei Bereiche aufteilen. Lies den Psalm und versuche für jeden Abschnitt die richtigen Verse zu finden.

David gibt hier einige Beispiele an, wie sich Gottes Herrlichkeit in der Natur wiederspiegelt. Versuche alle Beispiele zu finden und überlege selbst fünf weitere Beispiele, wo sich Gottes Größe in der Natur ganz praktisch zeigt.

Im „zweiten Teil“ des Psalm spricht David nun über Gottes Wort, bzw. Gottes Gesetz. Finde alle Beispiele heraus, durch die David deutlich macht, wie wertvoll Gottes Wort für ihn ist.

Anders als David, haben wir mittlerweile viel mehr Möglichkeiten sowohl Gottes Wort, als auch seine Größe in der Natur zu betrachten. Durch Filme oder Fotos können wir Gottes Herrlichkeit in der Natur noch viel intensiver bestaunen. Auch durch die Bibel haben wir das große Privileg, Gottes Reden zu vernehmen. Doch mit den Privilegien kommt auch die Verantwortung. Wir müssen uns fragen, was wir aus diesen Möglichkeiten machen. Sind für uns Berge, wunderschöne Sehen oder die Sterne in der Nacht schon Normalität geworden, so dass wir sie registrieren, aber nicht mehr bestaunen? Ist es eine Freude und Ehre für uns, täglich in Gottes Wort zu lesen oder eher eine lästige Pflicht? Nimm dir diese Woche vor, ganz bewusst durch die Natur zu gehen und Gott für seine Schöpfung zu danken. Denke auch beim Bibel lesen daran, was es für ein Privileg ist, die Bibel in den Händen zu halten. Du wirst sehen, wie dein Herz wieder dankbarer und deine Augen schärfer für Gottes Liebe werden.

 

Day 4: Psalm 23: Der gute Hirte

Diesen Psalm könnte man auch als „Dankpsalm“ bezeichnen. Lies den ganzen Psalm 23 und achte auf die Zuversicht, mit der David hier spricht.

David weiß, dass es ihm nie an etwas mangeln wird, weil Gott der gute Hirte ist. In den Versen zwei bis drei nennt David vier Beispiele dafür, wie er Gottes Güte ganz praktisch erfährt. Übertrage jedes Beispiel auf deinen Alltag und versuche die jeweilige Bedeutung herauszufinden (Beispiel: wie sieht es in deinem Alltag aus, wenn Gott dich auf „grünen Auen lagert“?).

Wie auch bereits zuvor, drückt David seine Zuversicht aus, auch wenn er in Nöten und Problemen steckt. Vor allem der letzte Vers dieses Psalms zeigt Davids festes Vertrauen auf Gott. Woraus zieht David diese Freude und worauf freut er sich?

Vermutlich kennst du Psalm 23 bereits und weißt, dass du in jeder Lage auf Gott vertrauen kannst. Doch wie sieht das wirklich und ganz praktisch in deinem Leben aus? Fühlst du sich erfüllt oder hast du doch das Gefühl, dass es dir an etwas mangelt? Denk einmal ein wenig darüber nach und rede mit Gott darüber. Verbringe Zeit mit ihm, denn er liebt dich mehr, als ein Mensch es könnte. Er schenkt dir Kraft, Freude und neuen Mut für dein Leben. Komm zu dem guten Hirten, denn er wird für dich sorgen.

 

Day 5: Psalm 30: Freude über Gottes Rettung

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Wie auch bei einigen anderen Psalmen, gibt es für die Entstehung dieses Psalms ein ganz konkretes Ereignis. David verfasste diese Zeilen zur „Einweihung des Hauses“. Lies nun einmal den ganzen Psalm.

Auch dieser Psalm lässt sich gut in verschiedene Teile einteilen. Lies noch einmal die Verse 2-6 und gib an, was David hier tut und auch warum er das macht.

Lies nun die Verse 7-11. David denkt hier an eine bestimmte Zeit zurück. Was war Davids Gedanke und was musste er jedoch erkennen? Fällt dir eine Situation in Davids Leben ein, zu der dieser Vers passt?

In den letzten beiden Versen können wir sehen, wie David voller Freude Gott lobt. In „Ewigkeit“ will er Gott preisen. David hat erkannt, dass er sehr wohl ins wanken kommt und durfte immer wieder Gottes gnädige Hand spüren. Gibt es in deinem Leben bereiche, in denen du dich stark fühlst und das Gefühl hast, nicht wirklich Gottes Hilfe zu brauchen? Lies zum Abschluss 1.Korinther 10,12-13. Verlasse dich bei allem ganz auf Gott und nicht auf deine eigene Stärke. Er wird dir immer genug Kraft geben.

 

Day 6: Psalm 54: Lobpreis selbst in Not

Als David vor Saul flieht, hält er sich unter anderem bei den Sifitern auf. Aus Angst vor Sauls Zorn, teilen die Sifiter dem König den Aufenthaltsort Davids mit (1.Samuel 23,19). David erfährt davon und verfasst während dieser Zeit diesen Psalm. Lies nun Psalm 54 und bekomme einen kleinen Einblick, was David in dieser Situation fühlte und dachte.

Obwohl dieser Psalm sehr kurz ist, können wir auch hier von David lernen. Was ist sein Anliegen, bzw. seine Bitte an Gott?

Nachdem David mit seiner Bitte zu Gott kommt, beginnt er in den Versen 6-7 damit, sich vor Augen zu halten, wie Gott ist. Wie würdest du Davids Gefühlslage anhand dieser Verse beschreiben?

In den letzten beiden Versen können wir lesen, wie David den Psalm mit Dank und fester Zuversicht beendet. Wie du sicher bemerkt hast, ist diese Einstellung in sehr vielen Psalmen von David zu finden. Ist das nicht beeindruckend? Trotz Lebensgefahr kann David hier voller Zuversicht und Freude Gott loben.

Nimm dir David zum Vorbild. Suche dir 5 Verheißungen aus dem NT heraus, die dich in Nöten und bei Problemen ermutigen würden und die deutlich machen, dass Gott immer da ist und alles in seiner Hand hat (Tipp: u.a. Philipper 4,6-7). Schreibe dir diese Verse auf und denke daran, wenn du das nächste mal in einer schweren Situation steckst. Sei dir bewusst, dass du durch Gottes Hilfe ebenso wie David fähig bist, in Bedrängnissen und Nöten Gott zu loben und ihm zu vertrauen.

 

Day 7: Psalm 117: Gott die Ehre

In der Kürze liegt die Würze. Deswegen wollen wir uns zum Schluss den kürzesten Psalm und gleichzeitig auch das kürzeste Kapitel in der Bibel anschauen. Lies den Psalm 117. Welche Aufforderung macht der Psalmist hier an die Menschen?

Gott sind die Menschen wichtig, deswegen freut er sich auch, wenn von ihnen Lob und Dank kommt. Gott anzubeten und zu loben ist also vielmehr ein Zeichen seiner Liebe zu uns. Vor allem aber durch den zweiten Vers können wir deutlich sehen, dass Gott uns liebt. Welche zwei Eigenschaften Gottes werden hier beschrieben?

Ist das nicht großartig? Wir dürfen nicht nur wissen, dass Gott uns mit seiner Gande umgibt, sondern auch dass er uns treu ist und zwar für ewig! Auch wenn wir immer wieder Fehler machen, ist Gott treu, vergibt uns und richtet uns wieder auf (1.Johannes 1,9). Hast du Gott heute schon für seine Gande und Treue gedankt? Nimm dir bewusst vor, diese beiden Eigenschaften Gottes ganz bewusst in dein tägliches Gebet aufzunehmen. Erlebe, wie das Bewusstsein darüber in dir immer mehr Dankbarkeit und Freude auslöst.

Worte

WORTE – so viele nutzen wir am Tag.

Wir diskutieren und manipulieren.

Wir reklamieren und kritisieren.

Wir diskriminieren und imponieren.

Wir witzeln und schwätzen.

Wir lästern und verletzen.

 

Worte – oft so leer, so nichts sagend.

So oft stehe ich da und suche nach Worten,

suche krampfhaft nach Themen um etwas zu reden.

Denn oft ist die Stille so laut, so lähmend.

Und so wird dann wieder über`s Wetter geredet,

ein Witz gerissen,

über den komischen Kleidungsstil der Nachbarin hergezogen,

Tatsachen über den Freund des Freundes, des Freundes verbogen,

oder unwichtige Dinge hervorgehoben.

Worte – oft so leer und so nichts sagend.

 

Mit Worten versuche ich anderen zu schmeicheln

und ihnen Honig um den Mund zu schmieren

oder ich nehme kein Blatt vor den Mund

während ich dem anderen meine Meinung geige.

Ein andermal bin ich für die richtigen Worte zu feige.

 

Hauptsache – ich stehe gut da.

Hauptsache – die anderen machen sich kein falsches Bild von mir.

Hauptsache – die anderen sehen wie drauf ich es hab.

 

Aber – haben die anderen wirklich ein richtiges Bild von dir,

zeigst du dich wirklich wie du bist?

Ein weiser Mensch sagte einmal, dass es sehr schwer ist

einen Menschen anzunehmen wie er ist,

wenn er sich nicht gibt wie er ist.

 

Warum zeigen wir nicht unser wahres Ich?

Ja – vielleicht macht es mich mehr verletzlich

aber ehrlich zu sein

ist das wirklich gefährlich – ich mein,

können wir denn etwas verliern?

 

Ja – verlieren kann man sein Gesicht, sein Ansehen, seine Ehre,

seinen guten Ruf, – sogar Menschen.

Aber – haben wir nicht Mut mutig aufzustehn,

der Wahrheit ins Gesicht zu sehn

und voranzugehn?

Lüge – ist ein großes Wort

niemand will der Lüge beschuldigt werden.

Aber mal ehrlich – lügen wir nicht oft?

 

Wir übertreiben

und wenn es an der Zeit ist die Wahrheit zu sagen können wir gut schweigen

und wenn wir leiden

ist die Frage Geht es dir gut?“

„ doch schnell mit einem kurzen Ja verscheucht.

 

Lieber – fressen wir unsere Sorgen in uns rein

lassen keinen an uns ran

lassen keinen unsere Ängste

unsre Zweifel, unsre Kämpfe sehn.

 

Doch würden wir mal wirklich offen miteinander reden

würden wir merken, dass Du und Ich

dass wir zwei

doch beide ein Päckchen zu tragen haben.

Dass der, der so aussah als hätte er sein

Glücklich bis zum Ende seiner Tage“ gefunden,

„ auch ein Mensch mit Sorgen und Ängsten ist,

denn ein Glücklich bis zum Ende seiner Tage“

„ wird hier in dieser Welt doch niemand erleben!

 

Jeder – wurde schon verletzt

jeder wurde schon versetzt

jeder hat mal Zweifel, hat mal Sorgen

jeder hat mal Angst vor morgen

jeder war schon einsam und allein

und es gibt echt kein‘

dem nicht ein nettes Wort gut tut

der sich nicht mal wünscht

etwas Mut zugesprochen zu bekommen

 

ALSO – wollen wir nicht MEHR Worte reden

die Mut und Hoffnung geben

und WENIGER Worte die verletzen, die zerstören, die letztendlich

zu nichts führen,

weil sie seicht und nichtssagend sind?

Wollen wir mehr über unsere Herzen

reden, mehr über Angst und Schmerzen

mehr über Gott und die verlorene Welt

und dann – WENIGER reden und MEHR tun

denn durch Reden ist oft auch nichts getan

wenn das Reden nicht zur Tat werden kann.

 

Lasst uns mit Worten ermahnen, ermutigen und trösten

und das alles in Liebe denn ohne Liebe

hat sowieso nichts einen Wert

ohne Liebe lasst uns lieber schweigen

Die Bibel sagt – ohne Liebe lass es lieber bleiben.

 

Wenn du und ich anfangen offen zu reden

wenn du und ich unsere Masken ablegen

dann können du und ich etwas bewegen.

 

Ich bete darum, dass du und ich

die richtigen Worte, zur richtigen Zeit haben

dass wir zur richtigen Zeit etwas sagen

und zur richtigen Zeit schweigen

dass du mir ehrlich sagen kannst, wie es dir geht

und ich dir ehrlich sage was mich bewegt

 

und dass so unsere Worte Gott ehren,

dass – wenn wir sagen wir wollen

ihm unser Leben geben

ihm damit auch unser Reden geben

denn einmal wird er über jedes Wort

das wir geredet haben

von seinem Richterstuhl ein Urteil sagen.

 

So lasst uns nicht damit warten,

sondern heute noch starten,

auf unsere Worte zu achten

und Ihm damit Ehre zu machen.

 

 

Autor:

Diesen Poetry Slam hat Ina Hermann verfasst

mit freundlicher Genehmigung

 

Die Waffenrüstung Gottes

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass dich heute jemand gezielt angreifen möchte? Wenn du wüsstest, dass dich jemand in der Beziehung zu Gott stören und in dich mit Ängsten, Sorgen und Zweifeln belasten möchte? Genau das ist nämlich jeden Tag aufs Neue der Fall. Satan möchte deine Beziehung zu Gott stören und versucht dies mit allen Mitteln zu tun. Da wir diese Mittel oft nicht sehen und wahrnehmen können, sprechen wir auch von einem „unsichtbaren Kampf“. Doch wir brauchen davor keine Angst haben, denn Gott hat uns die nötige Ausrüstung bereitgestellt…

 

Day 1: Der Gürtel der Wahrheit

Paulus wusste, wie schwer es oft sein kann, den Glauben auszuleben. In seinem Brief an die Epheser fordert er deshalb die Christen dazu auf, dass sie Gott um Kraft bitten und sich durch seine gewaltige Macht stärken sollen. Lies nun einmal den Abschnitt aus Epheser 6,10-17 und schaue, wie das ganz praktisch aussieht.

Um diesen Vers richtig zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass der Gürtel damals ganz anders war als heute. Er ähnelte einer ledernen Schürze, die den Körper stützen und die untere Körperhälfte schützen sollte. Erst wenn ein Soldat „umgürtet“ war, galt er als kampfbereit.

Welche „Körperteile“ sollen durch den Gürtel der Wahrheit geschützt werden? Lies dazu einmal 1.Petrus 1,13. Was sollen wir schützen?

Als nächstes lies dir nun noch den Vers aus Johannes 17,17 durch und überlege dir, was mit „Wahrheit“ gemeint ist. Fasse nun die Bedeutung des „Gürtels der Wahrheit“ in eigenen Worten zusammen.

In seinen Briefen warnt uns Paulus immer wieder davor, dass in der Zukunft viele Menschen auftreten, die falsche Dinge über Gott erzählen. Um solche Irrlehrer zu enttarnen und uns davor zu schützen, ist es wichtig, sich in Gottes Wort auszukennen. Überlege dir ganz praktisch, wie du beständig in der Bibel lesen kannst. Als Hilfe kann dir z.B. ein Bibelleseplan dienen, den du an deine Lesegeschwindkeit anpassen kannst https://www.bibelleseplan.ch/plan.php . Lies Gottes Wort und ziehe den Gürtel der Wahrheit an, um deine Gedanken und deine Gesinnung zu schützen.

 

Day 2: Der Brustpanzer der Gerechtigkeit

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Jeder Teil einer Rüstung ist wichtig und unverzichtbar. Geht man nach Sprüche 4,23, würde man aber besonders den Brustpanzer als wichtigsten Teil deklarieren, da durch ihn das Herz geschützt wird. Lies nun einmal die Stelle aus dem Buch Sprüche und anschließend noch einmal Epheser 6,10-17.

„[…] Ziehe den Brustpanzer der Gerechtigkeit an“. Was verstehst du unter dem Wort „Gerechtigkeit“ und um wessen Gerechtigkeit handelt es sich? Als Hilfestellung kannst du gerne den Bibelabschnitt aus Römer 3,1-28 lesen.

Jesu Gerechtigkeit schützt dich vollkommen vor dem Zorn Gottes und der Strafe für die Sünde. Wenn du den Brustpanzer der Gerechtigkeit anziehst, dann bedeutet das, dass du genau das glaubst und in Anspruch nimmst. Diese Gewissheit schützt dein Herz vor Angriffen des Teufels.

Um sich vor einem Gegner schützen zu können, ist es nicht nur wichtig ausgerüstet zu sein, sondern auch zu ahnen, wie der Feind zuschlagen könnte. Überlege dir nun einmal, wie solche Angriffe des Teufels auf dein Herz ganz praktisch aussehen könnten. Bitte darum, dass Gott dir deine Schwachstellen zeigt und gehe sie mit seiner Hilfe an. Verbringe immer mehr Zeit mit Gott und wachse dadurch im Glauben. Werde fester in deinem Glauben, denn das ist sozusagen die „Stärke“ deines Brustpanzers.

 

Day 3: Schuhe der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums

Schau einmal in deinen Schuhschrank und du wirst vermutlich merken, dass es sehr viele verschiedene Schuhe zu verschiedenen Zwecken gibt. Auch für dein Leben als Christ brauchst du die richtigen Schuhe. Gerade für die täglichen geistlichen Kämpfe gilt es, mit gutem Schuhwerk ausgerüstet zu sein. Lies erneut Epheser 6,10-17.

Wir sollen bereit sein, zu jeder Zeit das „Evangelium“ oder auch „die frohe Botschaft“ anderen Menschen weiter zu erzählen. Der bekannte Kirchenvater Augustinus sagte einmal, dass in dir brennen muss, was du in anderen entflammen willst. Um das Evangelium weiterzugeben, müssen wir also erst einmal selbst davon überzeugt sein. Lies einmal 1.Korinther 15,1-5 und definiere den Begriff „Evangelium“.

Oft ist es nicht einfach, die gute Botschaft von Jesus weiterzugeben. Es kostet Überwindung und Mut in der Schule oder in der Arbeit mit anderen über den Glauben zu reden. Doch das Evangelium ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Im Gegenteil: es ist die beste Nachricht, die es jemals gab und geben wird. Bitte Gott diese Woche ganz bewusst darum, dass er dir hilft mit einer Person ins Gespräch über den Glauben zu kommen und dass du das Evangelium weitersagen kannst. Du darfst Gott vertrauen, dass er dir in dieser Situation helfen wird (Matthäus 10,19-20) und die Freude erfahren, die in der Verkündigung des Evangeliums liegt.

Day 4: Schild des Glaubens

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Jeder Soldat braucht Waffen, mit denen er den Feind attackieren kann. Doch zugleich braucht er auch Waffen, die ihn wiederum vor den feindlichen Angriffen schützen. Das wohl bekannteste Werkzeug zu Verteidigung ist dabei der Schild. Lies dir auch heute erneut die Verse aus Epheser 6,10-17 durch.

Bei seinen Beschreibungen zur Waffenrüstung Gottes erwähnt Paulus vor allem, mit welchen Teilen wir zum geistlichen Kampf ausgerüstet sein sollen. Bei dem Schild des Glaubens zeigt Paulus aber auch ganz deutlich die Funktion der Waffe auf. Vor was soll uns der Schild des Glaubens schützen?
Wenn etwas mit Feuer infiziert ist, dann bedeutet das, dass sich das Feuer darauf Stück für Stück immer mehr ausbreitet. Das Feuer wütet so lange auf einer Sache, bis es entweder völlig vom Feuer verzehrt wurde oder aber das Feuer gelöscht wurde. Überlege dir einmal ganz praktisch, was solche „feurigen Pfeile des Teufels“ sein könnten. Bitte Gott bewusst um Hilfe vor diesen Angriffen und glaube an seine Verheißungen, die er dir in der Bibel gibt. Schütze dich mit dem Schild des Glaubens.
Day 5: Helm des Heils
Wir leben heute in einer Zeit, in der es immer noch Kriege gibt. Allerdings wird heute nicht mehr mit Rüstungen gekämpft, wie man sie zur Zeiten der Bibel kannte. Jedoch wird man euch heute keinen vernünftigen Soldaten finden, der keinen Helm auf dem Kopf trägt. Lies zum Beginn wieder die bekannten Verse aus Epheser 6,10-17 durch.
Mit dem Helm schützte der Soldat seinen Kopf vor lebensgefährlichen Verletzungen. Was könnte eine Kopfverletzung im übertragenen Sinn bedeuten? Lies dazu einmal die Verse aus 1.Thessalonicher 5,8-11 und Philipper 3,20.
Ist das nicht toll? Als Christ dürfen wir die Gewissheit haben, dass wir nach unserem Tod bei Jesus sein dürfen. Gerade wenn wir Nöte oder Probleme haben, dürfen wir wissen, dass das nur vorübergehend sein wird und wir einmal bei Gott sein werden, wo es nur Freude gibt. Es ist also nur zu verständlich, dass wir in der Bibel auch dazu aufgefordert werden, mit dieser Erwartung auf Christus durch das Leben zu gehen. Was sollte die Folge von dieser Gewissheit sein (Philipper 4,6-7, Matthäus 6,33)?
Überlege dir, was dich in deinem Leben von dieser Erwartungshaltung ablenkt und dich daran hindert, auf Jesus zu schauen. Schreibe dir mindestens fünf Verse aus der Bibel heraus, die von deiner Errettung durch Jesus sprechen und ewiges Leben verheißen. Hänge sie dort auf, wo du sie jeden Tag sehen kannst. Du wirst sehen, wie es dich verändern wird, wenn du mit der „Perspektive Ewigkeit“ durch den Tag gehst.
Day 6: Schwert des Geistes
Wie schon zuvor der Schild, ist auch das Schwert ein ganz spezieller Teil einer Rüstung. Ging es zuvor immer eher um die Verteidigung, so dient das Schwert vor allem auch zum Angriff. Lies dir wieder die Verse aus Epheser 6,10-17 durch. Kannst du sie vielleicht schon auswendig?
Anders als bei den anderen Begriffen, brauchen wir hier keine lange Untersuchung, um die Bedeutung des Schwertes herauszufinden. Was wird als das „Schwert“ bezeichnet? Lies dazu die bekannte Bibelstelle aus Hebräer 4,12.
Wie denkst du, würde unser Leben ausschauen, wenn es die Bibel nicht gäbe? Reflektiere nun ein wenig deinen aktuellen Lebensstil. Lebst du anders, jetzt, wo du die Bibel hast? Gott hat uns sein Wort gegeben, damit er zu uns spricht und wir ihn besser kennen lernen. Alles was wir tun müssen, ist darin zu lesen. In den letzten Tagen ging es immer wieder genau darum. Lies dir noch einmal alle praktischen Anwendungen durch und versuche sie dort umzusetzen, wo du es noch nicht gemacht hast. Du wirst sehen, es lohnt sich!
Day 7: Gebet
Wenn du aufmerksam gelesen hast, wirst du bereits gestern festgestellt haben, dass wir nun alle Teile der Waffenrüstung betrachtet haben. Dennoch haben wir uns einen sehr wichtigen Teil noch nicht angeschaut. Lies ein letztes mal Epheser 6,10-17 (oder sage es auswendig auf) und lies zusätzlich auch noch Vers 18.
Ganz zum Schluss erwähnt Paulus hier noch einmal etwas ganz entscheidendes – das Gebet! Hierzu wollen wir die Bibel selbst sprechen lassen. Schau dir die verschiedenen Bibelstellen an und staune über die Wirksamkeit des Gebets. Lies Philipper 4,6-7, 1.Johannes 5,14, Markus 11,24, Psalm 145,18, Matthäus 18,20 und Hebräer 4,16.
Danke Gott für das Privileg, dass wir jederzeit und mit allem zu ihm kommen dürfen. Nutze die Waffe des Gebets, sie wird dein Leben und das Leben anderer verändern. Nimm dir für diese Woche vor, täglich 15 min zu beten. Wenn das Gebet bereits fester Bestandteil deines Alltags ist, dann nimm dir vor, für diese Woche 15 min zusätzlich zu beten. Wenn du merkst, wie gut das dir tut, dann packe in der darauffolgenden Woche erneut 5 min dazu.
PS: Wenn du noch mehr tolle Verse über das Gebet lesen möchtest, findest du hier eine große Auswahl: https://dailyverses.net/de/gebet

 

 

 

Mit Gott reden – Dialog oder Monolog?

Gott??? Ich kann dich nicht hören, du sprichst so leise! Oft kommt es uns so vor, als ob Gott uns etwas zu flüstert und wir ganz genau hinhören müssen, um es zu verstehen. Wir sind uns unsicher, alles richtig verstanden zu haben und würden uns wünschen, wenn Gott deutlich zu uns sprechen würde. Aber ist es wirklich Gott, der hier zu leise spricht?

Lange Zeit bevor es Kühlschränke gab, lagerten die Menschen ihre Nahrung in Eishäusern, um sie so lange wie möglich aufbewahren zu können. Wenn im Winter Flüsse und Seen zugefroren waren, schnitt man große Eisblöcke heraus, brachte sie in die Eishäuser und überdeckte sie mit Sägemehl. Da die Häuser keine Fenster, dicke Mauern und eine gut verschlossene Tür hatten, reichte das Eis oft bis zum Sommer, um die Nahrung haltbar zu lagern.
Eines Tages kam es in einem dieser Eishäuser zu einem kleinen Missgeschick. Während der Arbeit verlor ein Mann seine wertvolle Uhr. Trotz langer und gründlicher Suche konnte der Mann die wertvolle Uhr nicht finden. Schnell schlossen sich auch andere Arbeiter bei der Suche an. Gemeinsam suchten sie überall, rechten das Sägemehl, doch blieben ebenfalls erfolglos.
Neugierig verfolgte ein kleiner Junge das Ereignis. Schließlich ging er auf die Männer zu und fragte, ob er es nicht auch einmal versuchen dürfte, die Uhr zu finden. Während einige der Männer mit grimmiger Miene und bösen Blicken reagierten, gab es andere, die den kleinen Jungen nur mitleidig belächelten und sich über ihn lustig machten. Da keine Einwände kamen, ging der kleine Junge entschlossen durch die Tür. Wenige Minuten später öffnete sich die Tür wieder und der Junge kam zurück – in seiner Hand die Uhr.
Alle waren außer sich. Überrascht fragten sie ihn, wie er das gemacht habe. „Nun“, antwortete der Junge. „Ich schloss die Türe zu, blieb ganz still, legte meinen Kopf auf den Boden und wartete. Schon nach wenigen Sekunden hörte ich das Ticken der Uhr. Danach war es ein Leichtes, die Uhr zu finden.“

Der kleine Junge wählte den effektivsten Weg. Er kam, wurde ruhig und hörte einfach hin und schon bald konnte er das Ticken der Uhr deutlich erkennen. Diese Geschichte lässt sich gut auf unsere Beziehung zu Gott übertragen. Es ist nicht die Frage ob Gott redet, sondern ob wir leise genug sind, um zu hören. Oft ist es auch unser Leben, das so laut „schreit“, dass wir Gottes Reden nicht wahrnehmen. Wenn wir an Dingen festhalten, die nicht gut für uns sind und unsere Beziehung zu Gott stören oder wir unser Herz auf anderes gerichtet haben, dann wird unser Blick und Gehör nicht mehr sensibel für Gottes Reden sein. Gott möchte aber gerne mit uns reden und mit uns Gemeinschaft haben.

Und wer an Jesus glaubt, kann sich voll Zuversicht an Gott wenden; denn wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht, erhört er uns. (1.Johannes 5,14)

Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. (Psalm 145,18)

Wir dürfen uns voll Zuversicht an Gott wenden, uns sicher sein, das Gott hört und antwortet. Was für ein geniales Versprechen. Lasst uns das ganz praktisch tun und im Gebet zu Gott kommen, mit ihm reden und vor allem hören, was er uns sagen möchte (Dialog statt Monolog). Lasst uns von dem Jungen lernen und im Gebet eine Zeit haben, in der wir aufhören zu reden, schweigen und einfach einmal hinhören, was Gott uns sagen möchte. Gott wird antworten, denn er ist ein liebender Vater, der gerne mit seinen Kindern Gemeinschaft hat und mit ihnen redet.

 

Hebräerbrief Teil I

 

Für das Volk Israel wäre dieser Brief bestimmt am einfachsten zu verstehen. Für uns ist der Brief eher schwer zu knacken. Warum? Weil der Schreiber des Briefes davon ausgeht, dass die Leser sich Blind im Alten Testament auskennen. Er rennt förmlich durch das Alte Testament und bezieht sich in gefühlt jedem 2. Satz auf Verheißungen, Geschichten und Personen der vergangenen Zeit. Wir wollen uns nun an diesen Brief versuchen. Es lohnt sich beim Lesen eine Bibel zu verwenden, die Parallelstellen anzeigt ?. Eine Garantie können wir hier geben: Wer den Hebräerbrief liest, wird Jesus neu bestaunen können!

 

 

Day 1: Wie Gott sich offenbarte

Bevor du das erste Kapitel liest, hier ein paar Infos: Der Schreiber möchte die Leser ermutigen, trotz Verfolgung Jesus treu zu bleiben und macht deutlich, dass Jesus größer als alles andere ist. Dazu setzt er viele Psalmverse ein.  Wie viele Zitate aus dem Alten Testament kannst du im ersten Kapitel festmachen?

Auf welchen Wegen hat Gott zu den Menschen geredet? Kannst du mit deinen eigenen Worten zusammenfassen, was der Schreiber in Vers 3 über Jesus sagt?

Durch Jesus hat Gott seine größte Offenbarung gezeigt. Wir sind leider keine Zeitzeugen von dieser Offenbarung gewesen, haben aber sein Wort, seinen Geist und seinen Zuspruch, das unsere Gebete in seinem Namen erhört werden. Lasst uns davon Gebrauch machen!

 

Day 2: Warum Jesus Mensch geworden ist

Wir merken relativ schnell, dass es dem Schreiber ernst ist. Er warnt in den folgenden Kapiteln immer wieder, an etwas festzuhalten. Lies dazu das zweite Kapitel. Warum müssen wir auf das achten, was wir von Gott gehört haben?

Warum schämt sich Jesus nicht, uns seine Geschwister zu nennen? Warum musste Jesus leiden (Vers 17-18)?

Was hat der Tod Jesu am Kreuz bewirkt (Vers 14-15)?

 

 

Day 3: Die wahre Ruhe

Gott wollte das verheißene Land für das Volk Israel zur Ruhestätte machen, wo sie mit seinem Frieden leben sollten. Lies dazu das dritte Kapitel. Warum konnten die Israeliten aber nicht in die Ruhe gehen?

Inwiefern ist es jetzt für uns eine Warnung? Was bewirkt Unglaube?

Was denkst du, warum möchte Gott uns Ruhe schenken? Weshalb brauchen wir Ruhe? Wie sieht bei dir Ruhe aus?

 

 

Day 4: Die Macht des Wortes Gottes

Noch einmal geht der Schreiber auf die Ruhe ein. Daraufhin spricht er eine Warnung aus und schlussfolgert einer der bekanntesten Verse über Gottes Wort. Lies das vierte Kapitel.

Was bedeutet es, dass Gottes Wort wie ein zweischneidiges Schwert ist?

Niemand kann sich in die Ruhe hineinmogeln, denn vor Gott liegen sogar unsere finstersten Gedanken offen. Wir können Gott nichts vormachen. Müssen wir aber auch nicht, denn wir dürfen immer Hilfe in Anspruch nehmen. Lies zum Schluss noch einmal die Verse 14 bis 16.

 

 

Day 5: Jesus als Hohepriester

Der Hohepriester nahm die Opfer entgegen und war sozusagen ein Mittler zwischen Gott und Mensch. Einmal im Jahr betrat er das Allerheiligste und bewirkte Sühne für das ganze Volk. Nun wird Jesus als Hohepriester beschrieben. Schau dir das fünfte Kapitel an.

Von wem wurde Jesus als Hoher Priester eingesetzt? Was lernte Jesus durch sein Leiden?

Der Schreiber endet wieder mit einer Mahnung. Denn die Leser des Briefes haben zwar alles gehört, aber haben es nicht umgesetzt. Lasst uns das auch zu einer Mahnung werden, dass wir nicht nur wissen, sondern auch tun!

 

 

Day 6: Gott hält, was er verspricht

Der Schreiber des Briefes möchte sich nicht länger mit den schon bekannten Lehren aufhalten. So geht er weiter und lenkt den Blick auf das Ziel. Schau in Kapitel 6 nach, wie das aussieht.

Was verspricht Gott (Vers 17-19)? Warum ist dieses ein sicheres Versprechen?

Am Ende dürfen wir festhalten, dass Gott nichts vergisst außer eins: Unsere Sünden (Vers 10)!

 Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann? Micha 7,18

 

 

Day 7: Jesus, Jesus, Jesus

Wer ist Melchisedek? Um dieses Kapitel besser zu verstehen lohnt es sich 1.Mose 14,17-24 durchzulesen. Lies danach das siebte Kapitel im Hebräerbrief. Worin gleichen sich Melchisedek und Jesus?

Was tut und tat Jesus alles für uns (Vers 22-28)?

In Vers 25 steht, dass Jesus nie aufhören wird, für uns einzustehen. Wir haben sozusagen einen Verteidiger für unsere Schuld in Jesus. Mit keinem Verteidiger der Welt würden wir ihn eintauschen! Und mit keinem Geld der Welt wäre dieser Einsatz zu bezahlen. Ist das nicht ein Grund, Gott zu loben und einfach Danke zu sagen?

 

 

Psalm 119

Was kann man alles in 20 Minuten schaffen? Ein Workout, Zimmer aufräumen, Essen, … oder auch den Psalm 119 lesen. Denn so lange dauert es ungefähr, wenn man ihn in einem Stück durchlesen will. Dabei hat man am Ende bestimmt schon wieder vergessen, was am Anfang stand. Doch dieser Psalm ist einzigartig und es lohnt ihn, sich einmal genauer damit zu beschäftigen. Der Schreiber hat für jeden Buchstaben des Hebräischen Alphabets je 8 Sätze verfasst. Alles dreht sich dabei um ein Thema: Gottes Wort. In dieser Woche wollen wir uns Abschnittsweise mit diesem besonderen Psalm befassen.

 

1.Herzensangelegenheiten

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Lies die ersten 24 Verse von Psalm 119. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

Welche Aussagen trifft der Schreiber, wenn er das Herz und Gottes Wort miteinander verbindet (Verse 2,7,10 und 11)?

Die Verse 17 bis 24 kann man als Gebet vor Gott bringen. Wenn du magst, kannst du es zu deinem Gebet werden lassen.

 

2.Geschenke

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Lassen wir uns nicht alle gerne beschenken? Und Gott ist da sehr freigiebig. Lies die Verse 25 bis 48. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

Viermal möchte der Schreiber sich beschenken lassen. Womit und unter welchen Umständen tut er das (Verse 25,29,37 und 41)?

Überlege einmal: Womit würdest du dich gerne von Gott beschenken lassen?

 

3. Feinde und Gottlose

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Lies heute die Verse 49 bis 80. Welcher Vers hat dich heute am meisten angesprochen und warum?

In Psalmen sprechen die Schreiber auch oft über die Gottlosen oder ihre Feinde. Auch dieser Psalm Schreiber. Was sagt er über sie (Verse 51,53,61,69+70 und 78)?

Was denkst du, warum sagt er solches über seine Feinde und Gottlose Menschen aus? Kannst du ihn in dieser Hinsicht verstehen?

4. Gottes Wort ist wie…

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Heute haben wir etwas mehr als die Hälfte des Psalm 119 erreicht. Lies weiter in den Versen 81 bis 112. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

In diesem Abschnitt sind mehrere vergleiche über Gottes Wort aufgestellt. Welche sind es (Verse 89, 103 und 105)?

Jetzt bist du gefragt! Kannst du auch so einen Vergleich aufstellen? Wie ist Gottes Wort für dich?

 

 

5. Das ist mein Gott!

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Auch heute geht’s weiter mit Psalm 119. Lies die Verse 113 bis 144. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

Welche Aussagen trifft der Schreiber über Gott (Verse 114, 118- 120, 132,137 und 142)?

Welche Eigenschaft Gottes schätzt du in letzter Zeit? Welche Eigenschaft von ihm ist dir vielleicht durch Psalm 119 neu groß geworden?

6. Emoji

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Lies heute die Vers 145 bis 168 von Psalm 119. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

Der Schreiber zeigt viele verschiedene Emotionen und Gefühlslagen auf. Welche sind es und wie stehen sie in Verbindung mit Gottes Wort (Verse 148, 153, 158, 161, 162, 163, 164 und 167)?

Welche Emotionen weckt Gottes Wort bei dir?

 

 

7. Lebenskraft

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Heute ist der letzte Tag mit Psalm 119. Dafür gibt es auch einen sehr kurzen Abschnitt. Lies die Verse 169 bis 176. Welcher Vers hat dich am meisten angesprochen und warum?

Die Lebenskraft zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Psalm. Wie kannst du an diesen letzten Versen festmachen, warum Gottes Wort so eine Lebenskraft für jemanden werden kann?

Reflektiere diese Woche. Welche Verse sind dir hängen geblieben? Was bedeutet dir Gottes Wort? Was hast du Neues gelernt?

 

Wer bin Ich?

Was antwortest du, wenn jemand fragt, wer du bist? Nennst du deinen Namen? Deinen Beruf? Deinen Status? Bist du Max? Bist du ein Architekt? Bist du ein Friedensstifter? Das sind alles Dinge, du uns ausmachen. Auch in Gottes Wort stehen Antworten auf das “Ich bin“. Jesus hat uns 7 Beispiele gegeben, wer er ist. Diese Woche wollen wir uns 7 „Ich bin-Worte“ anschauen, die auf uns als Kinder Gottes zutreffen.

 

  1. Ich bin jemand, für den Jesus sich interessiert

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Das Gleichnis von den 99 Schafen und das eine verlorene Schaft konnte ich nie ganz begreifen. Wie kann ein Schaf so wertvoll sein, dass der Hirte seine 99 zurücklässt, um das Verlorene zu suchen? Nun, so ist es bei Gott. Seine unermessliche Liebe kann man nicht begreifen. Für ihn sind wir alle die Nummer 1! Lies zum Einstieg dieses Gleichnis und zwei weitere Gleichnisse in Lukas 15,1-24.

 

Jesus möchte dein guter Hirte sein, weil er sich für dich interessiert. Er interessiert sich so sehr für dich, dass er sich Zeit für dich nimmt und dich hört.

Psalm 3,5: Mit lauter Stimme will ich zum Herrn rufen, er wird mir antworten von seinem heiligen Berg.

Denk immer daran, dass du immer und mit allen Dingen zu Jesus kommen darfst! Probiere es doch jetzt gleich aus und verbringe ein wenig Zeit mit ihm.

 

 

  1. Ich bin in Christus und Christus in Mir

In der Bibel steht, dass Gott in uns wohnt und wir Tempel sind (1.Korinther 6,19). Wir können uns das wie mit dem Weißen Haus vorstellen. Bei dem Weißen Haus geht es nicht um die Steine, um den Teppich oder um den Geschirrspüler in der Küche. Das ist nicht das Besondere. Das, was das Weiße Haus ausmacht, ist was er repräsentiert. Es ist der Wohnsitz und Arbeitsplatz eines der

Matt H. Wade, Wikipedia

mächtigsten Männer der Welt. So ist es auch bei dir. Du bist das Haus von Jesus Christus. Du darfst ihn repräsentieren! Lies dazu Galater 2,19-20 und Epheser 3,14-20.

 

Was macht es für einen Unterschied, wenn Jesus Christus, der Sohn Gottes, in einem Menschen lebt?

Jesus sagt er ist die Auferstehung und das Leben. Dieser Jesus lebt ihn dir. Wenn du betest, ist Jesus da. Wenn du Angst hast, ist Jesus da. Wenn du in Not bist, ist Jesus da. Denn er hat einen Platz in deinem Herzen! Danke ihn doch heute dafür.

 

 

  1. Ich bin vergänglich und doch leb ich ewig

 

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Auf Beerdigungen hört man oft die Redewendung „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Und so ist es auch bei uns Menschen, irgendwann kehren wir zurück zum Staub der Erde. Unsere Zeit ist begrenzt. Doch so ist es nicht bei Gott. Er ist ewig. Und als seine Kinder dürfen wir eines Tages unser zeitlich begrenztes Leben ablegen und ewiges anziehen! Unsere Zelte werden abgebrochen und Häuser gebaut. Schau hierzu in Psalm 103, 14-19 und 2.Korinther 5,1-10.

 

Jesus, als die Tür, hat uns den Weg zur Unvergänglichkeit geöffnet. Gott hat für alles vorgesorgt. Auch wenn unser jetziger Körper irgendwann wie eine Rosine schrumpelig wird und mehr und mehr zerfällt, hat Gott im Himmel etwas Ewiges für uns. Was hat Gott uns aber schon jetzt als Anzahlung gegeben (2. Kor. 5,5)?

Lies noch einmal Vers 9, wie kannst du das heute umsetzen?

 

 

4. Ich bin geliebt

 

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Letzte Woche ging es um die Liebe (definiert nach 1.Korinther 13). Und mit dieser Liebe darfst du dich von Gott geliebt wissen! Wir alle wissen, was in Johannes 3,16 steht. Doch weil es so eine gigantische Aussage ist, hier nochmal in einer Übersetzung, die unbekannter ist.

 

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. (Menge Übersetzung)

In seinem Gebet vor seiner Verhaftung zeigt Jesus noch einmal deutlich, wie sehr er dich und mich liebt. Lies dieses Gebet für dich in Johannes 17,20-26 nach.

Wie sehr liebt Gott dich (Vers 23)?

Auch wenn du dich nicht immer geliebt fühlt, ändert es nichts an der Tatsache, dass Gott einem so unendlich liebt, wie er Jesus liebt. Diese Liebe sollte auch Spuren in unserem Leben hinterlassen. Lies zum Abschluss 1.Johannes 4,7-12.

 

 

  1. Ich bin ich

 

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Warum hat Gott mich erschaffen? Unter den 7,6 Milliarden Menschen bin ich doch nur ein Staubkorn. So mag man vielleicht denken, aber Gott denkt so nicht über dich. Er hat dich mit Sinn erfüllt, dich einzigartig gemacht und für dich einen Plan. Jesus sagt, er ist der Weinstock und wir die Reben. Reben sind kein Unkraut. Sie haben einen Sinn, geben Frucht und wachsen. In Epheser 3,1-13 weiht uns Paulus in ein Geheimnis ein. Schau nach, was für eins es ist!

 

Paulus hat eine wundervolle und wichtige Aufgabe von Gott bekommen. Dabei würde man meinen, dass Gott ihn als allerletztes für so einen Plan auswählt. Doch Gott ist anders. Er möchte auch dich in seinem großen Plan miteinbeziehen. Du kannst mit deinen Eigenschaften, deinem Talent, deinem Ich Gott ehren und dienen. Keiner ist zu gering für ihn!

Lies zum Abschluss Epheser 2,10. Wo und wie kannst du das heute umsetzen?

 

 

  1. Ich bin wertvoll

 

By David Shankbone – wikipedia english

Julia Roberts hat sich ihr Lächeln für knapp 22 Millionen Dollar versichern lassen und Mariah Carey ihre Beine für 1 Millarde Dollar! Macht sie das wertvoll? Für einen Geldbeutel schon, aber nicht vor Gott. Vor Gott zählt weder Rang noch Name oder der Preis des Lächelns. Für ihn sind wir auch ohne so eine Versicherung wertvoll. Lies dazu Psalm 139,1-16.

 

Stell dir vor, du bist es wert, dass Gott ein Buch über dein Leben festhält. Du bist es wert, dass Jesus für dich auf die Erde kam. Was sieht Gott, wenn er dich anschaut? (1.Johannes 3,1.  Galater 4,7. 2.Korinther 5,17. …)

Es gibt ein Lied da heißt es, dass Gott keine Fehler macht. Und daher ist auch niemand von uns ein Fehler. Wir sind alle ein Gedanke Gottes und ein genialer noch dazu ?. Wie kannst du heute Danke dafür sagen?

 

 

  1. Ich bin gerettet

 

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Am ersten Tag haben wir von dem verlorenen Schaf gelesen, von der verlorenen Grosche und vom verlorenen Sohn. Das sind alles Gleichnisse vom Verloren-sein. Doch das Beste daran ist, das jemand all diese Dinge sucht. Gott ist ein suchender Gott, der das verlorene finden und retten will. So war es schon bei Adam und so ist es auch bei dir.

 

1.Mose 3,9: Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?

Was es bedeutet, von Gott gefunden und gerettet worden zu sein, können wir in Epheser 2 lesen.

Beim gerettet sein geht es nicht nur darum, nicht mehr in der Gefahr zu stehen. Es geht bei Gott um viel mehr. Wem sind wir dadurch nahe geworden (V.13+ 18)? Wo ist unser neues Bürgerrecht (V.19)?

Jesus hat gesagt, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und das alles hat es möglich gemacht, dass du gerettet bist. Wenn du heute ein Kreuz siehst, dann danke doch Jesus für die Rettung!

 

Die Liebe – mehr als nur verliebt sein ?!

Ein verliebtes Pärchen, Strand, Sonnenuntergang und beruhigendes Meeresrauschen… In den Medien spielt die Liebe eine sehr große Rolle, doch wird sie oft nur sehr einseitig beleuchtet. Die Liebe wird dabei meistens nur auf das verliebt sein reduziert und selten über Herausforderungen und Schwierigkeiten in der Liebe gesprochen. Diese Woche wollen wir schauen, was wirklich Gottes Maßstäbe für echte Liebe sind. Dazu wollen wir uns sieben Eigenschaften anhand biblischer Vorbilder näher ansehen.

 

Er aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22,37-40)

 

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. (1.Korinther 13,4-7)

 

Day 1: Liebe lässt sich nicht erbittern

Hanna ist eine von Elkanas beiden Frauen. Obwohl ihr Mann sie am meisten liebt, leidet Hanna sehr. Lies einmal 1.Samuel 1,1-10 und stelle fest, warum es Hanna so schlecht geht.

Was war Hannas Problem und was machte das mit ihr? Was tat sie in ihrer Verzweiflung? Lies anschließend die Geschichte weiter in den Versen 11-18.

Hanna wurde geärgert, gereizt und gedemütigt. Es ist nicht verwunderlich, dass wir lesen können, dass Hanna eines Tages verbittert war. Doch Hanna konnte Veränderung erleben. Was war der Wendepunkt und rettete sie aus ihrer Bitterkeit?

Gott hält sein Wort! In den Versen 19-28 kannst du nachlesen, wie Gott der Hanna einen Sohn schenkt und auch, wie Hanna ebenfalls ihr Wort hält. Als die Zeit reif war, übergab sie tatsächlich ihren geliebten Sohn dem Priester Eli und hielt somit ihr Versprechen. Trotzdem ist sie noch immer mit Freude erfüllt…

Lies zum Abschluss nun das Lied der Hanna in 1.Samuel 2,1-11. Erkennst du die Hanna aus Kapitel 1 wieder? Was können wir aus Hannas Geschichte lernen? Was ist das Heilmittel gegen Bitterkeit? Wie können wir zu einer Liebe fähig sein, die sich nicht erbittern lässt?

 

Day 2: Liebe erträgt und erduldet alles

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Die vier Freunde Schadrach, Meschach, Abed-Nego und Daniel erlebten  einige Male Gottes eindrückliches Eingreifen in ihrem Leben. Zuerst segnete Gott ihren Glauben und lies sie als Berater des Königs viel Erfolg haben. Dann befähigte er Daniel dazu, einen Traum des Königs zu deuten. Erneut kamen die vier Freunden durch Gottes Eingreifen zu weiterem Wohlstand und Anerkennung innerhalb des Königreichs Babylon. Trotzdem vergaßen die vier jungen Männer eines nie…Lies dazu die Geschichte aus Daniel 3,1-21.

Der König gibt einen Befehl und die drei Freunde haben keine Skrupel davor, dem König ins Gesicht zu sagen, dass sie ihm in diesem Punkt nicht gehorchen werde? Warum ist das Handeln der drei trotzdem ein eindrücklicher Liebesbeweis?

Welche Strafe wartete auf die jungen Männer und wie traten sie vor dem König auf? Lies nun die restliche Geschichte in den Versen 22-30 und staune darüber, wie Gott ihre Liebe zu ihm erwidert.

Schadrach, Meschach und Abed-Nego hatten mehr, als sich ein Israelit zu dieser Zeit hätten Träumen lassen. Obwohl sie Juden waren, zählten sie zu den mächtigsten Männern im ganzen Reich. Doch dann wurden sie vor die Entscheidung gestellt. Sie konnten so weiter leben oder ihr leben verlieren. Alles was sie tun mussten, war lediglichsich zu verbeugen. Doch die drei Freunde hatten Gott nicht vergessen. Sie hatten eine echte Liebe. Eine Liebe, die alles erträgt und erduldet.

Wie steht es mit uns? Sind wir bereit alles zu ertragen, so wie Jesus es für uns tat? Was hindert uns daran? Auch Heute gibt es noch viele Christen, die aufgrund ihres Glaubens getötet und verfolgt werden. Nimm dir in nächster Zeit vor, bewusst für verfolgte Christen zu beten. Hier eine hilfreiche Seite mit einer Menge konkreter Anliegen: https://www.opendoors.de/

 

Day 3: Die Liebe glaubt und hofft alles

Anders als sein Vater war Jonatan ein Mann, der Gott liebte. Jonatan pflegte nicht nur eine innige Freundschaft zu David, sondern auch Gott vertraute er von ganzem Herzen. Lies dazu einmal die Geschichte aus 1.Samuel 14,1-15.

Jonatan zieht auf eigene Faust los, um gegen die Philister zu kämpfen. Aus welchen Stellen können wir schließen, dass es kein Hochmut war,der Jonatan trieb, sondern ein tiefes Vertrauen in Gott?

Jonatan tat den ersten Schritt und zog los zu den Philistern. Ihm war es wichtig, wirklich Gottes Willen zu tun und so bat er noch um ein Zeichen von Gott. Als Gott dann das Zeichen gab,griff Jonatan die Philister an. Wozu befähigte ihn Gott und was war das Ergebnis seines Glaubens?

Jonatans Liebe zu Gott zeigte sich durch sein Vertrauen und seinen Glauben. Ohne zu zögern zog er mit seinem Knecht gegen einen Posten der Philister in den Kampf. Lerne von Jonatan. Wage den ersten Schritt und erwarte Großes von Gott. Erlebe Gottes unglaubliche Größe, in dem du mutig und voller Vertrauen Gottes Willen tust, gerade wenn er sehr schwer erscheint. Wachse in der Liebe zu Gott. Lass dich nicht von deinem Glauben und deiner Hoffnung abbringen und gehe mutig voran.

 

Day 4: Liebe ist langmütig und geduldig

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Welche Geschichte kommt dir zu dem Stichwort Geduld als erstes in den Sinn? Lies einmal folgende Begebenheiten und finde heraus, ob deine Geschichte dabei ist: 2.Mose 15,24-25/ 2.Mose 16,2-4,12-13/ 17,2-7.

Was war das Problem des Volkes? Wie ist es möglich, dass sie Gott lobten und im nächsten Moment wieder murrten? Wie reagierte Gott auf ihr Murren (16,12)?

Immer wieder offenbarte das Volk seine Unzufriedenheit, bis schließlich das Maß voll war. Lies 2.Mose 32,7-10. Was taten die Israeliten und was war Gottes Reaktion darauf?

Gott selbst bietet Mose an, das Volk zu vernichten und ihn zu verschonen. Immer wieder hatten die Israeliten gegen Gott und vor allem auch gegen Mose rebelliert. Was für eine Chance für Mose, endlich dafür belohnt zu werden. Endlich würde das Volk seine gerechte Strafe bekommen…Lies nun die Verse 11-14.

Ist das nicht erstaunlich? Mose bittet Gott darum, dass er das Volk verschont. Trotz all der Anfechtungen liebte Mose das Volk. Seine Liebe zeigte sich durch seine Langmut und Geduld. Wo gibt es in deinem Alltag Menschen, die dich reizen und den letzten Nerv rauben. Nimm dir Mose zum Vorbild. Sei geduldig und langmütig. Bete für diese Personen und du wirst sehen, wie Gott dir Liebe schenkt. Du wirst sehen, wie Gott dich durch seinen Heiligen Geist befähigt, langmütig und gütig zu sein. Lass dich als ein Zeugnis von Gottes Liebe gebrauchen.

 

Day 5: Liebe neidet nicht

Neid und Eifersucht…mit Sicherheit gingen dadurch schon so einige Beziehungen in die Brüche. In der Bibel lesen wir von einer Person, die jeden Grund zu Neid oder zur Eifersucht gehabt hätte. Stattdessen zeichnete sie sich vor allem durch die beispiellose Freundschaft aus, die sie zu einer anderen Person pflegte. Weißt du schon, um wen es sich handelt? Lies dazu einmal die Geschichte aus 1.Samuel 19,2 und 20,1-17.

Gott war mit David. Das Volk jubelte ihm zu und jeder konnte sehen, wie Gott mit ihm war. Gerade das führte bei Saul zu Neid und Eifersucht und einer panischen Angst, seinen Thron zu verlieren. Wie dachte Jonatan über David? Glaubte er auch, dass David König werden würde? Wie ging er damit um?

Jonatan liebte David mit einer freundschaftlichen Liebe, die so stark war, dass er völlig frei von eigenen Interessen war. Wäre David zum König geworden, hätte er sich ihm sicherlich mit Freuden unterworfen – obwohl er eigentlich der rechtmäßige König wäre. Seine Selbstlosigkeit und Liebe zu seinem Nächsten, bewahrten ihn vor Neid und Eifersucht. Wie schön wäre es, wenn deine Freundschaften so stark wären, wie die von David und Jonatan. Nimm dir ganz bewusst vor, deine Beziehungen zu prüfen und zu versuchen, den anderen in den Mittelpunkt zu stellen. Lerne deinen Nächsten immer mehr zu lieben und erlebe die Freude und den Segen, einer tiefen Freundschaft.

 

Day 6: Liebe bläht sich nicht auf und sucht nicht das ihre

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Stell dir vor du lebst zur Zeit Jesu. Du bist ein mächtiger Mann und Befehlshaber über viele Soldaten. Natürlich hast du auch ein schickes Haus und eine Menge Diener. Vermutlich kennst du nicht einmal alle Diener, denn du hast ja wirklich wichtigeres zu tun als dich mit so etwas zu beschäftigen. Nun wird ein Diener sehr krank. Würde dich das interessieren, wenn du soviel Geld hättest, dir einfach einen neuen zu kaufen. Lies nun einmal die Geschichte aus Matthäus 8, 5-13.

Welche Krankheit hatte der Knecht? Konnte man dafür Hilfe erwarten? Wie dachte der Hauptmann darüber?

Der Hauptmann zeigte eindrücklich, dass echte Liebe nicht das Ihre sucht und sich nicht aufbläht. Zeige wodurch diese Liebe zu seinem Knecht deutlich wird und auch in seinem Umgang mit Jesus.

Jesus belohnt den Hauptmann und macht den Knecht gesund. Jesus segnet es, wenn wir anderen Menschen mit dieser Liebe begegnen. Wenn selbst ein Hauptmann, der Gott nicht kannte, so lieben kann, wie viel mehr dann wir? Lass dich neu dazu motivieren, das Leid anderer zu sehen und ihnen zu helfen. Bete diese Woche für alle kranken Menschen, die du kennst.

 

Day 7: Reflektion

Sicherlich hast du diese Woche gemerkt, dass Liebe mehr ist als nur ein verliebt sein. Vermutlich hast du aber auch festgestellt, dass Gott ganz schöne hohe Maßstäbe für die Liebe setzt. Lies dazu einmal Johannes 15,10-13.

Warum weiß Gott ganz genau, was er von uns verlangt? Was ist die Bedingung dafür, dass wir mit dieser Liebe lieben können?

Dieser hohe Maßstab der Liebe ist für uns Menschen alleine nicht erreichbar. Aber mit Gottes Hilfe sind wir fähig, so zu lieben. All die Geduld, die Jesus aufbrachte, seine Selbstlosigkeit, seine Opferbereitschaft, seine Liebe zu allen Menschen – all das wofür wir Jesus bewundern, muss uns nicht länger fremd sein. Wenn wir mit Jesus in einer Beziehung leben, dann wird uns seine Liebe immer mehr erfüllen und wir können das tun, wofür wir Jesus so bewundern. Wir können sein Liebe weitergeben und Frucht bringen. Gibt es ein sinnvollere Aufgabe für unser Leben, als Jesu Liebe weiterzugeben? Lass dich durch diese Woche neu motivieren, deine Beziehung zu Gott weiter zu vertiefen und in der Liebe zu wachsen. Lass dich neu dazu motivieren, so zu lieben, wie Jesus es tat.