Zentralafrikanische Republik : Die christlichen Leiter bieten dem Chaos die Stirn

Die UNO-Resolution zum Eingriff der französischen Truppen in der ZAR wurde einstimmig verabschiedet. Die christlichen Leiter rufen die Gläubigen auf, nicht zu den Waffen zu greifen.

 

CARVor kurzem kam es zu Kämpfen zwischen Seleka-Söldnern und Selbstverteidigungsgruppen. Letztere sind unter dem Namen Anti-Balaka bekannt und setzen sich aus ehemaligen Soldaten, Deserteuren der Seleka und gewissen Bauerngruppen zusammen. Ihr Ziel ist, sich gegen die Gräueltaten zu verteidigen, deren Opfer sie sind, selbst wenn sie sich gegen die schwerbewaffneten Seleka-Kämpfer nicht behaupten können.

Die meisten Christen gehen aber nicht in diese Falle. Im vergangenen Juni veröffentlichte die zentralafrikanische Bischofskonferenz ein Schreiben, das die Christen aufrief, sich in dieser schwierigen Zeit auf ihren Glauben zu stützen, wie es schon die Urchristen taten. Sie wurden ermutigt, der Versuchung zur religiösen Konfrontation zu widerstehen.

Derweil plündern, vergewaltigen, töten die Seleka-Rebellen weiterhin die Zivilbevölkerung und zerstören ihre Dörfer, vor allem im Nord-Westen des Landes. Auch in der Hauptstadt Bangui verschlechtert sich die Sicherheitslage zusehends. Am 27. November warnte die UNO vor der Krise in der ZAR, die das Land «in ein totales Chaos zu stürzen drohe».

Der UNO-Vizegeneralsekretär Jan Elliasion schätzt, dass es in der ZAR derzeit 400‘000 Binnenflüchtlinge gibt, dass 200‘000 Menschen aus dem Land geflüchtet sind, und dass sich eine Million Menschen in prekärem Zustand befinden und dem Hunger und Krankheiten wie Malaria, Grippe und Cholera ausgesetzt sind.

Open Doors verfolgt die Situation seit Beginn der Rebellion der Seleka von nahem und leistet seit Juni medizinische Hilfe und Nothilfe. Ein Team vor Ort begleitet die geschwächten Kirchen.
(Bild: Christliche Leiter rufen zur Versöhnung auf)

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