Operation Mobilisation (OM)

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Operation Mobilisation (OM) ist eine von George Verwer am Anfang der 1960er Jahre gegründete christliche Missionsgesellschaft. Sie ist derzeit in über 110 Staaten aktiv.

Der Sitz von OM Deutschland befindet sich in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis).

Leitung: Tobias Schultz, Steffen Zöge und Detlef Eigenbrodt.

Über OM

©Operation Mobilisation Österreich

OM ist eine internationale private Non-Profit Organisation (NPO), die 1957 gegründet wurde und heute in über 100 Ländern aktiv ist. OM arbeitet weltweit mit Kirchen, christlichen Werken und Hilfsorganisationen zusammen. In Österreich arbeitet OM seit 1961. Ein Verein wurde 1983 gegründet. Die internationale Koordinationsstelle befindet sich in England.

In einer immer komplexer werdenden Welt brauchen wir den Blick über den Gartenzaun, um verantwortungsvoll leben und handeln zu können. Wir sind herausgefordert, die Bedürfnisse dieser Welt und ihrer Menschen zu erkennen – den Hunger nach Leben, Liebe und Gerechtigkeit. OM stellt sich seit über 40 Jahren diesen Realitäten und Herausforderungen. Wir wollen Menschen mitteilen, dass Gott sie gern hat und ihr Leben ganz machen will. Dies tun wir, indem wir ganzheitlich helfen durch praxisorientierte Schulungen, soziale Hilfsprojekte und weltweiten Literaturvertrieb auf Hochseeschiffen. «Helfen, dass Leben ganz wird» … ist gefragt!

©Operation Mobilisation Österreich

©Operation Mobilisation Österreich

OM arbeitet auf der Basis und als Partner der Evangelischen Allianz mit anderen Organisationen, Hilfswerken und Kirchen vor Ort zusammen. Wir wollen Synergien nutzen. Das Schwergewicht legen wir dabei auf Länder, in denen die Bedürfnisse am größten sind. Die weltweite Präsenz von OM erlaubt es, Menschen, Mittel und Möglichkeiten in Verbindung zu bringen, um lohnende Investitionen zu tätigen.

OM ist in Österreich ein Verein und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Wir legen Wert auf eine schlanke, überschaubare und professionelle Organisation, deren administrativer Aufwand niedrig gehalten wird. Durch die persönliche Beziehung zwischen den Spendern und unseren Mitarbeitern im Ausland entsteht oft eine ideelle Verbindung zu den betroffenen Menschen und Projekten. In Österreich ist OM Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen Österreichs (AEMÖ).

Geschichte

  • 1940: Mrs. Clap in den USA betet, dass Studierende der nahe gelegenen High School zum Glauben kommen und als Missionare in alle Welt gehen. George Verwer ist einer der Studenten, dem sie ein Johannes-Evangelium zusendet.
  • 1955: An einer Veranstaltung mit Billy Graham entscheidet sich George Verwer für ein Leben mit Gott.
  • 1957: Dale Rhoton, George Verwer und ein weiterer Student reisen in den Semesterferien nach Mexiko und verteilen 15.000 Johannes-Evangelien.
  • 1960: Das erste Team beginnt in Spanien zu arbeiten, einem Land, das zu dieser Zeit nur wenig offene missionarische Arbeit zulässt.
  • 1961: George Verwer gibt der Organisation den Namen „Operation Mobilisation“ (OM).
  • 1962: Am ersten Sommerprojekt in Europa beteiligen sich 200 junge Christen.
  • 1963: 2000 Teilnehmende aus 30 Ländern sind beim Sommerprojekt in Südwesteuropa dabei. Davon bleiben 200 für einen Jahreseinsatz in Europa, im Iran, im Libanon und in der Türkei.
  • 1964: Mit zwei gebrauchten Lastwagen und einem VW-Bus fährt das erste Team nach Indien (heute das größte Einsatzgebiet vom OM mit rund 1200 einheimischen Mitarbeitenden). 1970: Das dänische Schiff „Umanak“ wird gekauft, umgebaut und in „Logos“ umbenannt.
  • 1972: Aus der Betreuung bengalischer Flüchtlinge in Indien entsteht die Arbeit in Bangladesch.
  • 1977: Die „Franca C“, bisher unter italienischer Flagge auf Kreuzfahrt im Mittelmeer, wird gekauft und beginnt ihren Dienst in aller Welt.
  • 1980: Im Chinesischen Meer werden „Boat People“ an Bord der „Logos“ genommen und versorgt.
  • 1985: Verschiedene Teams werden in Lateinamerika aktiv.
  • 1986: Ein weiteres OM-Feld entsteht in Südafrika.
  • 1988: Die „Logos“ läuft vor der chilenischen Küste auf Grund. Ein spanisches Fährschiff wird gekauft und als „nächstes Schiff“ in den weltweiten Dienst genommen.
  • 1989: „Love Europe“ , das Sommereinsatz-Programm für die 90er Jahre, beginnt in Offenburg mit ca. 7000 Konferenz-TeilnehmerInnen. Davon nehmen 5000 an einem Sommerprojekt teil.
  • 1989: Das erste Team von OM im ehemalig kommunistischen Ostblock wird in Polen gegründet.
  • 1990: In Südkorea wird ein Büro eröffnet.
  • 1991: Neue Arbeitsgebiete entstehen in Albanien, Rumänien und Bulgarien. 1992: OM startet Teams in den europäischen GUS-Staaten und Zentralasien.
  • 1992: Erster Teenager-Kongress „Teenstreet“ in Deutschland mit 39 Teilnehmern.
  • 1994: Der internationale strategische Plan wird angenommen.
  • 1997: Das überarbeitete Jahresprogramm startet unter dem Namen „Global Action“.
  • 1999: Kosovo-Krise und Erdbeben in der Türkei: Durch die Hilfsarbeit öffnen sich viele Möglichkeiten zur „geistlichen Hilfe“.
  • 2001: Beginn von „Global Challenge“, dem Nachfolgeprogramm von „Love Europe“.
  • 2003: George Verwer gibt das Amt des „Internationalen Direktors“ an Peter Maiden weiter.

MS Logos Hope

Die Logos Hope ist eine ehemalige Autofähre, die 1973 bei Nobiskrug in Rendsburg gebaut wurde.

Sie wurde damals auf den Namen Gustav Wasa getauft und kam danach als Norröna für zwei Jahrzehnte für die färöische Reederei Smyril Line zum Einsatz. Als Logos Hope wird sie seit 2004 zum christlichen Hilfsschiff umgebaut. Sie fährt für das christliche Werk Operation Mobilisation weiterhin unter der Flagge der Färöer. Das Nachfolgeschiff der Smyril Line ist die neue Norröna.

Die Logos Hope wird nach Abschluss der Umbauarbeiten die aktuell fahrende MV Logos II ersetzen. Des Weiteren fährt noch die MV Doulos (das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt, seit 1970 bei OM) für OM.

Teenstreet

OM veranstaltet christliche internationale Teenager-Kongresse für Jugendliche, siehe Teenstreet.

Weblinks