Eindrücke aus Ecuador

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Luca und Bekki sind mit der Liebenzeller Mission unterwegs in Ecuador. Viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Begegnungen mit den verschiedensten Menschen. Hier geben sie uns einen kurzen Einblick, was sie mit Gott erlebt haben und was Jim Elliot damit zu tun hat…

Wunderbare Vergebung

Am 8. Januar 1956 wurden die fünf Missionare Jim Elliot, Nate Saint, Peter Fleming, Ed McCully und Roger Youderian im ecuadorianischen Dschungel von einer Gruppe Waorani-Indianer getötet. Die jungen Missionare hatten versucht, Kontakt zu der gefürchteten und bis dahin

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unerreichten Volksgruppe aufzunehmen, um auch ihnen das Evangelium zu bringen. Elisabeth Elliot (Jims Ehefrau) und Rachel Saint (Nates Schwester) machten sich später auf, um den Auftrag der Männer weiterzuführen und unter den Mördern ihrer Liebsten zu leben. Die Friedfertigkeit der Fremden und die gelebte Vergebung der Frauen berührten die Krieger so sehr, dass sie beschlossen, ihr Leben Jesus zu geben und seine Vergebung in Anspruch zu nehmen. Bis heute gibt es in dem Stamm eine kleine Gemeinde. Ich hatte die Möglichkeit, mit einem Propellerflugzeug den Stamm und die Gemeinde zu besuchen. Besonders berührend war für mich die Begegnung mit Dyuwi, dem letzten noch lebenden Mörder der Männer. Auch er ist Christ geworden und ich durfte ihn kennenlernen und er hat für uns gebetet. Statt Scheue, Hass und Gewalt sehe ich in ihm jetzt Friedfertigkeit und eine unglaubliche Leidenschaft im Gebet. Wie groß ist unser Gott, der solch beeindruckende Geschichten schreibt?!

Luca

Gott wirkt

Alle zwei Wochen fahren wir ins 5 km entfernte Piava zum Kids Club. In diesem Ort in den Bergen ist es nicht gerade schön. Lediglich die Aussicht auf die Berge Cotacachi und Imbabura ist wunderschön. Hier leben die Quichua in kleinen Betonhütten. Sie betreiben Landwirtschaft und verdienen dabei gerade genug zum Leben.
Die Kinder hier freuen sich jedes Mal aufs Neue, wenn wir kommen und sind bei den Spielen begeistert dabei. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie bei den Liedern und der Andacht nicht wirklich aufmerksam sind. Mitunter zeigen sie ihre Langeweile deutlich, sitzen da und warten auf das Ende, weil es dann etwas zu Essen gibt. Ich hatte selbst immer wieder das Gefühl, dass die Arbeit, die wir hier machen, gar nichts bringt und keine Freude macht. So wurde ich selbst von Mal zu Mal unmotivierter.

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Umso erstaunter war ich beim letzten Mal, als wir dort gewesen sind, dass einige der Kinder tatsächlich die gehörten Bibelverse auswendig aufsagen konnten. Gott zeigte mir damit, dass unsere Arbeit hier in einem trostlosen Ort wie Piava nicht umsonst ist und dass es sich lohnt. Die Kinder nehmen tatsächlich jede Woche etwas von dem Gehörten mit. Nun kann ich wieder mit viel mehr Freude und Motivation nach Piava fahren und freue mich, den Kindern weiterhin etwas von Gott weitergeben zu können.

Bekki

 

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Für den Inhalt dieses Artikels ist die Organisation Liebenzeller Mission verantwortlich