Medien – Gefahr und Chance zugleich

©Pablo Herrera/Stock.xchng

Vor ein paar Wochen hat mir einer meiner Jugendlichen eine Zusammenfassung seiner Gedanken über seinen Mediengebrauch gegeben. Er fühlte sich durchs Internet und Fernsehen in einen Bann gezogen, dem er nicht entkommen konnte. Obwohl es ihn echt aufregt, wie viel Zeit er damit verplempert, kann er sich dem Bann nicht ganz entziehen. Geht es dir vielleicht auch so?

Mir ging es und geht es manchmal so. Ist der Fernseher einmal eingeschaltet, läuft er, bis mir die Augen zufallen und das kann spät werden. Oder noch ein letztes Abschlussspielchen auf dem Computer, vorm zu Bett gehen. Aus ein paar Minuten wurden ein paar Stunden. Ihr könnt euch das fade Auge vorstellen, mit dem ich in die Arbeit kam.

Sind Internet und Fernsehen nur schlecht und gefährlich?

Grundsätzlich muss ich sagen, nein. Ab und zu mal ein toller Film oder eine lustige Serie gehören dazu und helfen den Kopf frei zu bekommen vom Alltagstress. Über Ebay habe ich schon manches Schnäppchen erstanden und Facebook, Skype und Youtube sind echt nützlich. Die Bibel sagt im 1. Korinther 6,12 „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.“

©Sanja Gjenero/Stock.xchng

Gott verbietet also kein Fernsehen und kein Internet. Aber er gibt uns einen Hinweis, wie wir die Medien nutzen sollen. Wenn du dich ohne dein Handy nicht mehr aus dem Haus traust oder jeden Abend den Fernseher oder Computer brauchst, um dich zu entspannen, dann hast du ein Problem. Du bist gefangen, selbst wenn du es selber nicht merkst.

Es gibt Menschen die regeln ihren Tagesablauf nach dem Fernsehprogramm. Ich war auch mal so einer. Ich wollte eben keine Folge meiner momentanen Lieblingsserie verpassen. Heute weiß ich, wie sehr mich Fernsehen und Internet gefangen nahmen.

Wie kann ich die Medien nützen, ohne in ihre Abhängigkeit zu kommen?

Zuerst einmal muss dir bewusst werden, dass du gefangen bist. Versuche einmal dich im normalen Alltag in deinem Computer- und Fernsehgebrauch einzuschränken. Du wirst sehn, es ist schwer, aber es kann funktionieren. Wahrscheinlich brauchst du ein Alternativprogramm. Geh raus, besuche Freunde, statt nur mit ihnen zu chatten! Lies

©Kriss Szkurlatowski/Stock.xchng

ein Buch! Werde kreativ! Stell dir einen Wecker, wenn du ins Netz gehst oder sag jemandem Bescheid, er soll dich nach einer gewissen Zeit vom Computer holen! Bitte Gott dir zu helfen! Letztendlich geht es so wie so nur mit Gottes Hilfe.

Und wenn du schon im Internet bist, dann frage dich einmal, wie würde Jesus es nützen. Welche Seiten würde er besuchen und welche mit Sicherheit nicht. Was würde er auf seiner Facebookseite posten?

Fernsehen und Internet sind grundsätzlich nicht schlecht. Es kommt immer darauf an, wie wir sie einsetzen. Es ist zum Beispiel eine tolle Möglichkeit, Menschen auf Jesus Christus aufmerksam zu machen. Über 50% der Internetuser in Deutschland nutzen Facebook aktiv. In anderen Ländern sind es noch mehr. Wäre doch cool, wenn viele von ihnen etwas über Jesus erfahren würden. Es ist eine Chance die wir nützen sollen.

Aber auch hier gilt: nicht übertreiben und nur noch in Facebook surfen.

 

Arie Pointner

Über Arie Pointner

Mitarbeiter von Neues Leben Österreich
www.neues-leben.at