Gute Musik?!

Die Ärzte (Creative Commons)/Wikipedia.org

Angefangen hat alles mit einem Bandreferat über „Die Ärzte“ in der zweiten Klasse Gymnasium. Mein bester Freund Thomas, eine Klassenkollegin und ich arbeiteten an dem Referat und studierten die Band. Natürlich mussten wir auch eine Hörprobe geben, und suchten ein passendes Lied. Wirklich gefallen konnte ich an der Musik nicht finden, aber was nicht ist, kann ja noch werden, dachte ich mir, und besorgte mir ein paar Lieder von den Ärzten und den Toten Hosen. Thomas kannte einige Lieder und so tat ich die Songs auch auf meinen ganz neuen Mp3- Player.

Mit der Zeit fingen mir die Lieder aber auch an richtig zu gefallen, und ich kaufte mir gleich eine CD. Das war glaube ich auch der Zeitpunkt, an dem ich begann mich richtig für Musik zu interessieren. Immer Ärzte hören wurde mir dann aber auch irgendwann zu langweilig, und ich besorgte mir einige Lieder von Green Day, Linkin Park und Metallica. So wurde mein Musiksortiment langsam aber sicher größer und größer. Ich zeigte Thomas meine neue Musik, und er war genauso begeistert wie ich. Wir begannen Musik auszutauschen, und darüber zu reden. Da ich in der dritten Klasse begann Schlagzeugunterricht zu nehmen und Thomas begann Gitarre zu lernen, versuchten wir auch gleich selbst mit unserer ersten kleinen Band Lieder von den Ärzten und den Toten Hosen nachzuspielen. Die technisch sehr einfache Musik war dafür ideal geeignet. Als wir mit der Zeit unser Instrument immer besser beherrschten, haben wir begonnen, Metallica und ähnliches zu covern.

©Joooo/Pixelio.de

Beide tendierten wir immer mehr dazu, härtere Bands zu hören. Und nach drei bis vier Jahren, waren wir bei Musikrichtungen wie Melodic Metal und Metalcore angelangt.
Es machte uns viel Spaß diese sehr anspruchsvolle Musik selbst zu spielen, und so verbrachten wir viele Stunden damit, miteinander Musik zu machen.
Ich hörte sehr gerne und fast ausschließlich verschiedenste Formen von Metal. Die Musik faszinierte mich sehr, da Metal eine musikalisch sehr anspruchsvolle Musikrichtung ist. Die Texte störten uns wenig, weil ich erstens nur an der Musik interessiert war, und zweitens konnte man vom Text selbst meistens sowieso nichts verstehen. Thomas und ich hatte auch schon einige dieser Bands live gesehen, und es war beeindruckend.

©Guglielmo Losio/Stock.xchng

Dass Musik allgemein Einfluss auf mich hatte, wusste ich; nur begriffen habe ich es glaube ich nicht. Es wurde mir jedoch von Zeit zu Zeit immer mehr bewusst. Und als ich merkte wie stark Musik einen Menschen prägte, bemühte ich mich einfach, weniger Metal zu hören. Das klappte auch phasenweise ganz gut, doch richtig zufrieden war ich damit nicht. Und da ich selbst nicht damit fertig wurde, war es mir als Christ kein Problem, mich an Gott zu wenden, und ihn um Rat zu bitten. Ich betete oft und viel, um endlich eine Lösung für mein Musikproblem zu finden, es wurde nämlich immer schlimmer und die Musik immer härter. Gott machte mir immer deutlicher, dass ich meine ganze Musiksammlung, die ich über Jahre gesammelt, sortiert und verwaltet habe, hinter mir lassen sollte. Als mir das bewusste wurde, sagte ich zu Gott, dass das nicht gehe, und dass ich einfach zu viel an der Musik fand, um alles einfach zu löschen. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass es der einzige Weg war, mich von dieser Musik zu befreien.

©Csuka András/Stock.xchng

Ich versuchte anfangs fast krampfhaft Gefallen an ruhigerer Musik und anderen Musikrichtungen zu finden. Das funktionierte aber eher wenig bis gar nicht. Und diese Tatsache beunruhigte mich sehr. Ich war so stark vom Metal gefangen, dass ich gar nichts anderes mehr hören konnte.
Nach monatelangem Kampf mit der Musik und mit mir selbst, schaffte ich es schlussendlich all meine nicht-christliche Musik zu entfernen. Es war ein guter Schritt, und ich bin bis jetzt stolz auf mich, es durchgezogen zu haben. Denn man muss wirklich aufpassen, sich nicht in der Musik zu verlieren. Es kommt meistens sehr schleichend, und wenn man es bemerkt, ist es leider oft schon zu spät.
Markus, 17 Jahre

Anmerkung der Redaktion:
Die meisten nicht-christlichen Heavy-Metal-Bands haben gewaltverherrlichende und satanistische Texte. Was denkst du, ist Gottes Meinung dazu?

 

Hier zwei abschreckende Beispiele
Metallica – Last Caress (Letzte Zärtlichkeit)

I’ve got somethin‘ to say
I killed your baby today and it
Doesn’t matter much to me
As long as it’s dead

Ich muss dir etwas sagen
I habe heute dein Baby getötet
Es macht mir nicht viel aus
So lange es tot ist
Den Rest erspare ich euch, es wird noch schlimmer. Ist das nicht krass!?
AC/DC – Hells Bells (Höllenglocken)

I got my bell
I’m gonna take you to hell
I’m gonna get ya,
Satan get ya
Hells bells

Ich habe meine Glocke
Ich bringe dich in die Hölle
Ich kriege dich
Satan kriegt dich
Höllenglocken
Ich denke, es ist klar, dass diese Texte Gott nicht gefallen.

 

Jetzt sagst du vielleicht: “Es geht mir nur um die Musik.“ So wie es Markus auch am Anfang ging.

Doch solche Texte ehren den Satan. Möchtest du da dabei sein?? Was auch immer für eine Musik die Band macht, Gott hasst diese Texte, wenn ich das mal so sagen darf. Liebst du die Musik mehr als Gott?

Schau doch mal nach in deiner CD-Sammlung. Was für Texte sind da dabei? Findest du ähnliches dort? Dann füttere damit deinen Mülleimer. Willst du mit Kompromissen leben? Dann verspreche ich dir, wird dein Leben auch ein Kompromiss sein.

 

2 Kommentare
  1. Julius
    Julius sagte:

    Hallo

    Ich habe diesen Text voller Interesse, trotz meiner Atheistischen Einstellung, gelesen, habe aber Probleme diese Stelle zu verstehen: „Denn man muss wirklich aufpassen, sich nicht in der Musik zu verlieren. Es kommt meistens sehr schleichend, und wenn man es bemerkt, ist es leider oft schon zu spät.“ Mir fehlt eine Erklärung dieser Aussage. Was kommt sehr schleichend? Verhaltens Änderungen? Und wenn ja, was für welche?
    Ich höre viel Doom-Metal/Stoner-Doom von Bands wie z.b. Electric Wizard und Black Sabbath, die des öfteren Okkulte und Satanistisch angelehnte Texte haben. Wobei mir, wie beim Markus, meist nicht viel an den Texten liegt und ich eher auf die Instrumentals höre.
    Ich würde mich über eine Antwort freuen.

    Mfg Julius.

    • Janine Malzner (TG Team)
      Janine Malzner (TG Team) sagte:

      Hallo Julius, sorry, dass die Antwort so lang auf sich warten ließ.
      Zu deiner Frage: „Was kommt schleichend?“ Der Einfluss der Musik auf dein Verhalten ist damit gemeint. Musik hat eine starke Wirkung auf den Menschen und somit ist es auch gut darauf zu achten mit was man sich „volldröhnt“. Textlich nimmst du vielleicht nicht so viel auf, denn bei den meisten Metal-Richtungen versteht man oft eh nichts vom Text. Aber es kommt schon auch eine gewisse Stimmung rüber von der Musik. Ich glaube, das Unterbewusstsein nimmt sicherlich was auf, besonders wenn man sich nur mehr mit dieser Art von Musik beschäftigt, ständig Metal hört und man nicht mehr ohne kann. „Was immer in deinem Herzen ist, das bestimmt auch dein Reden.“ (Die Bibel, Lukas, Kapitel 6, Vers 45b) Mit was du dich füllst – wird es früher oder später auch das Verhalten beeinflussen wie z.B. Aggressivität, Depression, Gewaltbereitschaft … Meistens merkt man das erst nach längerer Zeit.
      Aber, ich glaube, es hängt auch vom eigenen Charakter ab, wie leicht man beeinflussbar ist. Ich kann mir Metal-Musik nicht anhören, das bedrückt mich allein schon von der „Stimmung“, die diese Lieder ausstrahlen. Aber ich habe eine Freundin, die total gerne „Metal“ horcht – sie ist Christin. Sie vermeidet es Metalbands zu horchen, die sich bewusst gegen Gott stellen. Sie sucht sich aus was sie sich reinziehen will und ist nicht abhängig von der Musik. Auf sie wirkt Metal entspannend – sie kann sich dabei abreagieren. Ich glaube, dass ist Typ- und Geschmackssache, der eine ist leichter beeinflussbar als der andere und der eine mags lieber etwas deftiger als der andere.
      Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter.
      Lg Janine (TG-Team)

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