Einfluss der Medien

Welche Auswirkung haben die Medien?

Das Angebot in den Medien ist vielfältig. Zwar hat man als Jugendlicher längst gelernt, zwischen den verschiedenen Medienrealitäten zu unterscheiden, aber die Wirkung ist damit nicht aufgehoben.

Verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit

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Der Mensch lernt langsam von der Kindheit an, wie sich die Wirklichkeit darstellt und wie er sich darin verhalten soll. Anders ist die Computer-Spielwelt.

Diese hat den Anschein einer realen Wirklichkeit, ist aber eine „virtuelle Welt“. Der Jugendliche entwickelt mit der Spiel-Wirklichkeit eine andere Wirklichkeit, die teilweise der realen Welt genau entgegengesetzt ist, die sich ständig verändert und wieder neu zusammengestellt werden kann.

Die Spielwirklichkeit ist eine „andere Realität“. In dieser werden dem Spieler keine realen Grenzen gesetzt. Er kann Emotionen beliebig freisetzen, Ziele rücksichtslos verfolgen und Bedürfnisse befriedigen.

Stell dir einmal folgende Fragen:

  1. Führt mich die Mediennutzung dazu, dass ich nicht mehr zwischen Tatsachen und Fiktionen sicher unterscheiden kann?
  2. Habe ich durch die Mediennutzung ein verzerrtes Bild der realen Welt?
  3. Bewirkt die Mediennutzung, dass meine Erfahrung der realen Welt entscheidend vermindert wird?

Wenn du diese drei Fragen nicht mit einem eindeutigen „Nein“ beantworten kannst, so ist die Gefahr gegeben, dass du die Voraussetzungen, Handlungsvorgaben und Werte der Spiele übernimmst oder zumindest akzeptierst.

Gewalt und aggressives Verhalten

Es scheint laut Medienwissenschaftlern sicher zu sein, dass Gewaltdarstellung in den Medien einen Einfluss auf das Aggressivitäts- und Gewaltverhalten junger Menschen hat.

Wie stark der Einfluss ist, hängt vom Lebenslauf des Jugendlichen und seinem sozialen Umfeld ab.

Fernseh- und Videogewalt verursacht aggressives Verhalten.

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Dabei lässt sich vor allem die Aggressionsneigung und auch kriminelles Verhalten bei Jungen nachweisen.

Interessant ist auch, dass die amerikanische Armee Computerspiele zum psychischen Drill einsetzt.

Der Freundeskreis

Einen nicht unerheblichen Einfluss in der Mediennutzung haben die Freunde. Je nach Gruppe, zu der man als Jugendlicher gehört, wird der Umgang mit Medien zur Hilfe oder zum Problem. Die Freunde haben ein bestimmtes Medienverhalten, das sich auf die ganze Gruppe überträgt.

Der Freundeskreis übt so nicht selten einen Druck auf ihre Mitglieder aus und entweder man zieht mit und ist dabei oder man macht nicht mit und ist draußen.

Die Illusion einer persönlichen Beziehung

Musik-CDs, Videoclips, Videospiele und Computerspiele bieten Identifikationsangebote, besonders für Teenager und Jugendliche. Die Attraktivität des Helden spielt dabei eine wesentliche Rolle. Du identifizierst dich stark mit dem Helden und bildest dir ein, du kennst diese Person.

Die Medien beeinflussen uns auf vielfältige Weise. Deshalb ist es wichtig, einen guten Umgang damit zu lernen. Entscheide aktiv, mit was du dich beschäftigen möchtest!

Von was und von wem lässt du dich beeinflussen?

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Du bist den Dingen nicht ausgeliefert, du kannst entscheiden, was einen Einfluss auf dich haben darf und was nicht. Triff gute Entscheidungen!

Lass dich von dem prägen, der dich geschaffen hat und dich liebt! Höre auf Gottes Ratschlag:

„Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen 
guten Ruf hat … – darauf seid bedacht!“ Philipper 4,8