Christliche Musik?

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Eine Musik, die Gott gefällt?

Ach, wenn nur Gott uns gleichzeitig mit den Texten der Psalmen auch die Partituren überliefert hätte, wäre die Debatte schon längst beendet und wir wären sicher, Musik zu haben, die unserem Herrn gefällt… Aber man muss wohl feststellen, dass es bei Gott keine Stereotypen gibt. Es genügt, Gottes Schöpfung zu beobachten, um ein Spiegelbild seiner Mannigfaltigkeit und seiner Kreativität zu haben.

Je nach Zeit, Umständen oder Temperament schätzen wir eher die eine oder die andere Musikart. Doch eine Musik, die sich christlich nennt, sollte die Eigenschaften desjenigen haben, den sie repräsentiert.

Ganz konkret einige Kriterien, die dir helfen können, deine Wahl zu treffen.

Vier hilfreiche Kriterien.

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    Prüfe nach, ob die gesungenen Texte mit dem Charakter Gottes übereinstimmen. Christliche Musik führt dich zum Suchen des Angesichts Gottes und wirkt in dir das Verlangen, ihn noch besser kennen zu lernen. Sie enthält oft eine Lehre, eine Ermahnung, eine Ermutigung und sollte dich zum Lobpreis bringen. Es ist wichtig, dass du überprüfst, ob die vom Musiker überbrachte Botschaft mit der Bibel übereinstimmt. „Wenn jemand predigt, dass er’s rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er’s tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus“ (1. Petrus 4,11).

  2. Einige Musiker übernehmen manchmal Musik von anderen Gruppen oder Solisten, die den Teufel und nicht Gott verehren. Solche Manöver sind gefährlich. Die Musik darf nicht im Widerspruch zur überbrachten Botschaft stehen. Im Gegenteil, die Musik soll die übermittelte Botschaft betonen. „Macht nicht gemeinsame Sache mit Leuten, die nicht an Christus glauben. Gottes Gerechtigkeit und die Gesetzlosigkeit dieser Welt haben so wenig miteinander zu tun wie das Licht mit der Finsternis“ (2. Korinther 6,14).
  3. Rhythmische und mitreißende Musik ist nicht gleich schlechte Musik. Wenn sie dagegen gewalttätig und agressiv ist, sie deine Wut schürt und dich zur Rebellion verleitet, suche nicht weiter. Lass davon ab. „Mit Bitterkeit, Jähzorn, Wut, gehässigem Gerede oder anderen Gemeinheiten sollt ihr nichts mehr zu tun haben“ (Epheser 4,31).
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    Betrachte das Leben der Musiker genau. Man kann statt nach dem Herzen nur dem Namen nach ein Christ sein. Das Leben der Musiker muss im Einklang mit der biblischen Lehre stehen. Verherrlicht ihr Handeln, ihr Auftreten Gott und entspricht es der überbrachten Botschaft?

Letzter Test.

Vergiss nicht: Das Gebet ist das Atmen des Christen. Bitte Gott, dich zu führen und dir bei der Wahl deiner Musik beizustehen. Lass dich vom Heiligen Geist prüfen. Forsche in Gottes Wort und suche seinen Willen.

 

Nicole Scheidegger
Sie lässt sich gerne von Musik aufheitern.

aus: „Friends for ever„, Ausgabe 04/2005, Mit freundlicher Genehmigung.

6 Kommentare
  1. Katyslifestyle
    Katyslifestyle sagte:

    Rhytmische und Mitreißende Musik, finde ich auch schlecht, weil sie den Körper und nicht die Seele anspricht.

  2. Julia
    Julia sagte:

    Ich bin mir nicht sicher,ob der Heilige Geist mir wirklich antworten würde,

  3. Julia
    Julia sagte:

    Manchmal kommen da auch negative Texte,wie z.B. in ,,Falling inside the black“ Aber es redet nicht wirklich gegen Gott,das habe ich noch vergessen zu schreiben.

  4. Julia
    Julia sagte:

    Hallo.Was meinen Sie /meint ihr zu der Musik von Skillet?In Beschreibungen steht,dass sie eine christliche Rockband wären,aber als ich mir das durchgelesen habe,was hier steht,weiß ich nicht,ob ich mir weiterhin meine Lieblingsband anhören darf oder nicht…Ich würde mich auf Antwort freuen :).

    LG Julia

    • Bernd Willeke
      Bernd Willeke sagte:

      Hallo Julia,

      ich kenne Skillet nicht näher. Habe mir aber jetzt mal einige Lieder von ihnen angehört, bzw. deren Texte gelesen und sehe eigentlich keinen Grund, warum du dir deine Lieblingsband nicht länger anhören solltest.
      Der Text von „Falling inside the black” beschreibt beispielsweise die Verzweiflung durch Einsamkeit, Verlassensein und das Gefühl „in ein schwarzes Loch zu fallen“. Also Gefühle, die wir als Christen auch erleben können. Vor allem in schweren Krisen, wenn wir eventuell auch die Nähe Gottes nicht spüren können.
      In den Liedern, die ich mir angeschaut habe, geht es meistens um die Beziehung zu Gott. Auch wenn er nicht direkt genannt wird. Ich persönlich fände es schöner, wenn Gott oder Jesus auch in den Texten angesprochen würde, aber das ist nur meine persönliche Meinung.

      Ich hoffe, dass ist eine kleine Hilfe für dich.
      LG Bernd (TG Team)

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