Wessen Schuld?

Wessen Schuld ist das?

©Clix/Stock.xchng

Hass. Schuldenfrei. Schuldenerlass. Neiderei. Steuerhinterziehung.
Schuldig! Einen Fehler gemacht. Schulden haben. Kaugummi beim Spar geklaut. Ich bin aber nicht Schuld!

Woran denkst du, wenn du „Schuld“ hörst? An bestimmt nichts Schönes. Hört sich eher ziemlich traurig an.

Der Andere gerät in Schuld, wenn er gegenüber mir eine Verpflichtung, ein Versprechen nicht erfüllt oder sich mir gegenüber falsch verhält, oder? Und wie schaut’s mit mir aus?

Werde auch ich schuldig?

Die Bibel sagt, dass nicht nur der Andere schuldig wird, sondern jeder Mensch – auch Du. Und das nicht nur gegenüber Menschen! Wir sind Schuldner Gottes. „Alle Menschen auf der Welt sind vor Gott schuldig.“ (Römer-Brief, Kapitel 3, Vers 19) Schuldig zu werden, heißt zu allererst, vor Gott schuldig geworden zu sein – alle Schuld ist Schuld vor Gott! Schuldner Gottes sein heißt, Sünder sein. Oder anders: Wir haben Schulden bei Gott, weil wir sündigen….zu kompliziert??

Nun, es gibt bei der ganzen Geschichte mit Schuld und Sünde ein paar wichtige Dinge zu begreifen:

Erstens:

©Lars Sundstrom/Stock.xchng

Im Ersten Buch Mose lesen wir in Kapitel 3, wie die gesamte Menschheit in einen Zustand der Sünde hinein geraten ist. Schon die ersten Menschen entschieden sich, Gott nicht zu gehorchen. Damit verfehlten sie ihr Ziel – nämlich in einer ungebrochenen Gemeinschaft mit Gott zu leben. Das wollte Gott für den Menschen und sich. [Interessant: Die Wörter, die in der Bibel für „Sünde“ im Urtext gebraucht werden, könnte man unter anderem auch mit „Verfehlung des richtigen Zieles“ übersetzen.]

Es kam also durch diesen „ersten Ungehorsam“ etwas zwischen Gott und den Menschen. Das nennt die Bibel Sünde.

Jedes Baby wird in diesen  Zustand der Sünde – der Trennung von Gott – hineingeboren; ob es das will oder nicht.

Zweitens:

Nehmen wir an: dieser Zustand der Trennung von Gott wurde aufgehoben
(das ist möglich Smile):
dann sündigen wir trotzdem noch! Also: Mit Schuld oder Sünde ist auch die einzelne Tat gemeint. Wir denken und tun immer wieder Dinge, die uns von Gott trennen. Dinge, die gegen seinen Willen sind. Dinge, in denen wir Gott nicht gehorsam sind. Dinge, mit denen wir das Ziel verfehlen. Wir werden auch schuldig, wenn wir etwas nicht tun, was wir tun sollten.

Drittens:

Jede Sünde ist gleich schwer.

Für jede Sünde, die ich getan habe, sei sie in Gedanken, Wort oder Tat: Jesus hat dafür sterben müssen. Das ist auch die einzige wirkliche…

Viertens:

…Lösung für unsere Schuld.

Wir müssen also nicht verzweifelt bei der Schwere unserer Schuld stehen bleiben. Es gibt Erlösung, Vergebung, und Befreiung. Der Tod Jesu am Kreuz war Gottes Weg, unsere Schuld weg zu nehmen, uns von Schuld zu befreien. Er selbst machte es möglich, dass wir wieder zu ihm zurückkommen können!

©IreneI/Stock.xchng

„Es steht also fest: Durch die Sünde eines Menschen – Adam – sind alle Menschen in Tod und Verderben geraten. Aber durch die Erlösungstat eines Menschen – Christus – haben alle die Chance zu einem neuen Leben mit Gott. Oder anders gesagt: Durch Adams Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig; aber  weil Jesus Christus gehorsam war, sollen alle von Gott freigesprochen werden.“ (Römer-Brief 5,18+19)

Und das klingt nicht nur logisch, es „funktioniert“ auch. Durch Erkennen von meiner Schuld und Bekennen vor Gott wird mir vergeben, ich bin frei. Und durch mein Erkennen von Schuld des Anderen an mir und meine Vergebung für den Anderen werde ich frei – wirklich frei. Schluss mit Vorwürfen, Nachtragen und Bitterkeit. Auf zu Lebensfreude und Liebe zu Gott, zu Anderen und sich selbst!

Das ist keine magische Angelegenheit, kein psychologischer Trick, sondern Realität – weil Jesus anstelle von Dir für Deine Schuld und für die des Anderen längst bezahlt hat.

Und das ist die Weise, in der Gott deine Sünden von dir wegnimmt:

„Eure Sünden sind blutrot, und doch sollt ihr schneeweiß werden. Sie sind so rot wie Purpur, und doch will ich euch reinwaschen wie weiße Wolle.“ (Jesaja 1,18)

Gott ist nicht nachtragend! (1.Johannesbrief 1,9)

Wichtige weitere Texte in der Bibel zu dem Thema:

Gebet:

Wenn du nicht mehr getrennt von Gott – im Zustand der Sünde –  leben willst:

©Cris Watk/Stock.xchng

Lieber Gott. Ich habe bis jetzt nicht viel mit Dir zutun gehabt. Aber ich möchte jetzt nicht mehr getrennt von Dir leben. Ich möchte mit Dir leben. Ich habe erkannt, dass ich Jesus brauche, damit diese Trennung aufgehoben werden kann und ich in Beziehung mit Dir leben kann. Ich bekenne, dass ich Sünder bin vor Dir. Ich nehme Jesu Tod am Kreuz für mich persönlich an. Er hat dort für meine Schuld bezahlt. Er ist für mich gestorben, damit ich leben kann. Danke, dass Du mir vergibst. Ich möchte nun mit Dir leben. Ziehe Du in mein Herz ein und sei Du der Herr in meinem Leben, nicht mehr ich. Amen

Wenn dir einzelne Sünden klar geworden sind:

Lieber Vater im Himmel, ich habe verstanden, dass ich vor Dir gesündigt habe, dass ich schuldig geworden bin. Ich nenne Dir folgende Dinge…. Da habe ich Fehler gemacht und echten Mist gebaut. Es tut mir leid. Ich habe damit dich und andere verletzt und mir selbst auch damit geschadet. Danke, dass du mir vergibst. Danke, dass dein Sohn für meine Schuld gestorben ist und ich frei sein kann von dieser Schuld. Hilf du mir, das nicht mehr zu tun. Danke. Amen.