Wer bin ich denn überhaupt?

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Um diese Frage auch nur annähernd zu beantworten, musst du dich natürlich erst einmal mit dir selbst befassen:

Wie sehe ich mich?

Mein Äußeres… meine Fähigkeiten… meine Schwächen… meine Wünsche…

Wie glaube ich, sehen mich die Anderen?

Meine Eltern… Geschwister… Freunde… Lehrer…

Und was erwarten sie von mir?

Was glaube ich, wie Gott mich sieht?

Und was erwartet er von mir?

Du wirst schon einige Zeit brauchen, um dich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Hilfreich ist es sicherlich, wenn du dir zu den einzelnen Fragen Stichworte aufschreibst, so dass du nachher eine kleine – oder vielleicht auch große – Liste hast. Sei vor allem ehrlich bei den Antworten – schließlich musst du es niemandem zeigen und du möchtest ja etwas über dich erfahren.

Wenn du deine Liste fertig hast, lies dir alles durch und überlege noch einmal in Ruhe, ob das alles wohl so stimmt.

Ist deine eigene Einschätzung über dich so richtig?

Und vor allem, ist das, was du glaubst, was die Anderen über dich denken, richtig?

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Um das herauszufinden, musst du halt mal andere fragen. Hast du jemanden, von dem du annimmst, dass er dich gut kennt? Freunde, Eltern…? Dann frage ihn oder sie, wie sie dich sehen.

Da gibt es oft ganz schöne Unterschiede! Wobei es natürlich auch darauf ankommt, wie gut sie dich wirklich kennen.

Du kannst ihre Einschätzungen mit deinen eigenen vergleichen und schauen, ob es Übereinstimmungen gibt. Aber selbst wenn Dinge übereinstimmen, müssen sie deshalb nicht unbedingt richtig sein!

Auf jeden Fall können sie dir als Hilfe dienen, über deine Selbsteinschätzung nachzudenken.

An dieser Stelle wäre es natürlich gut, wenn du jemanden hättest, dem du vertraust und mit dem du über alles reden kannst. Er könnte dir helfen, alles ein wenig besser einzuordnen und dir eventuell ein paar Tipps geben.

Weiß ich denn jetzt, wer ich bin?

Jein! Zumindest solltest du jetzt etwas mehr über dich erfahren haben.

Vielleicht siehst du deine Schwächen und deine Stärken jetzt klarer.

Wichtig ist auf jeden Fall erst einmal, dass du dich so akzeptierst wie du bist! Gerade auch deine Schwächen. Jeder von uns hat Schwächen und Stärken. Keiner kann alles! „Nobody is perfect!“

Gott hat keine Supermänner oder Superfrauen geschaffen.

Vielmehr hat Gott jeden von uns mit ganz bestimmten Fähigkeiten ausgestattet.

Hast du schon herausgefunden, was du gut kannst und was dir wahrscheinlich auch Spaß macht?

Probiere Verschiedenes aus. Entdecke, was in dir steckt.

Gott hat dir spezielle Begabungen geschenkt. Nutze sie! Trainiere sie!

Was weiß ich denn jetzt ganz sicher?

auremar/shutterstock.com

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Du bist ein Original! Keiner auf dieser Welt ist so wie du!

Du kannst was! Du bist wertvoll! Und Gott liebt dich!

Du kannst zu Gott kommen so wie du bist. Er nimmt dich mit offenen Armen auf.

Buchtipp:

  • „Nur für Jungs“, Ute Mayer & Tobias Faix (Hrsg.), Hänssler Verlag, Kapitel: „Wer bin ich?“