Was will ich? – Über die Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen

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Immer muss ich entscheiden…

Abi – und dann? Studieren, Auslandsjahr, Praktika, Jobben, und und und… Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Genauso ist es beim Shoppen: 8 Oberteile passen, 6 davon gefallen einem richtig gut, aber dann macht einem das fast leere Portemonnaie einen Strich durch diese wunderbare Rechnung. Man muss sich
entscheiden. Entscheidungen prägen unser Leben. Sie beginnen schon morgens bei der Wahl der Sockenfarbe und enden mit der Entscheidung, welches Fernsehprogramm abends zur Entspannung eingeschaltet wird. Manche Entscheidungen sind schwieriger und manche leichter, manche sind wichtig und manche eher unwichtig.

Aus Fehlern lernt man?!

Häufig fühlen wir uns bei schwierigen Entscheidungen überfordert und verzweifeln, weil die Entscheidung ja am Ende die falsche sein könnte. Stundenlanges Grübeln und nächtelanges Wachliegen bleiben einem dann oft nicht erspart. Leider vergessen wir dabei meistens, dass jede Entscheidung doch irgendwo seine
Gründe hat. Somit ist keine einzige Entscheidung, die man nach bestem Wissen und Gewissen trifft, wirklich falsch. Höchstens führt eine Entscheidung zu einem einfacheren Weg in der Zukunft. Man denkt zwar, als würde die eine Entscheidung negativere Auswirkungen als die andere haben – doch eigentlich sind sogar
Entscheidungen, die erst einmal falsch zu sein scheinen, okay. Jeder Mensch macht Fehler oder trifft ungünstige Entscheidungen – das ist menschlich.

Alleingelassen mit den Grübeleien…

Außerdem sind da deine ganzen Verwandten, Freunde und Familienmitglieder, die auch bei der scheinbar schrecklichsten Entscheidung deines Lebens immer hinter dir stehen. Natürlich bezweifle auch ich nicht, dass es Momente gibt, in denen man sich wirklich alleingelassen fühlt, weil man rat- oder hilflos ist. Aber
selbst in der tiefsten Verlassenheit kannst du darauf vertrauen, dass da noch Gott ist. Gott kann – wenn du dich darauf einlässt – bei Entscheidungen helfen, denn er will dich den richtigen Weg führen und dein Leben lenken. Er hilft dir, den richtigen Weg zu gehen und er wird immer hinter dir stehen! Denn Gott spricht: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!“ (Josua 1, Vers 5b)

Gott ist da!

Es gibt Situationen, in denen du denkst, keine richtige Entscheidung treffen zu können. Mache dir dann klar, dass Gott da ist und er bei dir sein wird – für immer und in Ewigkeit. Egal, welche Entscheidung du triffst – er fängt dich auf mit seinen schützenden Händen! Ob du Jura, Medizin oder doch Kunst studierst: Gott geht den Weg mit dir und ist dir nicht nur nahe, wenn du dich für Theologie entscheidest. Genauso ist es mit den Hobbys: Gott steht nicht nur hinter dir, wenn du das Fußball und Klavier Spielen für bessere Noten in der Schule aufgibst – selbst, wenn du unbedingt weiterhin Klavier spielen magst, wird Gott dich in dieser Entscheidung unterstützen. Wichtig ist nur, dass du ihm vertraust! Manchmal ist es nicht einfach, ihm zu vertrauen – denn er sitzt nicht beim Mittagessen neben
dir und versucht dir mit sinnvollen Argumenten zu erklären, dass er ein treuer Freund ist. Nein, so ist es wohl nicht. Aber versuche zu spüren, dass er sogar noch näher bei dir ist, als deine Sitznachbarn in der Schule: nämlich tief in dir drinnen, wo er sagt: Ich bin da!

Niemals vergessen!

Vielleicht magst du ja auch eine Art Erinnerungszettel in deinem Zimmer aufhängen. In scheinbar ausweglosen Situationen, die dich in karussell-fahrenden Gedanken enden lassen, könnte dir das helfen. Einfach ein kleiner Zettel mit dem Hinweis darauf, dass da Gott ist und dich in seinen väterlich liebenden
Armen hält – egal, was auch passieren mag! Um jeden Tag daran erinnert zu werden, dass Gott bei dir ist, kannst du zum Beispiel das sogenannte Seelenfutter abonnieren. Es ist ganz kostenlos – schau es dir doch mal an!
http://www.gekreuzsiegt.de/seelen-futter/

Und jetzt bist du dran: Was denkst du? Kann man Gott in solch schwierigen Situationen noch spüren oder verdecken die Ängste und Zweifel den Glauben und das Vertrauen in Gott?

 

Autorin

Mirjam Beitz, hat gerade Abitur gemacht und möchte Theologie studieren