Was ist deine Berufung?

Rido/shutterstock

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Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Apostelgeschichte 13, 2

Wow! Wünscht du dir auch so eine Berufung? Der Heilige Geist spricht deutlich und macht klar, welche Aufgabe Barnabas und Saulus erledigen sollen.

Um ehrlich zu sein – ich habe mir das eine Zeit lang sehr gewünscht. Ich wollte wissen, wofür ich existiere – an welchem Ort und auf welche Art ich Gott dienen soll. In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Berufung beschäftigt und festgestellt, dass die Bibel ein anderes Verständnis von Berufung hat als ich.

Ich möchte dir 3 Ratschläge geben, die dir helfen, dein Leben so zu führen, dass es der Berufung Gottes entspricht.

1) Wandle würdig – Lebe deine allgemeine Berufung

Bei der Beschäftigung mit den Bibelstellen zum Thema Berufung habe ich festgestellt: es geht nicht in erster Linie um einen konkreten Auftrag, den Gott uns gibt. Das kommt auch vor.

Aber deutlich häufiger wird betont, dass die Berufenen die Einladung Gottes angenommen haben und gerechtfertigt sind. Dadurch sind sie Heilige geworden. Wie ein Präsident sein Land, repräsentieren die berufenen Heiligen Gott auf dieser Welt. Deswegen sollen sie würdig wandeln und Gottes Prinzipien in dieser Welt ausleben.

Als Christ hast du eine Berufung: du bist ein berufener Heiliger! Um deine Berufung auszuleben, musst du als erstes Gottes Gedanken ausleben – wie z.B. Freude, Friede und Heiligung.

Wie sieht es bei dir aus? Lebst du deine Berufung

Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.Epheser 4,1b

2) Lerne dich kennen – Entdecke deine persönliche Berufung

Gott hat sich jeden Menschen individuell ausgedacht – mit seinem Charakter, seinem Gabenspektrum und seiner Lebensgeschichte. Wenn du herausfinden möchtest, welchen Weg Gott mit dir gehen will, solltest du das Potential, dass Gott in dich hineingelegt hat, immer besser kennenlernen.

Welche Gaben hat Gott dir geschenkt?

Gott hat dir eine Lehrbegabung geschenkt – und du schweigst? Dann läuft etwas falsch. Die Gaben, die Gott uns geschenkt hat, sollen wir ausleben. Dafür müssen wir unsere Gaben kennen. Weißt du, welche Gaben du hast?

Wie ist dein Charakter?

Als initiativer Mensch hast du die Chance, neue Projekte anzustoßen. Als stetiger Mensch kannst du dafür sorgen, dass bestehende Arbeitsbereiche gut laufen. Der Charakter eines Menschen hat viele Facetten – mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Damit du dich optimal einbringen kannst, solltest du dir bewusst sein, wie „du tickst“ und was das für dich bedeutet.

Welche Lebenserfahrung hast du gesammelt?

Wenn du selber Leid erlebt und verarbeitet hast, kannst du ein Segen für Menschen sein, die ähnliches erlebt haben. Wenn du Bänker bist, können die Menschen von deinem Finanzwissen profitieren. Die Lebensgeschichte, die Gott dich geführt hat, hat dir Lebenserfahrungen geschenkt, die du teilen und damit andere Bereichern kannst.

Mache dich auf die Suche und entdecke, welche Potentiale Gott in dich gelegt hat. Entdecke deine Gaben, lerne die Stärken deines Charakters kennen und reflektiere deine Lebenserfahrung.

    Habe dein Schicksal lieb, es ist der Weg Gottes mit deiner Seele. Dostojewski

3) Sei offen – Hast du eine spezielle Berufung?

Paulus und Barnabas hatten ein deutliches Berufungserlebnis. Aber es gab Situationen, in denen Paulus einfach planvoll vorgegangen ist. In der Apostelgeschichte entdecken wir an vielen Stellen, wie Paulus ganz strategische Entscheidungen getroffen hat. Aber gleichzeitig war er offen für Gottes direktes Reden zu ihm. Bist du es auch?

Ich wünsche dir, dass du dich entscheidest, deine Berufung als Heiliger auszuleben, die Potentiale zu entdecken, die Gott in dich hineingelegt hat und offen zu sein für Gottes Eingreifen.

 

Autor

Oliver Last ist Jugendreferent der Christlichen Jugendpflege e.V.

Über Christliche Jugendpflege

Als CJ wünschen wir uns Jugendgruppen, in denen Jugendliche von Jesus begeistert werden, lernen, ihm nachzufolgen und Unterstützung bekommen, das Evangelium in ihrem Umfeld nicht nur weiterzusagen, sondern leidenschaftlich zu leben.
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