Sehnsucht

Unser Verlangen wird unstillbar, weil wir unsere Sehnsucht nach dem Unendlichen an endliche Dinge heften.

Im Sommer letztes Jahr habe ich eine Reihe Teens auf dem Campingplatz am Neusiedlersee gefragt, was sie glauben, wonach sich Menschen sehnen.
Hier ihre Antworten:

Freund/Freundin, Geld, zu Hause, Eltern, Freizeit, Spaß, Spielen, Haustier, Schönheit, Essen, Schlafen, Langes Leben, Eltern, Frieden, Freunde, Vertrauen, Zusammenhalt, ein schönes Leben, Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Liebe, Gott, Glück, fröhlich sein.

Wonach sehnst du dich, ganz tief in dir drinnen? Was ist das stärkste, was du dir wünschst?

©G & A Scholiers/Stock.xchng

Im Buch Prediger in der Bibel steht in Kapitel 3, Vers 11, dass Gott den Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt hat: In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist.

Gott schuf den Menschen mit einem Verlangen, das über das Irdische hinausgeht.

Das Buch Prediger ist von Salomo geschrieben. Er beschreibt darin, wie er überall versucht hat, diese Sehnsucht zu stillen. Er suchte überall, ob er etwas Beständiges finden würde, etwas, was hält. Und er macht eine erschreckende Entdeckung: es ist alles wie wenn man den Wind einfangen will. Er hat alles versucht und kommt immer wieder darauf: es ist alles Nichts.

Es ist alles Nichts!

Er hatte erkannt: alles Streben nach Weisheit und alles, was überhaupt getan wird, ist alles wie wenn man den Wind einfangen will. Er hatte es versucht, glücklich zu sein, Freude zu haben und es wurde ihm aber bewusst: alles Lachen ist Haschen nach Wind. Er versuchte es mit dem Wein, mit Häuser bauen, er pflanzte Weinberge, machte sich Gärten und Parks, Wasserteiche, sogar Wald. Er kaufte Knechte und Mägde, hatte großen Besitz an Rindern und Schafen, sammelte Silber und Gold. Beschaffte sich Sänger und Frauen, hatte alle Vergnügungen, die man sich vorstellen kann. Doch er erkannte: Alles Mühen, alles was er sich geschaffen hatte – das ist alles NICHTS. Es ist alles, wie wenn man den Wind einfangen will. Er kommt zu dem Schluss: Es gibt keinen Gewinn unter der Sonne.

Ein Haschen nach Wind!

Dann wandte er sich der Weisheit zu, studierte bestimmt viel, er schaute sich an, was Dummheit ist…aber er kommt wieder zu dem Schluss: es ist alles…ein Haschen nach Wind.

©Patrick Nijhuis/Stock.xchng

Und schließlich hasste er das Leben. Weil es sowieso nichts bringt. Es gibt nichts, was bleibt. Was man festhalten kann. Es ist nicht sichtbar und verfliegt, wie der Wind. Nichts bleibt.

Und er begann zu verzweifeln.

Wer erfüllt die tiefste Sehnsucht?

Dann hat er jedoch verstanden: Essen und Trinken, das alles kommt aus der Hand Gottes. Es wurde ihm bewusst: Man kann nicht wirklich fröhlich sein, ohne Gott.

Prediger 2,26:

„Dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Erkenntnis und Freude. Doch wer Gott missachtet, den lässt er sammeln und anhäufen, um dann alles dem zu geben, den er liebt. Dann war die ganze Mühe des einen vergeblich, als hätte er versucht, den Wind einzufangen!

Ich glaube, in deinem Alter kommt diese Sehnsucht im Inneren sehr zum Vorschein. Doch womit füllst du sie? Mit Computerspielen, mit Fernsehen, Partys, Sport, Freunden…. Welche Rolle spielt Gott?

Die Bibel bezeugt uns, dass wir nur mit Gott den perfekten Schlüssel für dieses Schloss unseres Herzens haben. Mit Gott finden wir das, was wir brauchen. Das ist unsere größte Vollkommenheit, wenn wir
mit Gott leben. Gott ist alles, was du brauchst. Er will dir alles sein und dir alles geben.

©Dan Neacsu/Stock.xchng

Prediger 12,13-14:

Zu guter Letzt lasst uns das Wichtigste von allem hören: Begegne Gott mit Ehrfurcht und halte seine Gebote! Das gilt für jeden Menschen. Denn Gott wird Gericht halten über alles, was wir tun – sei es gut oder böse -, auch wenn es jetzt noch verborgen ist.

Prediger 3,12-14:

So kam ich zu dem Schluss, dass es für den Menschen nichts Besseres gibt, als sich zu freuen und das Leben zu genießen. Wenn er zu essen und zu trinken hat und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann, ist das allein Gottes Geschenk. Ich begriff, dass Gottes Werk für immer bestehen wird. Niemand kann etwas hinzufügen oder wegnehmen. Damit bewirkt Gott, dass die Menschen Ehrfurcht vor ihm haben.

Ohne Gott ist alles Nichts! Mit Gott wird alles sinnvoll.