Money, money, money

Anja möchte in ihrem Leben finanziell abgesichtert sein. Ihr Freund Benjamin hat eine sichere Arbeitsstelle, doch viel verdienen wird er nie. Zudem ist ihm die Freude an der Arbeit wichtiger als das, was auf dem Gehaltszettel steht. Bei den Beiden bring das Thema „Geld“ ganz schön Spannung in die Beziehung.

Thorben-Wengert/pixelio.de

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Die Einstellung zur „Kohle“ ist entscheidend für unser Leben. Mit der Beziehung zum Geld stehen oder fallen zwischenmenschliche Beziehungen, Arbeitsverträge und vielleicht sogar die persönliche Beziehung zu Gott. Es ist wichtig, dass du dir darüber klar wirst, welche Rolle das Geld in deinem Denken spielt und wie viel Platz der „Reichtum“ in deinem Leben einnimmt. Glücklicherweise schweigt die Bibel nicht zu diesem Thema. Hiob, Abraham und Salomo waren reiche Männer. Sie strotzten nur so vor Vermögen. Gott hatte sie reich beschenkt.

Bekommen oder genommen

Dass auf Achans geklauten Goldbarren kein Segen lag, ist schnell zu erkennen (vergleiche Josua 7).  Sich Dinge zu nehmen, die jemand anderem gehören, kann Gott nicht segnen. Kennst du das aus deinem Leben? Hast du vielleicht auch eine „Blackbox“ in deinem Zimmer, in der du wie Achan Wertgegenstände deponierst? Diese werden dich nicht glücklich machen und seien sie auch noch so toll. Ähnlich ist es, wenn du Dinge nutzt, bei denen du versuchst, kein Geld auszugeben. Du nimmst eine Leistung in Anspruch, für die du nicht zahlst, hörst Musik und bist nicht bereit die Leistung des Musikers zu honorieren. Kann es außerdem sein, dass du etwas als dein Eigentum betrachtest, was eigentlich Gott gehört?

Wenn du als Kind Gottes lebst, gehören alle Lebensbereiche Gott. Er möchte auch der Herr über deinen Geldbeutel sein. Wenn du jedoch nach dem Motto lebst: „das habe ich mir doch selbst verdient“, kann das der erste Schritt sein, dass dir dein Geld zum Götzen wird. Wenn du Gott aus dem Finanzbereich ausgrenzt, entsteht eine Verschiebung: Das Geld wird dir zum Götzen. Mit deinem Verhalten zeigst du, ob du auf dein Geld vertraust oder nicht. Es gibt dir aber nur vermeintlich Sicherheit. Das sind genau die Punkte an denen der Psalmist den Gottlosen erkennt: „Sie vertrauen auf ihr Vermögen und rühmen sich der Größe ihres Reichtums.“ (Psalm 49,7) „Siehe, der Mann machte nicht Gott zu seinem Schutz, sondern vertraute auf die Größe seines Reichtums, durch sein Schadentun war er stark.“ (Psalm 52,9) Um sich krampfhaft an seinem Besitz fest zu halten, reichen oft schon kleine Beträge aus.

uschi-dreiucker_pixelio.de

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Doch wie können wir dem Vorbeugen, dass wir unser Vertrauen auf Geld setzen? Ich gebe dir einen Tipp: Sei großzügig!
Gib regelmäßig von deinem Geld. Wenn du Geld oder Wertsachen verschenkst, zeigst du, dass du dein Vertrauen nicht in diese Dinge setzt. Du lernst dadurch, dich sicher und versorgt zu wissen in der Abhängigkeit von Gott.

Reich an Gnade

Gott möchte, dass wir reich werden. Jedoch nicht an irdischen Dingen. Unser Reichtum soll einen Wert für die Ewigkeit haben. In Epheser 1,7–8 schreibt Paulus, dass wir reich werden sollen an seiner Gnade. Doch wie kann seine Gnade in unserem Leben reicher werden? Indem wir das Geschenk der Vergebung annehmen, wächst seine Gnade. Er ist für dich gestorben.
Wenn wir meinen, wir brauchen diese Vergebung für unsere Sünden nicht, weil wir schon so im Recht sind, empfangen wir auch seine Gnade nicht. Seine Gnade für unser Leben bleibt ärmlich, die doch von ihm reichlich für uns gedacht war.

Reich an Glauben

Paulus stellt uns die Gemeinde in Thessalonich als Vorbild vor. In 1. Thessalonicher 1,9 wird von ihrer Ausstrahlung berichtet, die das Evangelium bei ihnen bewirkte. Das zog damals seine Kreise. Das Evangelium bewirkte aufrichtige Liebe für verlorene Menschen und trieb zu echter Opferbereitschaft. So breitete sich die gute Nachricht aus und die Christen selbst wurden reich im Glauben, weil er sich in ihrem Leben praktisch auswirkte und so festigte. An einigen Stellen in der Bibel ermutigt Paulus uns ganz ähnlich, dass wir im Glauben stark werden sollen (Vergleiche Epheser 3,16). Glaube in Aktion war der Schlüssel für die Thessalonicher, um im Glauben reich zu werden. Ist er das für dich auch?

Reich an Bibelkenntnis

Torsten-Lohse/pixelio.de

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Unser Glaube hat seine Informationen aus dem Wort Gottes. So ist es nicht verwunderlich, dass Paulus den Kolossern so deutlich sagt, dass sie Bibelkenntnis zum Überleben brauchen. Er hat ihnen das Wort Gottes reichlich gepredigt, so dass sie selbst reich daran wurden (Kolosser 1,25). Und so motiviert er sie, dass das Wort von Jesus Christus nicht sparsam, sondern „reichlich“ aus ihrem Mund kommen soll (Kolosser 3,16).

Reich in Gottes Sinn

Du kannst eine ganze Menge Geld haben und das ist voll okay. Die Frage ist: Kannst du dich wirklich daran freuen? In den Sprüchen Salomos kannst du lesen, dass du dich an deinem Erarbeiteten freuen sollst. Wenn dein neuer Computer also ehrlich verdient ist, genieße es. Sei aber auf der Hut, dass du dein Vertrauen nie in den Reichtum setzt. Strebe lieber nach Reichtum mit Ewigkeitscharakter. Beginne an deinem Reichtum in Christus zu arbeiten.

 

Alexander Hellmich

ist Jugendreferent beim DCTB e.V. und lebt mit
seiner Familie in Hartenstein/Sachsen.

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