Leistungsstress?

Schon mal davon gehört?

Der eine hat es mehr, der andere weniger und manche haben damit gar nichts zu tun.

Eigentlich ist es etwas sehr schönes, etwas „zu leisten“. Etwas geschafft zu haben. Aber manchmal kann es eben auch zum Stress werden.

Ursachen von Leistungsstress können sein:

falsche Zeiteinteilung

Kennst du jemanden, der alles andere zuerst macht, bloß nicht Lernen und dann gibt’s den großen Stress? Zugegeben, ich gehöre auch zu denjenigen, die unter Druck ganz gut funktionieren. Aber ich denke, damit sollte man grundsätzlich nicht kalkulieren. Es ist ja sowieso immer „zu wenig Zeit“.

Überforderung

© Arjun Kartha / stck.xchng

„Das ist viel zu viel Stoff!“ motzt meistens jeder; aber es gibt Schüler und Schülerinnen, für die ist es wirklich zu viel und zu schwer. Bleibt das ein Dauerzustand, sollte man über einen Schulwechsel nachdenken.

Manchmal ist auch der „Mut zur Lücke“ gefragt. Alles perfekt lernen, wenn eine größere Prüfung ansteht, das ist nahezu unmöglich.

Persönlichkeit

Setzt du dich selbst unter Druck? Immer alles perfekt machen? Immer besser sein als die Andern? Bloß nichts versauen. Nur durch gute Leistung bist du was?

Das kann ganz schön stressig werden.

Elternhaus

© Iwan Jeijes / stck.xchng

Wenn die Erziehung stark auf Leistung angelegt ist, dann wird das auch auf die Schule und auf das Lernen Auswirkungen haben.

Natürlich ist es für die Eltern schön, wenn ihre Kinder Erfolg in der Schule haben. Aber davon hängt auch nicht alles ab. Schwierig wird es, wenn die Eltern dich nur lieb haben, wenn du gute Noten mit nach Hause bringst. Das kann einen ins Schwitzen bringen.

Es ist normal, dass deine Eltern kein Freudenfest veranstalten werden, wenn du mit einem 4er nach Hause kommst. Aber es wird meist schlimmer, wenn die Eltern mit Druck und Mahnungen reagieren und bessere „Ergebnisse“ verlangen. Dadurch wird das Kind in der Schule nicht besser, die Beziehung zwischen Eltern und Kind aber schlechter. Die Eltern sollten dem Kind trotzdem Annahme und Liebe vermitteln und eine echte Hilfe sein. Man sollte ehrlich über die Situation sprechen und nach Lösungswegen suchen. Naja, und vielleicht ist manchmal auch eine Strenge der Eltern eine Hilfe.

Wenn jemand unter Leistungsstress steht, reagiert er zum Beispiel so:

©Melodi T/Stock.xchng

  • mehr oder weniger große Gleichgültigkeit („is mir doch wurscht…“)
  • Langeweile
  • Interesselosigkeit
  • Unkonzentriertheit
  • Schlechte Leistungen
  • Leistungsverweigerung
  • Zerstörung der Leistungen anderer…

 

Kommt es im Leben denn nur auf Leistung an?

Ich denke, wir sind dazu geschaffen, Dinge zu leisten, zu schaffen, herzustellen, auszudenken. Gottes ist unheimlich kreativ. Das können wir täglich in der Natur und in den Menschen, die um uns herum sind, bewundern!

Aber wir sind nicht Menschen, weil wir leisten, sondern weil wir geliebt sind. Ich bin geliebt, deswegen bin ich. Geliebt von dem, der mich gemacht hat. Das macht mich unheimlich froh.

© Billy Alexander / stck.xchng

Mit diesem Wissen kann ich die gelernte Einstellung „Ich bin nur was, wenn ich was leiste“ getrost loswerden. Und zwar am Kreuz.