Von Gott gesetzte Grenzen

Tatsächlich: Gott setzt dir Grenzen. Warum nur? Er tut das einzig und allein aus Liebe. Wenn Gott dir etwas vorenthält, dann nicht, um dich einzuengen oder um dir die Freude am Leben zu rauben. Nein, wenn Gott dir etwas vorenthält, dann immer nur, weil er dich grenzenlos liebt und er dich vor schlechtem Einfluss bewahren will. Mit anderen Worten: Indem Gott dir gewisse Grenzen setzt, will er dich zu einem erfüllten und lohnenswerten Leben befreien. Ja, du hast richtig gelesen: Gott hat Grenzen gesetzt, um dir Freiheit zu schenken.

Der Baum in der Mitte des Gartens

©Lars Sundström/Stock.xchng

Werfen wir einen Blick in den Garten Eden. Da beziehen Adam und Eva einen frisch geschaffenen Garten voller exotischer Obstbäume und Leckerbissen. Unvorstellbar schön. Einfach paradiesisch! Doch eine Grenze setzt ihnen Gott. Es gibt nämlich einen Baum in der Mitte des Gartens, von dem sollen die beiden nicht essen. Es ist der Baum, der Gut und Böse erkennen lässt und dem Menschen den Tod bringt. Gott schenkt also Adam und Eva das Leben in Hülle und Fülle, setzt aber aus Liebe auch eine klare Grenze. Sie soll die ersten zwei Menschen vor der Macht Satans schützen und sie vor dem Tod bewahren.

Trügerische Freiheit

Genauso ist es auch heute noch. Gott bietet dir ein wunderbares Leben mit viel Freude und Erfüllung an. Er setzt dir aber auch Grenzen. Nicht um dich einzuengen, sondern um dich vor dem Verderben zu bewahren. Dir kommt es vielleicht schnell einmal so vor, als ob es gerade anders herum wäre: Ein einziger Baum – und alle anderen Früchte sind dir verboten. Du fühlst dich von den Geboten Gottes eingeengt und immer wieder klingen dir die drei Worte «Du sollst nicht …» in den Ohren. Es scheint dir, als würde Gott dir die Freiheit rauben. Du darfst nicht machen, was du eigentlich gern machen möchtest! Doch aufgepasst: Das, was dir oft als Freiheit erscheint – nämlich die Übertretung der Gebote – bedeutet immer eine Bindung an deine Triebe, an deinen Ehrgeiz oder sogar an andere Menschen.

Der folgenschwerste Tag

Auch Adam und Eva hatten plötzlich den Eindruck, dass Gott sie mit einem einzigen Verbot in ihrer Freiheit einschränken oder ihnen sogar etwas vorenthalten wollte. Sie glaubten, etwas zu verpassen, wenn sie nicht von den Früchten dieses einen Baumes essen konnten. Und so griffen sie eines Tages nach den verbotenen Früchten und aßen sie. Und die Folgen? Freiheit ohne Grenzen? Genau das Gegenteil war der Fall: Sie hatten plötzlich Angst, fühlten sich schuldig und schämten sich. Und das Schlimmste: Die Gemeinschaft mit Gott war von diesem Augenblick an gestört.

Die gemeine Taktik Satans

©Svilen Mushkatov/Stock.xchng

Und dir geht es genau so, wenn du dich nicht an Gottes Spielregeln hältst. Die Verbindung zu deinem Schöpfer wird auf der Stelle unterbrochen.Ein beklemmendes Gewissen plagt dich. Am liebsten würdest du dich wie Adam und Eva vor Gott verstecken. Aber in seiner Allmacht sieht Gott dich überall und wartet nur darauf, dass du dich bei ihm für deinen Ungehorsam entschuldigst, ihn um Vergebung bittest. Auf der anderen Seite gibt es einen, der sich riesig freut, wenn deine Gemeinschaft mit Gott gestört wird. Weißt du, wer das ist? – Ja, genau, Satan – der große Gegenspieler Gottes. Er jubelt, wenn du Gottes Gebote übertrittst. Schließlich ist gerade das sein einziges, großes Ziel: Er will unsere Beziehung zu Gott kaputt machen. Um dieses Ziel zu erreichen, benutzt er auch ganz gemeine Taktiken. Er steuert zum Beispiel ganz bewußt die negative Entwicklung unserer Gesellschaft. Heutzutage werden nämlich die Grenzen, die Gott aus Liebe zu uns gesetzt hat, immer mehr aus dem Weg geschafft. Wer noch nach Gottes Maßstab leben will, wird oft belächelt und sogar als nicht ganz normal angesehen. Hier ein Beispiel dazu:

Das «just do it»-Prinzip

Wie nie zuvor wird heute von den Medien (Fernsehen, Internet und Zeitschriften) freie Sexualität proklamiert. Es herrscht das «just-doit»-Prinzip und schon junge Teenager werden ermuntert, alles auszuprobieren. Warum noch warten, wenn es doch Spaß macht! So haben sicherlich viele deiner Kolleginnen und Kollegen bereits Sex gehabt. Und vielleicht bist du dir auch schon voll daneben vorgekommen, weil du eben noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht hast und bei diesem Thema nicht wirklich mitreden kannst. Doch nun pass gut auf: Lass dich ja nicht unter Druck setzen! Gott hat uns Menschen nämlich auch in diesem Bereich ganz klare Grenzen gesetzt und er will, dass wir respektvoll mit unserer Sexualität umgehen.

Be different

Die Bibel erklärt uns in 1. Mose 2, dass Sex keine zufällige Entdeckung der Menschen, sondern eine Schöpfung Gottes ist. Weil Gott den Sex erfunden hat, hat er auch die Regeln dafür gemacht. Er will, dass wir dieses besondere Geschenk für die Ehe aufbewahren. Warum? Ich will dir drei Gründe nennen: Wenn wir Sex haben, geben wir unsere ganze Intimität preis und binden uns dabei emotional sehr stark an einen Menschen. Diese starke emotionale Bindung braucht einen geschützten Rahmen: die Ehe. Gott weiß, dass unsere Herzen leicht zerbrechlich sind. Besonders dann, wenn es um sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe geht. Weil er uns so sehr liebt, will er uns diese enorm tiefen Verletzungen ersparen. Sex ist ein geniales Geschenk von Gott an zwei Menschen, die sich lieben und sich lebenslängliche Treue versprochen haben. In diesem geschützten Rahmen ist es eine spannende Entdeckungsreise, die mit der Hochzeit beginnt und mit der Zeit immer noch schöner wird!

Wenn Gott dir also im Gebiet der Sexualität klare Grenzen setzt, dann nur, weil er das Beste für dich will. Er hat dich geschaffen und weiß daher am besten, was gut und was schädlich für dich ist. Er hat dich einzigartig gemacht und deine Reinheit ist ein kostbares Geschenk. Es lohnt sich tausendmal, dass du dieses Geschenk für deinen zukünftigen Ehepartner aufbewahrst. Zudem bist du in der heutigen Zeit ein riesiges Zeugnis, wenn du in Sachen Sex eine klare Linie vertrittst und nach Gottes Spielregeln lebst.

 

Marcel Hochstrasser
Er versichert dir, dass du es nie bereuen wirst, wenn du dich an Gottes Spielregeln hältst.

Aus Friends for ever, Ausgabe 03/2007, Mit freundlicher Genehmigung

1 Antwort
  1. manuela
    manuela says:

    wohl dem, der auch das (oft durch die Medien erzeugte) „Kopfkino“ unter Gottes Aufsicht stellt.(2.Kor.10,5) und zwar immer und immer wieder…gerade in Angriffen/ Anfechtungen

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