Stylish

stilvoll, flott, elegant, modisch, fesch

Wie „stylish“ leben Sie? Sie haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht? Sollten Sie aber! Die anderen machen sich nämlich längst Gedanken darüber – auch über Ihre „Performance“. Und wenn Sie Hilfe brauchen – kein Problem. Greifen Sie einfach zu einem der bunten Lifestyle-Magazine oder lassen Sie sich von einem/einer Lifestyleberater/ in in die Geheimnisse der stylischen Existenz einführen.

Und das sind die Themen: Frisur und Figur, Wohnen und Wellness, Potenz und Prominenz, Geld und Golf, Mode und Music, Sein und Design … Das lohnende Ziel – ich zitiere aus der Annonce einer Lifestyle-Beratung: „Wellness, Wellbe in the first, second and third place“ – auf gut Deutsch: das Allerwichtigste sind Sie selbst und Ihr Wohlbefinden. Und das möglichst mit einer unverwechselbaren Note, Ihrem persönlichen Stil. (Der Sie in Wahrheit doch nur zu einem Klon des „neuen Menschen“ nach den Vorstellungen der Lifestyle-Industrie macht …).

Rainer-Sturm / pixelio.de

Rainer-Sturm / pixelio.de

Jetzt aber mal ganz im Ernst: Lifestyle – früher nannte man das fürchterlich altmodisch „Lebensstil“ – ist schon ein wichtiges Thema. Im Gegensatz zu früheren Generationen haben wir heute unzählige Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten, „mit Stil“ zu leben. Traurig ist nur, wenn wir dabei bei Äußerlichkeiten hängen bleiben. Wer auch sein Innenleben gestalten möchte, sollte nicht nur stylish leben, sondern biblisch. Im maßgeblichen „Lebensstil-Magazin“ rät der „Lebensstil-Berater“ Paulus: „Zieht nun wie eine neue Bekleidung alles an, was den neuen Menschen ausmacht: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Milde, Geduld.“ (Kolosser 3,12)

Nein, stylish ist das nicht unbedingt. Aber es hat Stil! Und unter Garantie fallen Sie damit mehr auf, als mit einer neuen stylishen Frisur oder einer Designer-Couch im Wohnzimmer – die hat nämlich eh schon bald jeder. Aber herzliches Erbarmen, Freundlichkeit usw. sind eher selten. Was nicht verschwiegen werden darf, sollten Sie sich für biblisch statt stylish entscheiden: Die Plätze werden neu vergeben: „God in the first, the neighbour in the second and the self in the third place.“ An erster Stelle Gott, an zweiter Stelle unsere Nächsten, an dritter Stelle wir selbst. Und das macht erstaunlicherweise nicht ärmer, sondern reicher. Probieren Sie es einfach aus!

Peter Rettinger, Pädagoge und Journalist, ist Mitarbeiter im „Institut für Lebensgestaltung“ von Agape Österreich.

peter@rettinger.cc
www.agapeoesterreich.at