Stress

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Ich bin im Stress!

Ein Examen ist im Anzug, es gibt tausend unerledigte Dinge, und man weiß nicht, wo man beginnen soll. Die Angst steigt auf, der Kopf ist zum Zerreißen angespannt. Ohne Zweifel: Du leidest unter Stress. – Ist das schlimm, Herr Doktor?

Stress? Ein recht dehnbares Wort, das unseren Alltag prägt. Es bezeichnet die Empfindung, die wir verspüren, wenn wir mit einer Situation konfrontiert werden, der wir uns nicht richtig gewachsen fühlen.

Man unterscheidet zwei Arten von Stress:

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Um positiven Stress handelt es sich, wenn das Gehirn den Hypothalamus (Gehirnanhangsdrüse) aktiviert. Der Organismus wird durch das Ausschütten von Adrenalin leistungsfähiger: Verstärkung der

Atmung (Ventilation), Steigerung der Herzfrequenz, Freisetzung von Zuckerreserven zur Energiespendung, verbesserte Muskelarbeit durch erhöhte Durchblutung, bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns sind die Folgen. Wenn aber der Notzustand (= Dauerstress) anhält, ermüdet der Organismus, kommt außer Atem und erstickt zuletzt. Genau in diesem Moment treten die ersten Erschöpfungssymptome auf.

Was sind die Ursachen des Stresses?

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Die Ursachen sind sehr unterschiedlich und variieren je nach Person. Die Faktoren, die den Stress auslösen, sind die sogenannten Stressoren (= belastende Reize). Je größer die Anzahl der Stressoren,desto höher das Risiko, sich gestresst zu fühlen. Hier einige davon:

  • Eine Umgebung, die viel Druck ausübt
  • Schlafmangel
  • Überlastung des Terminplans
  • Änderung des Lebensstils

Was sind die Risiken des Stresses?

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Ein Übermaß an Stress ist gefährlich. Auf Dauer wird dein Organismus rebellieren. Du riskierst, an

  • Kopfschmerzen
  • Angstzuständen
  • Rückenschmerzen
  • etc. zu leiden

Wie kann man sich davor schützen?

  • Lernen, wenn nötig, «nein» zu sagen
  • Ermüdungserscheinungen erkennen und rechtzeitig eingreifen
  • Darauf achten, eine gesunde Lebensweise aufrechtzuerhalten.

Auch wenn du dich schwach und gewissen Situationen nicht gewachsen fühlst, Gott will dir in diesen Momenten seine Kraft zeigen. Lerne, auf ihn zu hören, sei aufmerksam, wenn er dir zuflüstert, dass du deine Zeiteinteilung ändern solltest. Vertraue ihm, dass er
dich treu begleitet, sogar wenn du dich am Ende fühlst.

 

Laetitia Steiner
Sie stresst immer, um ihre Artikel rechtzeitig abzugeben…

aus: „Friends for ever„, Ausgabe 03/2006, Mit freundlicher Genehmigung.