Mir war Sport wichtiger

Ich werde hier erzählen wie ich zum Glauben gefunden habe. Du wirst feststellen, dass der Glaube meiner Eltern viel dazu beitrug. Aber du wirst auch sehen, dass das in keiner Weise eine Garantie für meinen eigenen Glauben war…lies selbst 🙂

Da meine Eltern sich schon vor meiner Geburt bekehrt haben, bin ich in einer gläubigen Familie aufgewachsen. Ich wurde mit christlichen Werten und Normen erzogen. Sie stammen aus Sri-Lanka und daher besuchten wir eine Tamilische Gemeinde in Bottrop. Dort ging ich auch zur Sonntagsschule und hatte dort meine sogenannten „Kirchenfreunde“. Das waren Freunde die ich nur Sonntags gesehen habe, da sie alle in andern Städten gewohnt haben. Jeden Abend saßen wir zudem als Familie zusammen, haben Bibel gelesen, gebetet und gesungen. Was wir bis heute noch so machen. Ab dem 7. Lebensjahr besuchten wir dann eine andere Gemeinde vor Ort, worauf wir anfingen als Familie zwei Gottesdienste zu besuchen. Morgens einen deutschen und nachmittags dann den Tamilischen Gottesdienst.

In der Zeit wo ich in die 7.Klasse kam, fing ich an mich mit der Bibel persönlich zu beschäftigen, neben dem Bibellesen mit meiner Familie. Mich interessierte das Alte Testament mit dem Buch der Richter und den Königen von Israel, da ich mich gerne mit Historik beschäftigte. Ich habe mich so vertieft, dass ich die Bibel recht zügig durchgelesen habe. Ich wusste dadurch zwar viel über die Bibel, aber verstanden und umgesetzt habe ich wenig…

Als Teenager habe ich dann die Gemeinde eher weniger besucht, weil mir zu der Zeit Sport wichtiger war. 2012 habe ich mich dann taufen lassen, leider nicht aus eigener Überzeugung, sondern weil andere Christen mich andauernd gefragt haben, warum ich mich nicht taufen lasse. Zuvor hatte ich kein Interesse daran getauft zu werden und habe mir auch keine Gedanken darüber gemacht. Doch mit 15 Jahren habe ich endlich verstanden, was Nachfolge bedeutet. So habe ich mich bewusst für Jesus entschieden. Daraufhin habe ich begonnen mein Leben ganz nach Ihm auszurichten. In dem selben Jahr ist unsere Jugendleiterin auf Grund eines Streites in der Jugend fortgegangen. Es wurden zwei neue Jugendleiter aufgestellt aus unserer siebenköpfigen Jugend. Sie haben mich gefragt, ob ich ebenfalls ein Leiter werde. Doch ich wollte zuerst nicht, aber die Leitung wollte ohne mich nicht die Jugend leiten und so habe ich schließlich nachgegeben. Die Zeit als Leiter hat mich bis heute sehr stark geprägt. Manchmal braucht man wohl einen kleinen Schubser, um im Glauben zu wachsen 🙂 

Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.“ Römer 10,9-11

Heute ist die Jugend auf ca. 25 bis 30 Leuten gewachsen – nicht aufgrund meiner Leistung, sondern durch Gottes Gnade und Gebet. Ich habe in der Zeit gelernt und erlebt, dass die Beziehung mit Gott die höchste Priorität im Leben eines Menschen sein sollte und habe meine gesamte Arbeit in der Gemeinde darauf aufgebaut. Uns als Leiter war es wichtig, zuerst Gott zu gefallen und danach den Menschen. Gott wirkte unter uns. Zum Beispiel kamen meine atheistischen Schulfreunde zur Jugend und fingen an, sich mit dem Glauben zu beschäftigen. Ab dem 16. Lebensjahr bin ich dann nur noch zur deutschen Gemeinde gegangen, da die Gottesdienstzeiten sich geändert haben und wir als Familie es leichter hatten, vor Ort in die Gemeinde zu gehen. 

Aktuell bin ich auch in der Gemeinde aktiv. Meine Dienste in der Gemeinde sind musikalische Begleitung und die Fortbildung verschiedener Teams. Seit letztem Jahr bin ich Bereichsleiter in der Gemeinde, und bin zuständig für die Sonntagsschule. Die Altersspanne der Kinder liegt zwischen 10-13 Jahren. Ich bin gerne mit jungen Menschen unterwegs und möchte ihnen zeigen, was für eine große Bedeutung Jesus für unser aller Leben hat. Aus diesem Grund bin ich auch seit 2017 auf einer Bibelschule und darf dort die Bibel drei Jahre lang studieren. Dort lerne ich auch predigen, um die Leute in Zukunft noch besser mit der Botschaft von Jesus Christus erreichen zu können. 

Du siehst, nur weil andere glauben (Eltern), bedeutet es nicht gleich, dass man errettet ist. Es fängt bei dir an. Jesus Christus ist für meine Eltern gestorben, und sie haben es erkannt. Doch er ist auch für mich und meine Sünden gestorben, dass habe ich erkannt. Wie sieht es bei dir aus? Hast du für dich selbst erkannt, dass du Vergebung deiner Sünden brauchst? Das Jesus dein Herr und Retter sein möchte? Komm noch heute zu ihm, er wartet auf dich! 

„Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Johannes 11,25-27

 

 

 

 

 

Von Moses Joseph aus Bottrop