Die Familie und ihre Bedeutung

©Michal Zacharzewski/Stock.xchng

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Kann man heutzutage überhaupt noch von „Familie“ sprechen und was bedeutet sie noch für den Einzelnen? Wenn wir miterleben, wie viele Familien kaputt gehen, stellt sich die Frage: Hat Familie überhaupt Zukunft? Oder vielleicht anders herum gefragt: Ist Familie denn überhaupt noch so wichtig?

Hier einige interessante Zitate zum Thema:

„Die Familie ist die wichtigste Schule für unser Leben.“ J. Piaget

Dr. Martin Luther King Jr. bezeichnete die Familie als die „Schule der Liebe“

Papst Johannes Paul II bezeichnete die Familie als die „Schule des Friedens“

Bill Clinton sagte 1996 in seiner Unionsrede: „Unsere erste Herausforderung ist, unsere Kinder zu lieben und die Familie zu stärken. Familien sind das Fundament des Lebens. Wenn wir stärkere Familien haben, werden wir eine stärkere Nation haben.“

Die Familien sind die Grund-Einheiten, die unsere Gesellschaft aufbauen. Jeder stammt aus einer Familie und verbringt die meiste Zeit seines Lebens in einer Familie.

Wenn Familien zerbrechen, geht auch die Gesellschaft zugrunde.

Familie – früher und heute

Der lateinische Begriff „familia“ umfasste früher den gesamten Herrschaftsbereich des Mannes, also alles, was zu seinem Haus und Hof gehörte.

Früher lebten oft noch die ledige Tante, der Onkel, Knecht und Magd mit im Haus. Mit der Industrialisierung kam die Entwicklung hin zur bürgerlichen Kleinfamilie (1850-1950). Das bedeutete, ein verheiratetes Ehepaar lebte mit den eigenen leiblichen Kindern in einem Haushalt. Der Vater war der Hauptverdiener und Familienvorstand, die Mutter organisierte den Haushalt und hatte in 70 % der Fälle einen Teilzeitjob.

Im späten 20. Jahrhundert war zwar die „Kernfamilie“ (also Vater, Mutter, Kinder) noch am häufigsten, jedoch gibt es seither immer mehr Alleinerziehende, kinderlose Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, Single-Haushalte.

©Dacht Vlo/Stock.xchng

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Leider wenden sich die Menschen mehr und mehr von christlichen Werten ab, so dass heute Scheidung nichts Ungewöhnliches und homosexuelles Zusammenleben eine Alternative ist. Ein loser und moralisch-ethisch unverantwortlicher Lebensstil bewirkt eigentlich das Gegenteil von dem, was sich die Menschen dadurch erhoffen, er ist selbstzerstörerisch.

Unsere Gesellschaft – das sind wir – wird immer individualistischer (ein anderes Wort für Egoismus). Es geht darum, sich selbst zu verwirklichen, ohne sich verpflichten zu müssen. Das „ich“ steht im Vordergrund. Dies geht auf Kosten der Gemeinschaft und führt letztlich in die Vereinsamung. Übergeordnete Werte spielen keine wirkliche Rolle mehr.

Auch Menschen, die christlich leben möchten und sich an den Geboten Gottes orientieren wollen, werden davon beeinflusst. Christliche Ehen werden genauso häufig geschieden, wie nichtchristliche.

Die Bedeutung der Familie

Die „Familie“ ist eine von Gott gegebene natürliche Institution.

Die Familie ernährt und versorgt ihre Mitglieder nicht nur, die Familie beeinflusst das Leben aller Beteiligten maßgeblich.

Die Beziehungen in der Familie prägen unser ganzes Leben. Was wir in der Familie mit unseren nächsten Angehörigen erleben, prägt unseren Umgang mit Menschen in der Gesellschaft. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind wichtig im Beruf, der Freizeit, im öffentlichen Leben usw. Erfüllende zwischenmenschliche Beziehungen haben einen sehr großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Jemand, der überall mit Anderen im Konflikt lebt, ist unanziehend und in vielem sehr wenig effektiv.

Die Familie ist sozusagen der Trainingsplatz für unsere Beziehungsfähigkeit mit Anderen.

Die Geborgenheit und der Schutz der Familie sind entscheidend für die Entwicklung.

In der Familie werden wichtige Werte vermittelt, nach denen man als Jugendlicher und Erwachsener lebt.

Die Familie Gottes

Vielleicht bist du recht frustriert über deine eigene Familie, gerade, wenn du diesen Artikel liest. Vielleicht bist du sogar verzweifelt über die Verhältnisse und was z.B. die Scheidung deiner Eltern mit dir gemacht hat.

Du wünschtest dir so sehr Geborgenheit, Annahme, Liebe, Sicherheit. Doch irgendwie fühlst du Einsamkeit, Zerbruch, Angst und Verlust.

©Stephanie Hofschlaeger/Stock.xchng

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Lass Gott dahinein. Er möchte dir ganz praktisch helfen, Er möchte dir alles sein, was du brauchst und dich erfüllen mit Seiner Liebe. Er möchte dir zuerst Geborgenheit bei Ihm selbst und dann in Seiner Familie – das heißt in der Gemeinschaft mit anderen, die an ihn glauben – geben und dann darfst du in deiner Familie ein Licht für Ihn sein.

Johannes 1,12: Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

 Link zum Artikel „Die weltweite Familie“

4 Kommentare
  1. xyanus@hotmail.de
    xyanus@hotmail.de says:

    machen wir vielleicht, wie Eve und Adam. Zwei bedeutet die unterschied, das heißt leben und liebe. aber Eins auflöst die unterschied .das heißt Mensch auflöst sich selbst ohne sein Eva.

  2. Harald
    Harald says:

    Liebe Frau Duscher,

    ich habe den Artikel soeben erstmals gelesen und bin von Ihrer Reaktion sehr überrascht.

    Ebenfalls geschieden (und das als überzeugter Christ) habe ich 4 Kinder über viele Jahre allein erzogen. Den Artikel finde ich keineswegs unbarmherzig oder intolerant, sondern liebevoll und einladend. Ja, es kommt sehr auf die eigenen Wertvorstellungen an, aber sie reichen einfach nicht aus.

    Hier geht es auch nicht darum, ob „Menschen und Gruppierungen“ ,wie Sie schreiben, unserer Norm entsprechen, sondern darum,

    ob wir uns in die liebevolle Abhängigkeit Gottes hineinwagen und dankbar annehmen, was ER uns Menschen als Erfolgsrahmen für die Famile vorgestellt hat.

    Bestimmt erfreut es Sie, dass auch aus einer nicht intakten Familie glückliche und verantwortliche Kinder erwachsen können – mit Gottes Hilfe und Erbarmen -, aber ich möchte aus eigener jahrelanger Erfahrung sagen, dass ich mir dabei nichts sehnlicher gewünscht hätte, als eine Familie nach biblischem Vorbild.

    Liebe Grüße
    Harald Kemmann

  3. Sabine Duscher
    Sabine Duscher says:

    Sehr geehrte(r) Verfasserin/Verfasser des Textes: “ Die Familie und ihre Bedeutung“ sowie deren Zeilen daraus:

    „Leider wenden sich die Menschen mehr und mehr von christlichen Werten ab, so dass heute Scheidung nichts Ungewöhnliches und homosexuelles Zusammenleben eine Alternative ist.“

    Tief bewegt will ich Ihnen die Frage stellen:

    ….wollen Sie über homosexuelle Menschen schimpfen?…Meiner Meinung nach ist dies sehr bedenklich,intolerant und diskriminierend!- und dies im 21. Jhd.!

    Jesus war vor 2000 Jahren fortschrittlicher und barmherziger. Er liebt(e) jedes Individuum, egal welcher Vorgeschichte (zB.: Maria Magdalena). Wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen, denn dann wäre das Zusammenleben in der Gesellschaft oft um vieles einfacher!

    Außerdem möchte ich hinzufügen, dass sie es sich in dieser Textpassage zu leicht machen:

    „Auch Menschen, die christlich leben möchten und sich an den Geboten Gottes orientieren wollen, werden davon beeinflusst. Christliche Ehen werden genauso häufig geschieden, wie nichtchristliche.“

    …Denn, wenn ich wirklich nach christlichen Werten lebe, dann werde ich mich um eine gute Ehe und Partnerschaft bemühen, weil dies meine eigenen Wertvorstellungen sind.
    Ich kann nicht andere Menschen oder Veränderungen in der Gesellschaft dafür verantwortlich machen!

    Ich hoffe, Sie gehen in Zukunft mit Menschen und Gruppierungen, welche nicht Ihrer Norm entsprechen, etwas toleranter und barmherziger um!

    Mit freundlichen Grüßen

    Sabine Duscher

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