Deine Stimme für Jesus

Ich erinnere mich noch gut an den letzten Sommer zurück. Damals war ich für einige Monate in Kenia. Während dieser Zeit besuchte ich immer wieder verschiedene Märkte. Ein guter Ort, um die Kultur und Menschen eines Landes kennen zu lernen. Tatsächlich bot sich dort für mich ein völlig anderes Bild als Zuhause in Deutschland. Lärm, intensive Gerüche und massenhaft Menschen, die sich von Stand zu Stand drängten. Gerade am Markttag war dort alles überfüllt. Doch zu meiner Überraschung störte mich das nicht wirklich. Ganz im Gegenteil fand ich sogar Freude daran, einzelne Menschen zu beobachten…

Besonders stachen mit dabei die Verkäufer ins Auge. Lauthals schreien sie den ganzen Tag ihre Preise in die Umgebung. Egal wie laut der Lärm ist – die Verkäufer geben nicht auf. Bemerkenswert, dass sie sich dabei nicht selber auf die Nerven gehen. Andererseits bleibt ihnen auch nichts anderes übrig. Sie müssen schließlich ihre Produkte verkaufen. Am besten gelingt ihnen das, in dem sie diese auf verschiedenste Art und Weise anpreisen, um gegenüber den anderen Verkäufern herauszustechen. Das gelingt ihnen am besten mit ihrer Botschaft der „niedrigen Preise“. Ein Bild, dass uns zu denken geben sollte. Als Christen haben wir nämlich auch eine Botschaft weiterzugeben. Eine Botschaft, die weitaus wichtiger ist. Doch anstatt sie mit der Inbrunst eines Marktschreiers lauthals anzupreisen, flüstern wir sie lieber ganz leise und vorsichtig in unsere Umgebung.

Kurz bevor Jesus in den Himmel auffuhr, redete er noch einmal zu seinen Jüngern. Es waren sein letzten Worte auf dieser Erde. Es war also etwas sehr wichtiges…

„Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8)

Vielleicht hatten die Jünger etwas anderes erwartet. Irgend ein paar spektakuläre Worte oder eine legendäre Rede. Doch Jesus gibt ihnen den Auftrag, seine Zeugen zu sein. Sie sollten von dem berichten, was sie persönlich mit Jesus erfahren haben. Und das war eine Menge. Sie sollten allen Menschen davon erzählen. Und Jesu Auftrag bezog sich nicht nur auf Jerusalem und Umgebung, sondern auf die ganze Welt. Da waren die Jünger sicherlich erst einmal gut bedient. Die ganze Welt? Das hörte sich nach einer großen Aufgabe an…

Doch wenn Jesus einen Auftrag gibt, dann gibt er auch die nötige Kraft dazu. In seinen Worten an die Jünger ist das sogar das Erste, was er ihnen zusichert. Er verspricht ihnen den Heiligen Geist oder auch Gottes Geist. Damit haben sie nun wirklich jede erdenkliche Kraft, die sie sich vorstellen können. In einem anderen Vers heißt es…

Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat. (Galater 2,20)

Wenn wir an Jesus glauben, dürfen wir eine Beziehung zu ihm haben. Mehr noch – dann lebt Jesus in uns. Seine Verheißung gilt für alle Gläubigen. Ebenso aber auch sein Auftrag. Als Christen haben wir persönlich Gottes Liebe erfahren und erfahren sie tagtäglich noch immer. Davon sollen wir erzählen. Das ist es, was wir weitergeben sollen. Die nötigen Mittel dazu hat Gott uns gegeben.

Denken wir nochmal zurück an die Verkäufer auf dem Markt. Jeden Tag gehen sie auf den Markt um aus ihrer eigenen Kraft die Menschen von ihrem Produkt zu überzeugen. Und dabei ist es ihnen egal, ob sie komisch angeguckt werden, ob sie keinen Erfolg sehen oder ob sie müde sind. Mit dem selben Einsatz sind wir Christen dazu aufgefordert von Jesus zu reden.

Doch anders wie die Händler, müssen wir nicht irgendwelches Gemüse oder exotische Früchte anpreisen. Wir dürfen davon erzählen, welche gewaltigen Wunder Gott höchst persönlich in unserem Leben bewirkt hat. Außerdem müssen wir das ganze auch nicht aus eigener Kraft machen, sondern bekommen auch hier Hilfe von Gott. Wir haben also nicht nur die beste Botschaft der Welt, sondern auch noch die größte Kraft der Welt. Ich möchte Dich dazu ermutigen, diese Geschenke Gottes anzunehmen und mutig für seinen Namen einzustehen. Gib Deine Stimme für Jesus! Bitte ihn um Gelegenheiten, um ein Zeugnis zu sein und von ihm zu reden. Halte die Augen offen und nutze die passenden Momente. Erlebe die Freude, die Gott Dir schenkt, wenn du anderen von ihm erzählst, Leg einfach los!

 

 

Autor

J. Ackermann