Zum Glück gibt’s Gott

Du, ich und alle anderen haben ein grundlegendes Bedürfnis. Einen tief sitzenden Wunsch, der unser Leben bestimmt. Er ist nicht richtig greifbar – nur ab und zu spürbar –, aber wir können ihn nicht leugnen. Er lautet: Ich will einfach nur glücklich sein!

Glück? Was ist das?

Ein Hirnforscher würde dir auf diese Frage antworten, dass Glück etwas mit Hormonen zu tun hat, also dass bei einem angenehmen Ereignis bestimmte Stoffe in deinem Gehirn ausgeschüttet werden, die dann für das Glücksgefühl verantwortlich sind. Diese Stoffe sind die Glückshormone Serotonin und Dopamin. Von diesen Glückshormonen kann man leicht abhängig werden, z. b. durch Zigaretten- oder Drogenkonsum, der die Ausschüttung dieser Stoffe im Gehirn auslöst. Raucher werden nämlich nicht nur vom Nikotin abhängig, sondern auch vom Glückshormon. Und der besondere „Kick“, den Drogenabhängige verspüren, basiert auf erhöhtem Dopaminausschuss.

Man kann die Frage nach dem Glück auch aus psychologischer Sicht beantworten. Da gibt es Menschen, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen und sich „Glücksforscher“ nennen. Diese Leute würden dir sagen, dass Glück etwas mit „Flow“ (zu Deutsch: Fluss) zu tun hat.

Sheftsoff / shutterstock.com

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Vereinfacht gesagt bedeutet das in etwa: Wenn du einer Tätigkeit nachgehst, die dir Spaß macht, versinkst du in dieser Aufgabe. Die Zeit vergeht wie im Flug. Du bist in einem „Fluss“, in dem du alles um dich herum vergisst. Du fühlst dich einfach glücklich. Dieser Effekt tritt beispielsweise bei Zockern auf, die in ihren Spielen versinken, ohne zu merken, dass es schon wieder morgen ist. Sie sind einfach voll im „Flow“.

Aber meint man diesen Effekt, wenn man allgemein von Glück spricht? Ich denke nicht. Auf die Frage: „Bist du glücklich?“ antwortet vermutlich keiner: „Ja, ich bin derzeit voll im Flow.“ Es geht um etwas Tieferes. Um ein grundlegendes Bedürfnis, das in unser Herz gelegt ist. Die Frage nach dem Glück kann man nicht oberflächlich beantworten. Und so versucht jeder zunächst einmal selbst, den begriff „Glück“ für sich zu füllen.

Für den einen hat Glück viel mit Anerkennung und Selbstachtung zu tun. Einfach die Erfahrung zu machen, dass andere die eigenen Leistungen anerkennen und man zu sich selbst sagen kann: „Ich hab’s einfach drauf!“ Für den nächsten ist Liebe das wahre Glück. Für wieder einen anderen hat Glück mehr mit Erfolg zu tun oder mit Harmonie in der Familie, und viele schätzen sich erst dann glücklich, wenn ihre Wünsche in Erfüllung gegangen sind.

Wann hat man denn nun den wahren Glückszustand erreicht?

Um es auf einen Nenner zu bringen: Dann, wenn man etwas bekommt bzw. erlebt, das einem wirklich wichtig ist. Für viele ist Glück an ein bestimmtes Ereignis oder Erlebnis geknüpft, das noch nicht eingetreten ist. Sie haben für sich festgelegt, wie dieser Zustand aussieht und wann sie ihn erreicht haben werden. Das kann dann so aussehen: „Ich bin glücklich, wenn ich … Erfolg im Beruf habe/Sex haben kann, wann ich will/Drei Wochen Urlaub unter Palmen machen kann/keine Probleme mehr habe … und es mir einfach gut geht.“
Das große Problem ist: Dieses erhoffte Glück ist noch nicht greifbar. Und es ist ungewiss, ob und wann genau man es überhaupt erreicht. Vielleicht passiert das nie. Was dann?

Wenn du als 16-Jähriger so eine Definition von Lebensglück hast, dann kannst du einem leidtun. Denn dann ist dein Glück immer ausgerechnet da, wo du gerade nicht bist! Allen anderen scheint es gut zu gehen, nur du läufst wie ein armer Tropf durch die Gegend. Alle haben scheinbar, was sie wollen und können sich freuen – nur du nicht.

photo / shutterstock.com

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Wie sieht es bei dir aus?

Für mich persönlich hat Glück etwas mit Lebenssinn und Erfüllung zu tun. Ich fühle mich nicht glücklich, wenn ich spüre, dass das, was in meinem Leben vor sich geht, meilenweit von meinen Werten und Vorstellungen entfernt ist. Und ich glaube, die Suche nach dem großen Glück ist vor allem eine Suche nach dem wahren Gott. Nach jemandem, der unserem Dasein einen Sinn gibt.

Du fragst jetzt vielleicht: Woher kann ich denn überhaupt wissen, dass Gott wirklich an meinem Glück interessiert ist und dass ich beim ihm gut aufgehoben bin?
Dann darfst du wissen: Er hat es selbst gesagt:

Allen, die untadelig leben, gewährt er das höchste Glück. Herr, du großer und mächtiger Gott, wie gut hat es jeder, der sich auf dich verlässt! Psalm 84,12+13 (GNB)

Doch wer vor Gott lebt, wird sich freuen, wird jubeln vor ihm, überwältigt von Glück. Psalm 68,4 (NeÜ)

Ich bin gekommen, ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss. Johannes 10,10 (GNB)

Erprobt es doch selbst und erlebt es: Der Herr ist gütig! Wie glücklich sind alle, die bei ihm Zuflucht suchen! Psalm 34,9 (GNB)

Klingt das gut oder klingt das gut? Die Frage nach einem glücklichen Leben scheitert also nicht an Gott! Im Gegenteil! Er möchte sogar die Quelle deines Glücks sein. Mehr noch: Er will dir so viel Freude schenken, dass du überhaupt keinen anderen Glücksbringer mehr haben willst.

Jonathan Lommel
studiert Film & Regie an der Ruhrakademie und ist begeistert von der Bibel und von Jesus.

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