Wie kann Gott das zulassen?

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Entsetzen in Winnenden

Ein 17-Jähriger hat am Mittwoch (11. März 2009) in einer Realschule in Winnenden bei Stuttgart (D) und auf der anschließenden Flucht 15 Menschen erschossen (darunter 8 Schüler und 3 Lehrerinnen). Nach einem Feuergefecht mit der Polizei nahm sich der Täter das Leben. ‚Die Menge der nicht abgefeuerten Munition deutet darauf hin, dass er weitaus mehr vorhatte‘, sagte der leitende Kriminaldirektor.“

Quelle: ORF.at

„Wie kann Gott das zulassen?“ Das ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen. Menschen, die mit Gott leben genauso wie Menschen, die nur an seine Existenz glauben.

Gottes Plan

Als Gott die Welt erschuf und den Menschen war sein Plan das Gute. Gottes Wesen ist Liebe. Gott kann nicht einmal etwas Gemeines denken. Auch sein Plan für uns Menschen war und ist es immer noch: Liebe, das Gute, Schöne, Perfekte.

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Echte Liebe kann nur in Freiheit existieren. Das heißt, Gott muss uns auch die Möglichkeit geben, ja oder nein zu seiner Liebe und zum Guten zu sagen. Eine erzwungene Liebe ist keine Liebe.

Gott schuf uns nicht als Marionetten. Gott schuf den Menschen mit Freiheit. Freiheit ja oder nein zu sagen. Freiheit zu tun oder zu lassen. Freiheit Gutes oder Böses zu tun.

Das Massaker in Winnenden löst Trauer, Wut und Entsetzen aus. Am Meisten natürlich bei Angehörigen, Freunden und im direkten Umfeld.

Gibt es einen Trost?

Ein Mann namens Hiob verliert auf einen Schlag alle seine Kinder, seinen Besitz, gesellschaftliches Ansehen und seine Gesundheit. Natürlich ist er am Boden zerstört. Hiob ist wütend und verzweifelt.

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Doch er hatte auch etwas, das konnte ihm niemand nehmen. Er hatte Gott.

In all dem kann er bekennen: „Und doch weiß ich, dass mein Erlöser lebt und auf dieser Erde das letzte Wort haben wird.“ Die Bibel, Hiob 19,25

3 Freunde besuchen ihn und schweigen 7 Tage lang an seiner Seite. Sie trauern mit. Denn hier fehlen auch dem redegewandtesten Menschen die Worte. „Keiner sagte ein Wort zu ihm, denn sie sahen, dass sein Leid zu groß war für Worte.“ Hiob 2,13

Würden sie doch auch besser weiter schweigen, doch sie fangen an Hiob die Schuld für sein Leid in die Schuhe zu schieben. Gott muss sie am Ende dafür zurechtweisen. Sie hatten auch in der ganzen Angelegenheit Falsches über Gott geplappert.

Das soll uns Hilfe und Warnung sein, wenn wir Menschen begegnen, die Schweres durchmachen.

Hiob wird wieder gesund und  Gott schenkt Hiob doppelt so viel als er vorher hatte; Kinder und Enkelkinder; zahllose Herden von Schafen, Kamelen, Ochsen und Eseln.

(Eine wahre Geschichte – nachzulesen im Buch Hiob in der Bibel)

Nicht immer gibt es so ein Happy End und du fragst dich:

„Warum hat Gott es nicht verhindert?“

Anne Graham, in Bezug auf den Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, der ca. 3000 Menschen das Leben kostete:

„Ich glaube, Gott ist zutiefst traurig darüber, genauso wie wir.
Aber seit so vielen Jahren sagen wir Gott,
dass er aus unseren Schulen verschwinden soll,
aus unserer Regierung verschwinden soll,
aus unserem Leben verschwinden soll.
Und Gentleman, der er nun eben ist,
hat er sich, glaube ich, still und leise zurückgezogen.

Wie können wir von Gott erwarten,
uns seinen Segen zu spenden
und uns seinen Schutz zu gewähren,
wenn wir von ihm verlangen,
uns alleine zu lassen?“

Das ist ganz bestimmt keine vollständige Antwort. Das kann und soll es nicht sein. Ich glaube, dass das gar nicht möglich ist.

Doch eines gilt:

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Gott macht keine Fehler und verspricht, dass Er für Gerechtigkeit sorgen wird.

Gottes Perspektive ist eine andere als unsere: Er sieht weiter. Er sieht über dieses Leben hinaus.

Wenn Jesus wieder kommt und alle, die an ihn Glauben für immer bei ihm sein dürfen, dann werden wir auch das verstehen, was uns heute manchmal Kopfzerbrechen bereitet.