Wenn Gott spricht…

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Den Willen von Gott erkennen wir, wenn er mit uns und zu uns spricht. Weißt du, wie Gottes Stimme tönt? Nicht? Ja, aber hat er dann überhaupt schon mit dir gesprochen?

 

Ja, das hat er. Aber nein, nicht laut, so dass ich seine Stimme gehört hätte. Denn Gott spricht nicht nur mit seiner Stimme, er hat unbegrenzte Möglichkeiten und Medien, zu uns zu sprechen. Leider habe ich aber noch nie eine SMS direkt von Gott bekommen. Gott spricht anders. Aber wie spricht Gott denn nun tatsächlich?

Gott und der Mensch.

Gott schuf uns Menschen in erster Linie, um mit jemand ähnlichem Gemeinschaft zu haben und kommunizieren zu können. Mit Adam und Eva ging er sogar höchstpersönlich im Paradies spazieren. Aber außerhalb des Paradieses war diese direkte Kommunikation nicht mehr möglich. Darum fand Gott neue Wege und Mittel, um mit uns in Kontakt zu treten.

Vor Jesu Geburt.

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Im Alten Testament lesen wir von sehr verschiedenen Arten, die Gott zur Kommunikation brauchte. Mose begegnete er in einem Feuerbusch, Israel sah ihn als wegweisende Feuersäule und Bileam wurde sogar von einer Eselin in Gottes Namen zurechtgewiesen!

Oftmals schickte der Herr aber auch Engel, die den Menschen seine Pläne weitergaben. Und Samuel durfte ganz persönlich Gottes Stimme hören. Sie kam ihm sogar so real vor, dass er zuerst meinte, Eli hätte ihn gerufen. In all diesen Momenten, in denen Gott derart Menschen als Medium gebrauchte, ging es um die Zukunft des ganzen Volkes Israel.

Um Jesu Geburt.

Gerade jetzt im Advent hörst du sicher immer wieder die Begebenheiten kurz vor Jesu Geburt. Auch hier handelte es sich um eine „offizielle Angelegenheit“, die Gottes Sohn selbst betraf. Deshalb griff Gott wohl zu einem eindrücklichen Medium, dem Engel. Maria wurde vom Engel Gabriel aufgeklärt, dass sie den Messias zur Welt bringen werde. Sie verstand sicher nicht genau, wie das ging, da sie ja nicht verheiratet war. Aber sie wollte, dass Gottes Wille mit ihr geschah, egal, wie dieser war! Maria glaubte wirklich und sie gebar Jesus.

Ganz anders Zacharias.

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Dieser hörte sogar Gottes Stimme persönlich und dennoch zweifelte er daran, dass Gott seiner unfruchtbaren Frau noch einen Sohn schenken konnte. So ließ Gott ihn stumm werden, machte aber dennoch seine Verheißung wahr und Elisabeth gebar Johannes. Johannes war es, der von Jesus erzählte und ihn schließlich taufte.

Jesus selbst.

Er ist Gottes bester Beweis, wie sehr er dich liebt. Mit ihm will er dir seine unendliche Liebe und Güte zeigen. Mit ihm tritt Gott sehr stark mit dir in Kontakt. Mit Jesus fragt Gott dich, ob du eine persönliche Beziehung zu ihm willst. Jesus ist sozusagen der lebendige Liebesbrief für dich! Aber Gott möchte dir auch zeigen, wie ein Leben unter seiner Führung aussieht. Denn in Jesus sehen wir ein echtes Beispiel, wie wir einerseits mit Gott reden sollen und andererseits mit unseren Mitmenschen umgehen sollen. Von seinem Leben und seinen Taten kannst du in den vier Evangelien im Neuen Testament der Bibel lesen.

Die Bibel.

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Schon zu Jesu Lebzeiten gab es das Alte Testament in schriftlicher Form. Gerade Paulus kannte sich sehr gut damit aus. Und er richtete sein Leben danach. Gott begegnete ihm auch in Träumen, aber Paulus ging vor allem mit viel Gebet und tiefem Bibelstudium Schritt für Schritt den Weg, den Gott ihm wies. Wenn du dir, wie ich, schon einmal eine SMS von Gott gewünscht hast, dann musst du eigentlich nur deine Bibel aufschlagen und schon hast du eine Message, die weit mehr als 160 Zeichen umfasst. Gott persönlich hat dieses dicke Buch verfasst. Und er spricht darin genau zu dir. Aber wie kannst du verstehen, was du persönlich damit anfangen sollst? Schließlich steht da ja nicht: „Sebastian, heirate Melanie!“ oder „Katrin, du musst Hochbauzeichnerin werden!“

Der Heilige Geist.

Nachdem Jesus in den Himmel gegangen war, schickte uns Gott den Heiligen Geist. Der Heilige Geist kommt zu dir, wenn du an Jesus glaubst und dich zu ihm bekehrt hast. Er zeigt dir, wie all die Bibelstellen zu deinem Leben passen und was du für einen Beruf wählen könntest. Er zeigt dir, was Gott von dir möchte. Hörst du auch auf ihn?

Denn das Anliegen des Heiligen Geistes ist es, dass du Gott ehrst, in allem, was du tust. Der Heilige Geist kann durch dein Gewissen zu dir sprechen oder durch andere Menschen. Er kann sogar ungläubige Menschen gebrauchen, um zu dir zu sprechen. Er kann zu Menschen sprechen, die noch nie etwas von Jesus gehört haben. Der Heilige Geist, eine Person der Dreieinigkeit, ist Gottes Medium schlechthin.

Seine Medien heute.

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Gott kann auch durch Musik, durch Umstände, durch die Natur, durch deinen Verstand und durch Gaben zu dir sprechen. Das sind sozusagen seine modernen Medien. Alles aber solltest du anhand der Bibel überprüfen. Denn Gott würde nie etwas zu dir sagen, das seinem Wort widerspricht! Du siehst, auch heute noch sind Gottes Möglichkeiten, mit dir zu kommunizieren, unermesslich groß. Und das, obwohl er keine SMS verschickt oder Emails verfasst. Oder doch?

Du bist gefragt.

Jedes Wort, das gesprochen wird, nützt nichts, wenn niemand zuhört. Genauso ist es auch, wenn Gott zu dir spricht. Am liebsten willst du Gott vielleicht entgegen schleudern: „Rede gefälligst mit mir und zwar so, dass ich ziemlich beeindruckt bin und auch wirklich weiß, dass du geredet hast!“ Aber wenn du willst, dass Gott spricht, dann musst du auch bereit sein, richtig hinzuhören. Denn manchmal flüstert Gott nur (1.Könige 19,11-13). Aber vor allem musst du bereit sein, das zu tun, was er sagt. Egal, wie er es sagt. Egal, was er sagt. Vergiss dabei nie, dass er dich unendlich liebt und nur das Beste für dich will. Bist du bereit für diesen spannenden Weg?

 

Aus „Friends for ever„, Ausgabe 04/2008, Mit freundlicher Genehmigung

 

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