Welchen Unterschied macht Jesus?

Stell dir eine Erdbeere vor. Du kennst ihre Farbe, weißt wie sie wächst und in der Luft hängt vielleicht ein Erdbeer-Duft. Dazu trinkst du ein Erdbeer-Milkshake und isst Yogurette. Du hast gehört, wie saftig eine Erdbeere sein kann und welche Konsistenz sie hat. Doch bei all deinem Wissen über Erdbeeren und den kleinen Geschmackserlebnissen hast du noch nie eine echte Erdbeere gegessen geschweige denn in den Händen gehalten…  

Wird das hier nun eine Erdbeergeschichte? Nein, aber es zeigt vielleicht, welchen Unterschied Jesus macht. Wenn du das Alte und das Neue Testament vergleichst, findest du einige Unterschiede. Im Alten Testament gibt es nämlich Opfer, Reinheitsgebote und Priester. Das alles ist ab der Zeit mit Jesus nicht mehr zu finden. Warum? Das werden wir gleich herausstellen. Und was das alles mit Erdbeeren zu tun hat, auch.

 

1. Wie sah es denn im Alten Testament aus?  

Die drei erwähnten Dinge haben eine zentrale Bedeutung im Alten Testament. Denn durch Opfer (jegliche kultische Handlungen vom israelischen Volk) wurde die Schuld vor Gott gesühnt.

Von Ruk7 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Durch die Reinheitsgebote war es einer Person überhaupt erstmal möglich, sich in Gottes Nähe aufzuhalten. Denn eine unreine Person durfte nicht in der Nähe von Gott sein. Die Priester hielten sich in Gottes Nähe auf und waren zuständig für Opfer und Reinheit. Der Hohepriester durfte sogar einmal im Jahr ins Allerheiligste gehen und Gott dadurch sehr Nahe kommen. Das alles kannst du im 3. Buch Mose nachlesen.

Und wenn man sich das alles anschaut, dann ist es ein ziemlich großer Aufwand, um in der Nähe Gottes zu sein. Und alles davon war nichts Endgültiges, es war nur ein Schattenbild. Es war, als ob die unreinen Israeliten nur ein Bild von der Erdbeere sahen, die reinen Israeliten dann den Duft von einer Erdbeere wahrnehmen durften und die Priester ein Erdbeer- Milkshake tranken. Alles Erdbeere- aber eben nicht echt!

 Hebräer 9,9-10: Dieses Zelt ist nämlich ein Sinnbild, dessen volle Bedeutung wir erst in der heutigen Zeit verstehen: Die Gaben und Opfer, die nach den Vorschriften des Gesetzes dargebracht werden, sind nicht imstande, den Opfernden wirklich von seiner Schuld zu befreien und sein Gewissen zur Ruhe zu bringen.
Bei allen diesen Vorschriften geht es um Äußerlichkeiten  – um Fragen des Essens und Trinkens und um eine Vielzahl von rituellen Waschungen – , und sie gelten deshalb auch nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue und bessere Ordnung eingeführt wird.

 

2. Und dann kam Jesus…

…und brachte die echte Erdbeere! Denn durch sein Kommen, sein Sterben und Auferstehen hat er den Schatten Wirklichkeit werden lassen. Denn Jesu Blut hat eine größere Wirkung als das Blut von den Opfertieren. Er reinigt nicht nur zeitweise, sondern vollkommen. Er macht es möglich, dass wir ständig in Gottes Nähe sein dürfen. Ein Israelit durfte nur bestimmtes essen und anfassen. Doch weil Jesus uns nicht äußerlich reinigt, sondern von innen, dürfen wir egal wie zu Gott kommen!

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Zudem war er ohne Schuld und somit ein makelloses Opfer. Er befreit uns wirklich von Schuld und deckt sie nicht nur zu (wie es die Opfer im Alten Testament taten). Nie mehr muss jemand ein Opfer bringen, Jesus ist für uns ein für allemal gestorben!

Doch nicht nur das. Er schenkt uns auch einen Zugang zu seinem Vater. Wir müssen keine Hohepriester sein und auf den einen Tag im Jahr warten. Wir dürfen jederzeit zu unserm Vater im Himmel kommen. Denn Jesus hat uns einen Weg gebahnt, der zum Leben führt. Dank ihm haben wir einen freien und ungehinderten Zugang zu Gottes Heiligtum!

Hebräer 10,8-9: Christus sagt also zunächst: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer willst du nicht; du hast kein Gefallen daran.« Er sagt das, wohlgemerkt, von den Opfern, die das Gesetz vorschreibt.
Dann aber fährt er fort: »Hier bin ich! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.« Das bedeutet nichts anderes, als dass er die alte Ordnung aufhebt, um eine neue in Kraft zu setzen.

 

3. Was bedeutet das jetzt für uns?

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Wir leben nicht mehr im Abbild, sondern in der himmlischen Wirklichkeit. Jesus hat uns Gott nahegebracht. Wie gehen wir damit um? Suchen wir Gottes Nähe? Machen wir doch eine Zeitreise ins Jahr der Wüstenwanderung der Israeliten. Wie würde ein Israelit reagieren, wenn du ihm das alles hier erzählst? Er würde bestimmt ausrasten oder dich als Lügner betiteln, weil er es nicht glauben könnte.

Denn es ist wirklich unglaublich, welchen Unterschied Jesus macht. Er hat das alles für dich getan. Damit du ungehinderte Gemeinschaft mit deinem Gott haben kannst. Lasst uns diese „Erdbeere“ von Jesus annehmen und nicht mehr nur das Bild davon anschauen!

 

 

Hebräer 10,22: Deshalb wollen wir mit ungeteilter Hingabe und voller Vertrauen und Zuversicht vor Gott treten. Wir sind ja in unserem Innersten ´mit dem Blut Jesu` besprengt und dadurch von unserem schuldbeladenen Gewissen befreit; wir sind – ´bildlich gesprochen` – am ganzen Körper mit reinem Wasser gewaschen.