Schule und Gewalt

Wie passt das zusammen?

 

Quelle: Stock.xchng

In den Medien jedenfalls ist „Gewalt an Schulen“ schon längst zum Schlagwort geworden. Ob jedoch tatsächlich Gewalt und Aggression an Schulen zunimmt ist umstritten.

Bei einer Umfrage in Bochum, Deutschland wurden 4.000 Schüler zu diesem Thema interviewt. Es stellte sich heraus, dass 60 Prozent der 14jährigen deshalb prügeln, weil sie sich beleidigt fühlen.

Auch in Österreich ist Gewalt an Schulen ein ernst zu nehmendes Problem. Das beweisen aktuelle Studien. Eine Umfrage der Kinder- und Jugendanwaltschaft zeigt, dass drei von vier Kindern bis 14 Jahren täglich zu Hause oder in der Schule mit Gewalt konfrontiert sind. Deshalb hat die Bundesministerin Claudia Schmied den 28. November 2008 zum Aktionstag gegen Gewalt ernannt.

Projekttage z.B. unter dem Thema „Gewaltig“ oder „ohne Gewalt stark“ bringen gute Ergebnisse.

Dass man ab und zu aggressiv oder wütend wird ist als ein menschliches Gefühl „normal“. Deswegen muss nicht ein Morgenkreis oder ein Schulsprecherforum einberufen werden. Aggressive Gefühle gehören zum Leben dazu und im Miteinander lernen wir im Normalfall damit richtig umzugehen.

Was jedoch geht in Leuten vor, die ihre Mitschüler piesacken bis aufs Blut und prügeln bis der Arzt kommt?

Quelle: Stock.xchng

Hier einige Ursachen, die miteinander kombiniert zu einer hohen Gewaltbereitschaft führen können:

  • Persönlichkeitsbedingte Voraussetzungen
  • Gewaltbereite Clique
  • Gewalt in der Familie
  • Sozial schwaches Elternhaus (Armut)
  • Niedriges Bildungsniveau und damit zusammenhängend schlechte Zukunftschancen
  • Häufiges Spielen gewalthaltiger PC-Spiele usw.

Gewaltbereite Teenager und Jugendliche sind das auch außerhalb der Schule. Und natürlicherweise lassen sie ihr Verhalten nicht vor der Schultüre stehen.

Die Formen von gewalttätigen Handlungen reichen von handfester Körperverletzung, wie Bluterguss oder Knochenbruch über Diebstahl bis hin zu  Beleidigung, Mobbing und Erpressung. Auch das Mitführen von Waffen, Ungehorsam gegenüber Lehrern und der Boykott des Unterrichts können als Gewalt angesehen werden.

Eine Untersuchung besagt: Mädchen führen ihre Gewaltattacken eindeutig mit dem Mund.

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Interessant find ich auch die Tatsache, dass allgemein im Schulbereich die physische Gewalt eher abnimmt, psychische Gewalt – auch Mobbing genannt – nimmt zu.

Gewalt kommt nicht nur unter den Schülern selbst vor, Schüler können auch gegenüber Lehrern gewalttätig vorgehen. Lehrer werden gegenüber Schülern aggressiv und können sich auch untereinander das Leben schwer machen.

Vielleicht denkst du dir beim Lesen: Wow! Wo leben wir nur? Muss es das denn geben? Leider ist es so und ich kann dir auch keine schnelle Antwort darauf geben.

Aber eines weiß ich: es gibt einen Ort, wo all das für immer ein Ende haben wird: Bei Gott im Himmel. Und ich freue mich schon darauf!

 

Buchtipp:

  • „Gewalt in der Schule: und wie du dich dagegen wehren kannst“, Helmut H. Erb