Schmetterling

Tagpfauenauge – ©Dieter Haugk/Pixelio.de

Admiral – ©Dennis Scheck/Pixelio.de

Zitronenfalter – ©Angelika Wolter/Pixelio.de

Kaisermantel – ©Angelika Wolter/Pixelio.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hast du gewusst, dass der Name Schmetterling vom ostmitteldeutschen „Schmetten“ (d.h. Schmand, Rahm) kommt? Denn Schmetterlinge werden von Rahm angelockt! Der Englische „butterfly“ kam immer beim Butterschlagen angeflattert.

Allein in Deutschland existieren 3.700 Arten dieses wunderbaren Geschöpfes.

Die Lektion eines Schmetterlings

Schwalbenschwanzraupe – ©Sabine Geißler/Pixelio.de

Schwalbenschwanzpuppe – ©Sabine Geißler/Pixelio.de

Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon;
 ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling für mehrere Stunden, 
wie dieser kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen. 

Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen. 

Es schien als ob er so weit gekommen war wie es ging, 
aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte. 

So beschloss der Mann, ihm zu helfen: er nahm eine Schere und machte den Kokon auf. 

Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus. 

Aber er hatte einen verkrüppelten Körper, er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel. 

Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete,
dass die Flügel sich jeden Moment öffnen und sich ausdehnen würden, 
um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen. 

Aber nichts davon geschah! 

Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd
 mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln. 

Niemals war er fähig zu fliegen.

Schwalbenschwanz – ©Dieter Haugk/Pixelio.de

Was der Mann in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand,
 dass der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist, damit
 der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist,
 um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern. 
Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht.

Unbeschwerte Momente, Leichtigkeit, Zufriedenheit können wir nicht erzwingen. Aber oft dürfen wir erleben, dass sie sich da einstellen, ja manchmal gerade dort, wo wir eine zeitlang zu ringen hatten. Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen.

 

Ich bat um Kraft…
und mir wurden Schwierigkeiten gegeben,
um mich stark zu machen.

Ich bat um Weisheit…
und mir wurden Probleme gegeben,
um sie zu lösen und dadurch Weisheit zu erlangen.

Ich bat um Wohlstand…
und mir wurde ein Gehirn und Muskelkraft gegeben,
um zu arbeiten.

Ich bat um Mut…
und mir wurden Hindernisse gegeben,
um sie zu überwinden.

Ich bat um Liebe…
und mir wurden besorgte,
 unruhige Menschen mit Problemen gegeben,
um ihnen beizustehen.

Ich bat um Entscheidungen…
und mir wurden Gelegenheiten gegeben.

Ich bekam nichts, was ich wollte…
Aber ich bekam alles, was ich brauchte.

Verfasser unbekannt

„Warum bin ich so mutlos? Warum so traurig? Auf Gott will ich hoffen, denn eines Tages werde ich ihn wieder loben, meinen Retter und meinen Gott.“ Psalm 42,6