Leg einfach los!

Wer hat das als Kind nicht auch schon mal gehört: „Iss deinen Teller auf, dann wird morgen gutes Wetter“. Und wer hat sich nicht auch gefragt, was mein Aufessen des Tellers mit dem Wetter von morgen zu tun hat? Was würde passieren, wenn ich meinen Teller leer esse, aber der Nachbar seinen nicht? Hätte ich Sonnenschein und der Nachbar Regen? Das würde in einem Wetterchaos enden. Das kann nicht stimmen, hier passt etwas nicht.

Die Aufklärung ist denkbar einfach. Es handelt sich hier um ein Missverständnis, aus dem Plattdeutschen. Ein Übersetzungsfehler führte dazu, das aus „goods wedder“, ein „gutes Wetter“ wurde. Aber die eigentliche Übersetzung heißt „gutes wieder“. Es bedeutet, wenn der Teller aufgegessen wird, gibt es am nächsten Tag wieder ein gutes Essen und nicht die Reste vom Vortag. Denn kein Mensch kann das Wetter bestimmen, das ist klar.

Was der Mensch dank technischer Hilfsmittel jedoch kann, ist eine Prognose oder Voraussicht über das Wetter zu geben. Diese Wettervoraussagen können zum Teil sogar sehr genau sein, jedoch gibt es aber auch genug Fehlprognosen, da sich das Wetter nun einmal nicht von Menschen bestimmen lässt. Trotzdem ist der Wetterbericht für uns zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Meist achten wir darauf, weil wir etwas planen, wie einen längeren Ausflug, Sport, ein Treffen mit Freunden, shoppen oder einfach in die Stadt zu gehen. Viele achten besonders auf das Wetter, damit sie sicher an ihre Arbeitsstelle gelangen. Man will nicht von Regen, Sturm oder Glatteis überrascht werden. Dann gibt es auch Berufsfelder, die stark vom Wetter abhängig sind, so z. B. der Landwirt oder der Bauer.

Der Bauer muss zusehen, dass er rechtzeitig seinen Acker so bearbeitet, dass er eine gute Ernte einfahren kann. Er muss reagieren auf Regen und Sonnenschein, Sturm und Winde, Wärme und Kälte. Ein weises Sprichwort der Bibel lautet:

Wer ständig nach dem Wind schaut, kommt nie zum Säen, und wer immer auf die Wolken sieht, wird niemals ernten (Prediger 11,4).

Es ist an die gerichtet, die Pläne haben, sich dabei aber zu viele Gedanken machen und auf perfekte Bedingungen warten und hoffen. Sie werden nie zum Ernten kommen. Es gibt so viele Dinge zu beachten, bevor  wir etwas tun und uns entschieden. Wir erstellen unsere Pläne und bereiten uns vor. Welchen Beruf soll ich wählen, welches Studium oder welche Arbeitsstelle, welche Wohnung ist gut für mich? Welche Gemeinde ist die Richtige und welchen Dienst soll ich dort nachgehen? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Lebenspartner und wer soll das sein? Ist Mission Thema bei mir, wo will Gott mich haben? Fragen über Fragen. Verstehen wir Gott richtig und haben wir auch an alles gedacht,? Nein, an alles können wir nicht denken.

Es ist wie mit dem Wetter. Zu viele Faktoren sind zu beachten und der Wind kann sich immer drehen. Je weiter weg die Tage sind, um so ungenauer wird ja auch der Wetterbericht. Wir können das Wetter nicht bestimmen. Genau so ist es mit unserm Tun. Es fehlt uns an Weitsicht. Wir haben keine Sicherheit wie sich unser Handeln in der Zukunft entwickelt. Aber genau hier hilft uns Gott, das wir nicht gelähmt werden und ins nichts tun verfallen. Er fordert von uns wie vom Bauern:

Am Morgen säe deinen Samen und lass am Abend deine Hand nicht ruhen, denn du weißt nicht, was gedeihen wird, ob dies oder jenes oder beides zugleich. (Pred 11,6).

Wer auf die letzte Sicherheit wartet, wartet für immer. Wir wissen nie welche Arbeit gelingt, deshalb sollten wir einfach starten und auf Gottes Führung bauen. Gott spricht zu uns durch die Bibel, durch das Gebet, Umstände und noch vieles mehr. Gott sichert uns zu:

Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen. Bilde dir nichts auf deine Weisheit ein, sondern fürchte den Herrn und meide das Böse. Das macht dein Leben gesund und du bekommst neue Kraft (Sprüche 3,5-8)

Wenn wir auf Gott vertrauen, dürfen wir sicher sein, dass er uns den Weg zeigt. Wir dürfen mutig loslegen und uns darauf verlassen, dass Gott uns in die richtige Richtung lenkt. Wenn wir sein Wort lesen und uns durch beständiges Gebet von ihm abhängig machen, dann brauchen wir keine Angst davor haben, dass wir Gottes Reden verpassen oder überhören. Vertraue auf Gott, frage nach seinem Willen (durch Gebet und Bibel lesen) und dann leg einfach los! Tue das, was du schon weißt und den Rest zeigt dir Gott spätestens rechtzeitig.

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Leg einfach los! Ein befreiender Weg, Gottes Wille zu erkennen oder: Wie man Entscheidungen trifft ohne Träume, Visionen, Wollvlies, Eindrücke, offene Türen, zufällige Bibelverse, Lose werfen, Gänsehautmomente, Schriftzüge am Himmel etc .(von Kevin DeYoung)

https://www.scm-haenssler.de/leg-einfach-los.html