+++Wasser verschwunden+++Großbrand auf dem Berg+++Bürgermeister rettet Dorf+++keine Verletzten+++

Was kommt dir in den Kopf, wenn du diese Eilmeldung liest? Auf jeden Fall hören sich diese Schlagwörter nach einem aufregendem Ereignis an – und das war es auch! Die folgende Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Sie handelt von einem Helden, der Opfer brachte, um Opfer zu verhindern…

Im Jahre 1923 gab es ein kleines Fischerdorf an der Sagamibucht. Das Dorf war sehr beschaulich. Die meisten Menschen wohnten direkt am Ufer oder in unmittelbarer Nähe davon. Nur der Bürgermeister und seine Familie hatten ihr Haus auf einem Hügel, ein wenig entfernt vom Dorf. Die Bewohner dieses Dorfes lebten hauptsächlich vom Fischfang und von Reis, den sie auf der Insel ernteten. Gerade zur Erntezeit geschahen eines Tages plötzlich einige merkwürdige Ereignisse.

Alles begann damit, dass es über Nacht plötzlich zu einem Erdbeben kam. Allerdings war das in dieser Region nicht unüblich, weshalb die Dorfbewohner dem nur wenig Aufmerksamkeit schenkten. Viel ungewöhnlicher war das, was wenige Stunden später passierte. Einige Frauen stellten nämlich plötzlich fest, dass kein Wasser mehr im Brunnen war. So etwas hatte es zuvor noch nie gegeben, da der Brunnen immer voll von Wasser war. Zur gleichen Zeit stellten zudem einige Männer des Dorfes verdutzt fest, dass auch das Wasser im Meer plötzlich zu schwinden begann. Ihre Boote und kleinen Schiffe waren gestrandet und lagen auf sandigem Grund. Im Dorf herrschte absolute Ratlosigkeit. Fragend und aufgeregt setzte sich das ganze Dorf in Bewegung. Das blieb auch dem Bürgermeister nicht verborgen, der von seinem Hügel fragend auf das Gewusel im Dorf schaute. Als er dann auch Richtung Meer schaute, konnte er die Aufregung gut verstehen. Das Wasser war plötzlich verschwunden. Erst am Ende des Horizonts konnte der Bürgermeister etwas Wasser erblicken.

Da stockte ihm plötzlich der Atem. Der Bürgermeister erinnerte sich daran, dass ihm sein Großvater einmal von so einer Situation berichtet hatte. Er musste sofort handeln. Es ging um jede Sekunde. Er musste die Dorfbewohner warnen…aber wie? Da kam ihm eine Idee. Schnell rief er seinen kleinen Enkel und lies sich eine Fackel bringen. Zur absoluten Fassungslosigkeit seines Enkels begann der Bürgermeister anschließend seine gesamte Reisernte in Brand zu stecken. In Sekundenschnelle entfachte ein riesen Feuer, dessen Rauch den ganzen Hügel überdeckte.

Währenddessen waren die Leute unten im Dorf noch immer in Aufregung wegen den kuriosen Ereignissen. Als die ersten Bewohner dann den Brand auf dem Hügel bemerkten, steigerte sich die Aufregung noch einmal. Blitzartig liefen alle in Richtung Hügel. Sie liebten ihren Bürgermeister und es war klar, dass ihm alle zu Hilfe eilen mussten. Auf dem Weg zum Haus des Bürgermeisters wurden alle Leute aus ihren Häusern gerufen, so dass sich innerhalb weniger Minuten das ganze Dorf auf dem Hügel am Haus des Bürgermeisters befand.

Aufgeregt wollten die Leute den Bürgermeister zur Rede stellen. Doch anstatt zu antworten, deutete er mit seiner Hand Richtung Meer. Da sahen sie es. Das Wasser war wieder da…und wie! Vor ihnen türmte sich eine riesengroße Welle auf. Ein Tsunami. Innerhalb weniger Sekunden brach er über das ganze Dorf hinein. Die Bäume brachen wie kleine Streichhölzer und die Häuser wurden einfach niedergemäht. Als sich die Welle wieder zurückzog, war das Dorf verschwunden. Zurück blieb allein ein Bild schrecklicher Verwüstung.

Es dauerte nicht lange, da verstanden die Menschen, warum der Bürgermeister seine gesamte Ernte in Brand gesetzt hatte. Es war der einzige Weg, die Leute rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Der Bürgermeister brachte ein Opfer, um viele Opfer zu verhindern. Wie würdest du reagieren, wenn du einer dieser Dorfbewohner wärst? Wusstest du, dass es jemanden gibt, der noch viel mehr für dich getan hat als dieser Bürgermeister für die Dorfbewohner?

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)