Können wir Christen die Welt verändern?

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Bestimmt kennt ihr auch solche super motivierten Optimisten, die uns versprechen, unsere  Welt besser zu machen. Schau dir z.B. mal die Politiker an.  Nur was davon wird wirklich wahr? Andere wiederum sagen, dass wir Christen die Welt verbessern sollen. Können wir das? Sollen wir überhaupt? Und wie?

Gott hat die Welt erschaffen und sie war sehr gut (vgl. 1.Mose 1). Aber wenn wir sie uns jetzt anschauen, können wir das kaum noch glauben. Der Mensch hat einen eigenen Willen bekommen. Denn Gott wollte keine Marionetten, sondern Menschen, die aus freien Stücken ihr Leben mit ihm leben. Der Mensch entschied sich aber dazu, sein Leben im Alleingang zu bewältigen. Dies bedeutet, dass Gottes Gegner ein leichtes Spiel hat den Menschen zu beeinflussen.

Wenn man nicht für Gott ist, dann ist man halt gegen ihn (vgl. Matthäus 12,30). Dies trifft auch heute noch auf uns Menschen zu. Wenn wir nicht mit Gott leben, dann sind wir sehr schnell noch weiter von Gott entfernt. Und diese Welt sollen wir Christen ändern können? Sind wir besser als die anderen Menschen, die sich entschieden haben, ohne Gott zu leben? Wenn wir Römer 3,10-17 anschauen, fasse ich nur wenig Mut, denn jeder schaut nur auf sein eigenes Wohl. Wir Christen sind da keine Ausnahme. Können wir überhaupt etwas Gutes schaffen?

Aber Halt! Wir Christen haben da doch noch einen Trumpf im Ärmel. Wir sind doch selber schon verändert worden (vgl. Römer 3,21-24). Wir sind gerechtfertigt worden: Alle Sünden und Fehler werden uns nicht mehr angerechnet. Wir sind eine neue Kreatur (vgl. 2.Korinther 5,17). Wir dürfen neu durchstarten und brauchen uns von dem Schlechten nicht mehr beeinflussen lassen. YUHUU! Lasst uns losziehen und die Welt verbessern!

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Äh… Moment mal. Das dreht sich alles doch ziemlich um „ich, mich und mich selbst“, oder? Irgendwie erinnere ich mich an die Worte von Paulus aus Römer 7,15: Ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse. Oder woanders schreibt er: Der Geist ist willig, das Fleisch aber nicht. Wenn Paulus dies schon erlebt hat, bleiben wir sicher nicht verschont. Wir wollen oft, aber schaffen es nicht. Was tun wir dann noch hier? Macht das alles Sinn? Können wir nicht besser von vorne herein aufgeben?

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Nein! Wir brauchen ein Perspektivwechsel. Nicht mehr ich, sondern Gott soll im Mittelpunkt stehen. Erst dann werden wir die verändernde Kraft des Evangeliums gerecht. Denn es ist Gott in uns, der die Veränderung von Innen aus schenkt; siehe 2. Korinther 4,5-7. Er möchte seine Kraft durch uns „Menschen voller Fehler“ in dieser Welt wirken lassen. Das wird standhalten, mehr als das, was uns Politiker versprechen können. Wir sind nicht allein! Wir haben Gott und andere Kinder Gottes auf unsere Seite. Gemeinsam sind wir stark. Entweder lassen sich viele kleine „Christenfische“ vom großen Fisch „Welt“ einschüchtern, oder sie halten fest zusammen und treten diesem großen Fisch mit Gottes Kraft bestimmt entgegen! Das ist Veränderung in der Welt, welche Gott schafft!

Über Jacqueline Stolk

Teamleiterin BEG Jugend / Diätologin
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